Konzept zur Durchführung von Next Generation Sequencing (NGS)

Was wird ausgeschrieben
Das Klinikum Chemnitz gGmbH sucht ein Konzept zur Durchführung von Next Generation Sequencing (NGS) für das Institut für Pathologie. Ziel ist die Abwicklung von jährlich ca. 650 bis 700 Sequenzierungen von Tumormarkern. Die Ausschreibung adressiert die molekulare Diagnostik mittels Hochdurchsatz-Sequenzierung.
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Konzept zur Durchführung von Next Generation Sequencing (NGS)
Das Klinikum Chemnitz möchte seine molekularpathologische Diagnostik modernisieren und sucht hierfür ein Konzept zur Durchführung von Next Generation Sequencing (NGS). Dabei handelt es sich um ein modernes Verfahren zur Hochdurchsatz-Sequenzierung, mit dem genetische Veränderungen in Tumorgewebe schnell und präzise analysiert werden können. Das Klinikum rechnet mit einem steigenden Bedarf von bis zu 700 Untersuchungen pro Jahr. Anbieter sollten Erfahrung in der molekularen Diagnostik und der Implementierung solcher Sequenzierungsprozesse in klinischen Umgebungen mitbringen.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Klinikum Chemnitz gGmbH betreibt im Institut für Pathologie eine Molekular-Pathologie, in der aktuell ca. 400 bis 500 Sequenzierungen pro Jahr von Tumormarkern durchgeführt werden. Es wird eingeschätzt, dass die Anzahl auf 650 bis 700 pro Jahr steigen wird. Die Hochdurchsatz-Sequenzierung (Next-Generation-Sequencing, NGS) ist heute Standard in der molekularen Diagnostik, da sie die gleichzeitige Analyse hunderter Gene bzw. Biomarkern erlaubt. Die Identifikation von genetischen Veränderungen in Gewebe und Blut bildet das Fundament der personalisierten Präzisionsonkologie, um zielgerichtete Therapien exakt an das molekulare Biomarkerprofil eines Tumors anzupassen. Das Institut für Pathologie soll mit einem Sequenziergerät ausgestattet werden, das es ermöglicht mit den sich schnell entwickelnden Anforderungen und Vorgaben des Berufsverbandes Deutscher Pathologinnen und Pathologen e.V. (BDP) und der Deutschen Gesellschaft für Pathologie (DGP) zu entsprechen. Dazu soll im Verhandlungsverfahren eine konzeptionelle Lösung angeboten werden, die folgende Mindestanforderungen beinhaltet: • Ermittlung genetischer Alterationen auf DNA- und RNA-Ebene (aus FFPE, Liquid Biopsy • Sicherstellung von Ringversuchen • Sarkom-Diagnostik auf Basis spezifischer Genfusio-Bestimmung • Sequenzierung von mehr als 500 Biomarkern (HRD, TMB, MSI) • Möglichkeit der WES-Sequenzierung • Kompatibilität für den Einsatz von Fremd-Assays „Offenes System“ • Vollautomatisches System • Möglichkeit zur Darstellung polyrepetiver Sequenz-Bereiche • Datenauswertung und Datenanalyse Aufgrund der Komplexität der Umstellung des NGS wird mit einer erheblichen Einarbeitungsphase gerechnet, die in ihrem zeitlichen Ausmaß noch nicht beziffert werden kann. Wir erwarten von den Bewerbern/Bietern höchste fachliche Expertise, die in 3 Referenzen (Anforderungen siehe Formular KCLW-V13 Eigenerklärung zur Eignung) nachzuweisen ist.
Zeitplan
- 14. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 14. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung