Lieferung und Einführung eines Krankenhausinformationssystems (KIS)

Was wird ausgeschrieben
Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam schreibt die Beschaffung, Implementierung und Wartung eines neuen Krankenhausinformationssystems (KIS) aus. Der Auftrag umfasst neben der Softwarelieferung auch die Datenmigration sowie die Integration in die bestehende IT-Landschaft zur Optimierung medizinischer und administrativer Prozesse. Das Projekt ist auf eine langfristige Modernisierung der digitalen Infrastruktur ausgelegt.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Lieferung, Implementierung, Migration, Einführung und Wartung eines Krankenhausinformationssystems einschließlich Patientenadministration und Abrechnung
Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam sucht einen Anbieter für ein neues Krankenhausinformationssystem, kurz KIS. Dabei handelt es sich um die zentrale Softwarelösung, die alle medizinischen, pflegerischen und administrativen Abläufe in einem Krankenhaus steuert, von der Patientenaufnahme bis zur Abrechnung. Der Auftrag beinhaltet nicht nur die Bereitstellung der Software, sondern auch deren Einführung, die Übertragung bestehender Daten in das neue System sowie die anschließende Wartung. Ziel ist es, die digitale Infrastruktur des Klinikums zu modernisieren, veraltete Systeme abzulösen und die Prozesse effizienter zu gestalten.
Aufteilung in Lose
1 LotBeschaffung eines zukunftsfähigen Krankenhausinformationssystems (KIS) zur Unterstützung der medizinischen, pflegerischen, administrativen und betriebswirtschaftlichen Prozesse mit nachhaltiger Stärkung der Digitalisierung der Versorgungsprozesse und Schaffung einer langfristig tragfähigen IT- und Anwendungsarchitektur. Neben der funktionalen Modernisierung verfolgen wir das Ziel, die bestehende Anwendungslandschaft zu konsolidieren, die Anzahl redundanter Systeme zu reduzieren und die Integration der verbleibenden Fachanwendungen zu verbessern. Hierdurch sollen Medienbrüche reduziert, die Datenqualität erhöht und die Effizienz klinischer und administrativer Prozesse gesteigert werden. Die zukünftige Lösungsarchitektur soll eine weitgehend integrierte Plattformstrategie unterstützen und die bislang heterogene Systemlandschaft schrittweise harmonisieren. Dabei sollen sowohl die Anforderungen der stationären als auch der ambulanten Versorgung berücksichtigt werden. Darüber hinaus soll die Lösung die Voraussetzungen für zukünftige Entwicklungen im Bereich der sektorenübergreifenden Versorgung, der Digitalisierung klinischer Prozesse sowie der Nutzung moderner Cloud- und Plattformtechnologien schaffen. Die zukünftige Informationssystemlandschaft soll eine einrichtungsübergreifende Verfügbarkeit relevanter Informationen im rechtlich zulässigen Rahmen ermöglichen und die Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Organisationseinheiten unterstützen. Gleichzeitig sollen standortspezifische Anforderungen und organisatorische Besonderheiten weiterhin berücksichtigt werden können. Die zukünftige Lösung muss die organisatorische Struktur angemessen unterstützen. Hierzu gehören insbesondere die Abbildung mehrerer rechtlich eigenständiger Gesellschaften innerhalb einer gemeinsamen Lösungsplattform sowie die Unterstützung standort- und gesellschafts-übergreifender Prozesse. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Datenschutz, Vertraulichkeit und Datenzugriffe entsprechend der jeweiligen organisatorischen, rechtlichen und fachlichen Zuständigkeiten zu berücksichtigen. Die Lösung soll daher sowohl gemeinsame Daten- und Prozessmodelle als auch differenzierte Berechtigungs-, Organisations- und Mandantenkonzepte unterstützen, um eine gruppenweite Zusammenarbeit unter Wahrung der datenschutzrechtlichen Anforderungen zu ermöglichen.
Zeitplan
- 13. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 17. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung