Vergabeentscheid

Zuschlag erteilt

Auftragsgewinner: geising + böker architekten

Auftragswert

€4.8M

Zuschlag am

23. Juni 2026

TED·518161-2026

Generalplanungsleistungen für den Neubau des Melittabads in Minden

Nordrhein-Westfalen
Minden, Germany·Veröffentlicht 27. Juli 2026
Architektur- und IngenieurdienstleistungenBauleistungenÖffentliche VerwaltungSport und FreizeitGeneralplanungBaederbauOeffentliche VerwaltungHochbauHoai LeistungenSportstaettenbau
Auftragswert
~€5.0M
Geschätzt · Konfidenz medium
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Mindener Bäder GmbH schreibt Generalplanungsleistungen für den Neubau des Melittabads aus. Der Auftrag umfasst die Objektplanung für Gebäude, Freianlagen, Tragwerksplanung sowie technische Ausrüstung und Bädertechnik über alle Leistungsphasen. Das Projekt ist in zwei Bauabschnitte unterteilt, wobei der Fokus zunächst auf dem ersten Bauabschnitt liegt.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die Mindener Bäder GmbH, ein mittelbares städtisches Beteiligungsunternehmen, betreibt für die Stadt Minden, im Rahmen der Daseinsvorsorge, das 1998 nach einem zweijährigen Umbau eröffnete Sport- und Freizeitbad "Melittabad", Sieben Bauern 43, 32425 Minden. Schwerpunkte des Betriebes sind die Bereiche Schulschwimmen und Kurs-/Schwimmangebote (auch Individualbesuche) für die lokale Bevölkerung. Im Stadtgebiet bestehen zudem die Freibäder "Sommerbad" an der Johansenstraße und das "Fritz-Homann-Bad" im Ortsteil Stemmer. Das "Sommerbad" wurde in 2020 umfassend saniert. Ein Freibadbetrieb stellt beim "Melittabad" somit keinen zu priorisierenden Aspekt dar. Im Juni 2020 wurde der Sanierungsbedarf für dieses bestehende "Melittabad" geprüft. Das vorliegende Sanierungsgutachten geht von einem erheblichen Sanierungsbedarf aus, so dass Überlegungen zu einem Neubau eines funktionalen Hallenbades (Sportbecken/Schul- und Vereinssport), mit eingeschränkter Außennutzung, erfolgten. In einem ersten Schritt im Jahr 2023 wurde zunächst eine Neubaurealisierung auf zwei verschiedenen, ggf. noch zu erwerbenden, Grundstücken in Minden in Erwägung gezogen. Grundlage hierfür war eine erste Bedarfsanalyse durch die DSBG Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft mbH & Co. KG, Herne, welche einen großzügigen Neubau mit einem regionalen Einzugsgebiet vorsah. Hierzu erschien vor allem aufgrund des sehr hohen Invests eine vertiefte wirtschaftliche Betrachtung erforderlich, um die damit verbundenen betriebswirtschaftlichen Risiken besser einschätzen zu können. Der langwierige und kostenintensive Grunderwerb erschien ebenfalls nicht die optimalste Lösung zu sein. Deshalb wurden im Jahr 2024 die Anforderungen an einen Badneubau durch ein Strategiekonzept der Unternehmensberatung Altenburg GmbH, Düsseldorf, konkretisiert und weiterentwickelt. Wesentliche Prämisse des Strategiekonzepts war - wie beim Bestandsbad - die Abdeckung des lokalen Schwimmbedarfs der zu priorisierenden Zielgruppen Schulen, Vereine, Individualsportler sowie Familien (Grundversorgung). Ein infrage kommender Neubau soll sich an einem möglichen Raumprogramm des Strategiekonzepts der Unternehmensberatung Altenburg GmbH orientieren und besteht, mit Zustimmung der politischen Gremien, aus einem Basiskonzept zur Deckung des Bedarfs der genannten Zielgruppen sowie, je nach Variante, zusätzlich aus dem Modul Multifunktionsbecken und auch ggf. zusätzlich aus dem Modul Sauna. Am jetzigen Standort steht insgesamt eine Grundstücksfläche von rd. 20.106 m² zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund und um einen Ausfall des Schulschwimmens während der Bauphase zu verhindern, wurde im Rahmen einer Machbarkeitsstudie mit einem Testentwurf durch die Geising + Böker GmbH, Hamburg, die Realisierung eines Neubaus auf dem Bestandsgrundstück, bei Fortführung des Badbetriebs, geprüft. Aus drei Varianten, welche dieses Kriterium erfüllten, wurde als Vorzugsvariante die Variante 3, mit einer Umsetzung des Basiskonzeptes im 1. Bauabschnitt und einer möglichen Umsetzung der Module Multifunktionsbecken und ggf. Sauna, nach dem Abbruch des Bestandsbades, in einem 2. Bauabschnitt, mit geschätzten Baukosten in Höhe von 40.679.400,00 Euro netto, ermittelt. In den städtischen Gremien wurde zunächst die Veranschlagung von Mitteln im Haushalt 2026 für die Planungen der Leistungsphasen 1 und 2 beschlossen (abschließend durch Ratsbeschluss vom 25.09.2025). U.a. werden die Ergebnisse dieser Leistungsphasen als Grundlage für einen späteren Baubeschluss zum Neubau des Hallenbades dienen. Die Errichtung kann im nördlichen Bereich des Bestandsgrundstücks, zur Straße "Sieben Bauern", realisiert werden. Gegenstand des hier ausgeschriebenen Generalplanungsauftrags ist der Neubau des 1. Bauabschnittes, der Abbruch des Bestandsgebäudes, die Neugestaltung des Parkplatzes, die Herrichtung des Gesamtgrundstücks und optional die Umsetzung des 2. Bauabschnittes. Die Mindener Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (MEW GmbH), Simeonscarré 2, 32423 Minden, übernimmt als ebenfalls städtisches Beteiligungsunternehmen der Stadt Minden, für dieses Projekt Projektsteuerungsaufgaben für die Mindener Bäder GmbH und wird die Mindener Bäder GmbH im mehrstufigen Vergabeverfahren zur Vergabe der Generalplanungsleistungen unterstützen.

VergabeHero-Einschätzung

Die Mindener Bäder GmbH plant den Neubau des Melittabads in Minden, um den lokalen Bedarf für Schul-, Vereins- und Freizeitschwimmen langfristig zu sichern. Gesucht wird ein Generalplaner, der das Projekt von der ersten Planung bis zur Bauüberwachung begleitet, inklusive technischer Fachplanungen wie Bädertechnik und Brandschutz. Das Vorhaben ist in zwei Bauabschnitte gegliedert: Zuerst erfolgt der Neubau des Hallenbads, anschließend der Abbruch des Bestandsgebäudes und die Neugestaltung der Außenanlagen. Die geschätzten Baukosten für das Gesamtprojekt liegen bei rund 40,7 Millionen Euro netto.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Mindener Bäder GmbH - Neubau Melittabad - Generalplanungsleistungen

Gegenstand des Auftrags sind die Generalplanungsleistungen der - Objektplanung für Gebäude und Innenräume (§§ 33 ff. HOAI), Leistungsphasen 1 bis 9, - Objektplanung für Freianlagen (§§ 39 ff. HOAI), Leistungsphasen 1 bis 9, Fachplanung der Tragwerksplanung (§§ 49 ff. HOAI), Leistungsphasen 1 bis 6, - Fachplanung Technische Ausrüstung einschließlich Bädertechnik (§§ 53 ff. HOAI), Leistungsphasen 1 bis 9, - Leistungen zum Brandschutz gemäß AHO Schriftenreihe Nr. 17 (Stand 2022), Leistungsphasen 1 bis 8, - Bauphysik Wärmeschutz und Energiebilanzierung (§ 3 Abs. 1 HOAI i. V. m. Anlage 1, Ziffer 1.2.1, Abs. 2, Ziffer 1.2.2), Leistungsphasen 1 bis 7, - Bauphysik Bauakustik gemäß § 3 Abs. 1 HOAI i. V. m. Anlage 1, Ziffer 1.2.1 Abs. 3, Ziffer 1.2.2), Leistungsphasen 1 bis 7, - Bauphysik Raumakustik gemäß § 3 Abs. 1 HOAI i. V. m. Anlage 1, Ziffer 1.2.1 Abs. 3, Ziffer 1.2.2), Leistungsphasen 1 bis 7, - sowie die gesamte übergeordnete Projektkoordination und -dokumentation Der Auftraggeber beauftragt zunächst nur die Leistungsphasen 1 bis 2 gemäß HOAI und behält sich vor, die weiteren Leistungsphasen im Einzelnen oder im Ganzen weiter zu beauftragen. Es besteht kein Anspruch auf weitere Beauftragung, noch können daraus sonstige vertragliche Verpflichtungen für den Auftraggeber entstehen. Der Auftragnehmer ist im Falle des Abrufs verpflichtet, die Leistungen, ggfs. auch stufenweise bzw. im Einzelnen oder im Ganzen, zu erbringen.

CPV 71000000, 71240000, 71250000, 71300000
Bewertung

Zuschlagskriterien

4 Kriterien
  • quality

    a. Vorstellung der für das Projekt vorgesehenen Personen mit fachlichen Aufgaben und besonderen Kenntnissen mit Projektorganigramm (5 %) b. Darstellung der Koordination, der Verfügbarkeit und der örtlichen Präsenz des Projektteams (5 %) (Die Darstellung hat in einem präsentierfähigen Dateiformat, vorzugsweise PowerPoint und pdf-Datei zu erfolgen.) Für die Kriterien 1 bis 3 bzw. deren Unterkriterien erfolgt eine Bewertung auf einer Punkteskala von 1 bis 5 Punkte. - sehr gut 5 Punkte - gut 4 Punkte - befriedigend 3 Punkte - ausreichend 2 Punkte - mangelhaft 1 Punkt Die Bewertung der Angebote erfolgt durch ein mehrköpfiges Gremium bestehend aus Mitarbeitern der MEW GmbH, Mindener Bäder GmbH/Geschäftsführung und ggf. Mitglieder des Aufsichtsrates der MEW GmbH. Das Angebot muss im Rahmen der Bewertung der Kriterien 1 bis 3 mindestens 100 Punkte erreichen. Andernfalls wird das Angebot von der Wertung ausgeschlossen. Bei jedem Wertungskriterium wird die gegebene Punktezahl mit der entsprechenden Gewichtung multipliziert. Die einzelnen Punkte werden addiert und ergeben die Gesamtpunktzahl. Es sind somit maximal 500 Punkte erreichbar.

    10%
  • quality

    a. Organisation / Zusammenarbeit mit Auftraggeber und anderen Projektbeteiligten (7,5 %) b. Bürointerne Maßnahmen zur Einhaltung der Qualitäts-, Kosten- und Terminvorgaben des Auftraggebers (7,5 %) (Die Darstellung hat in einem präsentierfähigen Dateiformat, vorzugsweise PowerPoint und pdf-Datei zu erfolgen.) Für die Kriterien 1 bis 3 bzw. deren Unterkriterien erfolgt eine Bewertung auf einer Punkteskala von 1 bis 5 Punkte. - sehr gut 5 Punkte - gut 4 Punkte - befriedigend 3 Punkte - ausreichend 2 Punkte - mangelhaft 1 Punkt Die Bewertung der Angebote erfolgt durch ein mehrköpfiges Gremium bestehend aus Mitarbeitern der MEW GmbH, Mindener Bäder GmbH/Geschäftsführung und ggf. Mitglieder des Aufsichtsrates der MEW GmbH. Das Angebot muss im Rahmen der Bewertung der Kriterien 1 bis 3 mindestens 100 Punkte erreichen. Andernfalls wird das Angebot von der Wertung ausgeschlossen. Bei jedem Wertungskriterium wird die gegebene Punktezahl mit der entsprechenden Gewichtung multipliziert. Die einzelnen Punkte werden addiert und ergeben die Gesamtpunktzahl. Es sind somit maximal 500 Punkte erreichbar.

    15%
  • quality

    a) Städtebauliches und architektonisches Konzept (10 %) b) Umsetzung des Raum- und Funktionsprogramms sowie innere und äußere Erschließung (10 %) c) Energiestandard und nachhaltige/ökologische Ausrichtung des Entwurfes (10 %) d) Überlegungen zur baulichen Umsetzung unter Berücksichtigung der örtlichen Verhältnisse (Baustelleneinrichtung, Baulogistik, Verkehrswege etc.) (5 %) e) Überlegungen zur terminlichen Umsetzung des Bauvorhabens anhand eines Rahmenterminplans (5 %) (Kurze) Analyse des aktuellen Kostenrahmens (5 %) Für die Kriterien 1 bis 3 bzw. deren Unterkriterien erfolgt eine Bewertung auf einer Punkteskala von 1 bis 5 Punkte. - sehr gut 5 Punkte - gut 4 Punkte - befriedigend 3 Punkte - ausreichend 2 Punkte - mangelhaft 1 Punkt Die Bewertung der Angebote erfolgt durch ein mehrköpfiges Gremium bestehend aus Mitarbeitern der MEW GmbH, Mindener Bäder GmbH/Geschäftsführung und ggf. Mitglieder des Aufsichtsrates der MEW GmbH. Das Angebot muss im Rahmen der Bewertung der Kriterien 1 bis 3 mindestens 100 Punkte erreichen. Andernfalls wird das Angebot von der Wertung ausgeschlossen. Bei jedem Wertungskriterium wird die gegebene Punktezahl mit der entsprechenden Gewichtung multipliziert. Die einzelnen Punkte werden addiert und ergeben die Gesamtpunktzahl. Es sind somit maximal 500 Punkte erreichbar.

    45%
  • price

    Mit dem Angebot ist ein Honorarangebot für die Generalplanung auf Grundlage des beigefügten Honorarpreisblatts abzugeben. In dem Honorarpreisblatt wird aus Gründen der Vereinfachung von einer gemeinsamen Planung bis zur Leistungsphase 5 und Umsetzung des Multifunktionsbeckens und der Sauna im 1. Bauabschnitt ausgegangen. Die genaue Umsetzung richtet sich nach der konkreten Planung. In dem Honorarpreisblatt sind die gemäß den Regelungen des Vertrags auf Grundlage des vorliegenden Kostenrahmens ermittelten anrechenbaren Kosten bereits vorgegeben. Durch den Bieter sind in das Formblatt folgende Angaben einzutragen: - Honorarzone - Honorarsatz - das Grundhonorar - die BGF des eigenen Lösungsvorschlags (Brandschutz) - Bruttorauminhalt und Rauminhalt Innenraum des eigenen Lösungsvorschlags (Raumakustik) - Nebenkostenpauschale - Bewertung der Leistungsphasen - Zuschlag oder Abschlag auf das ermittelte Honorar - Bepreisung besondere Leistungen - Stundensätze Durch einen entsprechenden Zuschlag oder Abschlag auf das vorgegebene Honorar kann eine Anpassung des Honorars vorgenommen werden. Die Projektorganisation in das Grundhonorar - beispielsweise als höherer Honorarsatz, Honorarzone oder als Zuschlag - zu kalkulieren, da diese Leistung in nahezu allen Leistungsphasen anfällt und aus diesem Grund nicht als eine gesonderte Position vergütet werden soll. Das Kriterium 4 - Honorar wird wie folgt gewertet: Das angebotene Honorar bildet die Wertungssumme: - 5 Punkte erhält das Angebot mit der niedrigsten Wertungssumme - 0 Punkte erhält ein Angebot, welches das 2-fache der niedrigsten Wertungssumme übersteigt. - Die Punktebewertung für die dazwischen liegenden Wertungssummen erfolgt über eine lineare Interpolation mit bis zu zwei Stellen hinter dem Komma. Bei jedem Wertungskriterium wird die gegebene Punktezahl mit der entsprechenden Gewichtung multipliziert. Die einzelnen Punkte werden addiert und ergeben die Gesamtpunktzahl. Es sind somit maximal 500 Punkte erreichbar.

    30%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 27. Juli 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 23. Juni 2026
    Zuschlag erteilt
    Zuschlag an geising + böker architekten · €4.8M

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