Sicherheits- und Gesundheitskoordination für den Neubau eines Klärwerks in Stahnsdorf
Was wird ausgeschrieben
Die Berliner Wasserbetriebe suchen einen Dienstleister für die Sicherheits- und Gesundheitskoordination (SiGeKo) im Rahmen des Neubaus eines Klärwerks in Stahnsdorf. Der Auftrag umfasst die Koordination von Sicherheits- und Gesundheitsschutzleistungen sowohl in der Planungs- als auch in der Ausführungsphase gemäß Baustellenverordnung. Die Bau- und Planungszeit erstreckt sich voraussichtlich über mehrere Jahre, wobei die Ausschreibung aktuell in der Planungsphase erfolgt.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Klärwerk Stahnsdorf der Berliner Wasserbetriebe (BWB) wurde in seinen Grundelementen im Jahr 1931 in Betrieb genommen und in den vergangenen Jahrzehnten umfangreich saniert und erweitert. Ein Gutachten zum baulichen Zustand zeigt eine erhebliche Schädigung durch Alkali-Kieselsäure-Reaktion und die Erfordernis, diese nicht sanierungsfähigen Betonbauteile durch einen Neubau zu ersetzen. Unter Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung für Berlin und das Brandenburger Umland sowie unter Betrachtung der Möglichkeiten zur Erweiterung der Klärwerkskapazitäten ist der Neubau am Standort Stahnsdorf mit doppelter Trockenwetterreinigungsleistung geplant. Im März 2024 wurde die Generalplanung für den Klärwerks-Neubau beauftragt. Die Planungen befinden sich aktuell in der Leistungsphase 2. Gegenstand dieser Ausschreibung sind die dafür notwendigen Leistungen der Sicherheits- und Gesundheitskoordination.
Die Berliner Wasserbetriebe planen den Ersatz eines über 90 Jahre alten Klärwerks in Stahnsdorf durch einen modernen Neubau mit doppelter Reinigungsleistung. Für dieses Großprojekt wird ein Experte oder eine Expertin gesucht, der oder die während der gesamten Planung und späteren Bauphase für den Sicherheits- und Gesundheitsschutz auf der Baustelle verantwortlich ist. Diese sogenannte Sicherheits- und Gesundheitskoordination (SiGeKo) stellt sicher, dass alle beteiligten Handwerker und Firmen nach den gesetzlichen Vorgaben zusammenarbeiten und Unfälle vermieden werden. Die Zusammenarbeit erstreckt sich über mehrere Jahre und umfasst die Erstellung von Sicherheitsplänen, die Koordination der Gewerke sowie die Überwachung der Baustellensicherheit.
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis des Nichtvorliegens gesetzlicher Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB
- Vorlage einer Eigenerklärung zur Eignung
- Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen nach der Baustellenverordnung (BaustellV)
- Bereitschaft zur digitalen Nachreichung fehlender Unterlagen über das Bietercockpit
- Erfahrung in der Erstellung von SiGe-Plänen und -Protokollen
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Es gelten die gesetzlichen Ausschlussgründe nach §§ 123 bis 126 GWB. Unternehmen müssen das Nichtvorliegen der Ausschlussgründe in der Regel durch Eigenerklärungen nachweisen. Fehlende Unterlagen, deren Vorlage mit dem Angebot gefordert waren, werden entsprechend der gesetzlichen Regelungen nachgefordert. Die Nachreichung hat ausschließlich über das Bietercockpit /Nachrichten zu erfolgen.
Aufteilung in Lose
1 LotLeistungen nach Baustellenverordnung (BaustellV) - Sicherheits- und Gesundheitsschutz auf Baustellen (SiGeKo-Leistungen) für die Ausführung als auch die Planung der Ausführung
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- quality10%
Arbeitsprobe SiGe-Plan
- quality10%
Arbeitsprobe SiGe-Protokoll
- quality10%
Arbeitsprobe Unterlage für spätere Arbeiten
- quality20%
1. SiGe- Koordinator:in (hauptverantw.) gem. §4.1 SiGeKo-Vertrag
- quality20%
2. SiGe- Koordinator:in gem. §4.1 SiGeKo-Vertrag
- cost30%
Gesamthonorar
Zeitplan
- 17. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 27. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung