Objektplanung für die Modernisierung und Erweiterung des Freizeitheims in Waibstadt
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Waibstadt schreibt freiberufliche Planungsleistungen für die Sanierung und Erweiterung eines Freizeitheims aus. Das Projekt umfasst die Leistungsphasen 1 bis 9 gemäß HOAI für Gebäude, Innenräume und Außenanlagen mit einem geschätzten Baukostenvolumen von rund 2,7 Millionen Euro brutto. Die bauliche Umsetzung ist für die Jahre 2026 bis 2027 geplant.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Stadt Waibstadt beabsichtigt die Erweiterung und Sanierung des Freizeitheims in der "Alten Sinsheimer Straße". Das ursprüngliche Gebäude wurde um die Jahrhundertwende als Schulhaus mit vier Klassenräumen errichtet. Später, in den 1950er Jahren, erfolgte die Erweiterung und die Nutzung als Näherei einer Kleiderfabrik. Die jetzige Nutzung als Freizeitheim, Vereinsheim und Bibliothek besteht seit Anfang der 1980er Jahre, hier erfolgte auch die letzte umfangreiche Modernisierung des Gebäudes. Die Beheizung erfolgt über einen Gas-Heizkessel mit 142 kW Nennleistung. Der Wärmeerzeuger sowie die Beleuchtung samt Absicherungen/Verteilungen wurden in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren erneuert. Die Bestandspläne und Lichtbilder zum Bestand sind der Ausschreibung als Anlagen Nr. 12 „Konvolut Bestand“ und Nr. 13 „Bestandspläne Freizeitheim“ beigefügt. Im Rahmen der Bedarfsermittlung hat die Stadt Waibstadt ferner ein erstes Konzept für eine Realisierung eingeholt (s. Anlagen Nr. 15.1 – Nr. 15.6 „Pläne Machbarkeitskonzept“) sowie eine Grobkostenschätzung eingeholt (s. Anlage Nr. 11 „Kostenberechnung nach Gewerken“). Hieraus lässt sich folgendes Projektziel ableiten: Mittelfristig ist es vorgesehen, das Gebäude an das örtliche Nahwärmenetz anzuschließen, welches bereits das Schulzentrum versorgt. Aufgrund der Zeitspanne seit der letzten umfangreichen Sanierung, der akuten Raumnot der örtlichen Vereine und der statischen Probleme sowohl des Sanitärtraktes als auch der Stützwand zum benachbarten Friedhof, soll nun eine Sanierung und Erweiterung des Gebäudes erfolgen. In diesem Zuge soll auch der Innenhof umgestaltet werden, um diesen für die Vereine nutzbar zu machen. Im Rahmen der Baumaßnahme soll der Sanitärtrakt abgebrochen werden, ebenso die Stützwand zum Friedhof. Diese wird durch eine neue, über zwei Ebenen gestaffelte, Wand ersetzt und bildet den nordwestlichen Abschluss des späteren Innenhofes. Anstelle des Sanitärgebäudes wird ein zweigeschossiger Erweiterungsbau errichtet. Hier wird sich später der neue Eingangsbereich befinden, weiter wird hier die Bibliothek im Erdgeschoss untergebracht. Ergänzend dazu befinden sich hier noch neue sanitäre Anlagen, sowie eine Teeküche. Im Altbau wird das Treppenhaus geöffnet, wobei die alte Treppenanlage erhalten bleibt, um die Orientierung in das Obergeschoss zu erleichtern. Durch die Anpassung des Grundrisses entsteht ein kleinerer Vereinsraum, der vorhandene Probenraum bleibt in seiner Größe erhalten. Im Obergeschoss entstehen durch die Verlagerung der Bibliothek in das Erdgeschoss zwei neue Vereinsräume. Ein weiterer entsteht durch die Neuorganisation des Grundrisses im Bereich des Treppenhauses, hier ist auch der Zugang zum Obergeschoss des Erweiterungsbaus. In diesem sind zwei weitere Vereinsräume, samt zugehöriger sanitärer Anlagen untergebracht. Der größere der beiden Räume verfügt über eine Dachterrasse und ist durch eine Rampe von außen zu erreichen. Diese bildet den barrierefreien Zugang zum Obergeschoss. Im Untergeschoss entstehen durch die Verlagerung der Vereinsräume in die oberen Geschosse neue Lagerräume. Hierfür sind nur kosmetische Maßnahmen notwendig. Weitere vorgesehene Maßnahmen sind: • Fassadendämmung im Bereich der Erweiterung aus den 1950er Jahren • Neue Holzfenster mit Dreifachverglasung im Altbau • Vorbereitung der Wärmeversorgung über Fernwärme • Installation einer PV-Anlage auf dem Erweiterungsbau Die bauliche Umsetzung soll voraussichtlich in den Jahren 2026/2027 erfolgen d.h. im Jahr 2027 abgeschlossen werden. Nach vollständiger Beauftragung und Benennung sämtlicher an der Planung Beteiligten wird ein Abstimmungsgespräch durchgeführt, in dem die Rahmenterminplanung unter Mitwirkung aller Planungsbeteiligten geprüft und verbindlich festgelegt wird mit dem Ziel der baulichen Fertigstellung im Jahr 2027. Der dann abgestimmte und freigegebene Rahmenterminplan bildet die verbindliche Grundlage für die weitere Planung und Ausführung. Die Projektleitung wird durch die bauherrenseitige Vertretung der Stadt Waibstadt wahrgenommen. Der Objektplaner übernimmt die Koordination aller für die Realisierung des Projekts erforderlichen Fachplaner (falls erforderlich). Schnittstellen könnten ggf. bestehen insbesondere zu: - Tragwerksplanung - Bauphysik - Restauratorischer Fachplanung - Fachgutachten (Holzschutz, Schadstoffe, Natursteinbehandlung etc.)
Die Stadt Waibstadt plant die umfassende Sanierung und Erweiterung ihres Freizeitheims in der Alten Sinsheimer Straße. Das Gebäude, das ursprünglich als Schule diente, soll modernisiert, barrierefrei erschlossen und durch einen zweigeschossigen Anbau ergänzt werden, um Platz für Vereine und eine Bibliothek zu schaffen. Gesucht wird ein Objektplaner, der das Projekt von der ersten Planung bis zur Bauüberwachung (Leistungsphasen 1 bis 9 der HOAI) betreut und die Fachplaner koordiniert. Das Projekt beinhaltet zudem energetische Maßnahmen wie eine Fassadendämmung und die Installation einer Photovoltaikanlage. Die bauliche Fertigstellung ist für das Jahr 2027 anvisiert.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Nachweis der Eignung gemäß VgV
- Vollständige und fristgerechte Einreichung der Unterlagen
- Erfüllung der Anforderungen an freiberufliche Planungsleistungen nach HOAI 2021
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Es gelangen nur vollständige und fristgerecht eingegangene Angebote/Teilnahmeanträge in die Wertung. Die Nachforderung, Vervollständigung oder Korrektur von Unterlagen, Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen und Nachweisen richtet sich nach dem § 56 VgV. Hierbei setzt die Auftraggeberin eine angemessene Frist und übt ihr Ermessen unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes aus. Einen Anspruch auf Nachforderung haben die Bewerber/Bieter nicht.
Aufteilung in Lose
1 LotDer Auftrag umfasst freiberufliche Planleistungen. Folgende Leistungen sollen vergeben werden: Gebäude und Innenräume mit Außenanlagen (Leistungsphasen 1-9 gem. HOA § 34 i.V.m. Anlage 10). Die zu beschaffenden Leistungen richten sich an den Grundleistungen der Leistungsbildern der HOAI [2021]. Die Baukosten, der Kostengruppen Bauwerk KG300, Technische Gebäudeausrüstung KG400 Außenanlage KG500 und Ausstattung KG600, betragen nach Kostenschätzung ca. 2,7 Millionen Euro brutto. Die Auftraggeberin behält sich eine stufenweise Beauftragung vor. Hinweis: Die Planungsleistungen der weiteren Leistungsbilder - u.a. der Technische Ausrüstung HLS (Leistungsphase 1-9 gem. HOAI § 55 i.V.m. Anlage 15), Technische Ausführung Elektro (Leistungsphase 1-9 gem. HOAI § 55 i.V.m. Anlage 15), werden in separaten Verfahren ausgeschrieben.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- price
- Honorar für die Grundleistungen (Lph 1-9) vgl. Ziff. 7.2.1 – 7.2.5 und Ziff. 7.2.8 des Vertrags (max. 5 Punkte; Faktor 60) - Angebotener Umbauzuschlag vgl. Ziff. 7.2.6 des Vertrags (max. 5 Punkte; Faktor 20) - Mittlerer Stundensatz vgl. Ziff. 7.5 des Vertrags (max. 5 Punkte; Faktor 10) - Angebot für Nebenkosten vgl. Ziff. 7.6 des Vertrags (max. 5 Punkte; Faktor 10) Auf die Anlage Nr. 16 - Zuschlagskriterien / Wertungsmatrix ist verwiesen.
- quality
Bewertet wird das Konzept über die technische Realisierung des Projekts - max. 5 Punkte; Faktor 50. Das Konzept soll Ausführungen zu den nachfolgenden Umständen enthalten: Technischer Wert (Lebensdauer, Funktionalität und insb. Zweckmäßigkeit im Hinblick auf die einfache Benutzbarkeit) und Zugänglichkeit der Leistung insbesondere für Menschen mit Behinderungen und ihrer Übereinstimmung mit Anforderungen des "Designs für Alle" (§ 58 Abs. 2 Nr. 1 VgV). Auf die Anlage Nr. 16 - Zuschlagskriterien / Wertungsmatrix ist verwiesen.
- quality
Bewertet wird das Konzept über die organisatorische Realisierung des Projekts. Das Konzept soll Ausführungen zu den nachfolgenden Umständen enthalten: - max. 10 Punkte; Faktor 35 Das Konzept soll Ausführungen zu den nachfolgenden Umständen enthalten: - Die Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals (insb. Angaben zu Berufsabschlüssen und Ausbildungsnachweisen; Dauer der beruflichen Erfahrung und Referenzprojekte) - max. 5 Punkte. - Ein vorgesehenes Personaleinsatzkonzept unter Nennung des Projektleiters (§ 58 Abs. 2 Nr. 2 VgV) - max. 5 Punkte. Auf die Anlage Nr. 16 - Zuschlagskriterien / Wertungsmatrix ist verwiesen.
- quality
Bewertet wird das Konzept über die Verfügbarkeit vor Ort sowie die Projekteinschätzung und Vorgehensweise durch den Projektleiter (vgl. § 58 Abs. 2 Nr. 3 VgV). Das Konzept soll Ausführungen zu den nachfolgenden Umständen enthalten: - max. 15 Punkte; Faktor 10 Das Konzept soll Ausführungen zu den nachfolgenden Umständen enthalten: - Angaben zum Qualitätsmanagement insb. im Hinblick auf die Bewältigung von Leistungsstörungen sowie die Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber insb. auch hinsichtlich Projektablauf und Terminverfolgung sowie die Arbeitsweise bei terminlichen Störungen. Das Konzept soll dabei insb. auf Bearbeitungsschritte und - Abläufe zur Detektion von Krisensituationen sowie Strategien und Maßnahmen im Umgang mit Krisensituationen enthalten und Angaben zur Einbindung und Schnittstellenkoordination mit weiteren fachlich Beteiligten umfassen (TGA, Tragwerk, Brandschutz vgl. Ziff. 5.2., 5.3. des Vertrags) - max. 5 Punkte. - Angaben zur Vorgehensweise und die Methodik hinsichtlich Berichtswesen, Datenaustausch und der Schnittstellenstandards sowie zur möglichst kurzfristigen Präsenz und Erreichbarkeit vor Ort im Krisenfall und geplante Präsenz der Bauleitung auf der Baustelle insb. zu etwaigen Vorkehrungen für den Fall kurzfristiger und unerwarteter Ausfälle von Mitarbeitern / dem Projektleiter - max. 5 Punkte. - Angaben zur Methodik der Kostenermittlung und der Kostenverfolgung sowie zur Einschätzung von Kostenrisiken und der Arbeitsweise bei ungewollten Kostensteigerungen, d.h. dem Nachtragsmanagement - max. 5 Punkte. Auf die Anlage Nr. 16 - Zuschlagskriterien / Wertungsmatrix ist verwiesen.
Zeitplan
- 26. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 24. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung