Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von 10-kV-Schaltanlagen in Potsdam
Was wird ausgeschrieben
Die Netzgesellschaft Potsdam GmbH beauftragt die Fertigung, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme neuer luftisolierten 10-kV-Schaltanlagen an drei festen Standorten in Potsdam, ergänzt um eine optionale vierte Station. Der Auftrag umfasst zudem die Erneuerung von Nebenanlagen und notwendige Gebäudesanierungen an den Standorten. Die Umsetzung ist über einen Zeitraum von drei Jahren (1095 Tage) geplant, wobei die ersten drei Standorte verbindlich und der vierte Standort als Option vergeben wird.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Es handelt sich um die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme neuer 10kV- Schaltanlagen an 3 Standorten in Potsdam (SST Waldstadt, SST IKR und SST Stern), sowie optional an dem Standort Amundsenstraße. In den Schaltstationen Stern, IKR, Waldstadt und Amundsenstraße befinden sich veraltete Schaltanlagen, welche durch eine neue Schaltanlage ersetzt werden sollen. Im Zuge der Schaltanlagenerneuerung werden die Nebenanlagen in der Station erneuert und am Gebäude erforderliche Sanierungen vorgenommen. Es ist vorgesehen, dass zuerst die Schaltanlage in SST Stern erneuert wird. Anschließend erfolgt im Abstand von jeweils 6 bis 12 Monaten die Lieferung der Schaltanlage für SST IKR, SST Waldstadt und SST Amundsenstraße. Mit Auftragserteilung werden die Schaltanlagen für SST Stern, SST IKR und SST Waldstadt verbindlich bestellt. Der Schaltanlagenwechsel für SST Amundsenstraße wird als optionale Position ausgeschrieben. Für diese Position ist vorgesehen, dass bis maximal 2 Jahre nach der oben genannten Bestellung die Schaltanlage bestellt werden wird. Ein jährlicher Preisanpassungsfaktor für diese Option ist zulässig und gilt es zu verhandeln.
Die Stadt Potsdam benötigt über ihre lokale Netzgesellschaft neue Hochspannungs-Schaltanlagen, um veraltete Technik an drei Stromverteilstationen zu ersetzen und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Der Auftrag umfasst die komplette Fertigung, den Einbau und die Inbetriebnahme der 10-kV-Anlagen sowie begleitende Sanierungsarbeiten an den Gebäudeanlagen. Die Arbeiten werden über drei Jahre gestaffelt durchgeführt, wobei drei Standorte verbindlich und ein vierter Standort als Option vergeben werden. Bieter müssen nachweisen, dass sie solche elektrischen Großanlagen planen, liefern und termingerecht in Betrieb nehmen können. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: Netzgesellschaft Potsdam GmbH)
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis der fachlichen Eignung für Hochspannungsanlagen
- Erfahrung in Lieferung und Montage von 10-kV-Schaltanlagen
- Termingerechte Umsetzung über drei Jahre
- Kenntnis der technischen Spezifikationen und Schaltbilder
- Vorlage aller Eignungsnachweise innerhalb der Nachreichfrist
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Die Frist zur Nachreichung der fehlenden Unterlagen gilt es einzuhalten. Wird diese Frist versäumt, erfolgt Ausschluss aus dem weiteren Verfahren.
Aufteilung in Lose
1 LotInhalt dieser Ausschreibung ist die Fertigung, Lieferung, Aufstellung und Inbetriebsetzung von luftisolierten 10kV Einfachsammelschienenschaltanlagen auf Basis der Anlage 2 ,,Spezifikation MS-Schaltanlage". In den Anlagen 04 bis Anlage 11 sind entsprechende Übersichtsschaltbilder und Aufstellungspläne aufgeführt. Die Maße der Schaltanlage in dem Aufstellungsplan sind beispielhaft dargestellt. Die im Übersichtsschaltbild angegebenen Abmessungen sind einzuhalten und im Angebot zu berücksichtigen. Die bestehenden 10kV-Schaltanlagen sollen durch neue luftisolierte 10kV-Einfachsammelschienenschaltanlagen ersetzt werden. Die Aufstellung erfolgt im 10kV-Raum. Durch den Auftraggeber wird eine neue Unterkonstruktion in den Kabelboden gestellt. Hierfür sind durch den Auftragnehmer entsprechende Vorgaben bezüglich Maße und Lasten anzugeben. Auf die Unterkonstruktion ist anschließend durch den Auftragnehmer der Grundrahmen für die neue Schaltanlage einzubringen. Diese Kosten sind im Angebot zu berücksichtigen. Nach Fertigung und erfolgreicher Werksabnahme der Schaltanlage erfolgt durch den Auftragnehmer die Anlieferung, Einbringung und Aufstellung der neuen Schaltfelder. Es wird empfohlen und angegeben vor Angebotsabgabe die örtlichen Gegebenheiten zu besichtigen. Sämtliche Kosten für die Einbringung sind im Angebotspreis zu berücksichtigen. Vor Ort erfolgt dann die Montage und Inbetriebnahme der Schaltanlage. Die erforderlichen Verbindungen (Hilfsspannung, Kommunikation) zwischen Schaltanlage und Nebenanlagen sind durch den Auftragnehmer zu liefern und zu installieren. Die Montage der Leistungskabel sowie die Inbetriebsetzung erfolgt durch den Auftraggeber. Die Montage und Inbetriebnahme der Schaltanlagen erfolgt blockweise. Das heißt, es wird erst ein Block demontiert. An die gleiche Stelle wird der erste Block der neuen Schaltanlage aufgestellt. Anschließend erfolgt die vollständige Inbetriebnahme dieses Blockes. Für einen Zeitraum von ca. 2 bis 3 Wochen erfolgt nun durch den Auftraggeber das Umschwenken der Kabel von der alten auf die neue Schaltanlage und die vollständige Demontage der alten Schaltanlage. Danach kann durch den Auftragnehmer der zweite Block montiert und in Betrieb genommen werden. In der SST Stern besteht unter Umständen die Möglichkeit, dass die komplette Schaltanlage in einem Bauabschnitt montiert werden kann. Die verminderten Kosten durch weniger Anfahrten, Prüfaufwendung, etc. sind in einer optionalen Position anzugeben. Durch den Auftragnehmer ist eine Druckberechnung bei einem Störlichtbogen durchzuführen, aus der notwendige Druckentlastungsöffnungen hervorgehen. Für die Arbeiten in den Schaltstationen ist durch den Auftragnehmer ein Bauleiter /Verantwortlicher zu benennen. Dieser muss während der Arbeiten vor Ort sein und die deutsche Sprache beherrschen. Während der Zeit der Montage und Inbetriebnahme stellt der Auftraggeber einen Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgt gemeinsam mit dem Auftraggeber. Für den gesamten Ablauf der Arbeiten ist ein Zeitplan vom Auftragnehmer zu erstellen und mit dem Auftraggeber abzustimmen. Insbesondere zum Zeitpunkt der Vorortmontage und Inbetriebnahme muss sich der Auftragnehmer in das Gesamtprojekt integrieren. Zeitliche Unterbrechungen im Ablauf zwischen Montage und (Teil-) Inbetriebnahmen sind möglich. Hierbei sind die Vorgaben des Auftraggebers bindend und führen NICHT zu Mehrkosten. Durch den Auftraggeber bzw. im Rahmen anderer Gewerke werden folgende Leistungen erbracht: - Demontage der Altanlage - Erneuerung AC-Hauptverteilung - Erneuerung DC-Hauptverteilung und Batterieanlage - Erneuerung/Anpassung des zentralen FWA-Knoten - Sanierung Gebäude - Lieferung, Montage der Unterkonstruktion und deren statischer Berechnung.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price80%
Angebotspreis
- quality20%
Bei einem Bestelleingang in der 1.KW September 2026 und der zugesicherten Lieferung für die Schaltanlage Stern bis April 2027 erhält der Bieter volle Punktzahl. Für eine Lieferung später als April erfolgt eine punktetechnische Abstufung (0,5 Punkte/ späterer). Weitere Ausführungen siehe Bewertungsmatrix in der Angebotsphase.
Zeitplan
- 4. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 5. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung