Fachplanung Technische Ausrüstung für Modernisierung Berufskolleg Jülich
Was wird ausgeschrieben
Die Gesellschaft für Infrastrukturvermögen Kreis Düren mbH (GIS) sucht einen Fachplaner für die Technische Ausrüstung (alle Anlagengruppen der Kostengruppe 400) im Rahmen der Modernisierung und des Umbaus des Berufskollegs Jülich. Der Auftrag umfasst die HOAI-Leistungsphasen 1-9 in vier Stufen. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die Baumaßnahmen (Kostengruppen 200-700) wurde 2019 auf ca. 18,8 Mio. EUR brutto geschätzt. Die Tragwerksplanung, Bauphysik, Schadstoffanalyse und der Brandschutz werden separat ausgeschrieben.
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Mit der folgenden Ausschreibung wird für die Modernisierung und den Umbau des Berufskollegs in Jülich ein Fachplaner für die Leistungsbilder - Technische Ausrüstung über alle Anlagengruppen der Kostengruppe 400, gesucht. Die Tragwerksplanung, Bauphysik, Schadstoffanalyse und der Brandschutz werden gesondert ausgeschrieben. Die Objektplanung ist bereits vergeben. Das Berufskolleg Jülich liegt in der Bauhofstraße 7 / Bongardstraße 15 in 52428 Jülich. Aktuell sind drei Fachbereiche eingerichtet: - Wirtschaft und Verwaltung, - Technik und Naturwissenschaften sowie - Ernährung- und Versorgungsmanagement. Unter einem Dach sind neben der Berufsschule eine Berufsfachschule und ein berufliches Gymnasium vereint. Im laufenden Schuljahr besuchen ca. 1.500 Schülerinnen und Schüler das Berufskolleg Jülich. Das Gebäude des Berufskollegs Jülich stammt aus den frühen 60er Jahren. Im August 2009 wurde die Generalüberholung des Berufskollegs Jülich im Rahmen des PPP-Vertrages des Kreises Düren abgeschlossen. Es wurden seinerzeit 8.500.000,00 Euro investiert. Die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten dauerten rund 18 Monate und wurden während laufenden Schulbetriebs mit einer Schülerzahl von rund 1.800 Jugendlichen durchgeführt. Im Anschluss an die Sanierung hat der PPP-Partner den Gebäudebetrieb für 25 Jahre übernommen. Das Gebäude des Berufskollegs entspricht aktuell nicht mehr den Anforderungen an moderne Schulausbildung. Der Kreis Düren hat 2019 ein Schulbaubeteiligungsverfahren und eine Schulentwicklungsplanung für die vier Berufskollegs des Kreises durchgeführt. Auf der Grundlage der anschließenden Machbarkeitsstudie des Architekturbüros Haussmann Architekten wurden Modernisierungsmaßnahmen beschlossen. Der veränderte Raum- und Ausstattungsbedarf an den Berufskollegs wird notwendig, da die Anforderungen des Bildungsauftrages sich wesentlich geändert haben (z.B. offene Lernlandschaften, Inklusion, Lehrerarbeitsplätze, etc.). Folgende Umbaumaßnahmen während des laufenden Schulbetriebs sind angedacht: - Modernisierung/Umbau des Schulgebäudes - Modernisierung/Umbau der Werkhalle - Modernisierung der Sporthalle Im Jahre 2019 wurde für die geplanten Maßnahmen - Modernisierung/Umbau Bestandsgebäude sowie Modernisierung Turnhalle (ohne Interimsmaßnahmen) - für die Kostengruppen 200-700 ein Kostenrahmen von ca. 18.800.000,00 EUR brutto (inkl. 19% MwSt.) ermittelt. Im Rahmen der umfassenden Modernisierungs- und Umbauarbeiten sind des Weiteren energetische Ertüchtigungen des Gebäudes mit durchzuführen. Die Gebäudeleitlinie für den Kreis Düren gibt der Kreisverwaltung und allen kreiseignen Gesellschaften Folgendes vor: Bei durchzuführenden Komplettsanierungen sollen die Anforderungen der bestmöglichen Effizienzgebäude-Stufe (mindestens 70) und des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude erfüllt werden. Zur Erreichung dieser energetischen Standards wurden bereits von einem externen Energieberater für alle drei vorgenannten Gebäude Sanierungsempfehlungen erarbeitet, welche bei den Gesamtplanungen mit zu berücksichtigen sind. Für alle Maßnahmenschritte sind die Möglichkeiten von öffentlichen Förderzuschüssen zu prüfen und im positiven Falle die fristgerechte Beantragung mit zu unterstützen. Im weiteren Verlauf wurden bereits erste Ideen zur Sanierung und damit einhergehenden Umstrukturierung entwickelt. Die vorhandenen Planungen und Ideen sind in dem Anlagenkonvolut zu dieser Ausschreibung beigefügt.
Der Kreis Düren lässt das Berufskolleg Jülich modernisieren — ein Schulgebäude aus den 1960er Jahren mit rund 1.500 Schülerinnen und Schülern. Gesucht wird ein Fachplaner für die technische Ausrüstung (Heizung, Sanitär, Elektro etc.), der die Planungsleistungen gemäß HOAI für alle Anlagengruppen der Kostengruppe 400 übernimmt. Die Modernisierung erfolgt während des laufenden Schulbetriebs und umfasst das Schulgebäude, die Werkhalle und die Sporthalle. Energetisch muss das Gebäude auf die Effizienzgebäude-Stufe 70 und das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude gebracht werden. Die Objektplanung ist bereits vergeben, die Bauleistungen sind auf etwa 18,8 Millionen Euro geschätzt.
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Eignung als Fachplaner für Technische Ausrüstung gemäß HOAI Teil 4 Abschnitt 2 § 56 ff. Anlage 15
- Leistungsphasen 1-9 der Technischen Ausrüstung über alle Anlagengruppen der Kostengruppe 400
- Nachweis vergleichbarer Projekte im Schulbau oder öffentlichen Hochbau
- Erfahrung mit energetischen Sanierungen und Effizienzgebäude-Standards
- Fähigkeit zur Planung während laufendem Schulbetrieb
- Kenntnisse in öffentlicher Auftragsvergabe (VOB/VOL)
Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Aufteilung in Lose
1 LotDer AG hat das Architekturbüro Heuer Faust Architekten, Aachen mit der Objektplanung beauftragt. Nunmehr ist beabsichtigt, die Fachplanungsleistungen zu vergeben. Dabei sollen für die TA folgende Leistungen gem. HOAI vergeben werden: - Teil 4 Abschnitt 2 § 56 ff. Anlage 15 (Technische Ausrüstung), Die Vergabe der Leistungsphasen 1 bis 9 erfolgt in 4 Stufen: - Stufe 1: Leistungsphase 1-3 nach HOAI - Stufe 2: Leistungsphase 4 nach HOAI - Stufe 3: Leistungsphase 5-7 nach HOAI - Stufe 4: Leistungsphase 8-9 nach HOAI Die Entscheidung, ob die bauliche Umsetzung durch einen Generalunternehmer oder durch Einzelgewerke erfolgen soll, wird im Laufe der LP 3 getroffen. Im Falle der Beauftragung eines Generalunternehmers werden in den Stufen 3 und 4 nur Teilleistungen des Leistungsbildes beauftragt. Anforderung Haustechnik: Sämtliche haustechnische Anlagen sind im Zuge der Maßnahme zu prüfen und auf eine mögliche Wiederverwendung zu bewerten. In die Bewertung ist einzubeziehen, welche Änderungen aus normativen und energetischen Anforderungen erforderlich sind und welche technisch sinnvoll sind. Im Bereich Trinkwasser sind insbesondere die Punkte der Trinkwasserhygiene, Löschwassertrennung und Brandschottungen zu betrachten. In der Heizungstechnik ist das Wärmeerzeugungs-, Verteil- und Übergabesystem zu prüfen und erneuern. Nach Möglichkeit soll das Gebäude auch zukünftig mit wenig mechanischer Lüftungstechnik auskommen und natürlich belüftet werden. Die Warmluftheizung der Sporthalle ist durch eine Lüftungsanlage mit WRG zu ersetzen und die Beheizung über eine effiziente Decken- oder Sportbodenheizung sicherzustellen. Die elektrischen Anlagen wurden 2007/2008 umfangreich saniert. Die Anlagen sind im Zuge der Maßnahme auf Wiederverwendung zu überprüfen. Die vorhandenen Regelkomponenten der Firma Siemens sollen ebenfalls im Zuge der Sanierung sinnhaft auf eine Wiederverwendung überprüft werden. Erarbeitung und Vorlage einer Planung, die die Ausführung in wirtschaftlicher Weise umsetzt, die Ausbaustandards des Kreis Düren einhält und alle zur Konkretisierung des zu erzielenden Ergebnisses noch durchzuführenden Abstimmungen mit dem AG und dem Nutzer im dabei gemeinsam festzulegenden Umfang berücksichtigt. Anlagengruppen Anlagengruppe 1 - KG 410 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen Anlagengruppe 2 - KG 420 Wärmeversorgungsanlagen Anlagengruppe 3 - KG 430 Lufttechnische Anlagen Anlagengruppe 4 - KG 440 Starkstromanlagen Anlagengruppe 5 - KG 450 Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen Anlagengruppe 7 - KG 470 Nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen Anlagengruppe 8 - KG 480 Gebäudeautomation Vorläufige Projektkosten entsprechend Grobkostenschätzung Machbarkeitsstudie: KGR 300 8.163.506,07 EUR netto KGR 400 3.336.549,29 EUR netto Grundlagen der Leistungserbringung Mit der Planung ist unmittelbar nach der Auftragserteilung zu beginnen. Die zu erbringenden Leistungen haben den allgemein anerkannten Regeln der Baukunst/ der Technik, der Wirtschaftlichkeit - auch hinsichtlich der späteren Nutzung sowie der Unterhaltungs- und Betriebskosten - und den öffentlich-rechtlichen Bestimmungen zu entsprechen. In das Angebot sind folgende Leistungen mit einzukalkulieren: - Besprechung / Abstimmung mit den zuständigen Sachbearbeitern des Auftraggebers sowie den Vertretern der zuständigen Behörden / eigenständige Koordination mit allen am Bau Beteiligten. - Lieferung aller Zeichnungen und Unterlagen in fünffacher Ausfertigung in Papierform mit allen notwendigen Details sowie auf Datenträgern im Format PDF, DXF und bzw. DWG - Besonders hingewiesen wird auf den Anspruch auf Barrierefreiheit.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- cost30%
Honorar
- quality70%
Qualität
Zeitplan
- 21. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert