Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: Bender Ingenieurgesellschaft
Auftragswert
unbekannt
Zuschlag am
6. Juli 2026
Leitungskoordination für den Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und das Autobahndreieck Charlottenburg

Was wird ausgeschrieben
Die DEGES schreibt Leistungen zur Leitungskoordination für den Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke und den Umbau des Autobahndreiecks Charlottenburg in Berlin aus. Der Auftrag erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 2.640 Tagen. Es handelt sich um eine hochkomplexe Infrastrukturmaßnahme an einer der meistbefahrenen Autobahnstrecken Deutschlands.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Leitungskoordination
Die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) sucht einen Dienstleister für die Leitungskoordination im Rahmen des Ersatzneubaus der Rudolf-Wissell-Brücke und des Umbaus des Autobahndreiecks Charlottenburg in Berlin. Diese Aufgabe umfasst die komplexe Abstimmung und Steuerung der verschiedenen Versorgungsleitungen, die im Zuge der Bauarbeiten verlegt oder angepasst werden müssen. Da die Arbeiten bei laufendem Verkehr an einem der am stärksten belasteten Autobahnabschnitte Deutschlands stattfinden, ist eine präzise Planung erforderlich. Der Vertrag läuft über einen Zeitraum von etwa 2.640 Tagen, was rund sieben Jahren entspricht. Die Vergabe erfolgt nach einem offenen Verfahren, bei dem sowohl die Qualität der Konzepte als auch der Preis bewertet werden.
Aufteilung in Lose
1 LotDie A 100 (Berliner Stadtautobahn) verläuft im Westen Berlins als zentrale Verkehrsachse und verknüpft u. a. die Autobahnen A 111, A 113 und A 115. Im Abschnitt Rudolf-Wissell-Brücke (RWB) und Autobahndreieck (AD) Charlottenburg zählt die Strecke zu den verkehrlich am höchsten beanspruchten Bereichen (im Bereich der RWB ca. 173.000 Kfz/24h). Ziel der Maßnahme ist der Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke sowie der Umbau des Autobahndreiecks Charlottenburg unter Aufrechterhaltung des Verkehrs. Hierzu sind mehrere Bauphasen mit komplexen räumlichen und zeitlichen Abhängigkeiten sowie bauzeitliche Ver-kehrsführungen erforderlich. Träger der Baulast ist die Bundesrepublik Deutschland (Bundesstraßenverwaltung). Vorha-benträger ist die Autobahn GmbH des Bundes, vertreten durch die DEGES. Die Gesamtmaßnahme umfasst insbesondere Rückbau und Neubau von Ingenieurbauwer-ken, Anpassungen von Rampen und Anschlussstellen, Erneuerung/Anpassung von Entwäs-serungsanlagen, aktive und passive Lärmschutzmaßnahmen sowie die Umverlegung bzw. Sicherung vorhandener Kabel- und Leitungstrassen. Ergänzend ist der Ersatzneubau der Westendbrücke (WEB) im Zuge der A 100 zwischen den Anschlussstellen Kaiserdamm und Spandauer Damm Bestandteil des Vorhabens. Auch hier ist die Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Bauzeit ein maßgeblicher Randparame-ter (DTV im Abschnitt ca. 180.000 Kfz/Tag). Die Leitungskoordinierung dient der planungs- und baubegleitenden Abstimmung aller be-troffenen Leitungsträger (Versorgung, Entsorgung, Telekommunikation, bahneigene Anlagen sowie Anlagen des Straßenbaulastträgers) zur Sicherstellung der Baufreiheit in den jeweili-gen Bauphasen sowie zur Minimierung von Konflikten mit den Fachplanungen der Gesamt-maßnahme. Die Gesamtmaßnahme ist im Wesentlichen in drei Hauptbauphasen untergliedert: 1. Neubau der Rudolf-Wissell-Brücke (RWB) Ost, 2. Umbau des Autobahndreiecks Charlottenburg (ADC), 3. Ersatzneubau der RWB West. Die Leitungskoordinierung hat die phasenweise Umsetzung der Bauabschnitte einschließlich der bauzeitlichen Verkehrsführungen, Provisorien sowie der abschnittsweisen Herstellung der Baufreiheit systematisch zu berücksichtigen. • Koordinierung der erforderlichen Maßnahmen an den Leitungen/Anlagen der Versorgungsunternehmen sowie deren Fachplanungen in den einzelnen Bauphasen. • Koordinierung der erforderlichen Maßnahmen an den Leitungen/Anlagen der Versorgungsunternehmen sowie deren Fachplanungen für den Endzustand. • Erstellen und fortschreiben der Pläne einzelner Leitungen sowie des koordinierten Gesamtleitungsplans für den die Ausführungsphase und für den Endzustand.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality40%
Die Bewertung erfolgt anhand der schriftlichen Beantwortung des Fragenkataloges. Es sind die Fragen Nr. 1-4 aus dem Fragenkatalog zum 2. Zuschlagskriterium zu beantwor-ten. Die maximale Punktzahl erhält ein Bieter, wenn seine Beantwortung der Fragen ein sehr gu-tes Verständnis der projektspezifischen Aufgabenstellung erkennen lässt und eine fachlich schlüssige, nachvollziehbare und umsetzbare Bewältigung der dargestellten Problemstellun-gen erwarten lässt. Hoch bewertet werden insbesondere Projektspezifik, methodische Nach-vollziehbarkeit, Schnittstellenverständnis sowie die Plausibilität der dargestellten Lösungsan-sätze Die Wertung erfolgt in einer Spanne von 0 bis 5 Punkte, wobei nur volle Punktzahlen verge-ben werden. Die einzelnen Fragestellungen werden gleichwertig gewichtet. 5 Punkte erhält der Bieter, der alle wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in vol-lem Umfang erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen in vollem Umfang erwarten lässt. 4 Punkte erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in na-hezu vollem Umfang erkennt und Bewältigung der Problemstellungen in nahezu vollem Um-fang erwarten lässt. 3 Punkte erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in überwiegendem Umfang erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen in überwiegen-dem Umfang erwarten lässt. 2 Punkte erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in nicht überwiegendem Umfang erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen in geringem Um-fang erwarten lässt 1 Punkt erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in gerin-gem Umfang erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen nur in sehr geringem Um-fang erwarten lässt. 0 Punkte erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung nicht erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen nicht erwarten lässt.
- quality20%
Die Bewertung erfolgt anhand der schriftlichen Beantwortung des Fragenkataloges Es ist die Frage Nr. 5 aus dem Fragenkatalog zum 3. Zuschlagskriterium zu beantworten. Die maximale Punktzahl erhält ein Bieter, wenn seine Beantwortung der Fragen ein sehr gutes Verständnis der projektspezifischen Aufgabenstellung erkennen lässt und eine fachlich schlüssige, nachvollziehbare und umsetzbare Bewältigung der dargestellten Problemstellun-gen erwarten lässt. Hoch bewertet werden insbesondere Projektspezifik, methodische Nachvollziehbarkeit, Schnittstellenverständnis sowie die Plausibilität der dargestellten Lösungsansätze. Die Wertung erfolgt in einer Spanne von 0 bis 5 Punkte, wobei nur volle Punktzahlen verge-ben werden. Die einzelnen Fragestellungen werden gleichwertig gewichtet. 5 Punkte erhält der Bieter, der alle wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in vol-lem Umfang erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen in vollem Umfang erwarten lässt. 4 Punkte erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in na-hezu vollem Umfang erkennt und Bewältigung der Problemstellungen in nahezu vollem Um-fang erwarten lässt. 3 Punkte erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in überwiegendem Umfang erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen in überwiegen-dem Umfang erwarten lässt. 2 Punkte erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in nicht überwiegendem Umfang erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen in geringem Um-fang erwarten lässt. 1 Punkt erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung in gerin-gem Umfang erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen nur in sehr geringem Um-fang erwarten lässt. 0 Punkte erhält der Bieter, der die wesentlichen Gesichtspunkte der Aufgabenstellung nicht erkennt und die Bewältigung der Problemstellungen nicht erwarten lässt.
- price40%
siehe Vergabeunterlagen
Zeitplan
- 20. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 6. Juli 2026Zuschlag erteiltZuschlag an Bender Ingenieurgesellschaft