Modernisierung und Betrieb der Telekommunikationsinfrastruktur (OpenScape 4000)
Was wird ausgeschrieben
Der Landkreis Osterholz schreibt die Modernisierung und den anschließenden Betrieb seiner zentralen Telekommunikationslösung auf Basis der OpenScape 4000-Plattform aus. Der Auftrag umfasst sowohl die technische Erneuerung als auch die Bereitstellung als Managed Service für einen Zeitraum von vier Jahren. Die Vergabe erfolgt als Gesamtauftrag.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Der Auftraggeber betreibt derzeit eine zentrale Telekommunikationslösung auf Basis der OpenScape 4000-Plattform des Herstellers Unify/Mitel einschließlich zugehöriger Anwendungen für Unified Communications, Contact Center, Vermittlungsarbeitsplätze und Unified Messaging. Die bestehende Lösung gewährleistet die Sprach- und Echtzeitkommunikation am Hauptstandort des Auftraggebers sowie an mehreren angebundenen Außenstandorten. Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Modernisierung der bestehenden Telekommunikationsumgebung sowie der anschließende Betrieb der modernisierten Lösung im Rahmen eines Managed-Service-Modells. Die Leistungen zur Modernisierung (Werkleistungen) sowie zum Betrieb (Dienstleistungen) werden im Rahmen dieses Verfahrens gesamthaft an einen Auftragnehmer vergeben. Ziel der Ausschreibung ist die Sicherstellung einer zukunftsfähigen und hochverfügbaren Kommunikationslösung unter Berücksichtigung der bestehenden funktionalen Anforderungen sowie der betrieblichen Rahmenbedingungen des Auftraggebers.
Der Landkreis Osterholz sucht einen Dienstleister, der die bestehende Telefonanlage und Kommunikationsplattform modernisiert und anschließend dauerhaft betreibt. Dabei geht es um eine zentrale Lösung für Sprachkommunikation, Contact-Center-Funktionen und Nachrichtendienste, die sowohl den Hauptstandort als auch mehrere Außenstellen versorgt. Der Auftrag wird als Managed Service vergeben, das heißt, der Auftragnehmer übernimmt die Verantwortung für den laufenden Betrieb und die Wartung der Technik über einen Zeitraum von vier Jahren. Die Vergabe erfolgt als Gesamtauftrag, bei dem sowohl der Preis als auch die technische Qualität der Lösung zu gleichen Teilen bewertet werden.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Einhaltung der Ausschlussgründe gemäß § 123, 124 GWB
- Nachweis der Eignung gemäß § 57, 42 Abs. 1 VgV
- Beachtung der Vorgaben gemäß § 16a Abs. 1 VOB/A-EU
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Gemäß § 123, 124 GWB, § 57, 42 Abs. 1 VgV und § 16 VOB/A Gemäß § 56 Abs. 2 VgV, § 51 Abs. 2 SektVO, § 16a Abs. 1 VOB/A-EU. Mögliche Hinweise des Auftraggebers in den Vergabeunterlagen sind zu beachten.
Aufteilung in Lose
1 LotDer Auftraggeber betreibt derzeit eine zentrale Telekommunikationslösung auf Basis der OpenScape 4000-Plattform des Herstellers Unify/Mitel einschließlich zugehöriger Anwendungen für Unified Communications, Contact Center, Vermittlungsarbeitsplätze und Unified Messaging. Die bestehende Lösung gewährleistet die Sprach- und Echtzeitkommunikation am Hauptstandort des Auftraggebers sowie an mehreren angebundenen Außenstandorten. Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Modernisierung der bestehenden Telekommunikationsumgebung sowie der anschließende Betrieb der modernisierten Lösung im Rahmen eines Managed-Service-Modells. Die Leistungen zur Modernisierung (Werkleistungen) sowie zum Betrieb (Dienstleistungen) werden im Rahmen dieses Verfahrens gesamthaft an einen Auftragnehmer vergeben. Ziel der Ausschreibung ist die Sicherstellung einer zukunftsfähigen und hochverfügbaren Kommunikationslösung unter Berücksichtigung der bestehenden funktionalen Anforderungen sowie der betrieblichen Rahmenbedingungen des Auftraggebers.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price50%
Bewertung des Preises (Gewichtung 50 %) Maßgeblich für die Preiswertung ist der Gesamtpreis des Angebots (netto) über den Betrachtungszeitraum von 4 Jahren. Dieser umfasst sämtliche - einmaligen Kosten (Beschaffung/Kauf sowie Werk- und Dienstleistungen) und - laufenden Kosten (Service und Wartung einschließlich Software-Pflege) für 4 Jahre. Das Angebot mit dem niedrigsten wertungsrelevanten Gesamtpreis (im Folgenden „Pmin") erhält die Höchstpunktzahl von 100 Preispunkten. Die übrigen Angebote werden im Verhältnis dazu durch lineare Interpolation bewertet: Je weiter der Angebotspreis über Pmin liegt, desto weniger Preispunkte werden vergeben. Ein Angebot, dessen Gesamtpreis mindestens das Doppelte des niedrigsten Preises (2 × Pmin) beträgt, erhält 0 Preispunkte. Negative Punkte werden nicht vergeben. Die Preispunkte werden nach folgender Formel berechnet: Preispunkte = 100 × (2 × Pmin − Angebotspreis) / Pmin
- quality50%
Bewertung der Leistung (Gewichtung 50 %) Die Leistung wird anhand der in der Anlage „Kriterienkatalog" aufgeführten Bewertungskriterien und der dort angegebenen Gewichtung bewertet. Das Ergebnis dieser Bewertung wird als Leistungspunktzahl auf einer Skala von 0 bis 100 Punkten abgebildet (100 Punkte = vollständige Erfüllung aller bewerteten Kriterien auf höchstem Niveau). Gesamtlösungsskizze und Zielarchitektur "Skizze der Zielarchitektur mit mindestens: (1) Komponenten und Standorten einschließlich Außenstandorten mit Survivability; (2) Schnittstellen und Protokollen zwischen OpenScape 4000 und UC-Stack (SIP, CSTA, LDAP); (3) Hochverfügbarkeits- und Redundanzlogik im Zusammenspiel; (4) Einbettung Citrix/VDA mit Media-Offloading; (5) erkennbare Bruchstellen oder Integrationsrisiken mit Mitigationen." Entscheidungsrationale Bestandsoption vs. Neulösung je Lösungsanteil "Je Lösungsanteil dokumentierte Wahl und Begründung unter mindestens: (1) Investitionsschutz (Lizenzen, Anwender-Wissen, Endgeräte); (2) Hersteller-Roadmap und Lifecycle des angebotenen Produkts über die Vertragslaufzeit; (3) funktionale Abdeckung der Anforderungen aus Kapitel 4.2; (4) Migrationsaufwand und Migrationsrisiko; (5) Auswirkungen auf den Managed-Service-Betrieb gemäß Kapitel 6." Unified Communications: Funktions- und Bedientiefe oberhalb der Mindestanforderung "Darstellung der Mehrwerte über die Mindestanforderungen hinaus, insbesondere bei: (1) Tiefe der Outlook-/Microsoft-365-Integration (Kalender, Kontakte, Termine); (2) Bedienkomfort der Konferenz-Erstellung und Gäste-Zugänge; (3) Mobile-App (Anrufübergabe zwischen Endgeräten, Verhalten beim Wechsel zwischen WLAN und Mobilfunk); (4) Hot-Desking und Wechselarbeitsplätze; (5) Visual-Voicemail-Integration im Client." Unified Communications: Offenheit gegenüber Open-Source-Desktop- und Groupware-Umgebungen "Darstellung der Plattform- und Integrations-Offenheit des angebotenen UC-Clients ergänzend zur geforderten Microsoft-Integration, insbesondere zu: (1) Plattformverfügbarkeit über Windows hinaus — native Linux-Lauffähigkeit oder ein vollwertiger browserbasierter Client ohne funktionale Einschränkungen; (2) standardbasierte Anbindung an Kalender-, Kontakt- und Verzeichnissysteme (z. B. CalDAV, CardDAV, LDAP) als herstellerneutrale Alternative zu Microsoft-spezifischen Schnittstellen." Anrufverteilung: Bedienkonzept Vermittlungsplatz und Supervisor-Werkzeuge "Darstellung der Mehrwerte über die Mindestanforderungen hinaus, insbesondere bei: (1) Tastatur-Effizienz und Kurzwege im Vermittlungsplatz-Client; (2) Komfort der Verzeichnissuche (Treffervorschau, fehlertolerante Suche, Synonymbehandlung); (3) Echtzeit-Dashboards für Supervisor (Konfigurierbarkeit, Mehrgruppen-Sicht); (4) Reporting-Konfigurierbarkeit (Drill-down, periodische Auswertungen, Export-Komfort)." Voicemail und Unified Messaging: Mehrgeräte-Konzept und Synchronisation "Darstellung der Mehrwerte über die Mindestanforderungen hinaus bei: (1) Verlässlichkeit und Latenz der Status-Synchronisation (MWI, Lesen/Löschen) über alle Endgeräte hinweg; (2) Bedienkomfort der Visual Voicemail in UC-Client und Mobile-App." System- und Verzeichnisintegration (Verzeichnisdienste, CTI, Drittanwendungen) "Darstellung der Mehrwerte über die Mindestanforderungen hinaus, insbesondere bei: (1) Verzeichnisdienst-Integration (LDAP, Active Directory, Entra ID) mit Vorgehen bei Datenaktualisierung und Konfliktbehandlung; (2) Single-Sign-On-Konzept; (3) Schnittstellen und APIs für künftige Drittanwendungen einschließlich Dokumentationsqualität; (4) Verhalten bei Ausfall oder Latenz angebundener Umsysteme." Migrationskonzept: Koexistenz, Cutover, Rückfall "Generisches Vorgehen ohne projektspezifische Termin- oder Kapazitätsplanung zu mindestens: (1) Koexistenz-Architektur zwischen UC-Bestand und neuer UC-Umgebung; (2) Cutover-Verfahren je Standort und je Anwendergruppe; (3) Rückfall-Strategien (Fallback) und deren Auslösekriterien; (4) Vorgehen an Survivable-Branch-Standorten; (5) Voicemail-Datenmigration einschließlich Vollständigkeits- und Integritätsnachweis." Schulungskonzept (Administratoren und Anwender) "Darstellung des Schulungsvorgehens ohne projektspezifischen Schulungsplan, insbesondere: (1) didaktischer Ansatz und Vermittlungsformate (Präsenz, online, Selbstlernanteile); (2) Zielgruppen-Differenzierung (Administratoren mit lesenden Sichten, allgemeine Anwender, Anwender mit Mobilbedarf); (3) Nachhaltigkeit (Auffrischungen, Onboarding neuer Mitarbeitender)." IT-Sicherheitskonzept (Härtung, Patch-Lifecycle, Fernwartung, Detektion, Berechtigungen) "Konzept zu mindestens: (1) Härtungskonzept und Standard-Härtungsbasis für die im Managed Service betriebenen Komponenten mit Bezug auf etablierte Härtungsleitlinien (z. B. BSI IT-Grundschutz, CIS Benchmarks); (2) Patch-Lifecycle für sicherheitsrelevante Patches einschließlich Bewertung, Test, Einspielung und Reporting mit Bezug auf das SLA; (3) Vorgehen am Fernwartungszugang (Sitzungsprotokollierung, Just-in-Time-Zugang, Mehr-Faktor-Authentifizierung); (4) Detektion und Reaktion auf sicherheitsrelevante Ereignisse innerhalb der eigenen Servicesphäre einschließlich Meldekette an den Auftraggeber; (5) Berechtigungs- und Rollenmodell für administrative Zugriffe (Least Privilege, Vier-Augen-Prinzip für kritische Aktionen)."
Zeitplan
- 3. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 3. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung