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Projektsteuerungsleistungen für den Neubau eines Bildungszentrums für Gesundheitsberufe

KEG Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis mbHMerseburg, GermanyVeröffentlicht 8. Juni 2026
Auftragswert
~€450k
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
6. Juli 2026
29 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die KEG Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis mbH schreibt Projektsteuerungsleistungen für den Neubau eines kooperativen Bildungszentrums für Gesundheitsberufe aus. Die Leistungen orientieren sich an den Standards der AHO Heft 9. Der Auftrag ist als Dienstleistung im Rahmen des Strukturwandels im Mitteldeutschen Revier konzipiert.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Gegenstand der Ausschreibung sind Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an §§ 2 und 3 AHO Heft 9 (März 2020 oder entspr. ältere Fassung).

VergabeHero-Einschätzung

Die Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis plant den Neubau eines Bildungszentrums für Gesundheitsberufe, um dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel in der Region entgegenzuwirken. Für dieses Bauvorhaben werden externe Projektsteuerer gesucht, die das Projekt nach den Richtlinien des AHO-Heftes 9 begleiten. Die Aufgaben umfassen dabei insbesondere das Kosten-, Termin- und Qualitätsmanagement sowie die komplexe Abwicklung des Fördermittelmanagements. Da es sich um ein öffentliches Vergabeverfahren handelt, ist eine präzise und vollständige Einreichung der Unterlagen zwingend erforderlich, da Nachforderungen explizit ausgeschlossen sind.

Planungs- und IngenieurdienstleistungenÖffentliche VerwaltungGesundheitswesenProjektsteuerungBauwesenOeffentliche VerwaltungGesundheitswesenFoerdermittelmanagement
Eignung

Zentrale Anforderungen

4 Punkte
  • Einhaltung der Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB
  • Einhaltung der Ausschlussgründe gemäß § 124 GWB
  • Einhaltung der Ausschlussgründe gemäß § 125 GWB
  • Vollständige Einreichung der Unterlagen ohne Nachforderungsmöglichkeit

KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.

Eignungskriterien (Volltext)

Verweis auf § 124 GWB Verweis auf § 123 GWB Verweis auf §§ 123, 125 GWB Die Möglichkeit der Nachforderung fehlender und die Annahme nachgereichter Erklärungen und Nachweise oder sonstiger geforderter Unterlagen im Sinne § 56 (2) VgV wird durch die Vergabestelle für dieses Verfahren ausdrücklich ausgeschlossen, soweit mind. 3 Teilnahmeanträge vorliegen, die sämtliche veröffentlichte Teilnahmebedingungen erfüllen. Die Möglichkeit der Nachforderung bezieht sich ausschliesslich auf die Teilnahmeantragsphase.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0000KEG-Neubau Kooperatives Bildungszentrum für Gesundheitsberufe (KBZ)-Projektsteuerungsleistungen

Der Landkreis Saalekreis steht wie das gesamte Mitteldeutsche Revier vor einem tiefgreifenden Strukturwandel, der durch das Ende der Braunkohleverstromung bis zum Jahr 2038 geprägt sein wird. Der Saalekreis ist dabei nicht nur vom wirtschaftlichen Wandel betroffen, sondern steht zugleich vor deutlichen demografischen Herausforderungen. Dies verstärkt den Handlungsdruck, wohnortnahe Versorgungsstrukturen zu sichern und qualifiziertes Personal für Gesundheits- und Pflegeberufe auszubilden. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Carl-von-Basedow-Klinikum Saalekreis gGmbH (CvBK) als eine der zentralen Einrichtungen der Region das Ziel, die Ausbildungskapazitäten im Pflegebereich mit dem geplanten Vorhaben "Neubau Kooperatives Bildungszentrum für Gesundheitsberufe" (KBZ) deutlich zu erweitern und moderne Ausbildungsbedingungen zu schaffen. Träger des Projekts ist die Kreisentwicklungsgesellschaft Saalekreis mbH (KEG), eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Landkreises Saalekreis. Die Projektbegleitung erfolgt in enger Abstimmung zwischen der KEG, dem Landkreis Saalekreis als Eigentümer und dem CvBK als zukünftigem Nutzer. Das Vorhaben fügt sich nahtlos in die Zielstellungen des lnvestitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG) und der landesspezifischen Umsetzungsrichtlinie ,,Sachsen-Anhalt Revier 2038" ein. Mit dem neuen KBZ entsteht ein zentraler Lern- und Entwicklungsort, der Theorie, Praxis und Digitalisierung miteinander verbindet. Derzeit werden am bestehenden KBZ rund 136 Schülerinnen und Schüler betreut. Die aktuell genutzten Räumlichkeiten des KBZ befinden sich in einem über 110 Jahre alten Bestandsgebäude und entsprechen weder den heutigen gesetzlichen Standards noch den didaktischen und technischen Anforderungen an eine moderne Pflegeausbildung. Das Gebäude weist erhebliche bauliche, hygienische und technische Mängel auf. Vor diesem Hintergrund ist die Errichtung eines Neubaus zwingend erforderlich. Künftig soll die Pflegefachschule so ausgelegt werden, dass mindestens 240 Auszubildende parallel unterrichtet werden können. Der geplante Neubau des KBZ soll auf dem Gelände der Hochschule Merseburg realisiert werden. Das Areal wird von der Hochschule nicht für eigene Zwecke benötigt und steht für eine externe Nutzung zur Verfügung. Das Areal selbst ist begrünt, unbebaut und umfasst eine Fläche von rund 6.500 Quadratmetern. Das KBZ wird in Modulbauweise errichtet, um eine schnelle und funktionale Umsetzung zu ermöglichen. Geplant ist ein zweigeschossiger Modulbau mit einer voraussichtlichen Bruttogrundfläche von ca. 2.300 m2, abhängig von der gewählten Modulbauvariante. Das Gebäude wird Platz für bis zu 240 Auszubildende bieten und alle notwendigen Unterrichts-, Praxis- und Verwaltungsräume aufnehmen. Die Gesamtnutzfläche des Gebäudes beträgt damit knapp 1.900 m2. Gegenstand dieser Ausschreibung sind Projektsteuerungs- und Projektleitungsleistungen in Anlehnung an AHO Heft 9 der Projektstufen 1 bis 5 in den Handlungsbereichen A bis E und darüberhinausgehende besondere Leistungen mit zeitlichen Überschneidungen in der Realisierung. Das Vorhaben soll mit Fördermitteln des Bundes sowie des Landes Sachsen-Anhalt aus dem Programm "Sachsen-Anhalt Revier 2038" realisiert werden. Für die Umsetzung stehen insgesamt rd. 11,8 Mio. € netto (KG 100-700 DIN 276) zur Verfügung. Dieser Budgetrahmen gilt als Kostenobergrenze. Die Beauftragung der Projektmanagementleistungen erfolgt stufenweise und in Summe an einen Vertragspartner. Das für die Projektumsetzung erforderliche Fördermittelmanagement (Beschaffung, Bewirtschaftung, Änderung und Abrechnung sowie Endverwendungsnachweiserstellung) ist durch den Auftragnehmer in enger Abstimmung mit dem AG vollumfänglich zu übernehmen. Für das Gesamtvorhaben sollen die Unterlagen der ZBau für die zu steuernden Leistungsbilder nach HOAI bis Juni 2027 eingereicht werden. Die Vergabestelle/der Auftraggeber erwartet, dass im Fall einer Beauftragung das angebotene Projektteam zur Sicherstellung der Terminplanung sofort und vollumfänglich zur Verfügung steht. Im Bedarfsfall ist zur Sicherstellung der Termineinhaltung eine Aufstockung der Teamstärke zu sichern/ zu ermöglichen.

CPV 71541000
Bewertung

Zuschlagskriterien

5 Kriterien
  • quality

    Darstellung der internen Organisation/ des Planungsablaufs / Zusammenarbeit mit Planungsbeteiligten und dem AG (Personal-/ Kapazitätsplanung für die einzelnen Projektstufen/ Terminplanung/ Organisation des Projektteams (intern/extern) )

    20%
  • quality

    Darstellung des Qualitäts-, Vergabe-, Termin- und Kostenmanagements

    30%
  • quality

    Darstellung der projektbezogenen Umsetzung des Fördermittelmanagements (Beantragung, Änderungsanträge, Bewirtschaftung / Abrechnung einschließlich Erstellung Endverwendungsnachweis) inklusive Darstellung der Kenntnisse über Fördermittelstrukturen im Mitteldeutschen Revier

    35%
  • quality

    Bewertung der Präsentation des Leistungsangebotes

    5%
  • price

    Kostenangebot

    10%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 8. Juni 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 6. Juli 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung
Anhänge

Dokumente & Links

1 Link