Realisierungswettbewerb Neubau Mosaikschule Marburg

Was wird ausgeschrieben
Die Universitätsstadt Marburg schreibt einen nichtoffenen hochbaulich-freiraumplanerischen Realisierungswettbewerb für den Neubau der Mosaikschule aus. Das Projekt umfasst eine Bruttogeschossfläche von ca. 5.400 m² für 16 Klassen auf dem Schulcampus Leopold-Lucas-Straße. Ziel ist die Entwicklung nachhaltiger Konzepte mit BNB-Zertifizierung in Silber.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Universitätsstadt Marburg beabsichtigt, die Mosaikschule, eine Förderschule mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung (GE) und einer Abteilung für körperliche und motorische Entwicklung, neu zu bauen. Die beiden Schulhäuser, in denen die Mosaikschule derzeit untergebracht ist, sind schon jetzt deutlich zu klein und entsprechen den gestellten Anforderungen in vielerlei Hinsicht nicht. Die Universitätsstadt Marburg als Schulträgerin hat daher beschlossen, für die Mosaikschule einen Neubau für sechzehn Klassen und einer BGF von ca. 5.400 m2 zu erstellen, der seinen Platz im Schulcampus an der Leopold-Lucas-Straße in Marburg finden wird. Die neue Lage im Schulcampus mit seinen verschiedenen Bildungseinrichtungen eröffnet die Möglichkeit, mit den umliegenden Schulen im Sinne der Inklusion enger zu kooperieren und den sich etablierenden Schulcampus deutlich zu stärken. Bereits in der frühen Planungsphase sind anspruchsvolle Zielvorgaben zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen zu berücksichtigen. Das ist die Grundlage für eine nach dem Wettbewerb folgende BNB-Zertifizierung mit der Zielvorgabe Silber. Ziel des Wettbewerbes ist es, alternative und optimierte Konzepte zu entwickeln, die den unterschiedlichen Anforderungen - insbesondere der Gestaltung, Funktionalität, Nutzerkomfort, Wirtschaftlichkeit, Ressourcen und Energie - in gleicher Weise gerecht werden.
Die Stadt Marburg sucht für den Neubau der Mosaikschule, einer Förderschule für geistige sowie körperliche und motorische Entwicklung, ein passendes architektonisches Konzept. Im Rahmen eines Wettbewerbs sollen Architekten und Stadtplaner gemeinsam mit Landschaftsarchitekten Entwürfe für ein neues Schulgebäude mit rund 5.400 Quadratmetern Fläche erstellen. Das Gebäude soll auf dem bestehenden Schulcampus entstehen und hohe Anforderungen an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit erfüllen, um eine Zertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) in Silber zu erreichen. Teilnehmen können interdisziplinäre Teams, die sich in einem vorgeschalteten Auswahlverfahren qualifizieren müssen.
Zentrale Anforderungen
4 Punkte- Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123, 124 GWB
- Eigenerklärung zur Einhaltung des 5. EU-Sanktionspakets (Russland-Sanktionen)
- Nachweis der beruflichen Qualifikation als Architekt/in oder Stadtplaner/in
- Nachweis der Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
AUSSCHLUSSKRITERIEN NACH § 48 VGV / 123, 124 GWB Erklärung, dass keine Person, deren Verhalten unseren Unternehmen zuzurechnen ist, rechtskräftig aufgrund von in VgV § 48 / § 123 GWB genannten Tatbeständen verurteilt worden ist, notwendig. // Erklärung, dass sich das jeweiliges Unternehmen nicht im Insolvenzverfahren oder in Liquidation befindet oder seine Tätigkeit eingestellt hat oder sich aufgrund eines in den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften vorgesehenen gleichartigen Verfahren in einer entsprechenden Lage befindet, aufgrund eines rechtskräftigen Urteils aus Gründen bestraft worden ist, das die berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt, im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit einer schweren Verfehlung schuldig gemacht hat, die vom Auftraggebenden nachweislich festgestellt wurde, der Verpflichtung zur Zahlung der Steuern und Abgaben entzogen hat, bei der Erteilung von Auskünften, die gemäß dem § 48 VgV eingeholt werden können, in erheblichem Maß falscher Erklärungen schuldig gemacht hat oder diese Auskünfte unberechtigterweise nicht erteilt. /// Eigenerklärung zu 5. EU-Sanktionspaket - RUS-Sanktionen, Verbot von Auftragserteilungen an russische Unternehmen, notwendig. Die Ausloberin behält sich vor, bei mehr als 15 wertungsfähigen Bewerbungen auf Nachforderungen zu verzichten.
Aufteilung in Lose
1 LotDer Wettbewerb wird als nichtoffener hochbaulich-freiraumplanerischer Realisierungswettbewerb mit städtebaulichem Ideenteil gemäß RPW 2013 und §§ 78 - 80 VgV mit 15 teilnehmenden Teams und vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren ausgelobt. /// Die Wettbewerbsphase wird federführend und überwiegend von den teilnehmenden Architekturbüros bestritten. Teilnahmeberechtigt sind aufgrund der Anforderungen an die Bauaufgabe Architekt:innen und Stadtplaner:innen im Zusammenwirken mit Landschaftsarchitekt:innen. Der Wettbewerb richtet sich daher an Teams aus Architekt:innen, Stadtplaner:innen und Landschaftsarchitekt:innen oder interdisziplinäre Büros, die die Fachdisziplinen Architektur und Stadtplanung zusammen mit Landschaftsarchitektur abdecken. Aufgrund der Aufgabenstellung wird die Beratung durch ein Büro der Verkehrsplanung empfohlen. /// Die Teilnahmeberechtigung ist von den Teilnehmenden eigenverantwortlich zu prüfen (§ 4 Abs. 1 RPW 2013). Es ist eine Verfassendenerklärung (§ 5 Abs. 3 RPW 2013 abzugeben). /// Von der Ausloberin wird eine Teilnehmendenzahl von maximal 15 festgelegt. Die Teams werden in einem vorgelagerten Teilnahmewettbewerb bestimmt. Erfüllen mehr als 15 bewerbende Teams die Anforderungen zur Teilnahme, wird unter den entsprechenden Bewerbenden gelost. Die zu erfüllenden Voraussetzungen für alle Fachplanenden sind in den Teilnahmeunterlagen zum Bewerbungsverfahren benannt. /// Es wurde ein Wettbewerbssumme von 175.000,- EUR netto festgelegt. Die Wettbewerbssumme wird in eine Aufwandsentschädigung von 75.000,- Euro netto und eine Preissumme von 100.000,- Euro netto aufgeteilt. /// Bei der Umsetzung des Projekts beabsichtigt die Ausloberin unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts die ersten Preisträger mit den Planungsleistungen der Leistungsphasen 1 - 9 gemäß § 34 HOAI 2021 in der HZ IV, Basissatz, und Leistungsphasen 1 - 9 gemäß § 39 HOAI 2021 in der HZ IV, Basissatz, stufenweise zu beauftragen. Es wird zwei separate Verträge für Objektplanung und Freianlagen geben. ///
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- quality
Das Preisgericht wird sein Urteil aus der Qualität der Wettbewerbsarbeiten bilden und hierbei folgenden Bewertungsrahmen zugrunde legen. Die Liste der Kriterien bildet nicht die Rangfolge ihrer Gewichtung ab. /// - Städtebaulich-freiräumliches Konzept - Architektonisches Konzept und Gestaltungsqualität - Funktionalität und Erfüllung des Raumprogramms - Umsetzung des pädagogischen Konzeptes - Qualität des Schulhofes und der freiräumlichen Klimaanpassungsstrategien - Nutzungskomfort - Wirtschaftlichkeit in Betrieb und Bau - Ressourcen- und Energieeffizienz
Zeitplan
- 15. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 17. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung