Objektplanung für Gebäude und Innenräume eines integrierten Gesundheitszentrums
Was wird ausgeschrieben
Der Landkreis Böblingen beauftragt die architektonische Objektplanung für die bauliche Umgestaltung des integrierten Gesundheitszentrums in Herrenberg. Der Auftrag umfasst die Planung der Umbaumaßnahmen für drei Krankenhausgebäude, um die medizinische Konzeption 2030 umzusetzen. Die Bauarbeiten erfolgen im laufenden Klinikbetrieb, wobei die Planungsleistungen nach HOAI in verschiedenen Phasen erbracht werden müssen. Das geschätzte Bauvolumen liegt bei rund 11,9 Millionen Euro.
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Der KVSW plant im Zuge der Medizinkonzeption 2030 die bauliche Umsetzung für die funktionale Neuordnung im Bettenhaus A, B und und Behandlungsbau C. Durch die neue Struktur soll eine hochwertige Patientenversorgung und optimale Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen werden. Ziel ist es, durch die architektonische Umgestaltung eine möglichst effiziente Betriebsorganisation für die Zukunft sicherzustellen. Die Art der geplanten Baumaßnahmen sind geprägt durch sehr unterschiedlichen Leistungstiefen der Planungsphasen und lassen sich klar abgrenzen. Im Einzelnen sind folgende relevanten Bauabschnitte zu nennen: 1. Bettenhaus A über alle Geschosse 2. Bettenhaus B über alle Geschosse 3. Behandlungsbau C Die zur baulichen Umsetzung der med. Konzeption 2030 nötigen Maßnahmen wurden im Rahmen einer Vorstudie in einen Grobterminplan übertragen und mit einer groben Kostenschätzung hinterlegt. Grundlagen des Honorarvorschlages Planungsleistungen gemäß § 34 HOAI Objektplanung Gebäude und Innenräume Für die 3 Bauabschnitte ist eine phasenweise und bauteilweise Beauftragung wie folgt vor gesehen: 1. LPH 1 - 3 2. LPH 4 3. LPH 5 - 7 4. LPH 8 1. Bettenhaus A, 1. - 3. OG 1. OG Umbau zur Nutzung als Geriatrische Reha 2. OG Umbau zur Nutzung als Kurzzeitpflege 3. OG Umbau zur Nutzung als Stationäre Basisversorgung Im 1. bis 3. OG haben 2 Patientenzimmer im Bestand immer eine gemeinsame Toilette auf dem Flur und Gemeinschaftsduschen. Hier sollen die Grundrisse der Patientenzimmer so umgebaut werden, das jedes Patientenzimmer eine eigene komplette Nasszelle erhält. Weiterhin sind die Schwesternstützpunkte in der Mittelspange an die neue Nutzung baulich anzupassen. Im gleichen Zug der Baumaßnahmen sollen im Bettenhaus A vom 1. UG bis in das 3.OG die Trinkwasserversorgung neu aufgebaut werden. Sämtliche Sanitärleitungen und Sanitäranlagen sind aufgrund des Alters und des Zustandes zu ersetzen. Die TGA Planung ist Bestandteil einer gesonderten Ausschreibung. Eventuelle Statiker-Leistungen werden über einen bestehenden Rahmenvertrag abgerufen. Ein umfangreiches Gutachten zur Erkundung der Bausubstanz auf Schadstoffe für das Haus liegt vor. Die Schnittstellenkoordinierung erfolgt über den Bauherren. Die Erschließung der Baustelle erfolgt über den Wirtschaftshof im 1. UG und das Treppenhaus. Parkplätze für PKW sind im Wirtschaftshof im begrenzten Umfang vorhanden. Die Bauarbeiten finden im laufenden Betrieb statt. Der Betrieb der restlichen Einrichtungen im IGZ darf nicht beeinträchtigt werden. Die Benutzung der Aufzüge ist gestattet, jedoch haben Patienten oder Personal immer den Vorrang. Die bestehenden Brandabschnitte werden insofern tangiert, dass alle Medien -die durch Decken oder Wände laufen - entsprechend isoliert und geschottet werden müssen. Die Etagen bzw. Stationen sind durch das Aufstellen von raumhohen staubdichten Abtrennungen bzw. Staubschutzwänden zum laufenden Betrieb abzuschotten. 2. Bettenhaus B über alle Geschosse EG Unterbringung von MVZs und Notfallversorgung in die bestehende räumliche Struktur 1. OG Umbau zur Nutzung als Geriatrische Reha 2. OG Umbau zur Nutzung als Kurzzeitpflege 3. OG Station 3.3 Palliativmedizin Im EG werden verschiedene MVZs, die Notfallversorgung und die Hebammenpraxis in den bestehenden Untersuchungsräumen etabliert; es sind keine Planungsleistungen notwendig. Im 1. OG werden die bestehenden Funktionen AOP, Labor und ITS geschlossen bzw. stillgelegt. Die Grundrisse müssen dann an die Erfordernisse der Geriatrischen Reha angepasst werden. D.h., wie im Bauteil A beschrieben Integrierung der außen liegenden Sanitärbereiche in die Patientenzimmer. Im 2. OG sind die Grundrisse der Nasszellen bereits zweckmäßig hergestellt. Dort sind nur im Bestand die kompletten Sanitärleitungen und Sanitäranlagen zu wechseln. Für die restlichen Räume ist lediglich eine Pinselsanierung notwendig. Im 3. OG betrifft es die Station 3.3; dort müssen wie im Bauteil A beschrieben die Nasszellen neu hergestellt werden. Auf der Station 3.4 sind nur kleinere Maßnahmen im Bestand notwendig. 3. Bauteil C alle Geschosse Keine Leistungen der Objektplanung Architektur vorgesehen. Stilllegung der vorhandenen Trinkwasserleitungen. Da die weitere Nutzung noch vakant ist, findet eine baubegleitende Planung statt, die bei Bedarf nach beauftragt wird. Jedoch müssen auch hier sämtliche Sanitärleitungen und Sanitäranlagen für eine weitere Nutzung entsprechend der Planung perspektivisch ausgetauscht werden. 4. Kosten Geschätzte Kosten der Einzelmaßnahmen: Die Grobkostenschätzung zur Umsetzung der Gesamtmaßnahmen schließt mit einer Summe von rund 11,9 Mio. € brutto für die Kostengruppen 300 und 400 ab. Im Einzelnen mit folgender Aufstellung: KG 300 KG 400 Bauteil A 8.600.000 € 1.400.000 € Bauteil B 1.200.000 € 730.000 € Bauteil C 0 40.000 € Die Grobkostenschätzung erfolgte mit einer Genauigkeit vom +/- 25%.
Der Landkreis Böblingen lässt ein bestehendes Gesundheitszentrum in Herrenberg architektonisch umbauen, um die Patientenversorgung und Arbeitsbedingungen nach einem neuen medizinischen Konzept zu optimieren. Geplant sind die Umgestaltung von drei Krankenhausgebäuden für verschiedene Fachbereiche wie Geriatrie, Kurzzeitpflege und Palliativmedizin. Die Architekten müssen die Planung in mehreren Phasen erstellen, wobei die späteren Bauarbeiten im laufenden Klinikbetrieb stattfinden und strikte Schutzmaßnahmen erfordern. Das geschätzte Bauvolumen für die Umbaumaßnahmen liegt bei etwa 11,9 Millionen Euro. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: Eigenbetrieb Gebäudemanagement, Landkreis Böblingen)
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis der Ausschlussgründe (z. B. keine Verurteilung wegen Betrugs)
- Elektronische Einreichung über das e-Vergabe-Portal
- Fachliche Qualifikation und Erfahrung im Gesundheitsbau
- Planungsleistungen nach HOAI §34 Objektplanung
- Erfahrung mit Bauvorhaben im laufenden Klinikbetrieb
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Betrug oder Subventionsbetrug, Bestechlichkeit, Vorteilsgewährung und Bestechung. Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Zwangsarbeit oder Ausbeutung, Bildung krimineller oder terroristischer Vereinigungen, Verstöße gegen umweltrechtliche, arbeitsrechtliche, sozialrechtliche Verpflichtung. Wettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen, schwere Verfehlungen, Täuschen oder unzulässige Beeinflussung des Vergabeverfahrens, Interessenskonflikte - ggfs. weitere in den Auftragsunterlagen aufgeführte Ausschlussgründe Die Vergabestelle behält sich vor, fehlende, unvollständige und fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen sowohl im Teilnahmewettbewerb als auch in der Angebotsphase nachzufordern. Werden nachgeforderte Unterlagen nicht bis zu dem im Nachforderungsschreiben genannten Termin der Vergabestelle vorgelegt, führt dies zum Ausschluss des Teilnahmeantrages bzw. zum Ausschluss des Angebotes aus dem Verfahren. Nachforderungen erfolgen ausschließlich über die Bieterkommunikation der e-Vergabe. Nachreichungen sind ausschließlich elektronisch über die e-Vergabe einzureichen; die Zustellung per E-Mail ist nicht zulässig.
Aufteilung in Lose
1 LotPlanungsleistungen gemäß § 34 HOAI Objektplanung Gebäude und Innenräume Beschreibung des Leistungen - wie unter 2.1. Verfahren beschrieben. Meilensteine des Verfahrens: Bewerbungsfrist Teilnahmewettbewerb 11.06.2026 Frist Erstangebot: 07.07.- 04.08.2026 Frist finales Angebot: 27.08.2026 Früheste Auftragserteilung: 15.09.2026 Die Beauftragung steht ausdrücklich unter dem Vorbehalt der Zustimmung externer Entscheidungsträger sowie dem Vorhandensein von Haushaltmitteln. Planungsleistungen gem. § 34 HOAI Objektplanung Gebäude und Innenräume. Für die 3 Bauabschnitte ist eine phasenweise und bauteilweise Beauftragung wie folgt vorgesehen: 1.LPH 1-3; 2. LPH 4; 3. LPH 5-7, 4. LPH 8 Laufzeit der Gesamtmaßnahme ab Zuschlagserteilung bis ca. Ende 2028
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- cost
Fachliche Qualifikation und Erfahrung/Personaleinsatzkonzept Personalorganisationsstruktur des Projektteams, projektbezogenes Personaleinsatzkonzept inkl. Aufgabenverteilung, fachliche Leistungsfähigkeit und aufgabenspezifische Kompetenz des Projektteams (Projektleiter, stellvertretender Projektleiter, weitere wesentliche Projektmitarbeiter) anhand Ausbildung, Qualifikation, Erfahrung und persönlicher Referenzen mit vergleichbarer Aufgabenstellung und ähnlichem Umfang. Verfügbarkeit und Präsenz des Projektteams vor Ort (während Planung, Bauausführung und Projektabschluss) 20 % Projektorganisation zur Qualitätssicherung Darstellung der Arbeitsstruktur und Methodik zur Sicherstellung des Projekterfolgs zur Einhaltung der Kosten, Termine und Qualitäten: Erläuterung der Methoden, Instrumente und Organisation von Kommunikation aller Projektbeteiligten (Bauherr, Nutzer, Fachplaner und sonstige Beteiligte (Bauherr, Nutzer, Fachplaner und sonstige Beteiligte, wie z.B. Stadt), Planung der Planung, Termin- und Kostensteuerung, Entscheidungs- , Änderungs-, Nachtrags- und Schnittstellenmanagement) sowie Berichtswesen, Abwicklung der Bauüberwachung, Baulogistik und Dokumentation 20 % Herangehensweise an das konkrete Projekt Darstellung erster Überlegungen zur Herangehensweise an die konkrete Projektabwicklung auf Basis der zur Verfügung gestellten Unterlagen. Insbesondere im Bezug auf die Umsetzung der Maßnahmen unter laufenden Betrieb 20 % Honorar Grundleistungen einschließlich Nebenkosten 30 % Honorarbewertung: Gesamthonorar netto (Grundleistung einschl. Nebenkosten). Das niedrigste Angebot (Preis des Bestbieters) erhält die maximale Punktzahl (5 Pkt.). Bei übersteigenden Angeboten erfolgt eine lineare Interpolation zwischen dem Preis des Bestbieters und dem 1,5-fachen des Preises. Dazwischenliegende Werte werden bis zur zweiten Nachkommastelle linear interpoliert. Alle Angebote die das 1,5 fache des Preises des Bestbieters übersteigen , erhalten 0 Punkte. Stundensätze 10 % Bewertung im folgenden Verhältnis: Auftragnehmer 30 %, Ingenieur 50 %, Technischer Mitarbeiter 10 %, Administrativer Mitarbeiter 10 %
Zeitplan
- 11. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 11. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung