Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: Studio Qwertz
Auftragswert
€14M
Zuschlag am
10. Apr. 2026
Generalsanierung Deutsches Nationaltheater Weimar - Haupthaus

Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Weimar schreibt einen interdisziplinären Realisierungswettbewerb für die Generalsanierung und Modernisierung des Deutschen Nationaltheaters aus. Ziel ist die zukunftsorientierte Instandsetzung des denkmalgeschützten Haupthauses unter Berücksichtigung der kulturellen Bedeutung. Das Verfahren folgt den Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW).
Vollständige Beschreibung anzeigen
Nichtoffener, einphasiger, interdisziplinärer Realisierungswettbewerb gem. RPW "Generalsanierung Deutsches Nationaltheater Weimar - Haupthaus"
Die Stadt Weimar sucht im Rahmen eines Planungswettbewerbs nach architektonischen und fachplanerischen Konzepten für die umfassende Sanierung des Deutschen Nationaltheaters. Das Projekt umfasst die Modernisierung des denkmalgeschützten Haupthauses, um den Spielbetrieb für Musiktheater, Sprechbühne und die Staatskapelle zukunftssicher zu gestalten. Da es sich um einen Realisierungswettbewerb handelt, bewertet eine Jury die eingereichten Entwürfe nach Qualität, Projektorganisation und Herangehensweise, während das Honorar nur einen kleinen Teil der Entscheidung ausmacht. Interessierte Planungsbüros müssen ihre fachliche Eignung für solch komplexe Kulturbauten nachweisen.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Stadt Weimar beabsichtigt, das Deutsche Nationaltheater Weimar (DNT) als den bedeutendsten Bühnenbetrieb Weimars von herausragender kommunaler, regionaler und nationaler Bedeutung als Einzeldenkmal im Kontext seiner prägnanten Umgebung instandzusetzen, zu modernisieren und im Sinne eines lebendigen kulturellen Zentrums zukunftsorientiert und in einer hohen Qualität umzubauen. Die Institution vereint das Musiktheater und die Sprechbühne sowie das A-Orchester Staatskapelle Weimar. Anlass und Ziel der Generalsanierung sind zum einen die Instandsetzung und Modernisierung altersbedingter Mängel und Defizite der Bausubstanz wie der technischen Gebäudeausrüstung, insbesondere Defizite bei der Saal- und Orchesterakustik, der Sichtlinien, der barrierefreien Erschließung, bei der Sicherheit und beim Komfort der Zuschauer, bei der IT-Unterstützung/Digitalisierung („Smart“- Theater) und bei der Energieeffizienz (Klimaneutralität). Zum anderen sind durch funktionale und gesetzliche Anforderungen sowie räumliche Mehrbedarfe erhebliche Flächenerweiterungen absehbar. Im Mittelpunkt der Aufgabe stehen die Konzentration und Bündelung bestehender Ressourcen und die Einordnung der seitens der DNT GmbH Weimar angezeigten Mehrbedarfe mit optimalen Funktionalitäten und räumlichen Zuschnitten der verschiedenen Nutzungsbereiche, die Erhöhung des Erlebnisgehaltes und des Besucherkomforts sowie positive städtebauliche Effekte unter besonderer Beachtung der denkmalpflegerischen Zielstellung. Das Gesamtprojekt besteht aus 3 Teilprojekten (TP). TP 1: Die Generalsanierung, Umstrukturierung und moderate Erweiterung am Haupthaus, unter Berücksichtigung denkmalrechtlicher und städtebauliche Randbedingungen TP 2: Der Neubau für die Unterbringung der Theaterwerkstätten TP 3: Die geringfügige Erweiterung der bereits bestehenden Redoute Gegenstand des hier bekanntgemachten Wettbewerbs ist ausschließlich die Generalsanierung, Umstrukturierung und moderate Erweiterung am Haupthaus (TP 1), unter Berücksichtigung denkmalrechtlicher und städtebaulicher Randbedingungen. Kosten und Fördermittel Die Generalsanierung DNT ist ein Förderprojekt, welches mit insgesamt 167 Mio. zu jeweils 50 % durch Bundesmittel und Landesmittel des Freistaates Thüringen, finanziert werden soll. Für den Kostenrahmen am Haupthaus (Stand 2022) sind folgende Größen vorgesehen: TP 1 Gesamt: 110.951.313 EUR Brutto KG 300 48.398.816 EUR inkl. 19% MwSt. KG 400 32.265.877 EUR inkl. 19% MwSt. KG 500 595.000 EUR inkl. 19% MwSt Das Raumprogramm umfasst ca. 12.400 m² Nutzfläche. Die Fertigstellung der Sanierung ist für Mitte 2031 vorgesehen. Der Wettbewerb richtet sich an Architekt:innen als Generalplaner in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den Fachbereichen Tragwerksplanung, Technische Ausrüstung (Anlagengruppen 1 - 8), Wärmeschutz- und Energiebilanzierung sowie Brandschutzplanung. Die Ausloberin beabsichtigt die Vergabe von Generalplanungsleistungen. Gegenstand der geplanten Beauftragung: Gegenstand der Vergabe im Verhandlungsverfahren sind Generalplanungsleistungen mit BIM-Implementierung: - Leistungen gemäß Teil 3 Objektplanung, Abschnitt 1 Gebäude und Innenräume, § 34 HOAI 2021 in Verbindung mit Anlage 10 - Leistungen gemäß Teil 4 Fachplanung, Abschnitt 1 Tragwerksplanung, § 51 HOAI 2021 in Verbindung mit Anlage 14 - Leistungen gemäß Teil 4 Fachplanung, Abschnitt 2 Technische Ausrüstung, § 55 HOAI 2021 in Verbindung mit Anlage 15 - Leistungen Wärmeschutz- und Energiebilanzierung - Brandschutzplanung Es werden Wettbewerbsbeiträge erwartet, die eine Realisierbarkeit hinsichtlich der Anforderungen an Akustik und Bühnentechnik gewährleisten. Den teilnehmenden Generalplanungsteams wird daher empfohlen, Fachplaner:innen für den Bereich Planung Bühnentechnik sowie Bau- und Raumakustik beratend hinzuzuziehen, sofern diese Kompetenzen nicht selbst im bekanntgemachten Team vorhanden sind. Es ist zulässig, dass fachplanerische Beratung bei mehreren Wettbewerbsteams erfolgt, es ist jedoch Personengleichheit und Wissensübermittlung eigenverantwortlich auszuschließen. Die an der Beratung Beteiligten dürfen benannt werden; es besteht für die Hinzuziehung von dieser externen Kompetenz jedoch generell kein Auftragsversprechen; diese Planungsleistungen (Bühnentechnik, Bau- und Raumakustik und weitere) werden separat in VgV- Verfahren ausgeschrieben und vergeben! Fachplaner:innen, welche an diesen Verfahren teilnehmen möchten, können vorher beratend an der Erarbeitung von Wettbewerbsbeiträgen einzelner Wettbewerbsteilnehmer:innen mitgewirkt haben. Für die Planung ab der Weiterbearbeitung nach Abschluss des VgV-Verfahrens wird die Zuhilfenahme einer Gebäudedatenmodellierung BIM für alle beteiligten Planer:innen als Mindeststandard verbindlich vorgeschrieben und Vertragsbestandteil. Nähere Informationen finden sich in den Entwürfen der AIA und der Modellierungsrichtlinie (Anlage D.19). Die Planungsbüros gewährleisten die Übernahme folgender BIM-Rollen: BIM-Gesamtkoordination, jeweilige BIM-Koordination und BIM-Autorenschaft. Für die bauherrenseitige Koordinierung wird von der Auftraggeberin ein Projektsteuerer als BIM-Manager beauftragt.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- quality12%
Projektorganisation 12%
- quality40%
Wettbewerbsergebnis 40%
- quality43%
Herangehensweise an das Projekt 43%
- price5%
Honorarangebot 5%
Zeitplan
- 3. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 10. Apr. 2026Zuschlag erteiltZuschlag an Studio Qwertz · €14M