Lagertechnik für Forschungsdepot und Archiv

Was wird ausgeschrieben
Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum schreibt die Lieferung und Montage von Lagertechnik für ein neues Forschungsgebäude mit integriertem Depot aus. Der Auftrag ist in vier Lose unterteilt, die Fahrregalanlagen, Palettenregale, Fachbodenregale sowie Sondermöbel wie Werkbänke und Großgemälde-Stellagen umfassen. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen des Neubauprojekts am Standort Bochum.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Deutsche Bergbau-Museum errichtet auf einer derzeitigen Freifläche ein Forschungsgebäude mit integriertem Depot. Der Neubau beherbergt Sammlungs- und Depotflächen, Büroflächen, einen Logistikbereich sowie zugehörige Sozial-, Neben-, und Technikräume. Die Sammlungs- und Depotflächen dienen zukünftig hauptsächlich zur Lagerung bergbaulicher Sammlungsgegenstände. Die Sammlungsflächen sind übereinander in drei unterschiedliche Bereiche/ Geschosse plaziert (Fotothek, Archiv, Bibliothek), ergänzt um Sonderfunktionsräume etc., während die Depotflächen in möglichst großen und flexibel nutzbaren Clustern zusammengefasst werden. Das Verfahren dient der Beschaffung von Lagertechnik zur Bestückung des Depotgebäudes mit den benötigten Lager- und Verwahrungstechnischen Einrichtungen.
Das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum baut ein neues Forschungsgebäude mit Depotflächen und sucht nun spezialisierte Anbieter für die technische Innenausstattung. Die Ausschreibung umfasst vier Bereiche: mobile Fahrregalanlagen, Schwerlast-Palettenregale, klassische Fachbodenregale sowie eine Reihe von Sondermöbeln wie Werkbänke, Hubtische und spezielle Stellagen für Großgemälde. Ziel ist eine effiziente und flexible Lagerung der bergbaulichen Sammlungsgegenstände in den neuen Archiv- und Depoträumen. Interessierte Unternehmen müssen die Lieferung und fachgerechte Montage der Regalsysteme übernehmen, wobei für die verschiedenen Regaltypen spezifische technische Anforderungen an Belastbarkeit und Antriebstechnik gelten.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Einhaltung der Ausschlussgründe gemäß § 123 und 124 GWB
- Einhaltung der DIN EN 15635 für Regalanlagen
- Nachweis der technischen Eignung gemäß VOB/A
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
gemäß § 123 und 124 GWB Die Nachforderung, Vervollständigung oder Korrektur von Unterlagen, Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen und Nachweisen richtet sich nach dem §§ 16 [EU] Abs. 1 Nr. 4 und 16a [EU] VOB/A. Hierbei setzt die Auftraggeberin eine angemessene Frist und übt ihr Ermessen unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes aus. Einen Anspruch auf Nachforderung haben die Bieter nicht.
Aufteilung in Lose
4 LoteDie folgenden Positionen beziehen sich auf die Lieferung und Montage von Schwerlast- Palettenregalen aus Stahl. Jede Regalanlage ist gemäß DIN EN 15635 dauerhaft und gut sichtbar mit Belastungsschildern zu kennzeichnen. Die Kennzeichnung hat mindestens Angaben zu Hersteller, Baujahr, Feldlasten, Fachlasten sowie maximaler Lagereinheit zu enthalten. Für die Ausführung sind folgende Grundlagen zu berücksichtigen: Regalhöhe = obere Lagerebene Äußere Regalständer sind 500mm höher oder mit entsprechender Absturzsicherung auszuführen. Bei allen weiteren Regalständern soll die obere Lagerebene bündig mit dem Regalständer abschließen, um eine durchgehende Lagerung von Objekten ohne Einschränkung zu gewährleisten. Fachbreite = lichte nutzbare Breite der Regale Regalrahmen gem. statisch erforderlicher Ausführung je nach Hersteller. Breite ca. 85-100 mm, inkl. Fußplatten und Befestigungsmaterial Höhenverstellung: Ebenen sollen in einem Raster von 50mm in der Höhe verstellt werden können. Holme als Kastenprofil, ausgelegt auf eine Belastung von: 1000 kg / Stellplatz Breite 1850 mm = 2 Stellplätze Breite 2700 mm = 3 Stellplätze Breite 3600 mm = 4 Stellplätze Regaltiefe: Die beschriebene Regaltiefe bezieht sich auf die tatsächliche Tiefe der Regale. Eine Tiefe von 1200 mm wird bei der Lagerung von Kunst- und Kulturgut gefordert, da nicht alle Objekte auf Palette stehen oder bündig mit dieser abschließen. Die Regaltiefe 1100mm entspricht der Tiefe einer EURO-Palette und bietet damit einen zusätzlichen Schutz für das jeweilige Sammlungsgut. Oberfläche: Regalständer und Ausfachung: verzinkt Holme: pulverbeschichtet Gitterauflagen: verzinkt
Fahrregalanlagen Sämtliche beschriebenen Regalsysteme müssen baugleich als Festregal mit festem Regalsockel und Fahrregalwagen mit manuellem Antrieb oder elektrischen Antrieb verfügbar sein. Der Regalantrieb der Fahrwagen ist als formschlüssiger Antrieb mit einer im Boden laufenden verzinkten Kette auszuführen. Da zum Teil mit unterschiedlich leicht oder schwer beladenen Fahrwagen zu rechnen ist, erfüllt ein kraftschlüssiger Reibradantrieb nicht die Mindestanforderungen und ist daher nicht zugelassen. Fahrregalwagen: Ausführung als verwindungssteife Konstruktion in Stahl, mit einer Materialstärke von mindestens 2,5 mm Oberfläche pulverbeschichtet. Der gesamte Regalantrieb ist revisionsfähig im Unterwagen zu montieren. Bauliche Toleranzen der Schienenanlage müssen z.B. durch verstellbare Radachsen ausgeglichen werden können. Die Zahnkränze des Regalantriebes dürfen die unterste Wagenabdeckung (Fachboden) an keiner Stelle berühren oder die Nutzung einschränken. Die Montage der Wagenabdeckung muss direkt auf dem Unterwagen möglich sein, um die Nutzung nicht einzuschränken. Der Abstand der Fahrwägen zum Fussboden darf bei einer zulässigen Feldlast bis 2000 kg an keiner Stelle mehr als 15mm bzw. bei einer zulässigen Feldlast über 2000 kg nicht mehr als 30mm betragen. Alle Fahrwagen sind mit Gummipuffer zu versehen, die den von der Berufsgenossenschaft geforderten Sicherheitsabstand von mindestens 25 mm gewährleisten und zusätzlich die Auffahrgeräusche abdämpfen. Qualitätsräder von mindestens 100mm Durchmesser in Stahl oder Guss mit wartungsfreien Qualitätskugellager. Belastbarkeit der Räder mindestens 700kg pro Rad. Antrieb: Formschlüssig mit einem Antrieb über einen Zahhnkranz, welcher in die Bodenkette greift. Regalwagen mit mehr als 5000mm Länge sind mit mindestens einem zweiten Antrieb zu versehen, welcher den Parallellauf der Fahrwagen gewährleistet. Manueller Antrieb mittels Kurbel oder geschlossenem Handrad an einer Stirnseite der Wagen (Untersetzung mindestens 1:3000). Es ist sicherzustellen, dass alle Wagen eines Blocks in einer Bedienung zu verfahren sind. Der Regalantrieb muss zur Wartung von außen frei zugänglich sein. Fixregale: Fixregale, welche innerhalb einer Fahrregalanlage stehen oder welche den Abschluss einer Fahrregalanlage bilden, sind mit einem festen Regalsockel zu liefern, welcher baugleich mit dem Unterwagen der Fahrwagen ist, jedoch keinen Regalantrieb hat und anstelle von Radsätzen direkt auf der Schienenanlage aufsteht. Aus optischen Gründen soll auch hier der 15 mm Sicherheitsabstand zum Fußboden eingehalten werden. Schienenanlage für Fahrregalanlagen Montage als Podestboden Die Ausführung der Schienenanlagen erfolgt als Podestboden mit einer Aufbauhöhe von 50 mm Schienen aus Massivstahl mit glatter Oberfläche, verzinkt entsprechend den einschlägigen DIN-Normen EN 10025-2:2004-10. (Laufschienen, Führungsschienen, Kettenkanal, Kippsicherung). Kette/Führung: Die Anordnung der Kette(n) und Führungsschienen müssen einen gleichmäßigen, nicht verkantenden Lauf der Wagen gewährleisten. Bei größeren Wagenlängen (>5500mm) sind mindestens 2 Ketten vorzusehen. Die Anzahl der notwenigen Schienen sind nach Bedarf festzulegen und auf die mutmaßlich aufzunehmenden Lasten auszulegen. Die vorgegebene Anzahl aus der Leistungsbeschreibung ist als Mindestanforderung zu sehen und basiert auf den angenommen Lasten und der Lastverteilung auf der Betondecke. Es ist eine integrierte Kippsicherung auf die gesamte Länge der Fahrregalanlage vorzusehen, um flexibel auf zukünftige Anforderungen und Erweiterungen der Lagertechnik reagieren zu können. Nutzlasten bei Podestböden: Es ist eine Verkehrslast von min. 250 kg/m2 anzunehmen. Punktuelle Belastungen sind so zu berücksichtigen, dass das Podest mit einem Hubwagen und 300 kg Zuladung befahren werden kann.
Lieferung und Montage von Fachbodenregalen Jede Regalanlage ist gemäß DIN EN 15635 dauerhaft und gut sichtbar mit Belastungsschildern zu kennzeichnen. Die Kennzeichnung hat mindestens Angaben zu Hersteller, Baujahr, Feldlasten, Fachlasten sowie maximaler Lagereinheit zu enthalten. Die angegebenen Maße sind als ungefähre Zielmaße für die Lagertechnik zu verstehen und können herstellerbedingt geringfügig abweichen. Es ist ein durchgängiges Regalsystem anzubieten, das eine größtmögliche Ausnutzung der verfügbaren Fläche gewährleistet. Ein Aufmaß vor Ort ist in das Angebot einzukalkulieren und erfolgt im Zusammenhang mit der Werk- und Ausführungsplanung. Sämtliche Maße sind vor Ausführung am Bau zu prüfen.
Lieferung und Montage von Sondermöbeln wie Werkbänke, Hubtische, Großgemälde-Stellagen, Gitter, Freiarmregale usw. Details in der Leistungsbeschreibung.
Zeitplan
- 29. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 28. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung