Kooperation im Bereich der pathologischen Diagnostik zwischen Gesundheit Nord und Universitätsmedizin Göttingen
Was wird ausgeschrieben
Die Gesundheit Nord gGmbH und die Universitätsmedizin Göttingen beabsichtigen eine strategische Kooperation im Bereich der pathologischen Diagnostik. Ziel ist der Ausbau von Subspezialisierungen, die gemeinsame Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal sowie die Zusammenarbeit in Forschung und Lehre. Es handelt sich um eine öffentlich-öffentliche Kooperation ohne klassischen Beschaffungscharakter.
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Die Kooperationspartner, d.h. die Gesundheit Nord gGmbH und die Universitätsmedizin Göttingen beabsichtigen eine enge Kooperation auf dem Gebiet der pathologischen Diagnostik. Darüber soll zur Sicherstellung einer transparenten Vorgehensweise vorsorglich im Rahmen dieser Bekanntmachung im Sinne des § 135 Abs. 3 GWB informiert werden. Aufgrund von formal-technischen Einschränkungen in den auf der Grundlage von eForms auszufüllenden „Formularfeldern“ muss zwingend ein Kooperationspartner (Gesundheit Nord gGmbH) als "Beschaffer" und der andere (Universitätsmedizin Göttingen) als "Bieter" bezeichnet werden; eForms lässt eine andere Vorgehensweise / Bezeichnung nicht zu. Tatsächlich ist die Gesundheit Nord aber nicht „Beschaffer“ und die Universitätsmedizin nicht „Bieter“, sondern beide sind in Hinblick auf das vorliegend in Aussicht genommene Projekt „Kooperationspartner“. Es wird zur Ermöglichung effektiven Primärrechtsschutzes daher in der vorliegenden EU-Bekanntmachung im Weiteren vorsorglich darauf verwiesen, dass die hier in der Bekanntmachung angegebene VK Niedersachsen ebenso für einen Vergabenachprüfungsantrag zuständig wäre wie die VK Bremen, auch wenn sie lediglich als "Organisation, die weitere Informationen für die Nachprüfungsverfahren bereitstellt", in der Bekanntmachung angegeben werden kann. Die eForms lassen die Angabe von zwei Überprüfungsstellen ebenso wenig zu wie die gleichrangige Benennung von Kooperationspartnern. Vor diesem Hintergrund werden diese Umstände zur Sicherstellung der Transparenz und eines besseren Verständnisses vorab klargestellt.
Die Gesundheit Nord gGmbH (Klinikverbund Bremen) und die Universitätsmedizin Göttingen planen eine enge Zusammenarbeit im Bereich der Pathologie. Ziel ist es, gemeinsam die diagnostischen Leistungen zu verbessern, medizinisches Personal auszubilden und die Forschung sowie Digitalisierung voranzutreiben. Da es sich um eine öffentlich-öffentliche Kooperation handelt, bei der beide Seiten Partner auf Augenhöhe sind, dient diese Bekanntmachung primär der rechtlichen Transparenz gemäß GWB. Es wird kein klassischer Auftrag vergeben, sondern eine strategische Partnerschaft etabliert.
Aufteilung in Lose
1 LotEs handelt sich um eine Zusammenarbeit mit kollaborativer Dimension mit gemeinsamer strategischer Zielsetzung, d.h. die Kooperationspartner definieren gemeinsam ihren Bedarf und die Lösungen dafür. Die Kooperation soll die Bereiche Personal, Qualitätsmanagement, Weiterbildung und Digitalisierung umfassen. Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) beabsichtigt, Subspezialisierungen in der Pathologie weiter auszubauen und das dortige Leistungsspektrum mit dem Ziel des Ausbaus der personalisierten molekularpathologischen Diagnostik zu erweitern. Vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung ermöglicht die Kooperation mit der Gesundheit Nord (GeNo) aufgrund von deren Größe mit entsprechendem komplexen Leistungsspektrum die Übermittlung entsprechender Präparate zur Befundung und Sicherstellung einer umfassenden ärztlichen Ausbildung. Beide Auftraggeber stellen wechselseitig Ressourcen für den jeweils anderen Auftraggeber nach dem Kostenerstattungsprinzip zur Verfügung. Auf Seiten der UMG sind dies Befundungs- sowie Unterstützungsleistungen zur Sicherstellung der molekularpathologischen Diagnostik und damit der medizinischen Versorgung von GeNo-Patienten. GeNo leistet neben einer Kostenerstattung Leistungen im Bereich Aus- und Weiterbildung insbesondere für Subspezialisierungen durch Rotationsmöglichkeiten für Ärztinnen und Ärzte; Bereitstellung von spezifischem Know-How in den Bereichen KI und Digitalisierung. Gemeinsam werden beide Partner Forschungsprojekte durchführen, ein gemeinsames QM-System sowie ein gemeinsames Fehlermanagementsystem unter Implementierung einer gemeinsamen Lernplattform etablieren. Gemeinsames Ziel ist zudem der Erhalt der GeNo-Standorte als akademische Lehrkrankenhäuser.
Zeitplan
- 17. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert