Implementierung und Betrieb einer biometrischen Zutrittskontrolle am Flughafen Frankfurt

Was wird ausgeschrieben
Die Fraport AG schreibt die Implementierung und den Betrieb einer biometrischen Gesichtserkennung für den Sicherheitsbereich des Frankfurter Flughafens aus. Das System soll die Identität von Flughafenausweisinhabern bei der Zutrittskontrolle gemäß § 8 LuftSiG verifizieren. Der Vertrag ist auf eine Laufzeit von ca. 5 Jahren (1800 Tage) ausgelegt.
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Implementierung und Betrieb einer biometrischen Lösung für die Zutrittskontrolle nach § 8 am Verkehrsflughafen Frankfurt/Main
Die Fraport AG sucht einen Dienstleister für die Einführung und den laufenden Betrieb einer biometrischen Gesichtserkennung an den Zugängen zum Sicherheitsbereich des Frankfurter Flughafens. Ziel ist es, die Identitätsprüfung von Personen mit Flughafenausweis zu automatisieren und die Sicherheit gemäß den gesetzlichen Vorgaben nach § 8 LuftSiG zu erhöhen. Das System muss nahtlos in die bestehende Zutrittskontrollinfrastruktur integriert werden. Der Auftrag umfasst sowohl die technische Implementierung als auch den langfristigen Betrieb über einen Zeitraum von etwa fünf Jahren. Da es sich um kritische Infrastruktur handelt, sind hohe Anforderungen an die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Lösung zu erwarten.
Zentrale Anforderungen
2 Punkte- Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit
- Nachweis der Eignung gemäß SektVO
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
Im Rahmen der Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit, welche Bestandteil des Dokumentes Eignungsnachweise zum Teilnahmeantrag sind. Die Auftraggeberin behält sich Nachforderungen gemäß § 51 Abs. 2 SektVO vor. Nachreichungen sind ausschließlich auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle möglich.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Fraport AG als Betreiberin des Flughafen Frankfurt a. M. möchte für die Zugänge zum Sicherheitsbereich nach § 8 eine biometrische Gesichtserkennung implementieren, die im Zusammenspiel mit der Prüfung der Berechtigung durch die bestehende Zutrittskontrolle die Befugnis des Zutritts der Flughafenausweisinhaber erfüllt. Das biometrische System übernimmt hierbei die Feststellung der Übereinstimmung der zutrittsbegehrenden Person mit dem Inhaber des Flughafenausweises auf Basis eines vorher erfassten und auf dem Ausweis gespeicherten biometrischen Merkmals (Gesicht). Das System muss dabei 24/7/365 im Betrieb sein. Die Ausstattung und Abnahme der Zutrittspunkte findet stufenweise ab Q4 2026 statt. Es findet während des Vergabeverfahrens eine bewertungsrelevante Demo-Session statt. Nach Abschluss des Verfahrens hat der Anbieter innerhalb von acht Wochen bestimmte Funktionalitäten im Umgang mit dem Fraport-Ausweis nachzuweisen. Das Gewerk Biometrie muss die in der Leistungsbeschreibung sowie dazugehörigen Anlagen dargestellten Kriterien erfüllen und umfasst sowohl Soft- als auch Hardware. Innerhalb des Gewerks hat der Lieferant folgende Komponenten zu implementieren: - Software für das initiale Enrollment der Ausweisinhaber, Verwaltung der Enrollments sowie Speicherung der biometrischen Templates, auf dem Ausweis (Gesicht) - Software für die Nutzerführung im Rahmen der biometrischen Prüfung beim Zutritt - Hardwareseitig sind die Enrollmentstationen (7) sowie biometrischen Einheiten für die Zutrittspunkte (61) zu liefern - Hardware für die übergreifende Nutzerführung (initiales Auflegen des Flughafenausweises) im Gesamtprozess am Zutrittspunkt inkl. Ausweisleser (Fa. Legic) - Das biometrische System muss gewährleisten, dass die biometrischen Templates in hohem Maße den datenschutzrechtlichen sowie IT-Sicherheitsrelevanten Anforderungen unterliegen, indem bspw. lediglich abstrahierte Formen des biometrischen Merkmals gespeichert werden und die Kommunikation bis zur Abstraktion in hohem Maße verschlüsselt ist - Darüber hinaus muss die Lösung hohen sicherheitsrechtlichen Kriterien genügen, sodass eine möglichst geringe FAR erreicht wird während die Prozesszeit, sowie die FRR von der Güte der FAR möglichst nutzerfreundlich bleibt - Darüber hinaus muss das System alle Aktionen loggen, um Revisionssicherheit und Manipulationsschutz zu gewährleisten und nachzuvollziehen, wieso das System bspw. Zutritte abgelehnt hat Ziel des Projekts ist es, das biometrische System mit den erforderlichen Schnittstellen zu implementieren und Schritt für Schritt an den erforderlichen Zutrittspunkten (Stufe 1, 21 Zutrittspunkten, Stufe 2, 33 Zutrittspunkten) zu implementieren. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, vor Aufforderung zur Angebotsabgabe eine Vertraulichkeitsvereinbarung der Fraport zu unterzeichnen.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- quality40%
Qualitätskriterium
- price60%
Preis
Zeitplan
- 19. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 25. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung