Vergabeentscheid

Zuschlag erteilt

Auftragsgewinner: KPP Architekten GmbH

Auftragswert

unbekannt

Zuschlag am

6. Juli 2026

TED·532798-2026

Generalplanungsleistungen für Erweiterungsneubau und Umstrukturierung des Christlichen Klinikums Soest

Nordrhein-Westfalen
Soest, Germany·Veröffentlicht 31. Juli 2026
PlanungsleistungenBauleistungenGesundheitswesenÖffentliche VerwaltungGeneralplanungKrankenhausbauGesundheitswesenHochbauOeffentliche Ausschreibung
Auftragswert
~€4.5M
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Das Christliche Klinikum Soest schreibt Generalplanungsleistungen für die bauliche Zusammenführung zweier Krankenhausstandorte an einem zentralen Ort aus. Ziel ist die Schaffung eines gemeinsamen Akutkrankenhauses durch einen Erweiterungsneubau und die Umstrukturierung des Bestandsgebäudes am Standort Senator-Schwartz-Ring. Das Projekt dient der medizinischen Zentralisierung und dem Abbau von Doppelvorhaltungen.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die beiden Soester Krankenhäuser Klinikum Stadt Soest gGmbH und Marienkrankenhaus Soest gGmbH haben sich im Juni 2025 im Rahmen einer gesellschaftsrechtlichen Fusion zum Christlichen Klinikum Soest (im weiteren Verlauf CKS genannt) unter dem Dach des Katholischen Hospitalverbund Hellweg gGmbH zusammengeschlossen und werden derzeit an zwei Standorten betrieben. Die bislang getrennten medizinischen Versorgungsaufträge der beiden Krankenhäuser, die zu einem nicht unerheblichen Anteil gleiche Versorgungsangebote beinhalten, sollen zunächst an zwei Standorten unter dem Aspekt erster Abteilungszentrierungen weiter betrieben werden. Das bisherige Klinikum Stadt Soest wird dabei zukünftig als Christliches Klinikum Soest West benannt (in weiterem Verlauf CKSW) und das bisherige Marienkrankenhaus wird in Christliches Klinikum Soest Mitte (im weiteren Verlauf CKSM) umbenannt.

VergabeHero-Einschätzung

Das Christliche Klinikum Soest plant die Zusammenlegung seiner beiden Standorte zu einem zentralen Krankenhauskomplex, um medizinische Angebote effizienter zu bündeln. Hierfür werden Generalplaner gesucht, die sowohl den geplanten Erweiterungsneubau als auch die notwendigen Umbauarbeiten im bestehenden Gebäude am Senator-Schwartz-Ring in Soest konzipieren und begleiten. Das Projekt ist ein bedeutender Schritt zur Schaffung des größten Akutkrankenhauses im Kreis Soest. Die Vergabe erfolgt über ein Verhandlungsverfahren, bei dem neben dem Preis auch die konzeptionelle Herangehensweise und eine Präsentation der Bieter bewertet werden.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001CKS Generalplanungsleistungen Erweiterungsneubau und Neu- bzw. Umstrukturierung des Bestandsgebäudes

Der gesellschaftsrechtlichen Fusion soll dann eine bauliche Einhäusigkeit am Standort des CKSW am Senator-Schwartz-Ring folgen. Dort soll ein vollumfängliches und bedarfsgerechtes Versorgungsangebot für Patienten unter dem Abbau von bisherigen Doppelvorhaltungen an einem zentralen Ort entstehen. Durch die Zentralisierung von zwei leistungsstarken Krankenhäusern der erweiterten Notfallversorgung entsteht das größte Akutkrankenhaus im Kreis Soest mit den Voraussetzungen zur Erfüllung der umfassenden Notfallversorgung (GBA-Stufe III) mit insgesamt 19 Fachabteilungen. Im Sinne eines Krankenhauses für die Versorgung aller Generationen wird darin ein umfassendes (teil-) stationäres Leistungsspektrum von der Geburtshilfe über die Pädiatrie bis zur Geriatrie und Palliativmedizin angeboten. Gleichwohl ist die Konzentration von Leistungsgruppen sowie die Reduktion stationärer Versorgungsangebote und -Kapazitäten Ziel der Standortzusammenführung. In der Zielplanung entsteht am Senator-Schwartz-Ring ein fusioniertes Krankenhaus mit ca. 550 Betten, mit hochaufwändiger Intensivmedizin, 10 OP-Sälen und drei Kreißsälen. Die grundlegenden Entwürfe sehen vor, die bestehende und erhaltenswerte Bausubstanz an zwei Stellen durch Neubauten in Nord- und Südrichtung zu erweitern. Im Süden entsteht einen neuer Funktionsbaukörper als Teilprojekt 1 (im weiteren Verlauf TP1 genannt), nördlich wird das Krankenhaus mit einem Pflegebaukörper als Teilprojekt 2 (im weiteren Verlauf TP2 genannt) erweitert. Den Anbauten voran geht der Rückbau der hier bestehenden Pflege -und Funktionsgebäudetrakte. Teilprojekt 3 (im weiteren Verlauf TP3 genannt) sieht Umbaumaßnahmen im Bestand vor. Die Erweiterungen des Krankenhauses sowie die Umbauten der Bestandsgebäude am SenatorausfSchwartz-Ring 8 in Soest erfolgen im laufenden Betrieb. Der Erweiterungsneubau für Pflege (TP2) wird als 5 geschossiger Anbau mit Teilunterkellerung an das Krankenhaushauptgebäude angeschlossen und wird Teile der Allgemeinpflege und der Intensivmedizin beherbergen. Im Erweiterungsneubau Funktion (TP1) werden neben den Flächen für die Zentrale Notaufnahme (ZNA) mit anschließender Radiologie und den Räumlichkeiten des Linksherzkatheterlabors im Erdgeschoss und der Erweiterung der OP-Abteilung mit 6 OP Sälen im 1. Obergeschoss Flächen für Sterilgutversorgung, Laboratoriumsmedizin, Prosektur, Logistik und technische Gebäudeausrüstung im Sockelgeschoss vorgesehen. Im Bestandsbaukörper werden umfangreiche Umbaumaßnahmen vorgenommen. In Bereichen, die umgebaut werden, erfolgt jeweils eine Kernsanierung. Im Sockelgeschoss entsteht eine Pflegestation. Im Erdgeschoss werden Funktionsbereiche für die Endoskopie und Gastrologie verortet. Im 1. Obergeschoss in direkter Nähe zu der OP-Abteilung und der Intensivstation wird die Intermediate Care Station (IMC) geplant sowie Bürobereiche für die verschiedenen Fachabteilungen. Die bestehenden vier OP-Säle bleiben im Bestand erhalten. Um die geplanten Erweiterungsneubauten realisieren zu können, müssen zuvor bestehende Gebäude abgebrochen werden. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt steht auf dem Gelände, auf dem der Erweiterungsneubau Pflege (TP2) entstehen soll, ein abgängiger Gebäudetrakt mit teilw. Pflegenutzung und Leerstand. Im Bereich des geplanten Erweiterungsneubau Funktion befinden sich zurzeit ein eingeschossiger Funktionsbau, die bestehende Zufahrt für Krankenwagen, Technikflächen sowie eine Parkplatzanlage. Der Auftraggeber hatte im Rahmen der Vorbereitung der Beantragung von Fördermitteln für das Projekt die Architekturplanungen bis zur Leistungsphase 2 (HOAI) bereits beauftragt. Gegenstand der vorliegenden Ausschreibung sind sämtliche erforderlich Planungsleistungen entsprechend der nachfolgenden Auflistung der Leistungsphase 3 der HOAI. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus den Vergabeunterlagen. Die Ermittlung des Kostenvolumens des Bauprojekts ist Bestandteil des zu vergebenden Auftrags, derzeit wird von einem Volumen von 180 – 200 Mio. € ausgegangen. Die Ausführung des Planungsauftrags ist für das erste Halbjahr 2026 vorgesehen. Die Ausschreibung steht unter dem Vorbehalt der abschließenden Fördermittelzuweisung. Der Auftraggeber behält sich eine Aufhebung der Ausschreibung für den Fall vor, dass diese nicht bzw. nicht in der erforderlichen Höhe erfolgt. Die Vergabestelle beabsichtigt die Beschaffung von Generalplanungsleistungen. Im Einzelnen handelt es sich um die folgenden Leistungen: • Objektplanung Gebäude und Innenräume • Freianlagen • Fachplanung Brandschutz • Planung Technische Gebäudeausrüstung ELT für die Anlagengruppen Anlagengruppe 4 Starkstromanlagen Anlagengruppe 5 Fernmelde- und Informationstechnische Anlagen Anlagengruppe 6 Förderanlagen Anlagengruppe 7 Nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen Anlagengruppe 8 Gebäude- und Anlagenautomation • Planung Technische Gebäudeausrüstung HLSKD für die Anlagengruppen Anlagengruppe 1 Abwasser- Wasser- und Gasanlagen Anlagengruppe 2 Wärmeversorgungsanlagen Anlagengruppe 3 Lufttechnische Anlagen Anlagengruppe 7 Nutzungsspezifische und verfahrenstechnische Anlagen Anlagengruppe 8 Gebäude- und Anlagenautomation • Fachplanung für Wasserwirtschaft • Tragwerksplanung • Fachplanung Medizintechnik, Fachplanung Labor

CPV 71240000
Bewertung

Zuschlagskriterien

3 Kriterien
  • quality

    Konzeptionelle (auftragsbezogene) Darstellung der Herangehensweise an die Projektrealisierung

    20%
  • quality

    Präsentation des schriftlichen Angebots in einem Präsentationstermin

    30%
  • price

    Angebotspreis

    50%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 31. Juli 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 6. Juli 2026
    Zuschlag erteilt
    Zuschlag an KPP Architekten GmbH · €0k

Alle Angaben ohne Gewähr. Ausschreibungen können sich jederzeit ändern – wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier dargestellten Daten. Maßgeblich ist stets die Originalbekanntmachung des Auftraggebers.

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