Konfokales Mikroskopsystem für S4-Hochsicherheitslabor
Was wird ausgeschrieben
Das Robert Koch-Institut (RKI) beschafft ein konfokales Mikroskopsystem für den Einsatz im Hochsicherheitslabor (Schutzstufe 4) des ZBS5. Das System dient der Forschung an humanpathogenen Hochrisikoerregern und der Analyse von Infektionsmechanismen mittels 3D-Organoidkulturen und Organ-on-a-Chip-Modellen. Die Besonderheit liegt in den speziellen Anforderungen für den S4-Laborbetrieb, insbesondere Begasungstauglichkeit und nutzerbasierte Wartung.
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Gegenstand des Auftrags ist die Lieferung eines eines konfokalen Mikroskopsystems für den Einsatz im Hochsicherheitslabor (S4) des ZBS5 Im Rahmen des gesetzlichen Auftrages des RKI übernimmt ZBS5 zentrale Aufgaben zur Erforschung von humanpathogenen Hochrisikoerregern, einschließlich detaillierter Analysen von Infektionsmechanismen, Pathophysiologie und Virulenz. Das Fachgebiet setzt hierfür zunehmend auf komplexe, stammzell-abgeleitete 3D-Organoidkulturen sowie Organ-on-a-Chip-Modelle, die der menschlichen Gewebearchitektur ähnlich sind und damit ein unverzichtbares Werkzeug für präzise und translational relevante Infektionsstudien darstellen. Diese hoch-empfindlichen 3D-Modelle stellen außergewöhnliche Anforderungen an Bildgebungssysteme, insbesondere bezüglich der Beleuchtung, Abbildungstiefe, Arbeitsabstand, sowie der Gewährleistung konstanter Umgebungsbedingungen für Langzeituntersuchungen. Eine weitere spezifische Anforderung ist der Langzeitbetrieb des Mikroskops in einem Hochsicherheitslabor, das unter Bedingungen der Schutzstufe 4 (gemäß Biostoffverordnung) betrieben wird. Diese erfordert u.a. eine Begasungstauglichkeit und ein Wartungskonzept, das Wartung und Reparatur durch die Nutzer/innen umfasst. Konfokale Mikroskopsysteme erfüllen diese Anforderungen in der Regel nicht. Daher erfolgt die Vergabe gem. §14Abs.4Nr.2b)VgV.
Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin beschafft ein konfokales Mikroskopsystem für sein Hochsicherheitslabor ZBS5, das nach Schutzstufe 4 (S4) gemäß Biostoffverordnung betrieben wird. Das Mikroskop wird für die Forschung an gefährlichen Krankheitserregern eingesetzt, insbesondere für die Analyse von 3D-Organoidkulturen und Organ-on-a-Chip-Modellen, die menschliches Gewebe nachahmen. Eine Besonderheit ist, dass konfokale Mikroskopsysteme diese Anforderungen normalerweise nicht erfüllen – daher erfolgt die Vergabe nach einer Sonderregelung (§14Abs.4Nr.2b)VgV). Das System muss gasdicht sein und ein Wartungskonzept ermöglichen, bei dem Nutzer/innen selbst Wartung und Reparatur durchführen können.
Zentrale Anforderungen
7 Punkte- Eignung für S4-Laborbetrieb (Schutzstufe 4 gemäß Biostoffverordnung)
- Begasungstauglichkeit für Dekontaminationsverfahren
- Wartungskonzept mit Nutzer/innen-Durchführung
- Geeignet für 3D-Organoidkulturen und Organ-on-a-Chip-Modelle
- Konfokale Bildgebung mit hoher Abbildungstiefe
- Konstante Umgebungsbedingungen für Langzeituntersuchungen
- Arbeitsabstand für 3D-Gewebemodelle
Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Aufteilung in Lose
1 Lot38510000-3 – Mikroskope
Zeitplan
- 28. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert