Leasing eines Radladers (15–16,5 t, 180–210 PS)
Was wird ausgeschrieben
Die AWG Abfallwirtschaft Landkreis Calw GmbH vergibt den Leasingvertrag für einen schweren Radlader, der täglich auf der Entsorgungsanlage Simmozheim zum Umschlag von Abfällen eingesetzt wird. Das Fahrzeug muss ein Einsatzgewicht von 15 bis 16,5 Tonnen, eine Leistung von 180 bis 210 PS sowie eine Parallelkinematik oder ein Industriehubgerüst aufweisen. Die Vertragslaufzeit beträgt fünf Jahre (1825 Tage). Der geschätzte Gesamtwert liegt im niedrigen sechsstelligen Eurobereich.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Der zu vergebende Auftrag umfasst das Leasing eines Radladers mit einem Einsatzgewicht von mindestens 15 Tonnen und maximal 16,5 Tonnen, einer Parallelkinematik bzw. einem Industriehubgerüst und der Leistung von mindestens 180 PS und maximal 210 PS.
Die Abfallwirtschaft des Landkreises Calw sucht einen schweren Radlader zum Leasing, der auf der Entsorgungsanlage in Simmozheim täglich beim Umschlag von Restabfall und Recyclingmaterialien zum Einsatz kommt. Das Fahrzeug muss zwischen 15 und 16,5 Tonnen wiegen, über 180 bis 210 PS verfügen und idealerweise mit einer Parallelkinematik oder einem Industriehubgerüst ausgestattet sein, um auch schwere Lasten sicher zu bewegen. Der Leasingvertrag läuft für fünf Jahre, wobei monatliche Leasingraten und Wartungsleistungen im Angebot zu beziffern sind. Bieter müssen nachweisen, dass sie über die nötige technische Ausstattung und finanzielle Stabilität verfügen, um den langfristigen Betrieb zu gewährleisten.
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis der technischen Leistungsfähigkeit
- Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
- Erfahrung im Leasing schwerer Baumaschinen
- Erfüllung gesetzlicher Umwelt- und Sozialvorschriften
- Keine Ausschlussgründe nach VgV
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Erklärungen und Nachweise, die auf Anforderung des Auftraggebers bis zum Ablauf der Angebotsfrist nicht vorgelegt wurden, können bis zum Ablauf einer noch zu bestimmenden Nachfrist nach den Maßgaben des § 56 Abs. 2, 3 VgV nachgefordert werden. Eine Pflicht zur Nachforderung der fehlenden Unterlagen und Erklärungen durch den Auftraggeber besteht nicht. Angebote, die nicht die geforderten oder nachgeforderten Erklärungen und Nachweise (vgl. die mit Angebotsabgabe vorzulegenden Nachweise unter Ziffer 1.3 des Angebotsformulars) enthalten, werden vom Verfahren ausgeschlossen
Aufteilung in Lose
1 LotGrobbeschreibung des Liefergegenstandes Radlader mit einem Arbeitsgewicht von mindestens 15 Mg und maximal 16,5 Mg, möglichst mit einer Parallelkinematik bzw. einem Industriehubgerüst und einer Leistung in PS von mindestens 180 bis maximal 210. Die AWG Abfallwirtschaft Landkreis Calw GmbH benötigt einen Radlader für den alltäglichen Umschlag auf der Entsorgungsanlage Simmozheim. Der Radlader ist mit folgenden Parameter und Eigenschaften als Leasing anzubieten. Der Radlader ist mit vier hydraulischen Steuerkreisen ausgerüstet. Für die bessere Kontrolle bei den häufigen Verladetätigkeiten von Schwergut über 4,00 Meter Höhe, ist der Radlader vorzugsweise mit einer Parallelkinematik anzubieten, wobei ein Industriehubgerüst ebenfalls als vorteilhaft angesehen wird. Optimal ist die Kombination beider Techniken. Die Parallelkinematik wirkt sich beim Beladen, Sortieren und Schieben der Lagerboxen für die genauere Sicht des Bedienpersonals positiv aus und wird als die bevorzugteste Ausstattung bezogen auf die Hubtechnik angesehen. Das Industriehubgerüst bietet aus unserer Sicht ebenfalls die gewünschte Leistung bei Verladetätigkeiten über 4,00 Meter, es wird keine zusätzliche Reißkraft benötigt, daher kann sie jedenfalls als vorteilhafter im Gegensatz zur Z-Kinematik für den Einsatz bei der AWG angesehen werden. Das Hubgerüst ist mit einem hydraulischen Schnellwechsel-System und einer Hochkippschaufel mit Niedergreifer auszustatten. Die überschüttbare Höhe der Universal-/Schwergutschaufel mit Schnellwechsler muss höher als 4,20 Meter sein. Die Universal Hochkippschaufel ist mit einem Unterschraubmesser und Multikuppler/Schnellwechsler für Hydraulikschläuche zu liefern. Das Volumen der Hochkippschaufel sollte zwischen 2,5 m³ und 3,0 m³ liegen. Durch den Umschlag von verschiedenen Bauschuttsorten auf engem Raum ist eine Kipplast geknickt von mindestens 9.500 kg erforderlich. Die anzubietenden Reifen müssen dem Umschlag von Abfällen und Wertstoffen standhalten und sollten daher die Klassifizierung "L5" haben. Zudem müssen die Reifen voll ausgeschäumt sein. Die Steuerung sollte aufgrund der vielen Funktionen über einen Joystick erfolgen. Um starke Vibrationen in der Fahrerkabine zu minimieren, ist der Radlader mit Schwingungsdämpfer für die sogenannte "Schwimmstellung" zu versehen. Dies wirkt sich auf eine vibrationsreduzierte Fahrt sowohl mit geladener als auch ungeladener Schaufel aus. Die Fahrerkabine ist durch High Resistance Glas und entsprechender Sicherheitsschutzfolie (Panzerglasfolie oder ähnliches) vor herunterfallenden Materialien zu sichern. Ein optisches und akustisches Rückfahrsignal sowie eine Rückfahrkamera muss Bestandteil der Ausstattung sein. Da auf der Entsorgungsanlage Simmozheim größere Strecken zurückgelegt werden müssen, ist der Radlader mit einem mindestens 5 Gang Getriebe mit einer Wandlerbrücke oder einem vergleichbaren Stufenlosengetriebe auszustatten. Dies sorgt für zusätzliche Kraftstoffeinsparung. Zudem ruft es dann die volle Leistung ab, sobald es z.B. beim Schieben von Haufwerken benötigt wird. Die Fahrerkabine ist mit einem 2 kg Feuerlöscher und einer Klimaautomatik auszustatten. Der Einstieg in die Fahrerkabine darf nur über Flächen erfolgen, die gegen Rutschen abgesichert sind. Die Bedienung des luftgefederten Fahrersitzes, die Ansprüche des Fahrersitzes, die Arbeitssicherheit und Gesundheitsschonung des Bedienpersonals sind detailliert zu beschreiben. Der Fahrersitz muss mit einer Sitzheizung sowie einer Sitzbelüftung ausgestattet sein. Zum Schutz der Fahrer ist der Radlader mit einem drei Punkt Gurt anzubieten. Im Rahmen der Ausschreibung hat der Anbieter Angaben über die mögliche Ladeleistung (Ladespiel je Stunden) des Radladers, Treibstoffverbrauch und Wartungskosten zu machen. Die Werte zur Ladeleistung und zum Treibstoffverbrauch sind im Rahmen der Übergabe des Aggregates und Einweisung der Mitarbeiter in einem eintägigen Probebetrieb nachzuweisen. Das Angebot für den Wartungsvertrag hat eine Vertragslaufzeit in Betriebsstunden auszuweisen, die Ihren Angaben im Angebotsformular entsprechen. Die ausgewiesenen Mindestbetriebsstunden dürfen 5.000 Stunden nicht unterschreiten. Im Rahmen der Wertung werden jedoch die Kosten je Monat berechnet auf ein Kalenderjahr berücksichtigt. Der Einsatzort des Radladers befindet sich auf einer ehemaligen Hausmülldeponie. Die Fahrerkabine ist daher mit einer Schutzbelüftungsanlage nach berufsgenossenschaftlichem Regelwerk BGI 581 auszustatten. Der Radlader ist auf der Entsorgungsanlage Simmozheim stationiert. Die örtliche Lage der Anlage ist im Folgenden näher beschrieben. Die Entsorgungsanlag Simmozheim erreicht man über die Landstraße 179 Althengstett, Ortsteil Neuhengstett in Richtung Möttlingen. Ca. 200 m nach dem Ortsende von Neuhengstett biegt man nach rechts ab zur Entsorgungsanlage Simmozheim. Zur besseren Wartungsfreundlichkeit muss der anzubietende Radlader über eine automatische Zentralschmieranlage verfügen. Mitzuführendes Werkzeug und Hilfsgerät müssen am Radlader ausreichend Platz finden. Die oder der Werkzeugkasten müssen/muss abschließbar sein. Der Auftraggeber bittet um ein optionales Angebot zur Inzahlungnahme eines Radladers JCB 437 HT. Der Radlader hat Stand 30.04.2026 ca. 7200 Betriebsstunden. Der Radlader kann an der Entsorgungsanlage Simmozheim der AWG Abfallwirtschaft Landkreis Calw GmbH nach Anmeldung bei Herrn Glück besichtigt werden.
Zeitplan
- 4. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 2. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung