Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: 4ACES Tech GmbH
Auftragswert
unbekannt
Zuschlag am
26. Mai 2026
IT-Consulting und Projektsteuerung für das Fachinformationssystem Integriertes Rheinprogramm

Was wird ausgeschrieben
Das Regierungspräsidium Freiburg sucht einen Dienstleister für die Projektsteuerung und fachliche Beratung bei der Entwicklung des Fachinformationssystems Integriertes Rheinprogramm (FIS IRP). Der Auftrag umfasst die Konzeption, Kostenschätzung, Erstellung von Ausschreibungsunterlagen sowie die Begleitung der IT-Umsetzung in mehreren Stufen. Es handelt sich um einen Vertrag mit einer festen Pflichtleistung für die erste Stufe und Optionen für weitere Entwicklungsphasen.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Integrierte Rheinprogramm (IRP) ist ein Vorhaben des Landes Baden-Württemberg (BW), das auf ehemaligen Überflutungsflächen zwischen Basel und Mannheim insgesamt 13 Hochwasserrückhalteräume (RHR) in unterschiedlichen Planungs- und Umsetzungsstadien umfasst. Das Fachinformationssystem IRP (FIS IRP) soll als zentraler Speicher des IRP für die Beweissicherung relevanter Daten entwickelt werden. Beauftragt wird die Projektsteuerung und Beratung des Auftraggebers (AG) für dieses IT-Projekt. Die dabei zu erbringenden Leistungen beinhalten die Einteilung des IT-Vorhabens in realistische, wirtschaftliche Umsetzungsstufen, Kostenschätzungen, die Erstellung von Ausschreibungsunterlagen, insbesondere des Lastenheftes und des Abnahmekatalogs, für die Programmierung bzw. Entwicklung des FIS IRP, die fachlich-inhaltliche Begleitung des AG in Ausschreibungsprozessen und die Projektsteuerung bei der Umsetzung bzw. Programmierung. Es wird ein Optionsvertrag vergeben: als Pflichtleistung ist vom Auftragnehmer (AN) die erste Umsetzungsstufe bei der Entwicklung des FIS IRP zu begleiten, die Begleitung von weiteren Umsetzungsstufen wird angestrebt (Optionen).
Das Land Baden-Württemberg plant den Aufbau eines zentralen Fachinformationssystems, um Daten für das Integrierte Rheinprogramm (IRP) – ein umfangreiches Hochwasserschutzprojekt zwischen Basel und Mannheim – effizient zu verwalten. Ein externer Dienstleister soll das IT-Projekt steuern, die Anforderungen in einem Lastenheft definieren und die anschließende Softwareentwicklung fachlich begleiten. Die Beauftragung ist in eine feste erste Umsetzungsstufe und optionale weitere Phasen unterteilt, wobei der Fokus auf einer wirtschaftlichen und strukturierten Umsetzung liegt. Der Dienstleister fungiert dabei als Berater und Schnittstelle zwischen dem Auftraggeber und den späteren Softwareentwicklern.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Tabelle 1 innerhalb der Leistungsbeschreibung (Anlage 1 der Vergabeunterlagen) gibt eine Übersicht über die zu erbringenden Leistungen des Auftragnehmers mit dem vom AG vorgesehenen Zeitrahmen. Eingeschlossene Leistungen beinhalten hauptsächlich aber nicht ausschließlich die Vorbereitung der Ausschreibung der Programmierung des FIS IRP für die 1. Umsetzungsstufe mit der Erstellung des Lastenheftes (bei welchem auch Anforderungen von späteren Umsetzungsstufen bzw. des Gesamtprojektes zu berücksichtigen sind), die fachlich-inhaltliche Begleitung des AG im Ausschreibungsprozess sowie die Projektsteuerung bei der Umsetzung bzw. Programmierung. Im weiteren Projektverlauf wird die Beauftragung von vergleichbaren Leistungen für die Begleitung von weiteren Umsetzungsstufen angestrebt (Optionsvertrag). Nähere Bestimmungen zur Leistungserbringung sind der Leistungsbeschreibung (Anlage 1 der Vergabeunterlagen) zu entnehmen. Das FIS IRP ist als modulares Fachinformationssystem geplant mit den Modulen "Betriebsdaten", "Ökologie", "Grundwasser- und Oberflächengewässer-Modelle", "Grundwasser- und Oberflächengewässerdaten" sowie "Bauwerke". Das FIS IRP soll die Daten langfristig sichern, zur Darstellung bereitstellen (inklusive Anzeige in einem Geodatenviewer) und eine übergreifende Auswertung der Daten über das gesamte IRP ermöglichen. Der AG hat das FIS IRP mit seinen Modulen in Fachkonzepten beschrieben, in denen die genauen Inhalte, Funktionalitäten sowie allgemeine fachliche Anforderungen an das FIS formuliert sind, ohne bestimmte Software bzw. eine Entwicklungsumgebung vorzugeben. In den Vergabeunterlagen ist eine Kurzbeschreibung des Fachkonzeptes enthalten (Anlage 2). Für einzelne Module wurden bereits lokale Datenbankanwendungen bzw. Datenablagen in Form von mittelfristigen Umsetzungslösungen erstellt. Die Anwendungen müssen, auch für die Einbindung in das Fachinformationssystem, weiterentwickelt werden. Bei der zukünftig geplanten, stufenweisen Entwicklung des FIS IRP liegt der Schwerpunkt zunächst auf der Integration von dynamischen Sachdaten, d.h. der Betriebs- und Monitoringdaten sowie der Entwicklung des Geodatenviewers.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- price30%
Der Angebotspreis wird aus den vom Bieter im Preisblatt (Anlage 5) eingetragenen Werten ermittelt. Weitere Informationen siehe Unterlage "Aufforderung zur Angebotsabgabe" Ziffer 12.1, Zuschlagskriterium 1 Preis.
- quality70%
Weitere Informationen siehe Unterlage "Aufforderung zur Angebotsabgabe" Ziffer 12.2, Zuschlagskriterien 2 bis 4.
Zeitplan
- 16. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 26. Mai 2026Zuschlag erteiltZuschlag an 4ACES Tech GmbH