TED·269416-2026

Landschaftsarchitektonischer Ideen- und Realisierungswettbewerb für Landesgartenschau Duderstadt 2030

Stadt DuderstadtDuderstadt, GermanyVeröffentlicht 20. Apr. 2026
Auftragswert
~€9.4M
Geschätzt · Konfidenz high
Einreichungsfrist
7. Mai 2026
-22 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Stadt Duderstadt führt einen landschaftsarchitektonischen Ideen- und Realisierungswettbewerb für die Landesgartenschau Niedersachsen 2030 durch. Das Wettbewerbsgebiet umfasst ca. 17 Hektar mit einer Netto-Bearbeitungsfläche von 11 Hektar Parkfläche zuzüglich 0,55 Hektar auf dem historischen Wall. Der Wettbewerb dient der Findung eines geeigneten Landschaftsarchitekten für die Objektplanung Freianlagen (HOAI LP 1-9) sowie der Vorbereitung temporärer Ausstellungsflächen. Die Frist zur Einreichung endet am 07.05.2026.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die Stadt Duderstadt hat den Zuschlag für die Landesgartenschau Niedersachsen 2030 erhalten. Zweck des hier veröffentlichten landschaftsarchitektonischen Ideen- und Realisierungswettbewerbs ist es, alternative Lösungsvorschläge zu erhalten und einen geeigneten Landschaftsarchitekten als Auftragnehmer für die Planungsleistungen zu ermitteln. Dabei stellt die Planung der dauerhaft entstehenden Freiräume den Realisierungsteil dar; für das Gartenschau-Event werden Vorschläge zur Verortung und Vorbereitung von Ausstellungsbeiträgen erwartet. Das Wettbewerbsgebiet umfasst ca. 17 Hektar, bestehend aus ca. 13,5 Hektar bestehender Park-anlagen am südwestlichen Wallring und Teile der Außenflächen des Walls mit einer Bastion, ca. 3,5 Hektar. Die zu überplanenden Flächen sind deutlich kleiner, da große Bereiche als Bestand verbleiben sollen. Die Netto-Bearbeitungsfläche beläuft sich auf 11 Hektar Park zuzüglich 0,55 Hektar auf dem Wall. Insgesamt stehen für Investitionen in Objekte der Landschaftsarchitektur 8.430.000.- € netto zur Verfügung; hierzu gehören Spielangebote, eine Freiluft-Veranstaltungsfläche und eine landschafts-künstlerische Auseinandersetzung mit der prägenden Wallsituation. Hinzu kommt die Vorbereitung der temporären Ausstellungsflächen mit anrechenbaren Kosten von 930.000.- € netto. Der Zulassungsbereich umfasst die EWR-Mitgliedsstaaten und diejenigen Staaten, die Vertrags-parteien des WTO-Übereinkommens über das öffentliche Beschaffungswesen GPA sind. Die Wettbewerbssprache ist deutsch.

VergabeHero-Einschätzung

Die Stadt Duderstadt (Landkreis Göttingen, Niedersachsen) veranstaltet einen landschaftsarchitektonischen Ideen- und Realisierungswettbewerb für die Landesgartenschau Niedersachsen 2030. Gesucht wird ein Landschaftsarchitekt, der sowohl die dauerhaft entstehenden Freiräume plant als auch Vorschläge für die temporären Ausstellungsflächen während des Gartenschau-Events erarbeitet. Das Wettbewerbsgebiet umfasst etwa 17 Hektar, davon rund 11,5 Hektar Netto-Bearbeitungsfläche bestehend aus Parkanlagen und Teilen des historischen Walls mit einer Bastion. Für die Investitionen in Landschaftsarchitektur-Objekte (Spielangebote, Freiluft-Veranstaltungsfläche, künstlerische Gestaltung) stehen 8,43 Mio. € netto zur Verfügung, hinzu kommen 930.000 € für die temporären Ausstellungsflächen. Teilnahmeberechtigt sind Landschaftsarchitekten aus EWR-Staaten und WTO/GPA-Mitgliedsländern mit entsprechendem Kammernachweis.

Architecture ServicesUrban PlanningCultural ServicesGovernmentUrban DevelopmentHealthcareLandscape ArchitectureUrban PlanningDesign ContestPublic SpacePark DesignCultural EventHeritage Conservation
Eignung

Zentrale Anforderungen

6 Punkte
  • Nachweis der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt*in (Kammernachweis)
  • Keine Teilnahmehindernisse nach RPW 2013
  • Nachweis ausreichender Berufshaftpflichtversicherung
  • Keine Ausschlussgründe nach § 123 und § 124 GWB
  • Keine Russland-Sanktionsausschlüsse nach EU-VO 2022/576
  • Fachliche Eignung für Objektplanung Freianlagen (HOAI LP 1-9)

KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.

Eignungskriterien (Volltext)

Die Bewerber*innen müssen nachweisen, dass Sie die folgenden Auswahlkriterien erfüllen: (1) Nachweis über die Berechtigung zum Führen der Berufsbezeichnung Landschaftsarchitekt*in (Kammernachweis) (2) Eigenerklärung, dass sich kein Mitglied der Bewerbergemeinschaft (Partner, freie Mitarbeiter, Angestellte) separat bewirbt bzw. beteiligt und dass ein Verstoß hiergegen zum nachträglichen Ausschluss aller Bewerbungen bzw. Arbeiten führt. (3) Eigenerklärung, dass kein Teilnahmehindernis nach § 4 Abs. 2 RPW 2013 vorliegt. (4) Eigenerklärung, dass die Hinweise zur ausreichenden Berufshaftpflichtversicherung und die Hinweise über die Eignungsnachweise zum anschließenden Verhandlungsverfahren verstanden wurden. (5) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe aufgrund der EU-Verordnung 2022/576 (Russland-Sanktionen) vorliegen. (6) Eigenerklärung, dass kein zwingender Ausschlussgrund nach § 123 Abs. 1 GWB vorliegt. (7) Eigenerklärung, dass kein fakultativer Ausschlussgrund nach § 124 Abs. 1 GWB vorliegt. (8) Eigenerklärung, dass der Auftrag gemäß § 73 Abs. 3 VgV frei von Ausführungs- und Lieferinteressen ausgeführt wird. s.o.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0000Ideen- und Realiserungswettbewerb Landesgartenschau D 2029

Die Ausloberin erklärt, soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrundeliegende Aufgabe realisiert wird, zunächst nur mit dem 1. Preisträger zu verhandeln (Leistungsbild Objektplanung Freianlagen § 39 HOAI für LP 1-9 und ggf. Leistungen nach HOAI Abschnitt 3: Ingenieurbauwerke (Leistungsbild: § 43, LP 1-9), die mit der Freianlage unmittelbar in Verbindung stehen). Neben den Daueranlagen werden auch Leistungen der Objektplanung Freianlagen für die Vorbereitung der temporären Ausstellungsflächen beauftragt. Das Preisgeld wird auf die Auftragssumme angerechnet, sofern das Konzept weitgehend übernommen wird. Die Vergütung für die Grundlagenermittlung wird in Anbetracht der Vorleistungen im Rahmen der Wettbewerbsauslobung gekürzt. Sollte die Ausloberin aus wichtigen Gründen von der Regelung in Satz 1 abweichen müssen, etwa, weil der erste Preisträger die einwandfreie Ausführung der zu übertragenden Leistungen nicht gewähr-leisten kann, wird mit allen übrigen Preisträgern ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach VgV durchgeführt. In diesem Fall wird das Wettbewerbsergebnis bei den Zuschlagskriterien mit 50 % in die Gewichtung einfließen. Nach dem Wettbewerb werden zunächst die Leistungsphasen 1-5 (Vorplanung, Entwurf, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung) gemäß der zum Zeitpunkt der Vergabe geltenden Honorarordnung vergeben. Die weiterführende Beauftragung der Leistungsphasen 6-8 (Vorbereiten der Vergabe bis Objektüberwachung) und ggf. 9 (Objektbetreuung) ist abhängig von der Zusage von Fördermitteln durch das Land Niedersachsen und der Verfügbarkeit der städtischen Haushaltsmittel. Alle Parkanlagen und Freiflächen werden in die Honorarzone V eingeordnet, sofern Auftragsgegenstand, werden Platzflächen und verkehrsberuhigte Bereiche in die Honorarzone IV eingeordnet. Die Regelungen zu anrechenbaren Kosten bei Fußgängerbereichen lt. § 38 HOAI Absatz 2 finden Anwendung. Ein Umbauzuschlag wird gewährt, eine Anrechnung vorhandener Bausubstanz ist nicht vorgesehen. Die Einstufung evtl. Ingenieurleistungen kann im Vorfeld nicht belastbar vorgenommen werden, da sich der Umfang und der Schwierigkeitsgrad erst aus der Wettbewerbsarbeit ergeben. Der ggf. zu beteiligende Ingenieur ist grundsätzlich Nachunternehmer des Landschaftsarchitekten. Mit der Einreichung einer Wettbewerbsarbeit erklärt sich der Verfasser bereit und in der Lage, im Auftragsfall alle in Aussicht gestellten Leistungsphasen zu übernehmen und diese bis zur Eröffnung der Landesgartenschau im April 2030 mängelfrei zu erbringen. Die Ausloberin behält sich vor, den späteren Auftragsumfang auch auf nicht dem Wettbewerb zugeordnete Verknüpfungsbereiche bzw. Einzelobjekte auszuweiten, die mit dem Vorhaben Landesgartenschau in Verbindung stehen.

CPV 71222000, 71318000Frist 7. Mai 2026
Bewertung

Zuschlagskriterien

1 Kriterien
  • quality

    Es wird zunächst nur mit dem ersten Preisträger verhandelt. Sollte die Ausloberin aus wichtigen Gründen von der Regelung in Satz 1 abweichen wollen, etwa, weil der erste Preisträger die einwandfreie Ausführung der zu übertragenden Leistungen nicht gewährleisten kann, wird mit allen übrigen Preisträgern ein Verhandlungsverfahren ohne Teilnahmewettbewerb nach VgV durchgeführt. In diesem Fall wird das Wettbewerbsergebnis bei den Zuschlagskriterien mit 50 % in die Gewichtung einfließen. Nach dem Wettbewerb werden zunächst die Leistungsphasen 1-5 (Vorplanung, Entwurf, Genehmigungsplanung, Ausführungsplanung) gemäß der zum Zeitpunkt der Vergabe geltenden Honorarordnung vergeben. Die weiterführende Beauftragung der Leistungsphasen 6-8 (Vorbereiten der Vergabe bis Objektüberwachung) und ggf. 9 (Objektbetreuung) ist abhängig von der Zusage von Fördermitteln und der Verfügbarkeit der städtischen Haushaltsmittel. Die gärtnerisch intensiv gestalteten Freianlagen (Ausstellungsvorbereitung) werden in die Honorarzone V eingeordnet, die Daueranlagen in die Honorarzone IV zuzüglich Umbauzuschlag. Die Einstufung evtl. Ingenieurleistungen kann im Vorfeld nicht belastbar vorgenommen werden, da sich der Um-fang und der Schwierigkeitsgrad erst aus der Wettbewerbsarbeit ergeben. Mit der Einreichung einer Wettbewerbsarbeit erklärt sich der Verfasser bereit und in der Lage, im Auftragsfall alle in Aussicht gestellten Leistungsphasen zu übernehmen und diese bis zur Eröffnung der Landesgartenschau im April 2029 mängelfrei zu erbringen. Die Ausloberin behält sich vor, den späteren Auftragsumfang auch auf nicht dem Wettbewerb zugeordnete Verknüpfungsbereiche bzw. Einzelobjekte auszuweiten. Im Zuge des Verhandlungsverfahrens werden folgende weitere Eignungsnachweise, Unterlagen und Erklärungen eingefordert: o Nachweis der verantwortlichen Tätigkeit für die Planung einer Öffentlichen Grünfläche/Parkanlage (mindestens Leistungsphasen 2 und 3-5), Anrechenbare Kosten über 800.000.- EUR, mindestens Honorarzone III, Fertigstellung nach dem 01.01.2010 im Zulassungsbereich (EWR/WTO/ und GPA) o Nachweis der verantwortlichen Tätigkeit bei den Leistungsphasen 6-8, Anrechenbare Kosten über 800.000.- EUR, mindestens Honorarzone III, Fertigstellung nach dem 01.01.2010 im Zulassungsbereich (EWR/WTO/ und GPA) o Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung, Deckungssummen mindestens 3.000.000.- Personenschäden, 3.000.000.- Sach- und Vermögensschäden (Gesamtleistung des Versicherers 3-fach maximiert) o Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentlohnung für Dienst- und Bauleistungen unter Berücksichtigung der Vorgaben des Niedersächsischen Gesetzes zur Sicherung von Tariftreue und Wettbewerb bei der Vergabe öffentlicher Aufträge (Niedersächsisches Tariftreue- und Vergabegesetz - NTVergG); o Projektterminplan über alle Leistungsphasen nach HOAI mit vorgesehenem Personaleinsatz o Aussagen zur Leistungsfähigkeit des Bewerbers (Technische Ausstattung, Umsätze der letz-ten 3 Jahre) Im Falle einer Arbeits- oder Bewerbergemeinschaft dürfen die eingereichten Nachweise zu den Planungstätigkeiten von den verschiedenen Bewerbergemeinschaftsmitgliedern eingereicht werden. Dabei muss erläutert werden, durch welches Bewerbergemeinschaftsmitglied das Referenzprojekt erbracht wurde.

Zeitleiste

Zeitplan

  1. 20. Apr. 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 7. Mai 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung
Anhänge

Dokumente & Links

1 Link