Umgestaltung des Berliner Platzes in Lindau (Stadtplanung, Architektur, Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung)
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Lindau am Bodensee sucht im Rahmen eines VgV-Verfahrens mit freiraum-, verkehrsplanerischem und hochbaulichem Realisierungswettbewerb sowie einem städtebaulichen Ideenteil ein interdisziplinäres Team aus Architekt*Innen, Landschaftsarchitekt*Innen, Verkehrsplaner*Innen und Stadtplaner*Innen. Die geschätzten anrechenbaren Kosten für die Teilbereiche liegen bei insgesamt ca. 18,125 Mio. Euro (KG 300-500). Das Verfahren ist auf maximal 15 Teilnehmende im Ideen- und Realisierungswettbewerb begrenzt.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Im Rahmen des VgV-Verfahrens mit freiraum-, verkehrsplanerischem und hochbaulichem Realisierungswettbewerb und einem städtebaulichen Ideenteil soll ein Team aus Architekt*Innen, Landschaftsarchitekt*Innen, Verkehrsplaner*Innen und Stadtplaner*Innen für die Umgestaltung des Berliner Platzes in Lindau ermittelt werden. Für die unterschiedlichen zu realisierenden Teilbereiche werden folgende anrechenbare Kosten angenommen: - R.1 | ca. 12,0 Mio. Euro (KG 300+400) - R. 2 | Verkehrsanlage ca. 3,8 Mio. Euro (KG 300) - R. 3 | Verkehrsanlage ca. 2,0 Mio. Euro (KG 300) - R. 4 | Freianlage ca. 325.000,00 Euro (KG 500). Weitere Informationen sind dem Dokument "Gegenstand und Ziel" zu entnehmen.
Die Stadt Lindau am Bodensee vergibt einen Planungswettbewerb für die Umgestaltung des Berliner Platzes im Stadtzentrum. Gesucht wird ein Team aus Architekten, Landschaftsarchitekten, Verkehrsplanern und Stadtplanern, das in einem dreistufigen Verfahren (Teilnahmewettbewerb, Ideenwettbewerb, Realisierungswettbewerb) ermittelt wird. Die geschätzten Baukosten für die vier Teilbereiche liegen zusammen bei rund 18,1 Millionen Euro — davon der größte Teil (12 Mio. Euro) für den Hochbau (KG 300+400), plus Verkehrsanlagen und Freianlagen. Bewerber müssen entsprechende berufliche Qualifikationen nachweisen und eine Berufshaftpflichtversicherung vorweisen. Das Verfahren folgt den Regeln der VgV (Vergabeverordnung) und des GWB.
Zentrale Anforderungen
7 Punkte- Berufliche Qualifikation als Architekt*In, Landschaftsarchitekt*In, Verkehrsplaner*In oder Stadtplaner*In
- Berufshaftpflichtversicherung mit definierten Deckungssummen
- Keine Ausschlussgründe gemäß §123 und §124 GWB
- Erklärung zur Unabhängigkeit von Ausführungs- und Lieferinteressen (§73 Abs. 3 VgV)
- Erklärung zum Nichtvorliegen von Russland-Sanktionen
- Erklärung gemäß Tariftreuegesetz
- Nachweis vergleichbarer Referenzprojekte im öffentlichen Raum
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Es gelten die Ausschlussgründe gemäß § 42 VgV und §§ 123 bis 126 GWB. - Auftragsausführung ist bestimmtem Berufstand vorbehalten (Nachweise über berufliche Qualifiaktionen) - § 123 und § 124 GWB: Erklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 123 und § 124 GWB bestehen (Ausschlusskriterium, bei den Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB entscheidet die Vergabestelle über den Ausschluss), - § 73 Abs. 3 VgV: Erklärung, dass die Durchführung der Leistungen unabhängig von Ausführungs- und Lieferinteressen erfolgt (Ausschlusskriterium) - § 43 VgV: Erklärung über wirtschaftliche Verknüpfung mit anderen Unternehmen - § 45 Abs. 1 Nr. 3 VgV: Erklärung, dass eine Berufshaftpflichtversicherung mit den im Teilnahmeantrag genannten Summen vorliegt / abgeschlossen wird. (Ausschlusskriterium) - Ggfs. Erklärung über eine Bewerbergemeinschaft (Formblatt 234) - Ggfs. Erklärung über eine Eignungsleihe gem. § 47 VgV (Formblatt 235 und 236) - Erklärung des Bewerbers zum Nichtvorliegen eines Bezugs zu Russland im Sinne der Russland-Sanktionen (Ausschlusskriterium). - Erklärungen gemäß Tariftreuegesetz sind abzugeben. (Ausschlusskriterium - Erklärung erfolgt in der Erstangebotsphase des Vergabeverfahrens) Eine Nachforderung fehlender Erklärungen oder Nachweise gem. § 56 Abs. 2 VgV sieht der Auftraggeber nur in dem Falle vor, wenn weniger als 15 Bewerbende die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen.
Aufteilung in Lose
1 Lot1.Verfahrensablauf Das Vergabeverfahren gliedert sich in 3 Stufen. a) Teilnahmewettbewerb Es ist vorgesehen, insgesamt, maximal 15 Teilnehmende für den Ideen- und Realisierungswettbewerb zuzulassen. Die Teilnehmenden werden über den öffentlichen Teilnahmewettbewerb ermittelt. Im Bewerbungsverfahren bekunden Teams aus Architekt*Innen, Landschaftsarchitekt*Innen, Verkehrsplaner*Innen und Stadtplaner*Innen ihr Interesse an einer Teilnahme an dem Verfahren und erbringen u.a. die im Kapitel 5.1.9 "Eignungskriterien" genannten Referenzen. Die Ausschluss-, Auswahl- und Eignungskriterien sind über den beigefügten Teilnahmeantrag zu erbringen. Alle erforderlichen / geforderten Nachweise und Eigenerklärungen sind der Bewerbung beizufügen. Kann ein Bewerber nur eine/n einzige/n Erklärung/Nachweis der Ausschlusskriterien nicht erbringen, wird er vom Verfahren ausgeschlossen. Eine Nachforderung fehlender Erklärungen oder Nachweise gem. § 56 Abs. 2 VgV sieht der Auftraggeber nur in dem Falle vor, wenn weniger als 15 Bewerbende die Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Bei juristischen Personen sind die fachlichen Anforderungen erfüllt, wenn zu ihrem satzungsgemäßen Geschäftszweck Planungsleistungen gehören, die der anstehenden Aufgabe entsprechen, und wenn der bevollmächtigte Vertreter der juristischen Person die fachlichen Anforderungen erfüllt, die an natürliche Personen gestellt werden. Die Ausschlusskriterien müssen alle Beteiligten eines Team separat erfüllen - die Abgabe eines gemeinsamen Teilnahmeantrags genügt jedoch. Die Eignungskriterien gelten in Summe. Die Referenzobjekte müssen im Unternehmen des/der Bewerber erbracht worden sein. Die Referenz gilt auch als erfüllt, wenn die Leistung als verantwortlicher Projektleiter in einem anderen Büro erbracht wurde. In diesem Fall ist über die verantwortliche Projektleitung eine schriftliche Bestätigung des anderen Büros mit einzureichen. Die Bildung von Bewerber-/ Arbeitsgemeinschaften von Landschaftsarchitekt/-innen, Verkehrsplaner/-innen, Architekt/-innen und Stadtplaner/-in wird empfohlen. Bei Bewerber-/ Arbeitsgemeinschaften, sind die fachlichen - mindestens von einem Mitglied - Anforderungen erfüllt, wenn die Verfassenden der Wettbewerbsarbeit die fachlichen Anforderungen erfüllen, die an natürliche und juristische Personen gestellt werden. Im Auftragsfall werden mit den Mitgliedern der Bewerber-/ Arbeitsgemeinschaften einzelne Verträge geschlossen. Im Teilnahmewettbewerb ausgewählte Teilnehmende dürfen keine anderen als die in der Bewerbung genannten Personen am Wettbewerb beteiligen (Mitverfasser). Gem. §51 VgV wird die Anzahl der Bewerber für die zweite Phase (Wettbewerb) begrenzt. Hierzu wird eine Rangfolge anhand der objektiv und nichtdiskriminierenden Eignungskriterien des Teilnahmeantrags in Form von erreichten Punkten gebildet. Nach Prüfung der eingereichten Unterlagen werden die max. 15 Bewerbenden mit den höchsten Punktzahlen zum Ideen- und Realisierungswettbewerb eingeladen. Bei punktgleichen Bewerbungen entscheidet gemäß § 75 Abs. 6 VgV das Los. b.1) Ideen- und Realisierungswettbewerb (1.Phase) Die 15 Teilnehmenden aus dem Teilnahmewettbewerb erstellen in dieser Phase Ihren Wettbewerbsbeitrag gem. den Auslobungsunterlagen. Die Ausloberin behält sich vor, die Anzahl der Teams für die 2. Phase des Wettbewerbs auf ca. 8 Teams zu reduzieren. b.2) Ideen- und Realisierungswettbewerb (2.Phase) Die verbliebenen Teilnehmenden aus der ersten Phase des Wettbewerbs erstellen in dieser Phase Ihren Wettbewerbsbeitrag gem. den Auslobungsunterlagen. Das Preisgericht kürt die Preisträger des Ideen- und Realisierungsteile. Im Rahmen des VgV-Verfahrens werden im Anschluss die Preisträger des Realisierungsteils zu den Verhandlungsgesprächen eingeladen. c) Erstangebotsphase und Verhandlungsgespräch Die Preisträger des Realisierungsteils werden im Rahmen des VgV-Verfahrens zu Auftragsverhandlungen eingeladen. Im Verhandlungsgespräch stellen die Preisträger ihr Büro/ ihre Büros sowie die am Verfahren beteiligten Personen (Büroinhaber, Projektleiter) persönlich vor und geben Auskunft über ihre Arbeitsweise, außerdem wird die Bereitschaft zur Anpassung des Wettbewerbsentwurfs vorgestellt. Die Preisträger/Teammitglieder geben ein gemeinsames Angebot ab und schließen - bei Zuschlag - individuelle Einzelverträge mit der Auftraggeberin. Das Wettbewerbsergebnis bildet, mit 55 von 100 Prozent die Grundlage der Bewertung im Verhandlungsgespräch. Der Zuschlag erfolgt auf das Angebot, welches unter Berücksichtigung der Zuschlagskriterien (s. Vergabeunterlagen) insgesamt den höchsten Punktwert erreicht. 2. Auftragsgegenstand Die Wettbewerbsteilnehmenden verpflichten sich, im Falle einer Beauftragung durch die Ausloberin, die weitere Bearbeitung zu übernehmen und durchzuführen. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Preistragenden bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (gemäß RPW 2013 § 8 Abs. 2). Die Ausloberin plant einen der Preisträger des Wettbewerbs mit der weiteren Bearbeitung des Mobilitätshubs, der Verkehrsanlagen und der Freianlagen gemäß HOAI 2021 bis mindestens einschließlich LPH 5 zu beauftragen; die Beauftragung bis einschließlich LPH 9 wird angestrebt. Die Preisträger verpflichten sich im Falle einer Beauftragung, zur Erbringung der Architektenleistungen gemäß HOAI 2021 bis einschließlich LPH 9. Die Beauftragung erfolgt in Abhängigkeit von der Projektgenehmigung durch den Stadtrat der Stadt Lindau im Rahmen von Abrufverträgen. Die Auftraggeberin beabsichtigt, die Leistungen stufenweise zu beauftragen. Ein Rechtsanspruch auf die Übertragung aller Leistungsphasen besteht nicht. Der Auftragnehmer ist verpflichtet alle Leistungen vollumfänglich zu übernehmen, wenn das Vorhaben zur Realisierung kommt.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- price15%
15% Das niedrigste Honorarangebot erhält die Höchstpunktzahl. Die weiteren Angebote erhalten die Punktzahl, die dem Verhältnis ihres Honorarangebots zum niedrigsten Angebot entspricht. Die erreichte Punktzahl wird mit der vorher festgelegten Gewichtung multipliziert. Weitere Informationen sind dem Dokument "Zuschlagskriterien" zu entnehmen.
- quality30%
Stellen Sie das vorgesehene Projektteam und die Verantwortlichkeiten innerhalb des Teams vor. - Anhand eines Organigramms des gesamten Teams sind die koordinierende Stelle sowie die Schnittstellen und die Kommunikation untereinander darzustellen. - Wie ist das Projektteam innerhalb des Unternehmens verankert - Sitzt das Projektteam an einem Ort zusammen Wenn nicht, wie wird die Kommunikation innerhalb des Teams sichergestellt - Wie sieht die langfristige Verfügbarkeit (Personaleinsatzplan/ Kapazitätsplan) der einzelnen Personen aus dem Team aus - Erläutern Sie die Organisation der Vertretung (Urlaub, Krankheit, etc.). - Die Erfahrungen und Qualifikationen der Bearbeitenden sind anhand der Ausbildung, des beruflichen Werdegangs, Weiterbildungen und anhand von ausgewählten Referenzprojekten aufzuzeigen. Kernkompetenzen sind herauszustellen. - Wie stellen Sie angemessene Reaktionszeiten (auf Mails/Telefonate oder notwendige Vor-Ort-Termine) während des Projekts sicher? Weitere Informationen sind dem Dokument "Zuschlagskriterien" zu entnehmen.
- quality55%
(In Summe können in diesem Zuschlagskriterium max. 375 Punkte erreicht werden.) - Platzierung im Planungswettbewerb 50% (1. Preis = 250 Punkte; 2. Preis = 220 Punkte; 3. Preis = 190 Punkte) - Inhaltliche Bereitschaft und Auseinandersetzung mit den Empfehlungen aus dem Preisgerichtsprotokoll / aus den Beurteilungstexten (wenn keine Empfehlungen durch das Preisgericht formuliert wurden, werden 25 Punkte vergeben) 5% Weitere Informationen sind dem Dokument "Zuschlagskriterien" zu entnehmen.
Zeitplan
- 29. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 27. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung