Errichtung von KI-Reallaboren im Gesundheitswesen
Was wird ausgeschrieben
Das Bundesministerium für Gesundheit plant die Errichtung von KI-Reallaboren im Gesundheitswesen, um den Transfer innovativer KI-Systeme in die klinische Versorgung zu beschleunigen. Im Fokus steht die gemeinsame Erarbeitung und Veröffentlichung von Referenzdokumentationen („Blueprints“) für regulatorische Konformitäts- und Zertifizierungsverfahren, insbesondere für KMU. Der geschätzte Beschaffungswert liegt bei 250.000 EUR, die Markterkundung ist für Mai 2026 angesetzt.
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Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) plant die Errichtung von KI-Reallaboren im Gesundheitswesen. Ziel der Beschaffung für KI-Reallabore ist eine Beschleunigung des Transfers innovativer KI-Systeme in die Versorgung. Sie umfasst mehrere Vorhaben. Eines dieser Vorhaben soll Einrichtungen, die KI entwickeln („KI-Entwickler“), dabei unterstützen, regulatorische Anforderungen frühzeitig zu identifizieren, zu adressieren und entsprechend konforme Entwicklungsprozesse zu etablieren. Dieses Ziel soll maßgeblich dadurch erreicht werden, dass Referenzdokumentationen („blueprints“) für gängige Dokumente, die im Rahmen eines Konformitätsbewertungs- oder Zertifizierungsverfahrens erforderlich sind, erarbeitet und veröffentlicht werden. Das BMG plant, KI-Entwickler, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU), dabei zu unterstützen, solche „blueprints“ gemeinsam mit einschlägigen Expertinnen und Experten zu erarbeiten. Voraussetzung für die Förderung ist, dass entstehende „blueprints“ vollständig veröffentlicht werden, um einen Mehrwert auch für nicht-geförderte KI-Entwickler zu erreichen. Die im Rahmen des Vorhabens erarbeiteten „blueprints“ sollen in ihrer Gesamtheit unterschiedliche, für den Markt jeweils hochrelevante Herausforderungen adressieren, die derzeit das Inverkehrbringen von innovativen KI-Systemen für die Gesundheitsversorgung erschweren.
Das Bundesministerium für Gesundheit möchte künstliche Intelligenz im Gesundheitsbereich praxistauglich machen, indem es sogenannte KI-Reallabore aufbaut. In diesen Laboren sollen Entwickler von Medizin-KI dabei unterstützt werden, die oft komplizierten gesetzlichen Vorgaben für die Zulassung ihrer Produkte frühzeitig zu verstehen und einzuhalten. Konkret werden dafür Musterdokumentationen („Blueprints“) erstellt, die als Vorlage für Zertifizierungsverfahren dienen und öffentlich zugänglich sein müssen. Die Initiative richtet sich besonders an kleine und mittlere Unternehmen und zielt darauf ab, Hürden für den Markteintritt innovativer KI-Lösungen abzubauen. Der geschätzte Wert für diese Markterkundungsphase liegt bei 250.000 Euro, die Veranstaltung ist für Mai 2026 geplant. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: Bundesministerium für Gesundheit)
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Kenntnis regulatorischer Anforderungen
- Erfahrung mit KI-Entwicklung
- Fähigkeit zur Erstellung von Referenzdokumentationen
- Ausrichtung auf KMU
- Verständnis von Zertifizierungsverfahren
Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Aufteilung in Lose
1 LotAblauf der Markterkundung Das BMG wird allen interessierten (prospektiven) KI-Entwicklern, Unternehmen als auch öffentlichen Einrichtungen, im Rahmen eines zweistündigen virtuellen Informationstermins über WebEx das geplante Vorhaben vorstellen. Der Termin findet am 19.05.2026 ab 10:00 Uhr statt. Unternehmen, die an dem Termin teilnehmen möchten, werden gebeten, ihre Teilnahme bis zum 15.05.2026 15:00 Uhr unter KI-Reallabore-Gesundheitswesen@pd-g.de anzukündigen. Im Anschluss an die Präsentation durch das BMG haben die teilnehmenden Unternehmen die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Im Nachgang zu dem Informationstermin bietet das BMG bis zu 8 Einzelgespräche von jeweils 60 Minuten an. Im Rahmen des Informationstermins wird das BMG die Termine der Einzelgespräche bekanntgeben. Unternehmen, die einen Einzeltermin wahrnehmen möchten, haben die Möglichkeit, dies unter Angabe eines Zeitfensters mitzuteilen. Sollten mehr Unternehmen Interesse an einem Einzelgespräch haben als Einzeltermine vorgesehen sind, entscheidet das Los. Das BMG behält sich vor, die Anzahl an Einzelgesprächen zu erhöhen. Nach Abschluss der Markterkundung wertet das BMG die Rückmeldungen aus und berücksichtigt die gewonnenen Erkenntnisse unter strikter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes im weiteren Prozess der Ausgestaltung des Vergabeverfahrens. Die Teilnahme an der Markterkundung ist freiwillig, unentgeltlich und hat keinen Einfluss auf die spätere Teilnahme am Vergabeverfahren. Weitere Informationen zur Markterkundung finden Sie dem Dokument Aufforderung zur Markterkundung_KI_Reallabor, welches Sie im Bieterportal der PD herunterladen können.
Zeitplan
- 11. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert