Beschaffung eines Hyperpolarisators für die klinische Forschung

Was wird ausgeschrieben
Das Universitätsklinikum Düsseldorf führt eine Markterkundung für die Beschaffung eines Hyperpolarisators durch. Das Gerät soll 13C-markierte Lösungen, insbesondere Pyruvat, für die klinische Forschung erzeugen. Die Installation und Inbetriebnahme des Systems muss bis spätestens 31.07.2027 abgeschlossen sein.
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Markterkundung - Umfrage für folgendes geplantes Vergabeverfahren: Gesucht ist ein Gerät zur Erzeugung einer 13C-markierten Lösung (mindestens Pyruvat), dessen Polarisationsgrad über dem durch die Boltzmann-Statistik zu erwartenden Polarisationsgrad liegt (hyperpolarisiert). Die Installation und Inbetriebnahme muss aufgrund der Förderbedingungen bis zum 31.07.2027 erfolgen. Detaillierte technische Spezifikationen finden Sie in der Beschreibung.
Das Universitätsklinikum Düsseldorf sucht nach einem spezialisierten Gerät, einem sogenannten Hyperpolarisator, das für die medizinische Forschung eingesetzt werden soll. Dieses Gerät erzeugt spezielle chemische Lösungen, die für bildgebende Verfahren in der Forschung benötigt werden. Da das Projekt durch Fördermittel finanziert wird, muss das Gerät bis Ende Juli 2027 betriebsbereit installiert sein. Im Rahmen dieser Markterkundung möchte die Klinik den aktuellen Stand der Technik und verfügbare Anbieter identifizieren, bevor eine offizielle Ausschreibung erfolgt.
Aufteilung in Lose
1 LotGesucht ist ein Gerät zur Erzeugung einer 13C-markierten Lösung (mindestens Pyruvat), dessen Polarisationsgrad über dem durch die Boltzmann-Statistik zu erwartenden Polarisationsgrad liegt (hyperpolarisiert). Im Folgenden wird solch eine Lösung "Probe" genannt. Die erzeugten Proben müssen für die klinische Forschung geeignet sein. Dies gilt sowohl für die Probe an sich als auch die verwendeten Verbrauchsmaterialien. Insbesondere eine Qualitätskontrolle muss in den Prozess integriert sein. Diese Qualitätskontrolle überprüft mindestens Polarisationsgrad, Temperatur, pH-Wert und Konzentration des markierten Stoffes und dokumentiert diese. Ein Eingreifen oder Umfüllen der Probe durch den Nutzer ist bis Abschluss der Hyperpolarisation ist nicht nötig. Es werden Maßnahmen getroffen, um die Sterilität der Probe zu gewährleisten. Der Polarisationsgrad einer applizierbaren Probe mit Volumen von ca. 40 ml beträgt nach Abschluss der Qualitätssicherung mehr als 10 %. Folgende Ausführungen sind zugelassen: - Dynamische Kernpolarisation Das Ausgangsmaterial der Probe wird tiefgekühlt in ein Magnetfeld mit Flussdichte größer/gleich 5 T verbracht. Durch Bestrahlung mit elektromagnetischen Wellen geeigneter Frequenz werden die Spins der durch Temperatur und Magnetfeld polarisierten Elektronen auf den 13C-Kern übertragen. - Parawasserstoff-induzierte Polarisation Das Ausgangsmaterial der flüssigen Probe wird zusammen mit einem Trägermolekül in einer Lösung mit Para-Wasserstoff hydrogeniert. Durch geeignete Modulierung eines zeitlich veränderlichen Magnetfeldes wird die Übertragung des Kernspins vom Parawasserstoff auf den 13C-Kern unterstützt. Nach Trennung vom Trägermolekül wird die hyperpolarisierte Probe in die Spritze zur Applikation verbracht. - Weitere Verfahren Auch andere als hier beschriebene Verfahren sind zugelassen. Bitte beschreiben Sie bei Einreichen Ihre Interessensbekundung in diesem Fall das Verfahren und legen entsprechende Studien bei. Das Gerät wäre bei Beauftragung mit allen evtl. erforderlichen Nebenaggregaten wie Vakuumpumpen, Kühlaggregaten, Elektrounterverteilungen etc. zu liefern und betriebsbereit zu installieren. Die Installation und Inbetriebnahme muss aufgrund der Förderbedingungen bis zum 31.07.2027 erfolgen.
Zeitplan
- 28. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert