TED·383324-2026·Schließt in 33 Tagen

Erweiterter Tiefbau und Rohbau für den neuen Forschungscampus des Paul-Ehrlich-Instituts

Auftragswert
~€25M
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
6. Juli 2026
33 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben schreibt den erweiterten Tiefbau und Rohbau für den Neubau des Forschungscampus des Paul-Ehrlich-Instituts in Langen aus. Der Auftrag umfasst komplexe Erdarbeiten, Verbau, Rohrvortrieb sowie Betonarbeiten unter Berücksichtigung der angrenzenden Infrastruktur. Die Vergabe erfolgt im Wege eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Ausführung erweiterter Tiefbau / Rohbau Gesamtbauwerk; Allgemeine Regelungen für Bauarbeiten jeder Art (DIN 18 299); Erdarbeiten (DIN 18300); Bohrarbeiten (DIN 18 301); Verbauarbeiten (DIN 18 303); Rohrvortriebsarbeiten (DIN 18 319); Betonarbeiten (DIN 18 331);

VergabeHero-Einschätzung

Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen sucht im Auftrag der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben ein Bauunternehmen für den erweiterten Tiefbau und Rohbau des neuen Forschungscampus für das Paul-Ehrlich-Institut in Langen. Da der aktuelle Standort des Instituts nicht mehr den Anforderungen entspricht, entsteht ein moderner Neubau, der eine anspruchsvolle infrastrukturelle Erschließung erfordert. Die Arbeiten umfassen unter anderem Erdarbeiten, Bohrungen, Verbau und Betonbau, wobei aufgrund der Nähe zur Deutschen Flugsicherung besondere Anforderungen an die Emissionsvermeidung gestellt werden. Der Auftrag wird nach einem Verhandlungsverfahren vergeben, bei dem der Preis zu 75 Prozent und die Qualität der Emissionsminderung zu 25 Prozent in die Bewertung einfließen. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: MKa_Gesamtbauwerk)

BauleistungenÖffentliche VerwaltungBauwesenTiefbauRohbauOeffentliche BauauftraegeForschungscampusBetonbauInfrastruktur
Eignung

Zentrale Anforderungen

6 Punkte
  • Ausschlussprüfung gemäß §§ 123, 124 GWB
  • Einhaltung des Mindestlohngesetzes
  • Einhaltung des Arbeitnehmerentsendegesetzes
  • Einhaltung des Aufenthaltsgesetzes
  • Einhaltung des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes
  • Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtgesetzes

KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.

Eignungskriterien (Volltext)

Ausschlussgründe (namentlich §§ 123, 124 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, 19 Mindestlohngesetz, 21 Arbeitnehmerentsendegesetz, 98c Aufenthaltsgesetz, 21 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, 22 Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz) werden dem nationalen Recht entsprechend geprüft. gemäß nationalem Recht

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0000MKa_Gesamtbauwerk

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) an seinem bisherigen Standort in Langen kann seinen Betrieb nur noch unter erhöhtem Aufwand aufrechterhalten und weist weder notwendige zukunftsfähige Flexibilität noch dringend benötigte Erweiterungsflächen auf der Liegenschaft auf. Daher soll auf einem nahegelegenen Grundstück ein neuer Forschungscampus entstehen. Die Neuunterbringung des PEI erfordert dessen infrastrukturelle Erschließung. Auf Grund der Nähe zur Deutschen Flugsicherung (DFS) soll auch der Neubau des PEI durch die DFS Energy (DFS-E) versorgt werden. Hierzu muss ausgehend von einem bestehenden ein neuer Medienkanal mit Verbindungsbauwerken errichtet werden. Der Bestand des PEI grenzt unmittelbar an die DFS. Die DFS-E betreibt hierfür eine Energiezentrale (EZ), die unter anderem zur Medien-Versorgung des PEI dient. Die Leitungen und Verrohrungen sind zur Übertragung der Medien von der EZ der DFS-E zum bisherigen Standort des PEI durch einen unterirdischen begehbaren Medienkanal Bestand (MKaB) geführt. Sowohl EZ als auch MKaB sind Eigentum der DFS-E. Zur Erschließung des Neubau-Grundstücks und zur Versorgung des geplanten Neubaus soll als Erweiterung des MKaB ein in Gänze etwa 400m langer ebenfalls unterirdischer begehbarer Medienkanal Neubau (MKaNb) mit Rohr-Innendurchmesser DN 3500 sowie fünf zugehörige Zugangs-/Verbindungsbauwerke einschließlich Verbau und Baugrube errichtet werden. Der Trassenverlauf des MKaNb ist in einem eingeschränkten Korridor zwischen PEI und DFS geplant, was beengte Platzverhältnisse impliziert, und wird somit unmittelbar an das PEI / die DFS angrenzen. Damit deren laufender Betrieb aufgrund dieser örtlichen Gegebenheiten nicht gestört wird, muss die Errichtung des MKaNb erschütterungsarm erfolgen sowie Luftverunreinigungen und Lärm auf ein Minimum reduziert werden. Der Anschluss des MKaNb sowohl an den MKaB als auch an die Neubau-Liegenschaft soll jeweils mittels Anschlussbauwerk realisiert werden. Die bauliche Verbindung der beiden annähernd rechtwinklig zueinander verlaufenden Kanalabschnitte ist in Form eines Eckbauwerks vorgesehen, in dem zugleich der Hauptzugang verortet ist und technische Anlagen für die sicherheits-/technischen Einrichtungen des Bauwerks untergebracht werden sollen. Zudem ist in jedem Kanalabschnitt jeweils etwa mittig aus sicherheits- und betriebstechnischen Gründen ein (Not-)Ausstiegsbauwerk gefordert. Das finale Teilstück des neuen Bauwerks muss letztlich eine öffentlich gewidmete Straße sowie die darunter befindlichen Medienleitungen der öffentlichen Versorgung (Strom, Telefon, Trinkwasser, Abwasser, ...) unterqueren. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten kann die Bauausführung lediglich in geschlossener Bauweise im Vortriebsverfahren in Tiefen von mehr als 10m unter Geländeoberkante erfolgen. Speziell diese Tiefenlage stellt in Verbindung mit der hydro-/geologischen Situation erhebliche Anforderungen an die bauliche Herstellung - insbesondere die jeweiligen Schnittstellen zwischen Baugruben, Rohrvortrieb und Bauwerken betreffend Abdichtung gegenüber Grundwasser. Nachteilige Auswirkungen auf die Grundwasserbeschaffenheit sind baupraktisch zu vermeiden. Der für die Vorabmaßnahme Medienkanal bisweilen avisierte Bauablauf bringt unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten die technische/n Notwendigkeit/en mit sich, Bauprozesse/Tätigkeiten zur Herstellung von Baugrubenverbau und Baugrubenaushub, Rohrvortrieb sowie zur Errichtung der Bauwerke detailliert aufzugzeigen. In der Umsetzung setzt dies den abgestimmten Einsatz von Fachpersonal und Arbeitsmitteln voraus. Unwägbarkeiten, die an kritischen Schnittstellen zu erheblich erhöhten Risiken in Bezug auf die vorschriftsmäßige Abdichtung gegenüber Grundwasser sowie den während der Bauausführung aufrechtzuerhaltenden Dienstbestrieb von DFS und PEI - insbesondere betreffend den sicherzustellenden sensiblen Fluglotsenbetrieb durch die DFS - führen würden, sind vorrangig zu vermeiden.

CPV 45221200, 45262212, 45223220, 45231000, 45232000
Bewertung

Zuschlagskriterien

2 Kriterien
  • quality

    Vermeidung von Emissionen zur Minimierung von Immissionen betreffend umliegende Nutzungen - speziell den Fluglotsen-/Betrieb der DFS und den Labor-/Betrieb des PEI - sowie angrenzende Infrastruktur und Wohngebiete Optimierung zeitlicher Abläufe sowie der Baulogistik und Baustelleneinrichtung Berücksichtigung lokaler und übergeordneter Abhängigkeiten hinsichtlich der Andienung an die Baustelle etwa im Hinblick auf Geräte und Fertigteilelemente

    25%
  • price

    Angebotssumme

    75%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 4. Juni 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 6. Juli 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung
Anhänge

Dokumente & Links

1 Link