Lieferung und Wartung eines Hochenergie-Lasersystems (589 nm) für Lidar-Anwendungen

Was wird ausgeschrieben
Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik beschafft ein hochspezialisiertes Festkörper-Lasersystem zur atmosphärischen Sondierung. Das System basiert auf der Summenfrequenzmischung zweier Nd:YAG-Laser und umfasst neben der Lieferung auch Wartungsleistungen. Die Ausschreibung erfolgt im offenen Verfahren.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e.V. (IAP) schreibt zu Forschungs- und Entwicklungszwecken zwei Nd:YAG-DPSS Festkörperlaser incl. Summenfrequenzmischung für 589 nm aus.
Das Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn sucht ein hochpräzises Lasersystem für Forschungszwecke. Dabei handelt es sich um ein spezielles Gerät, das Laserlicht bei einer Wellenlänge von 589 Nanometern erzeugt, um damit die Atmosphäre mittels Lidar-Technik zu untersuchen. Das System nutzt dafür zwei sogenannte Nd:YAG-Laser, deren Lichtstrahlen kombiniert werden, um die gewünschte Wellenlänge zu erreichen. Neben der Lieferung des Geräts ist auch dessen Wartung Teil des Auftrags. Da es sich um hochspezialisierte Forschungstechnik handelt, liegt der Fokus bei der Bewertung der Angebote zu 70 Prozent auf der technischen Qualität und zu 30 Prozent auf dem Preis.
Aufteilung in Lose
1 LotAm Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik e.V. soll ein Festkörper-Lasersystem für die Natrium D2-Wellenlänge (589 nm) zur optischen Sondierung der Atmosphäre (Lidar) angeschafft werden. Die Generierung der 589 nm-Laserwellenlänge soll auf Summenfrequenzmischung (SFG) von zwei diodengepumpten Nd:YAG-Lasern mit Emissionslinie bei 1064 nm bzw. 1319 nm basieren. Die Linienbreite des Lasers soll möglichst unter 100 MHz (@ 589 nm) liegen. Das Seeding beider Nd:YAG-Laser soll im System bereits möglichst weit integriert und getestet sein. Mindestens muss das Seeding der beiden einzelnen Nd:YAG-Laser vorbereitet und für 1064 nm getestet sein. Der Laser soll bei 589 nm eine Energie >10 mJ bei einer Repetitionsrate von 300 Hz und Pulslängen von wenigen zehn Nanonsekunden aufweisen. Das Gesamtsystem soll möglichst kompakt und robust gegenüber Änderungen der Umgebung (mechanisch und thermisch stabil) sowie langlebig und wartungsarm sein. Das Lasersystem soll über eine PC-Schnittstelle mit Möglichkeit der Einbindung in IAP-eigene Software verfügen. Aus Kompatibilitätsgründen sollen die Nd:YAG-laser möglichst baugleich zu vorhandenen Innolas EVO-DPSS-Lasern sein. Dies ist insbesondere wichtig, um die im IAP entwickelte Hardware und Software zur Integration der Laser in das Gesamtsystem zu einem möglichst großen Teil erneut einsetzen zu können und so Entwicklungsaufwand zu sparen. Neben der technischen Ähnlichkeit und der Ähnlichkeit der verwendeten Bauteile erfordert dies auch eine identische Softwareschnittstelle.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price30%
Der Zuschlag erfolgt auf das Angebot mit der höchsten Punktzahl nach Auswertung der folgenden Zuschlagskriterien. Die Bewertungsmethode erfolgt Median. Insgesamt werden 100 Punkte vergeben. Die genaue Bewertungsstruktur befindet sich im beigefügten Dokument "Matrix".
- quality70%
Der Zuschlag erfolgt auf das Angebot mit der höchsten Punktzahl nach Auswertung der folgenden Zuschlagskriterien. Die Bewertungsmethode erfolgt Median. Insgesamt werden 100 Punkte vergeben. Die genaue Bewertungsstruktur befindet sich im beigefügten Dokument "Matrix".
Zeitplan
- 7. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 10. Sept. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung