Machbarkeitsstudie zur Identifikation von Verbesserungspotenzialen der Landstraßensicherheit
Was wird ausgeschrieben
Die Bundesanstalt für Straßenwesen sucht einen Auftragnehmer für eine Machbarkeitsstudie zur Analyse von Landstraßenunfällen. Ziel ist es, zu prüfen, ob polizeiliche Unfalldaten als Indikatoren für infrastrukturelle Defizite und Verbesserungspotenziale auf makroskopischer Ebene dienen können. Der Auftrag hat einen geschätzten Wert von rund 151.260 EUR.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Unfallgeschehen auf Landstraßen ist (im Vergleich zu Autobahnen und Stadtstraßen) durch eine besonders hohe Unfallschwere und viele Verkehrstote gekennzeichnet. Nach umfangreichen Forschungen liegen mittlerweile Erkenntnisse zur Sicherheitswirkung infrastruktureller Defizite, geeigneten Gegenmaßnahmen sowie Analysewerkzeuge für unfallauffällige Netzelemente vor. Es fehlt jedoch bislang eine Möglichkeit, regional ausgeprägte Spezifika der Infrastruktur aus makroskopischer Perspektive mittels einfacher Analysen zu erfassen. Insbesondere existiert keine Methode, um mit vergleichsweise einfachen Mitteln – etwa ausschließlich auf Basis polizeilicher Unfalldaten – regional ausgeprägte Spezifika der Infrastruktur oder infrastrukturelle Verbesserungspotenziale im Landstraßennetz zu erkennen. Ziel/ Nutzen Ziel des Vorhabens ist es zu klären, ob Unfalldaten als Indikatoren für Straßeninfrastruktur verwendet werden können und welche Grundgesamtheit an Unfällen in welcher strukturellen Tiefe auf welcher räumlichen Gliederungsebene erforderlich ist, um regionale Unterschiede und Verbesserungspotenziale systematisch ableiten zu können. Die angedachte Analyseebene befindet sich dabei explizit oberhalb der im Fachgebiet bereits vorhandenen und etablierten Verfahren und Methoden (insbesondere netzbezogene Verfahren zur Sicherheitsanalyse sowie örtliche Unfalluntersuchung). Aufbauend auf einer Analyse des nationalen und internationalen Kenntnisstandes sind zunächst die Unfallkonstellationen zusammenzustellen, die durch geeignete Infrastrukturmaßnahmen systematisch beeinflusst werden können. Anschließend ist eine repräsentative und plausible Basis von Unfall- und Infrastrukturdaten aufzubauen und zu verknüpfen. Zielgerichtete Auswertungen dieser Datenbasis dienen dazu, zu prüfen, ob allein aus Unfalldaten belastbare Aussagen über regionale infrastrukturelle Spezifika auf Landstraßen abgeleitet werden können. Im positiven Fall sind geeignete Analyseparameter abzuleiten und die Methode exemplarisch anzuwenden.
Die Bundesanstalt für Straßenwesen möchte herausfinden, ob man allein anhand von polizeilichen Unfalldaten Rückschlüsse auf die Sicherheit der Straßeninfrastruktur ziehen kann. Da Unfälle auf Landstraßen oft besonders schwerwiegend sind, soll eine neue Methode entwickelt werden, um regionale Schwachstellen im Straßennetz einfacher zu identifizieren. Der Auftragnehmer muss hierfür zunächst den aktuellen Wissensstand auswerten, eine Datenbasis aus Unfall- und Infrastrukturdaten aufbauen und die Methode anschließend exemplarisch testen. Es handelt sich um ein Forschungsvorhaben, das wissenschaftliche Expertise im Bereich Verkehrsplanung und Datenanalyse erfordert.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Nachweis des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB
- Nachweis des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB
- Eigenerklärung gemäß Vergabeunterlage Nr. 4
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Es gelten die in § 123 GWB und § 124 GWB genannten Ausschlussgründe. Nichtvorliegen der genannten Ausschlussgründe sind nachzuweisen durch Eigenerklärung, siehe Vergabeunterlage Nr. 4 (vgl. Teilnahmebedingungen Nr. 4.4). siehe § 56 VgV
Aufteilung in Lose
1 LotDas Unfallgeschehen auf Landstraßen ist (im Vergleich zu Autobahnen und Stadtstraßen) durch eine besonders hohe Unfallschwere und viele Verkehrstote gekennzeichnet. Nach umfangreichen Forschungen liegen mittlerweile Erkenntnisse zur Sicherheitswirkung infrastruktureller Defizite, geeigneten Gegenmaßnahmen sowie Analysewerkzeuge für unfallauffällige Netzelemente vor. Es fehlt jedoch bislang eine Möglichkeit, regional ausgeprägte Spezifika der Infrastruktur aus makroskopischer Perspektive mittels einfacher Analysen zu erfassen. Insbesondere existiert keine Methode, um mit vergleichsweise einfachen Mitteln – etwa ausschließlich auf Basis polizeilicher Unfalldaten – regional ausgeprägte Spezifika der Infrastruktur oder infrastrukturelle Verbesserungspotenziale im Landstraßennetz zu erkennen. Ziel/ Nutzen Ziel des Vorhabens ist es zu klären, ob Unfalldaten als Indikatoren für Straßeninfrastruktur verwendet werden können und welche Grundgesamtheit an Unfällen in welcher strukturellen Tiefe auf welcher räumlichen Gliederungsebene erforderlich ist, um regionale Unterschiede und Verbesserungspotenziale systematisch ableiten zu können. Die angedachte Analyseebene befindet sich dabei explizit oberhalb der im Fachgebiet bereits vorhandenen und etablierten Verfahren und Methoden (insbesondere netzbezogene Verfahren zur Sicherheitsanalyse sowie örtliche Unfalluntersuchung). Aufbauend auf einer Analyse des nationalen und internationalen Kenntnisstandes sind zunächst die Unfallkonstellationen zusammenzustellen, die durch geeignete Infrastrukturmaßnahmen systematisch beeinflusst werden können. Anschließend ist eine repräsentative und plausible Basis von Unfall- und Infrastrukturdaten aufzubauen und zu verknüpfen. Zielgerichtete Auswertungen dieser Datenbasis dienen dazu, zu prüfen, ob allein aus Unfalldaten belastbare Aussagen über regionale infrastrukturelle Spezifika auf Landstraßen abgeleitet werden können. Im positiven Fall sind geeignete Analyseparameter abzuleiten und die Methode exemplarisch anzuwenden.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- quality50%
Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Zuschlagskriterien, Zuschlagsbedingungen, Bewertungs- und Auswahlmethode: siehe Teilnahmebedingungen, Nr. 8.
- price50%
Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Zuschlagskriterien, Zuschlagsbedingungen, Bewertungs- und Auswahlmethode: siehe Teilnahmebedingungen, Nr. 8.
Zeitplan
- 26. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 30. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung