Objektplanung Freianlagen für die Modernisierung der Oberschule Uchte

Was wird ausgeschrieben
Der Landkreis Nienburg/Weser schreibt die Objektplanung für Freianlagen gemäß HOAI § 39 für die Modernisierung der Oberschule Uchte aus. Das Projekt umfasst die Leistungsphasen 1 bis 9 und ist Teil einer umfassenden baulichen Neugestaltung des Schulcampus bis 2031. Die Maßnahme beinhaltet die Reduzierung der Nutzfläche von 6.000 m² auf 4.000 m² sowie mögliche Teilabbrüche und Neubauten.
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Der Landkreis (LK) Nienburg/Weser betreibt eine Oberschule mit mehreren einzelnen Gebäudeteilen auf eigenem Grundstück in Uchte. Die Samtgemeinde Uchte verwaltet diese im Namen und auf Rechnung des Landkreises. Historisch sind die Gebäude aus vier ehemals eigenständigen Schulen im Jahr 2010 zur Oberschule zusammengefasst worden: - Orientierungsstufe (heute Trakt 1 und 2) - Hauptschule (heute Trakt 3 und 4) - Realschule (heute Trakt 5 und 6) - Hauswirtschaftsschule (heute Trakt 7 - Benutzung nur bei Bedarf) Die einzelnen Gebäudeteile sind alleinstehende Gebäude in leichter Hanglage, die teilweise durch eine Überdachung verbunden sind. Die Trakte 1-5 wurden in den 1960er Jahren geplant und gebaut. Trakt 6 ist ein bauliches Mischprodukt aus Holzfachwerkbau und massivem Anbau aus den 1930er Jahren. Trakt 7 als heutiges "Bedarfsgebäude" liegt etwas abseits und wurde ebenfalls in den 1960ern gebaut. Letzteres ist nicht Teil der Planung und soll ausschließlich als Ausweichquartier während der Umbauphase verwendet werden. Der Schulstandort ist gut im Ort Uchte mit seinen ca. 5.000 Einwohnern (politische Samtgemeinde: 15.000 Einwohner) integriert. Die Bundesstraßen B61 und B441 garantieren eine problemlose Bus- und Autoanbindung. Heute werden etwa 400 Schüler von 40 Lehrkräften auf dem "Campus" Oberschule unterrichtet. Im Wandel der Zeit haben verschiedene Nutzungen in den fast gleich gebliebenen Grundrissen stattgefunden und ihre Spuren hinterlassen. Der LK Nienburg/Weser hat die Oberschule Uchte als gesicherten Standort in seinem Südkreisgebiet definiert, was eine langfristige Planung und damit Modernisierung der Gebäude möglich macht. Entsprechende Haushaltsmittel wurden geplant und bewilligt. Im Hinblick auf den Gesellschaftswandel und den damit verbundenen Anforderungen an Bildungsstandorte werden sämtliche Gebäude mit den teils natürlich gewachsenen, aber nicht geplanten Raumnutzungen an die heutigen Anforderungen nicht gerecht. Durch mangelnde Brandschutzsicherheit und die viel zu knapp bemessene Lehrerzimmersituation wurde zwischen 2017 - 2019 der Trakt 1 technisch, organisatorisch und etwas optisch modernisiert. Derzeitig sorgen optische und viele (sicherheits-)technische Mängel dafür, dass die Oberschule Uchte die gewünschte Funktion und Gestalt einer modernen und lebendigen Schule nicht erfüllen kann. Die Gebäude weisen teils erheblichen Sanierungsbedarf auf. Zusätzlich zu den technischen Themen, muss das vom Kreistag beschlossene Raumprogramm die Nutzfläche der Schule von ca. 6.000 m² auf zukünftig ca. 4.000 m² planerisch reduziert werden. Das abgestimmte Raumprogramm ist Teil des Planungsauftrags und muss umgesetzt werden. Hierbei sind zunächst verschiedene Umsetzungsvarianten zu erstellen und mit dem Auftraggeber abzustimmen. Denkbar ist z.B., dass 2-3 Trakte abgebrochen und zurückgebaut werden und hierfür ein kompakterer Neubau entsteht. Die Gesamtmaßnahme soll im laufenden Betrieb bis zum Jahr 2031 durchgeführt werden.
Der Landkreis Nienburg/Weser plant die umfassende Modernisierung der Oberschule Uchte, um den Standort zukunftsfähig zu machen. Im Rahmen dieses Projekts wird ein Planungsbüro für die Gestaltung der Außenanlagen (Freianlagen) gesucht, das alle Leistungsphasen von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung (Leistungsphasen 1-9 nach HOAI) übernimmt. Da die Schule von 6.000 m² auf 4.000 m² Nutzfläche verkleinert werden soll, sind auch Rückbaumaßnahmen und mögliche Neubauten auf dem Gelände zu berücksichtigen. Die Arbeiten sollen bei laufendem Schulbetrieb bis zum Jahr 2031 abgeschlossen sein.
Aufteilung in Lose
1 LotDer Objektplaner übernimmt die Grundleistungen der Objektplanung Freianlagen gemäß dem Leistungsbild des § 39 HOAI für die Modernisierung der Oberschule Uchte. Die vom Fachplaner zu erbringenden Leistungen orientieren sich an den Leistungsbildern der HOAI 2021. Der Objektplanung hat folgende Grundleistungen zu erbringen: - § 39 HOAI, Objektplanung Freianlagen (Leistungsphasen 1-9) Vergeben werden die Grundleistungen für die Leistungsphasen 1-9, mit Ausnahme der Grundleistung a) in LPH 7 "Einholen von Angeboten" nach Siemontabelle, was einer Reduzierung von 0,1% entspricht. Ferner werden Besondere Leistungen vergeben, und zwar - LPH 1: Beschaffen bzw. Aktualisieren bestehender Planunterlagen, Erstellen von Bestandskarten, - LPH 4: Erstellen von Rodungs- und Baumfällanträgen, - LPH 8: Erstellen einer Freianlagenbestandsdokumentation. Die detaillierten Anforderungen an das Leistungssoll des Objektplaners für die Grund- und Besonderen Leistungen ergeben sich aus der Leistungsbeschreibung (VU D), die ebenfalls als Vergabeunterlage über das Vergabeportal zur Verfügung gestellt ist.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- quality150%
Darstellung und Herangehensweise bei der Freianlagenplanung und Schnittstellen, Projektteam, Kommunikation innerhalb Projektteam und mit anderen Projektbeteiligten (Auftraggeber, Projektsteuerer usw.) = max. 50 Punkte Darstellung und Herangehensweise bei der Projektsteuerung, u.a. Schnittstellen mit Planungsbeteiligten = max. 50 Punkte Projektterminplan Freianlagenplanung = max. 50 Punkte
- quality50%
Anzahl der Berufsjahre der verantwortlichen Projektleitung = max. 25 Punkte Berufsqualifikation - Diplom-Ingenieur, Architekt, Masterstudiengang - Bachelor o.ä. - sonstiger Abschluss = max. 25 Punkte
- quality100%
Vollständigkeit des Projektteams, insbesondere Projektleitung und stellvertretende Projektleitung, klare Vortragsstruktur, Eloquenz und kompetente Darstellung der Angebotsinhalte, souveräne und nachvollziehbare Beantwortung von Fragen = max. 100 Punkte
- price200%
Niedrigster Angebotspreis im Verhältnis zu den anderen Angebotspreisen Die Bewertung des Angebotspreises erfolgt ebenfalls nach einem Punktesystem. Die Maximalpunktzahl von 200 Punkten erhält der geringste Angebotspreis. Die Punktewerte für alle anderen Angebotspreise werden im Vergleich hierzu linear interpoliert. Die Punktzahl wird nachfolgender Formel ermittelt: 0 Punkte für das fiktive Angebot mit dem 1,5fachen vom "niedrigsten Angebotspreis" Pi=MAX(0;Pmax-2*(Bi-Bmin/Bmin*Pmax) Pmax: erreichbare Höchstpunktzahl Bmin: niedrigster Angebotspreis im Wettbewerb Bi: Angebotspreis des zu bewertenden Angebots Pi: Punktzahl des zu bewertenden Angebots im Kriterium Preis MAX: Angebote, die über die Formel weniger als 0 Punkte erhalten würden, erhalten 0 Punkte.
Zeitplan
- 3. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 7. Sept. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung