Bauleistungs- und Haftpflichtversicherung für den Neubau Klinikum Lübbecker Land
Was wird ausgeschrieben
Die Mühlenkreiskliniken AöR schreiben Versicherungsleistungen für den Neubau des Klinikums Lübbecker Land in Espelkamp aus. Der Auftrag umfasst eine kombinierte Bauleistungs- und Haftpflichtversicherung sowie eine Haftpflicht-Exzedenten-Versicherung. Die Vergabe erfolgt in zwei Losen.
Vollständige Beschreibung anzeigen
"Mühlenkreiskliniken", so heißt der Zusammenschluss des Johannes Wesling Klinikums Minden, des Krankenhauses Rahden, des Krankenhauses Lübbecke und des Krankenhauses Bad Oeynhausen. Als 100-prozentige Tochtergesellschaften gehören die Auguste-Viktoria-Klinik Bad Oeynhausen GmbH zum Verbund. Innerhalb ihrer Strukturen betreiben die Mühlenkreiskliniken das Medizinische Zentrum für Seelische Gesundheit, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) und die Akademie für Gesundheitsberufe. Rechtsform der Mühlenkreiskliniken ist die Anstalt öffentlichen Rechts (AöR), Träger ist der Kreis Minden-Lübbecke. Über 5.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter versorgen jährlich etwa 250.000 Patient*innen, ambulant und stationär. Der Auftrag der Mühlenkreiskliniken ist es, die stationäre medizinische Versorgung der Menschen im Kreis Minden-Lübbecke und darüber hinaus sicherzustellen und auszubauen. Das Leistungsspektrum reicht von der Notfallmedizin über die Geburtshilfe und die teleradiologische Diagnostik bis hin zur spitzenmedizinischen Betreuung von Schwerstkranken. Darüber hinaus sind die Mühlenkreiskliniken mit ihren Standorten in Minden als Universitätsklinikum, in Bad Oeynhausen, Lübbecke und Rahden als Akademische Lehrkrankenhäuser seit Oktober 2016 Partner der Ruhr-Universität Bochum im Bereich der Medizinerausbildung. Die bestehenden Standorte Lübbecke und Rahden werden in einem gemeinsamen Neubau "Klinikum Lübbecker Land" in der Gemeinde Espelkamp zusammengelegt. Ziel der Planung ist es, unter den drei Aspekten "Ökonomie, Ökologie und Soziales" einen nachhaltigen Krankenhausbau und -betrieb zu realisieren. Ziel ist es, das Gebäude spätestens ab 2045 energieneutral zu betreiben. Entsprechend hoch sollten die Anforderungen an den Dämmstandard und die Dichtigkeit der Gebäudehülle sein, um die benötigte Energie zur Konditionierung möglichst zu reduzieren. Damit ein späterer Ausbau mit weiteren erneuerbaren Energien möglich ist, werden die Technikzentralen anpassungsfähig ausgeführt . Bei dem Baugrundstück handelt es sich um eine bisher unbebaute, landwirtschaftlich genutzte Ackerfläche. Daher müssen keine Baukonstruktionen und technischen An-lagen gesichert werden. Der Neubau Klinikum Lübbecker Land wird massiv als Stahlbeton-Skelettbau geplant. Er besteht aus vier Bauteilen - Somatik, Psychiatrie, Lehre und Eingangshalle -, die im UG, EG und 1.OG ebenengleich miteinander verbunden sind. Die OKFF Erdgeschoss befindet sich auf NHN 50,50m. Das Gelände wird um zirka 1,9m mit einem Gefälle angehoben. Das Untergeschoss und der Wirtschaftshof liegen als solches komplett im Erdreich. Die Bauteile werden durch eine einheitliche Fassadengestaltung aus stehenden und liegenden Elemen-ten zusammengehalten. Wartungsbalkone aus Betonfertigteilen gliedern das Gebäude horizontal. Die eingeschossige Eingangshalle ist eine Stahl-Holz-Konstruktion mit einer Pfosten-Riegel-Fassade. Das Parkhaus ist nicht Gegenstand der vorliegenden Planung. und wird bauherrenseitig als eigenständiges Projekt bearbeitet.
Die Mühlenkreiskliniken suchen für ihr Großprojekt 'Klinikum Lübbecker Land' in Espelkamp einen Versicherungspartner. Es geht um den Schutz des Neubaus während der Bauphase durch eine kombinierte Bauleistungs- und Haftpflichtversicherung sowie eine zusätzliche Haftpflicht-Exzedenten-Versicherung, die bei besonders hohen Schadenssummen greift. Der Auftrag ist in zwei Lose unterteilt, wobei das erste die Basisabsicherung und das zweite die Exzedenten-Versicherung umfasst. Da es sich um ein komplexes Krankenhausbauprojekt handelt, sind die Anforderungen an die Risikodeckung entsprechend hoch. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: Mühlenkreiskliniken AöR)
Zentrale Anforderungen
4 Punkte- Erfüllung der Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB
- Nachweis der ordnungsgemäßen Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen
- Kein laufendes Insolvenzverfahren oder Liquidation
- Einhaltung der Vorgaben des Mindestlohngesetzes (MiLoG)
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Es gelten die Ausschlussgründe gemäß §§ 123, 124 GWB. Ein Teilnahmeantrag/Angebot wird auch dann ausgeschlossen, wenn: - das Unternehmen seine Pflichten zur Zahlung von Steuern und Abgaben sowie der Beiträge zur Sozialversicherung, soweit sie der Pflicht zur Beitragszahlung unterfallen, nicht erfüllt hat; - wenn ein Insolvenzverfahren oder ein vergleichbares gesetzlich geregeltes Verfahren beantragt oder eröffnet wurde, ein Antrag auf Eröffnung mangels Masse abgelehnt wurde oder sich das Unternehmen in Liquidation befindet; - das Unternehmen gegen die Vorgaben des MiLoG verstößt. Die Auftraggeberin behält sich das Recht vor, Unterlagen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten nachzufordern.
Aufteilung in Lose
2 LoteSiehe Ziffern 4, 5 und 6 Verfahrensbeschreibung.
Siehe Ziffern 4, 5 und 6 Verfahrensbeschreibung.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price100%
s. Verfahrensbeschreibung (Teil der Vergabeunterlagen)
- price100%
s. Verfahrensbeschreibung (Teil der Vergabeunterlagen)
Zeitplan
- 19. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 17. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung