Objektplanung Gebäude für das Institut für Bio- und Weinchemie

Was wird ausgeschrieben
Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen schreibt die Objektplanung für den Umbau und die Sanierung des Gebäudekomplexes 5903 aus. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 2 bis 9 gemäß HOAI inklusive besonderer Leistungen. Das Projekt betrifft ein historisches Gebäudeensemble, das als Institut für Bio- und Weinchemie genutzt wird.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Für dieses Projekt wird ein Büro gesucht, das die Leistungen der Objektplanung Gebäude in den LPH 2 bis 9 inkl. der Besonderen Leistungen übernimmt.
Der Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen sucht ein Planungsbüro für die Sanierung und den Umbau des Instituts für Bio- und Weinchemie. Das Projekt umfasst die gesamte Objektplanung von der Vorplanung bis zur Objektbetreuung (Leistungsphasen 2 bis 9). Dabei geht es um zwei historische Gebäudeteile, darunter eine ehemalige Kelterhalle aus dem Jahr 1875. Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens, wobei neben dem Preis auch die Qualität des Personaleinsatzes und das Projektmanagement stark gewichtet werden.
Zentrale Anforderungen
4 Punkte- Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß GWB
- Nachweis der Einhaltung des Mindestlohngesetzes
- Nachweis der Einhaltung des Arbeitnehmerentsendegesetzes
- Nachweis der Einhaltung des Lieferkettensorgfaltspflichtgesetzes
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
Ausschlussgründe (namentlich §§ 123, 124 Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, 19 Mindestlohngesetz, 21 Arbeitnehmerentsendegesetz, 98c Aufenthaltsgesetz, 21 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz, 22 Lieferkettensorgfaltspflichtgesetz) werden dem nationalen Recht entsprechend geprüft. Verlangt wird eine Eigenerklärung (734 EU), dass keine Ausschlussgründe (siehe oben) vorliegen. gemäß nationalem Recht
Aufteilung in Lose
1 LotDer Gebäudekomplex 5903 besteht aus zwei baulich zusammenhängen den Gebäuden. Der westliche Gebäudeteil (5903‐A, Baujahr ca. 1917) wurde bis vor kurzem als Bürogebäude für das Institut Betriebswirtschaft und Marktforschung (Bm) genutzt. Der ältere östliche Gebäudeteil (5903‐B) wurde 1875 als Kelterhalle mit Weinkeller konzipiert. Mit dem Umbau zum "Institut für Bio‐ und Weinchemie" wurde die Kelterhalle zum Hörsaal und der Weinkeller zum sogenannten Anstaltskeller (heute Weinprobierkeller) umgenutzt. Das Gebäude 5903 ist Teil eines historischen Gebäudeensembles und durch die Denkmalbehörde als erhaltenswertes Zeugnis der Hochschulentwicklung beurteilt worden. Gemäß Masterplanung soll das Gebäude erhalten und saniert werden. Aufgrund baulicher Mängel ist das Gebäude aktuell weitgehend außer Betrieb genommen. Besonders der Gebäudeteil 5903‐B ist allgemein in einem schlechten baulichen Zustand. Sanierungsbedarf besteht hier insbesondere an Dachkonstruktion und -deckung, Dachentwässerung, Bauteiloberflächen und Feuchteschäden. Im Gebäudeteil 5903‐A sind außen insbesondere die Fassade, Dacheindeckung, Entwässerung, Blitzschutz und der Fenster betroffen. Dringender Handlungsbedarf besteht beim vorbeugenden Brandschutz (fehlende Brandschutztüren zum Treppenhaus, fehlender 2. RW aus dem Obergeschoss, Fluchtwegkennzeichnung, Notleuchten, etc.). Vorgesehen sind auch die Modernisierung aller Oberflächen und die Anpassung der Infrastruktur. Für den Gebäudekomplex wird eine tragfähige und langfristige Nutzung für die Hochschule gewünscht, die der besonderen, zentralen Lage, den möglichen Anbindungen an die äußere Erschließung und den baulich‐architektonischen Besonderheiten gerecht wird. Für den Gebäudeteil 5903‐A wird wegen der vorhandenen Bau‐ und Grundrissstruktur auch künftig eine Nutzung als Büro‐/Verwaltungsgebäude vorgesehen. Für 5903‐B hingegen wird in Verbindung mit dem Probierkeller, eine Nutzung für Aufenthalts‐ und studentische Gemeinschaftsräume und in kleinerem Umfang Büroflächen, der Bedeutung und Struktur des Gebäudes am ehesten gerecht. Für die Sanierung sind Baukosten iHv. 1,86 Mio. EUR netto veranschlagt (KG 300: 1,47 Mio. EUR, KG 400: 0,39 Mio. EUR). Aufgrund der bisherigen Voruntersuchungen gibt es seitens der HGU bereits konkrete Vorstellungen für die Nutzung des Gebäudekomplexes. Um die Baumaßnahme zügig angehen zu können muss bis März 2027 eine ES-Bau aufgestellt werden um die erforderlichen Mittel zu beantragen.
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- quality20%
Darstellung des Personaleinsatzkonzepts sowie der fachlichen Leistungsfähigkeit des Projektleiters, und des Projektteams im Hinblick auf die vorgesehene Maßnahme anhand persönlicher Referenzen. Darstellung des Projektleiters und des Projektteams innerhalb der Präsentation.
- quality20%
2.1 Kosten-, Termin- und Qualitätsmanagement (Leistungsintegration und Koordination aller Planungsbeteiligten, Entscheidungs-, Änderungs- und Schnittstellenmanagement). Kommunikation zwischen den Beteiligten (Bauherr, Fachplaner, Nutzer, Behörden, Firmen). (10 %);_____ 2.2 Erläuterung der Verfügbarkeit und der Präsenz der Projektbeteiligten vor Ort (während Planung, Bauausführung und Projektabschluss). (10 %)
- quality30%
Darstellung erster Überlegungen zu besonderen Anforderungen und zur Herangehensweise in Bezug auf Lösungsmöglichkeiten auf Basis der zur Verfügung gestellten Unterlagen. Aufgegliedert in folgende Bereiche: 3.1 Umsetzung nutzungsspezifischer Anforderungen. (10 %);_____ 3.2 Gebäudebestand und Denkmalschutz (10 %);_____ 3.3 Projektablauf/Terminplan - insbesondere Projekteinstieg und Erreichbarkeit Meilenstein ES-Bau (Mitte Februar). (10 %)
- cost25%
Grundleistungen und Besondere Leistungen einschl. Nebenkosten
- cost5%
Stundensätze
Zeitplan
- 20. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 17. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung