Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: ISRW Dr.-Ing. Klapdor GmbH
Auftragswert
€106k
Zuschlag am
15. Apr. 2026
Fachplanung Bau- und Raumakustik für die Generalsanierung des Deutschen Nationaltheaters Weimar

Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Weimar schreibt Leistungen der Fachplanung für Bau- und Raumakustik im Rahmen der Generalsanierung des Deutschen Nationaltheaters (DNT) aus. Das Projekt umfasst die Modernisierung und den zukunftsorientierten Umbau des Haupthauses als bedeutendes Einzeldenkmal. Die Vergabe erfolgt im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Generalsanierung Deutsches Nationaltheater Weimar – Haupthaus, Leistungen der Fachplanung Bau- und Raumakustik
Die Stadt Weimar plant die umfassende Sanierung und Modernisierung des Deutschen Nationaltheaters, um das historische Gebäude als kulturelles Zentrum zukunftsfähig zu machen. Für dieses anspruchsvolle Projekt wird ein Fachplaner für Bau- und Raumakustik gesucht, der die akustischen Anforderungen des Bühnenbetriebs und des Denkmalschutzes in Einklang bringt. Die Bewertung der Angebote erfolgt zu 80 Prozent über qualitative Kriterien wie Projektteam, Referenzen und den Einsatz von BIM (Building Information Modeling, eine digitale Methode zur Planung und Verwaltung von Bauwerken) sowie zu 20 Prozent über den Preis.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Stadt Weimar beabsichtigt, das Deutsche Nationaltheater Weimar (DNT) als den bedeutendsten Bühnenbetrieb Weimars mit herausragender kommunaler, regionaler und nationaler Bedeutung instand zu setzen, zu modernisieren und im Sinne eines lebendigen kulturellen Zentrums zukunftsorientiert und in einer hohen Qualität umzubauen. Der für die Geschichte der Demokratie wesentliche Ort soll erhalten und gewürdigt werden. Dabei bildet das Haupthaus am Theaterplatz als Einzeldenkmal und Teil des Denkmalensembles Altstadt im Kontext seiner prägnanten Umgebung den Schwerpunkt der Maßnahme und ist Gegenstand des hier bekanntgemachten Verfahrens. Die Institution „DNT“ vereint das Musiktheater und die Sprechbühne sowie das A-Orchester Staatskapelle Weimar. Als baulich-kultureller Kristallisationspunkt im Herzen der Stadt Weimar sollen mit der angestrebten Generalsanierung wichtige Akzente für die Funktionsfähigkeit einer attraktiven, lebendigen und Identität stiftenden Stadtmitte gesetzt werden. Das DNT Weimar arbeitet trotz sich kontinuierlich verändernder Anforderungen an die Inszenierungstechnik, die Arbeitsweisen der Werkstätten und die Veranstaltungsästhetik bislang in einem Gebäude, welches in den Dimensionen und Funktionalitäten nach wie vor durch die Errichtung 1907 und den Wiederaufbau 1948 bestimmt ist. Die letzten umfassenden Anpassungen der baulich-technischen Standards erfolgten mit dem Umbau des Zuschauerhauses im Jahr 1975 und der Teilsanierung im Jahr 1999. Infolge besteht ein erheblicher Sanierungsstau und Anpassungsbedarf. Durch die Generalsanierung soll die Zukunftsfähigkeit des DNT in Form technischer Betriebssicherheit, zeitgemäßer Spielfähigkeit und als anforderungsgerechter Arbeitsort für mindestens 30 Jahre gewährleistet werden. Bei der Planung der Bau- und Raumakustik sind die denkmalpflegerischen Aspekte mit den aktuellen Erfordernissen bestmöglich zu verbinden. Der Nutzungsschwerpunkt für den Zuschauerraum liegt im Sprech- und Musiktheater, wenngleich der Saal auch für Sonderkonzerte genutzt werden soll, finden die regelmäßigen Sinfoniekonzerte der Staatskapelle nicht dort statt. Im Zuge einer baulichen Umgestaltung des Deutschen Nationaltheaters Weimar wird besonderes Augenmerk auf die akustische Verbesserung des Großen Saals gelegt. Hierbei sollen die bestehenden Defizite des Saals behoben werden und eine gute bzw. sehr gute Akustik erreicht werden, die einem multifunktionalen Anforderungsprofil gerecht wird. Für das Bauvorhaben ist folgendes Baukostenbudjet vorgesehen: KG 300 Baukonstruktionen: 34.132.162,98 € Netto/ 40.617.273,95 € Brutto KG 400 Technische Ausrüstung: 22.785.027,18 € Netto/ 27.114.182,34 € Brutto Ca. 20.000 m³ raumakustisch relevante Raumbereiche mit unterschiedlichen Anforderungen sind zu betrachten (überschlägiger Basiswert Kubatur Gesamtgebäude: 112.500 m³) Für die Baumaßnahme beabsichtigt der Auftraggeber die Leistungsphasen (LPH) 2-7 folgende Planungsleistungen zu vergeben: - Grundleistungen Bauphysik gem. Anlage 1 (zu § 3 Absatz 1), 1.2.4: Bauakustik - Grundleistungen Bauphysik gem. Anlage 1 (zu § 3 Absatz 1), 1.2.5: Raumakustik Es ist optional vorgesehen, folgende zusätzliche besondere Leistungen zu vergeben: - LPH 3: Erstellung einer funktionalen Leistungsbeschreibung zur Vorbereitung einer GU/ GÜ- Vergabe - LPH 3: Simulationen zur Prognose des Verhaltens von Bauteilen, Räumen, Gebäuden unter Berücksichtigung angegebener Nutzungsszenarien ausgewählter Räume unter Berücksichtigung angegebener Nutzungsszenarien ausgewählter Räume Die Beauftragung erfolgt stufenweise nach Leistungsphasen.
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- quality10%
Vorstellung des Bieters und Präsentation des Projektteams, Gewichtung 10%
- quality40%
Darstellung der Herangehensweise am Beispiel von vergleichbaren Referenzprojekten, Gewichtung 40%
- quality10%
Darstellung von Erfahrungen mit raumakustischer Simulation und Auralisation am Beispiel von vergleichbaren Referenzprojekten, Gewichtung 10%
- quality10%
Darstellung der geplanten Herangehensweise an die Umsetzung der Planung mit BIM, Gewichtung 10%
- quality10%
Qualität der Präsentation/ Gesamteindruck, Gewichtung 10%
- price20%
Honorarangebot, Gewichtung 20%
Zeitplan
- 2. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 15. Apr. 2026Zuschlag erteiltZuschlag an ISRW Dr.-Ing. Klapdor GmbH · €106k