Identsoftware für Behälterverwaltung und Abfallwirtschaft
Was wird ausgeschrieben
Der Landkreis Oldenburg beschafft Software für die Behälterverwaltung und das Identsystem zur Abfallwirtschaft. Die Software muss das bestehende SAP-Modul KM-StA (Kommunalmaster Steuern und Abgaben) aus KDO-doppik&more ablösen und die Vertragsdaten der Gebührenveranlagung 1:1 übernehmen. Gegenstand sind Lieferung, Implementierung und Wartung. Die Ausstattung der Fahrzeuge mit Identtechnik sowie Transponder sind nicht enthalten.
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Der Landkreis hat beschlossen, zukünftig die Abfuhr mit einem Identsystem durchzuführen. Ein gebührenscharfer Betrieb, bei welchem einzelne Leerungen und nicht pauschalisierte Beiträge von den Nutzenden gezahlt werden, ist aktuell nicht vorgesehen. Unabhängig davon ist die Zuständigkeit für die Behälterverwaltung und Gebührenveranlagung, die bisher durch die kreisangehörigen Kommunen durchgeführt wurde, zum 01.01.2026 auf den Landkreis übergegangen. Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung ist die Lieferung, Implementierung und Wartung der Software für die Behälterverwaltung und alle weiteren Funktionen bezüglich des Identsystems aufseiten des Landkreises. Die Ausstattung der Fahrzeuge mit Identtechnik, die Lieferung von Transpondern und das Nachchippen der Behälter sind nicht Gegenstand dieses Verfahrens, sondern werden separat im Nachgang ausgeschrieben.
Der Landkreis Oldenburg schafft eine neue Software an, um künftig die Behälterverwaltung und Gebührenveranlagung für die Abfallwirtschaft zentral zu steuern. Bisher erledigten dies die kreisangehörigen Kommunen, zum 01.01.2026 gehen diese Aufgaben auf den Landkreis über. Die neue Identsoftware muss die bestehenden Vertragsdaten aus dem SAP-Modul KM-StA nahtlos übernehmen und mit der Finanzsoftware KDO-doppik&more auf SAP S/4HANA zusammenarbeiten. Geliefert werden soll die komplette Software inklusive Implementierung und Wartung; die Hardware für die Fahrzeuge und die Transponder für die Behälter werden in einem separaten Verfahren beschafft. Bewerber sollten Erfahrung mit kommunalen Softwarelösungen und SAP-Integration mitbringen.
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Erfahrung mit kommunaler Software für Behälterverwaltung
- SAP-Integration (KM-StA/KDO-doppik&more)
- Fähigkeit zur Datenmigration aus bestehenden Systemen
- Wartung und Support der Software
- Nachweis zur Mindestentlohnung gemäß NTVergG
- Keine Ausschlussgründe nach §§ 123-126 GWB
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Anforderungen über die Mindestentlohnung von Mitarbeitern gemäß § 4 Abs. 1 Niedersächsisches Tariftreue- und Vergabegesetz. Anforderungen gemäß BMWK-Rundschreiben vom 14.04.2022 bezüglich Artikel 5 k) Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 833/2014 in der Fassung des Art. 1 Ziff. 23 der Verordnung (EU) 2022/576 des Rates vom 8. April 2022 über restriktive Maßnahmen angesichts der Handlungen Russlands, die die Lage in der Ukraine destabilisieren. Zwingende bzw. fakultative Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB Der Auftraggeber kann die Bewerber gemäß § 56 Abs. 2 VgV unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung auffordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren. Es besteht kein Anspruch darauf, dass der Auftraggeber von dieser Nachforderungsmöglichkeit Gebrauch macht. Die Anforderung zusätzlicher Erklärungen und Nachweise im Rahmen der Aufklärung der Eignung und der Teilnahmeanträge bleibt ebenso vorbehalten.
Aufteilung in Lose
1 LotFür die Gebührenveranlagung wird aktuell das SAP-Modul KM-StA (Kommunalmaster Steuern und Abgaben) der in der Kreisverwaltung als führende Finanzsoftware eingesetzten Software KDO-doppik&more auf Basis von SAP S/4HANA verwendet. Die durch die Nutzung des KM-StA-Moduls aufgebauten Vertragsdaten der einzelnen Gebührenveranlagungen sind in die Identsoftware eins zu eins zu übernehmen und auch zukünftig zwingend weiterzuverwenden. Die Geschäftspartnerstammdaten werden in der Finanzsoftware KDO-doppik&more auf Basis von SAP S/4 HANA federführend gepflegt. Es ist wünschenswert, dass die Identsoftware mit dem SAP-Modul KM-StA kompatibel ist und daran angebunden werden kann; es wird jedoch auch ein eigenes Modul für die Gebührenveranlagung und -abrechnung akzeptiert, sofern dieses dann an die Finanzsoftware KDO-doppik&more auf Basis von SAP S/4HANA angebunden werden kann. Das Hosting der Identsoftware muss beim Auftragnehmer (bzw. einem von diesem beauftragten geeigneten Dienstleister) erfolgen. Die Identsoftware muss den Aufbau eines Webportals ermöglichen, über das die Benutzer verschiedene Funktionen verwenden können (z. B. Abfuhrplan abrufen). Es muss zwingend eine revisionssichere Ablage von Kopien aller von der Identsoftware erzeugten Bescheide im Dokumenten-Management-System KDO-DMS&more auf Basis von Ceyonic nscale (gehostet bei der KDO) über eine CMIS-Schnittstelle erfolgen. Gebührenveranlagung und -abrechnung: Es sind zwei Optionen für das spätere Angebot möglich: Variante 1: Die Identsoftware bringt ein eigenes Modul für die Gebührenveranlagung und -abrechnung mit und dieses soll angeboten werden. Das angebotene Modul muss mit der Finanzsoftware KDO-doppik&more auf Basis von SAP S/4HANA medienbruchfrei bidirektional und unter Berücksichtigung der Vorgaben für Formatierungen und Formate kommunizieren können. Dann kann die Identsoftware das SAP-Modul KM-StA in dieser Hinsicht ersetzen (nur das Modul KM-StA wird ersetzt, die Finanzbuchhaltung wird in jedem Fall weiter mit SAP arbeiten!). Bei dieser Option muss der Bewerber bei den Referenzen die Gebührenveranlagung und -abrechnung und die Einhaltung der Anforderungen an die in den Bewerbungsunterlagen genannten Datenstrukturen nachweisen. Sollte hierbei erstmalig eine Schnittstelle zur SAP-Finanzsoftware etabliert werden müssen, so hat der Anbieter Unterlagen beibringen, welche die Einrichtung in der beschriebenen Form nachvollziehbar machen (siehe Kap. 4.7 Bewerbungsformular). Bei der späteren Bewertung des Handlings der Gebührenveranlagung wird das KM-StA-Modul als Vergleichsmaßstab herangezogen. Variante 2: Die Identsoftware bringt kein eigenes Modul für die Gebührenveranlagung und -abrechnung mit oder dieses soll nicht angeboten werden. Dann muss die Identsoftware über eine Schnittstelle medienbruchfrei bidirektional und unter Berücksichtigung der Vorgaben für Formatierungen und Formate mit dem KM-StA-Modul kommunizieren können, welches dann weiterhin für die Gebührenveranlagung und -abrechnung im Einsatz bleibt. Die Lizenzkosten für dieses Modul, die der Landkreis zahlt, werden bei einem solchen Angebot später bei der Bewertung berücksichtigt. Bei dieser Option muss der Bewerber bei den Referenzen zwar nicht die Gebührenveranlagung und -abrechnung nachweisen, jedoch dafür eine Referenz für eine bereits erfolgreich eingerichtete Schnittstelle für das KM-StA-Modul von SAP. Unter Kap. 4.7 des Bewerbungsformulars ist die entsprechende Option im Zuge der Bewerbung anzukreuzen. Es können auch beide Optionen angekreuzt werden, sofern sich ein Bewerber beide Möglichkeiten für das nachgeschaltete Verhandlungsverfahren offenhalten möchte. Dann müssen jedoch auch beide Optionen mit Referenzen belegt werden.
Zeitplan
- 4. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 2. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung