Modernisierung und Erweiterung navigationsgestützter chirurgischer Assistenzsysteme

Was wird ausgeschrieben
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf schreibt die Modernisierung und funktionale Erweiterung bestehender navigationsgestützter Assistenzsysteme für verschiedene chirurgische Fachbereiche aus. Der Auftrag umfasst neben der Hardware- und Software-Aktualisierung einen Wartungs- und Servicevertrag mit einer Laufzeit von acht Jahren. Es handelt sich um ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Modernisierung und funktionale Erweiterung der bestehenden integrierten, navigationsgestützten Assistenzsysteme für die kraniale, spinale Neuro-, Trauma-, HNO- und MKG-Chirurgie (Upgrade des Be-standssystems). Für das erweiterte System wird ein Wartungs- und Servicevertrag über 8 Jahre abgeschlossen.
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf modernisiert seine bestehenden chirurgischen Navigationssysteme, die bei hochpräzisen Eingriffen in der Neuro-, Trauma-, HNO- und MKG-Chirurgie eingesetzt werden. Diese Systeme unterstützen Chirurgen dabei, Eingriffe am Kopf oder an der Wirbelsäule sicher und präzise durchzuführen. Neben der technischen Aufrüstung der Geräte ist ein langfristiger Wartungs- und Servicevertrag über acht Jahre fester Bestandteil der Ausschreibung. Da es sich um eine Erweiterung bestehender Technik handelt, erfolgt die Vergabe in einem direkten Verhandlungsverfahren.
Aufteilung in Lose
1 LotDas Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) plant die Modernisierung der vorhandenen integrierten, navigationsgestützten Assistenzsysteme mit den jeweiligen Einsatzschwerpunkten in der kranialen, spinalen Neuro-, Trauma-, HNO- und MKG-Chirurgie. Der Einsatz solcher Systeme hat sich bei hochpräzisen Eingriffen als medizinisch-technischer Standard etabliert und ist für eine sichere, qualitativ hochwertige Patientenversorgung am UKE unabdingbar. Für den universitären Versorgungs-, Lehr- und Forschungsbetrieb des UKE sind Navigationssysteme er-forderlich, die über umfassende softwarebasierte Funktionen zur prä- und intraoperativen Bildverarbei-tung verfügen. Hierzu zählen insbesondere die Einbindung und Verarbeitung von CT-, MRT- und PET-Daten, eine strukturierte Bildanalyse sowie die detaillierte operative Planung einschließlich navigierter transkranieller Magnetstimulation zum präoperativen, nicht-invasiven Mapping von Gehirnarealen mit der Möglichkeit zur kontinuierlichen intraoperativen Aktualisierung. Zur flexiblen und wirtschaftlichen Nutzung der Operationssäle sind mobile Navigationssysteme mit optischem Tracking, mobiler Stereokamera und automatischer Kameraausrichtung zur zuverlässigen Detektion der Navigationsmarker erforderlich. Darüber hinaus ist fachbereichsbezogen eine vollständige Integration der vorhandenen C-Bögen, des intraoperativen Neuromonitorings sowie der Operationsmik-roskope, einschließlich mikroskopbasierter Navigation, zwingend notwendig. Auf Softwareebene sind erweiterte Funktionen erforderlich, die eine kontinuierliche Sicherstellung und Anpassung der Navigationsgenauigkeit während des operativen Eingriffs ermöglichen. Hierzu zählen insbesondere: - intraoperative Aktualisierung der Navigation durch mikroskopgestützten Abgleich, - dynamische Anpassung von Ziel- und Resektionsobjekten, - multimodale Fusion intraoperativer Bilddatensätze (z. B. 3D-Röntgen, Ultraschall). Die Navigationsplattform muss offen konzipiert sein, sodass sowohl manuelle als auch vorkalibrierte Instrumente von Drittanbietern integriert werden können. Dies ist insbesondere im Bereich der spina-len Chirurgie mit einer Vielzahl unterschiedlicher Implantatsysteme von wesentlicher Bedeutung.
Zuschlagskriterien
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Investitionskosten und Kosten für Wartung und Service über 8 Jahre.
Zeitplan
- 6. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert