Geotechnische Fachbauleitung für den Neubau eines Hochwasserrückhaltebeckens

Was wird ausgeschrieben
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen schreibt die geotechnische Fachbauleitung für den Neubau des Hochwasserrückhaltebeckens (HRB) Oberbobritzsch aus. Das Projekt umfasst einen Steinschüttdamm mit einer Höhe von 17 Metern und einer Kronenlänge von 563 Metern. Die Leistungen erstrecken sich über die baubegleitende geotechnische Überwachung der Schüttarbeiten.
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Geotechnische Fachbauleitung - Neubau HRB Oberbobritzsch
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen sucht einen Dienstleister für die geotechnische Fachbauleitung beim Bau eines neuen Hochwasserrückhaltebeckens in Oberbobritzsch. Dabei geht es um die fachliche Überwachung der Errichtung eines 17 Meter hohen Steinschüttdamms, bei dem das Material direkt vor Ort gewonnen wird. Der Auftraggeber legt besonderen Wert auf die Qualifikation des eingesetzten Personals, insbesondere auf nachweisbare Erfahrungen im Dammbau. Die Vergabe erfolgt im offenen Verfahren, wobei neben dem Preis auch die fachliche Eignung der Projektleiter entscheidend für den Zuschlag ist.
Zentrale Anforderungen
4 Punkte- Nachweis der Eignung gemäß §§ 123, 124 GWB
- Einhaltung der Anforderungen gemäß §§ 42, 53, 57, 60 VgV
- Nachweisliche Erfahrung des Projektleiters in der geotechnischen Fachbauleitung von Dammbauprojekten
- Nachweisliche Erfahrung des stellvertretenden Projektleiters in der geotechnischen Fachbauleitung von Dammbauprojekten
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
§§ 123, 124 GWB, §§ 42, 53, 57, 60 VgV keine zusätzlichen Informationen
Aufteilung in Lose
1 LotFür das Hochwasserrückhaltebecken (HRB) wird ein Steinschüttdamm mit Asphaltkerndichtung errichtet. Dessen Kronenlänge beträgt 563 m, die Dammhöhe etwa 17 m. Der weit überwiegende Teil des Schüttmaterials wird in einer Massenentnahme in unmittelbarer Nähe der Einbaustelle gewonnen (Lageplan Dammbauwerk, Anlage 1.2). Vor Beginn des Einbaus werden Oberboden und stärker verwittertes Gestein abgetragen, jedoch nicht bis auf den unverwitterte Untergrund. Das Schüttmaterial wird lagenweise in Dicken von ca. 80 cm flächenhaft eingebaut und verdichtet. Die Massivbauwerke für den Durchlass des Fließgewässers im Regelbetrieb, die gesteuerte Wasserabgabe im Hochwasserfall und der Notüberlauf werden als Massivbauwerke weitgehend vorlaufend zur Dammschüttung hergestellt. Zur Vermeidung der Unterströmung des Dammbauwerkes wird im Untergrund eine überschnittene Bohrpfahlwand aus bentonithaltigem Dichtmaterial hergestellt, deren Tiefe in mehreren Segmenten den Baugrundparametern angepasst wurde. Über den Pfahlköpfen wird eine umgreifende Herdmauer aus Stahlbeton hergestellt. Die Dichtheit des Dammkörpers wird durch eine Asphaltkerndichtung gewährleistet, die parallel zum lagenweisen Aufbau des Stützkörpers mit Fertiger hergestellt wird. Die Bauzeit des Dammkörpers wurde auf der Grundlage detaillierter technologischer Betrachtungen zum Lösen und Bereitstellen des Schüttmaterials sowie zum lageweisen Einbau einschließlich der erforderlichen Eignungs-, Eigenüberwachungs- und Kontrollprüfungen mit 29 Monaten ermittelt. Dabei sind Reserven zur notwendigen Unterbrechung des Einbaus aufgrund ungünstiger Witterungsverhältnisse berücksichtigt. Der vorläufige Bauzeitenplan weist hierfür den Zeitraum von 07/2028 bis 11/2030 aus. Die Aufgaben der Fachbauleitung Geotechnik beinhalten Leistungen zur fachtechnischen Überwachung und Qualitätssicherung folgender Teilbauwerke: - Untergrundabdichtung - Stützkörper Damm - Aufschluss und Betrieb der Massenentnahme zur Gewinnung des Dammbaumaterials - Wiederverfüllung der Massenentnahme Die Fachbauleitung Geotechnik wird durch die Landestalsperrenverwaltung, Betrieb Freiberger Mulde / Zschopau (LTV B FM/Z) beauftragt und ist dem Ausführungsbetrieb in fachlicher Hinsicht weisungsberechtigt. Sie berichtet während der Bauzeit der Teilbauwerke in zweiwöchigem Abstand und anlassbezogen dem AG, der BOL und der ÖBÜ.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality30%
Persönliche Referenzen und berufliche Befähigung des vorgesehenen Projektleiters: Als vergleichbar gelten Referenzen für die geotechnische Fachbauleitung eines Dammbaus (Wasserbau, Bahnbau, Straßenbau) mit einem Bauumfang von mind. 5 Millionen € netto oder Referenzen für die geotechnische Fachbauleitung oder Fremdüberwachung bei der Herstellung einer überschnittenen Bohrpfahlwand.
- quality30%
Persönliche Referenzen und berufliche Befähigung des vorgesehenen stellvertretenden Projektleiters: Als vergleichbar gelten Referenzen für die geotechnische Fachbauleitung eines Dammbaus (Wasserbau, Bahnbau, Straßenbau) mit einem Bauumfang von mind. 5 Millionen € netto oder Referenzen für die geotechnische Fachbauleitung oder Fremdüberwachung bei der Herstellung einer überschnittenen Bohrpfahlwand.
- price40%
Honorar
Zeitplan
- 3. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 6. Aug. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung