Beschaffung eines hochpräzisen optischen Frequenzkammsystems
Was wird ausgeschrieben
Die Humboldt-Universität zu Berlin führt eine Markterkundung für die geplante Beschaffung eines hochpräzisen optischen Frequenzkammsystems durch. Das System soll als Frequenzreferenz und zur Laserstabilisierung in der Quantenkommunikationsforschung eingesetzt werden. Interessierte Unternehmen können bis Juli 2026 technische und wirtschaftliche Rückmeldungen einreichen.
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Diese Bekanntmachung dient ausschließlich der Durchführung einer unverbindlichen Markterkundung gemäß § 28 Absatz 1 der Vergabeverordnung (VgV). Ziel der Markterkundung ist es, den Markt frühzeitig über einen möglichen zukünftigen Beschaffungsbedarf zu informieren sowie Erkenntnisse zu technischen, wirtschaftlichen und organisatorischen Lösungsansätzen, zu aktuellen Marktbedingungen, zur Wettbewerbssituation sowie zur grundsätzlichen Machbarkeit des geplanten Vorhabens zu gewinnen. Die Markterkundung dient insbesondere dazu, Vor- und Nachteile möglicher Leistungsbestandteile zu identifizieren, bestehende Markterfahrungen zu erfassen und zu prüfen, ob und inwieweit mehrere Unternehmen vergleichbare Leistungen anbieten können. Auf diese Weise soll ein fundierter Überblick über das Marktinteresse und die aktuelle Wettbewerbssituation erlangt werden. Bei der vorliegenden Bekanntmachung handelt es sich ausdrücklich weder um eine Auftragsbekanntmachung noch um eine Aufforderung zur Abgabe von Angeboten oder Teilnahmeanträgen. Durch die Durchführung der Markterkundung wird kein Vergabeverfahren eingeleitet. Der Auftraggeber ist nicht verpflichtet, auf Grundlage der Markterkundung ein Vergabeverfahren durchzuführen, und ist an deren Ergebnisse nicht gebunden. Die Teilnahme begründet keinerlei Rechtsansprüche, insbesondere keinen Anspruch auf Durchführung eines Vergabeverfahrens oder auf Berücksichtigung in einem etwaigen späteren Vergabeverfahren. Die Teilnahme an der Markterkundung ist freiwillig und unentgeltlich. Den teilnehmenden Unternehmen werden keine Kosten erstattet, die ihnen im Zusammenhang mit der Teilnahme, der Ausarbeitung von Stellungnahmen oder der Übermittlung von Unterlagen entstehen. Die Teilnahme an der Markterkundung ist keine Voraussetzung für eine spätere Beteiligung an einem Vergabeverfahren und hat keinen Einfluss auf die Zuschlagschancen eines Unternehmens. Der Auftraggeber bittet interessierte Marktteilnehmer um aussagekräftige, nachvollziehbare und weiterführende Rückmeldungen. Insbesondere werden Hinweise zu möglichen Umsetzungsvarianten, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, Chancen und Risiken, potenziellen Problemen oder Hindernissen bei der Umsetzung sowie eigene Ideen und Verbesserungsvorschläge erbeten. Die Rückmeldungen sollen nach Möglichkeit in strukturierter Form erfolgen. Interessierte Unternehmen werden gebeten, ihr Interesse unverzüglich und formlos per E-Mail an ta-vergabestellevol@hu-berlin.de zu bekunden und ihre Stellungnahmen, Alternativen sowie wirtschaftliche Einschätzungen zu übermitteln. Sämtliche im Rahmen der Markterkundung übermittelten Unterlagen gehen in das Eigentum des Auftraggebers über. Der Auftraggeber gewährleistet den Schutz von Geschäfts- und Betriebsgeheimnissen. Eine Weitergabe von im Rahmen der Markterkundung erlangten Informationen an Dritte erfolgt nicht, mit Ausnahme des Auftraggebers selbst sowie ggf. von durch ihn beauftragten Beratungsunternehmen. Die Markterkundung soll voraussichtlich im Juli 2026 abgeschlossen werden. Sämtliche eingereichten Rückmeldungen werden ausgewertet und dem Auftraggeber in konsolidierter Form zur Verfügung gestellt. Sofern der Auftraggeber auf Grundlage der Ergebnisse der Markterkundung ein Vergabeverfahren einleiten sollte, wird er geeignete Maßnahmen ergreifen, um eine Verfälschung des Wettbewerbs auszuschließen. Hierzu zählen insbesondere die Gleichbehandlung aller interessierten Unternehmen, die Bereitstellung relevanter Informationen für alle Bewerber und Bieter sowie die Festlegung angemessener Fristen. Voraussichtliche Zeitplanung • Veröffentlichung der Markterkundung: 10.06.2026 • Interessenbekundung: unverzüglich
Die Humboldt-Universität zu Berlin prüft derzeit den Markt für die Anschaffung eines hochpräzisen optischen Frequenzkammsystems. Dieses Gerät wird in der Quantenkommunikationsforschung benötigt, um Laser präzise zu stabilisieren und als Frequenzreferenz zu nutzen. Es handelt sich hierbei noch nicht um eine offizielle Ausschreibung, sondern um eine unverbindliche Markterkundung, bei der Unternehmen ihre Expertise und Lösungsvorschläge einbringen können. Ziel ist es, die technische Machbarkeit und die Marktbedingungen vor einer späteren offiziellen Ausschreibung besser einzuschätzen.
Aufteilung in Lose
1 LotVor diesem Hintergrund soll im Rahmen einer Markterkundung (mit anschließender Ausschreibung) ein potenzieller Partner gefunden werden. Gegenstand dieser Spezifikation ist die Lieferung und Installation eines hochpräzisen optischen Frequenzkammsystems. Das System dient als primäre Frequenzreferenz und zur Laserstabilisierung in der Quantenkommunikationsforschung, insbesondere zur präzisen Abstimmung auf atomare Übergänge und Defektzentren. Der Leistungsumfang umfasst: - Lieferung des vollständigen Frequenzkammsystems. - Unterstützung bei der Installation und Inbetriebnahme. - Ein umfassendes Wartungs- und technisches Supportpaket. Technische Voraussetzungen: Betriebswellenlängen: Das System muss über Messeingänge zur unabhängigen Charakterisierung externer CW-Laser (Dauerstrichlaser) verfügen. Das System muss mindestens die folgenden zentralen Wellenlängen unterstützen: - 1540 nm - 1238 nm - 894 nm - 637 nm Wellenlängenerweiterung: Die Systemarchitektur muss so ausgelegt sein, dass zukünftige Erweiterungen um zusätzliche Messkanäle innerhalb des Spektralbereichs von 540 nm bis 1700 nm möglich sind. Parallelbetrieb: Alle spezifizierten Messeingänge müssen unabhängig voneinander und gleichzeitig betrieben werden können, ohne dass es zu signifikantem Übersprechen (Cross-talk) oder Leistungseinbußen kommt. Optische Linienbreite: Die einzelnen Kammlinien müssen eine optische Linienbreite von ≤15 kHz. Driftkompensation: Das System muss über eine Schnittstelle zur Driftkompensation verfügen, um eine hohe Langzeit-Frequenzgenauigkeit und Stabilität zu gewährleisten. Mobilität: Das gesamte System muss in ein mobiles Gehäuse/Rack integriert sein, das einen schnellen und sicheren Transport zwischen verschiedenen Laborräumen ermöglicht. Kompaktheit und Stabilität: Das System muss ein kompaktes und robustes Design aufweisen, um eine intrinsische mechanische und thermische Stabilität zu gewährleisten. Hierdurch soll die Notwendigkeit häufiger Neujustierungen nach einem Transport minimiert werden. Software: Der Lieferumfang beinhaltet eine umfassende Software-Suite zur automatisierten Steuerung und Frequenzüberwachung. Technischer Support: Es muss ein technischer Remote-Support (Fernunterstützung) zur Verfügung stehen. Zudem ist eine garantierte Reaktionszeit für Vor-Ort-Serviceeinsätze anzugeben. Normen und Standards: Das Gerät muss allen relevanten europäischen Sicherheitsnormen entsprechen (CE-Zertifizierung), insbesondere im Hinblick auf die Lasersicherheit (EN 60825-1 oder gleichwertig). Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: ta-vergabestellevol@hu-berlin.de.
Zeitplan
- 11. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert