Generalplanerleistungen für Anlagen zur Dekarbonisierung der Energieversorgung in Schweinfurt
GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH
- Status
- Offen
- Angebotsfrist
- 08.10.2026, 12:00 (Europe/Berlin)
- Geschätzter Auftragswert
- Nicht angegeben
- Lose
- 1
- Auftraggeber
- GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH
- Erfüllungsregion
- Bayern, Deutschland
- Verfahren
- Verhandlungsverfahren mit Aufruf
- Auftragsart
- Dienstleistung
- Veröffentlicht
- 02.09.2026
- Originalbekanntmachung
- dtvp.de ↗
- Bekanntmachungsnummer
- 655327-2026
- Verfahrensnummer
- 3d46624a-a890-4aa4-a30a-a1905dbdec18
- CPV-Codes
Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen (71000000); Dienstleistungen von Architektur- und Ingenieurbüros sowie planungsbezogene Leistungen (71240000); Dienstleistungen von Ingenieurbüros (71300000)Mehr anzeigenWeniger anzeigen
Kurzbeschreibung
Die GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH vergibt Generalplanerleistungen für die Errichtung von Anlagen zum Ersatz von Kohle durch erneuerbare Energien und Spitzenlast-Gaskraftwerke (KEEP). Der Auftrag betrifft den Standort Schweinfurt in Bayern und umfasst eine stufenweise Beauftragung; konkrete Mengen oder ein Auftragswert sind nicht angegeben. Teilnahmeanträge müssen bis zum 8. Oktober 2026, 10:00 Uhr, eingereicht werden.
KI-Zusammenfassung · Maßgeblich ist die Originalbekanntmachung.
Leistungsbeschreibung
Gegenstand dieses Auftrages sind Generalplanerleistungen für die Errichtung von Anlagen zum Kohle-Ersatz durch Erneuerbare und Peak-Gas (KEEP)
Leistungen nach Losen (1)
LOT-0001 · GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH: Generalplanerleistungen für die Errichtung von Anlagen zur Dekarbonisierung der Energieversorgung in Schweinfurt
Die GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH (GKS) betreibt in Schweinfurt ein kombiniertes Müll-/Kohleheizkraftwerk zur Erzeugung von Fernwärme und Strom. Der Dampf wird von den Industriekunden und den Stadtwerken Schweinfurt zur Wärmeversorgung genutzt. Das GKS gehört den Anteilseignern, zu denen die umliegenden Landkreise gehören, die im Anlagenbereich MVA ihren Müll entsorgen. Weitere Anteilseigner sind die Stadtwerke Schweinfurt und die Industrieunternehmen ZF, Schaeffler und SKF, die auch die Wärme abnehmen. Die im Kraft-Wärme-Prozess und im Kondensationsbetrieb der Turbinen erzeugte elektrische Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist. Das GKS besteht aus drei Müll- und zwei Kohlelinien, deren Frischdampf auf eine Entnahme-Kondensations- und eine Gegendruckturbine geführt wird. Die Turbinen speisen die 4,5-barü-Dampfschiene, von der aus die Fernwärmeabnehmer versorgt werden. Die Industriebetriebe im Norden werden direkt mit Dampf versorgt. Die Stadtwerke Schweinfurt im nördlichen Netzbereich (FWZ-Nord) und die Abnehmer im Süden (FWZ-Süd) werden mittels Umformstationen mit Heißwasser versorgt. Als Spitzenlast- und Reservekessel sind im Spitzenheizwerk Nord zwei erdgas- und ölgefeuerte Dampfkessel installiert. Die energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen durch das Kohleausstiegsgesetz, die steigenden Preise für CO2-Emissionszertifikate sowie die Anforderungen der industriellen Gesellschafter und der Stadt Schweinfurt nach einer CO2-Neutralität des Wärmebezugs erfordern Umbauten und Erweiterungen des bestehenden Anlagenparks. Im Rahmen der Dekarbonisierungsstrategie für das aktuelle Kohlekraftwerk beabsichtigt GKS die kohlebasierte Energieerzeugung durch Erneuerbare (Wärmequellen nicht-fossilen Ursprungs bzw. Abwärme, jedoch ohne Windenenergieanlagen und Photovoltaikanlagen) und Peak-Gas (Gasbefeuerte Wärmeerzeugungsanlagen mit einer Brennstoffwärmeleistung von mindestens 10 Megawatt, die zur Spitzenlast- und/oder Grundlastversorgung eingesetzt werden) zu ersetzen (PLANUNGSAUFGABE). Angedacht ist bisher der Ersatz der in den Verfahrenslinien derzeit eingesetzten Kohle durch holzstämmige Brennstoffe sowie die Erweiterung der vorhandenen Spitzenlasterzeuger um den Neubau eines Gaskessels. Möglich sind grundsätzlich auch alternative Lösungsmöglichkeiten, bspw. durch die Nutzung von Abwärme. Die Planungsaufgabe umfasst Planungsleistungen in Anlehnung an die Leistungsbilder Ingenieurbauwerke (§§ 41 ff. HOAI i.V.m. Anlage 12 HOAI), Tragwerksplanung (§§ 49 ff. HOAI i.V.m. Anlage 14 HOAI) sowie Technische Ausrüstung (§§ 53 ff. HOAI i.V.m. Anlage 15 HOAI), die voraussichtlich in Beauftragungsstufen beauftragt werden. In einer ersten Beauftragungsstufe (HOAI-Leistungsphasen 1, Grundlagenermittlung und 2, Vorplanung) sind diese vorliegenden Überlegungen zu überprüfen und fortzuschreiben. Dazu sind auch alternative Lösungsmöglichkeiten zu betrachten. Ziel muss es hierbei sein, eine kostengünstige und möglichst CO2-neutrale Wärmeerzeugung zu erreichen. Im Ergebnis ist eine unter Beachtung aller relevanten Kriterien optimierte Vorzugslösung zur Erfüllung der Planungsaufgabe zu entwickeln. Der Benchmark sind zum einen die aktuellen Wärmegestehungskosten im GKS sowie ein Vergleich zu marktüblichen Gestehungskosten. Weiterhin ist auch eine Bewertung fünf möglicher Standorte für den Neubau des Gaskessels bis hin zur Standortauswahl und die Beurteilung möglicher einsetzbarer Brennstoffqualitäten notwendig. Bei der Standortbewertung ist die erforderliche Gasinfrastruktur sowie die Netzhydraulik und die jeweilige Aufnahmekapazität des Netzes / Netzsegmentes zu berücksichtigen. Standortbedingt können Rückbau- und Umbaumaßnahmen anfallen. Die entwickelte Vorzugslösung bildet nach Abstimmung mit und Freigabe durch die GKS die Grundlage für die nachfolgenden Beauftragungsstufen. In einer zweiten Beauftragungsstufe wird die festgelegte Vorzugslösung der ersten Beauftragungsstufe weiterentwickelt und konkretisiert. Die zweite Beauftragungsstufe ist dabei an die HOAI-Leistungsphasen 3, Entwurfsplanung, 4, Genehmigungsplanung und 6, Vorbereitung der Vergabe angelehnt. Dabei soll die Entwurfsplanung in einer Planungstiefe als "vertiefte Entwurfsplanung" erarbeitet werden, die grundsätzlich geeignet sein soll, auf dieser Grundlage einen vollständigen Genehmigungsantrag stellen und eine funktionale Ausschreibung der Ausführungsleistungen erstellen zu können. Bestandteil ist ebenfalls die Durchführung des Genehmigungsverfahrens gemäß HOAI. Voraussetzung für die Beauftragung des AN mit den Leistungen der zweiten Beauftragungsstufe ist die auf Basis des abgeschlossenen Planungskonzepts des AN und unter Berücksichtigung der Kostenschätzung des AN die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit des Projekts; die Beurteilung der Realisierbarkeit richtet sich nach den im Generalplanervertrag vereinbarten Zielvorstellungen des AG. Die dritte Beauftragungsstufe ist an die HOAI-Leistungsphasen 7, Mitwirkung bei der Vergabe, anteilig 5, Prüfung /Review der von den ausführenden Firmen erstellten Ausführungsplanung (Detailengineering) und 8, Objektüberwachung angelehnt. Voraussetzung für die Beauftragung des AN mit den Leistungen der dritten Beauftragungsstufe ist ein bestandskräftiger oder sofort vollziehbarer Genehmigungsbescheid nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz für das Projekt sowie eine Finanzierungszusage für die Projektfinanzierung.
Anforderungen an deinen Betrieb
Zum Beleg des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen hat jedes Unternehmen, das als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder eignungsverleihender Unterauftragnehmer an der Bewerbung teilnimmt, mit dem Teilnahmeantrag Eigenerklärungen darüber einzureichen, dass Aus-schlussgründe nach den §§ 123, 124 GWB sowie § 21 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, § 98c des Aufenthaltsgesetzes, § 19 des Mindestlohngesetzes, § 21 des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, § 22 des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und § 14 des Bundestariftreuegesetzes nicht vorliegen. Das Formblatt Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Anlage A1) ist von Bewerbern und Mitgliedern von Bewerbergemeinschaften, das Formblatt Verpflichtungserklärung (Eignungsleihe) (Anlage A4) von eignungsverleihenden Unterauftragnehmern zu verwenden. Die Nachforderung von Unterlagen richtet sich nach § 51 SektVO.
Wie wird das Angebot bewertet?
LOT-0001 · GKS-Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH: Generalplanerleistungen für die Errichtung von Anlagen zur Dekarbonisierung der Energieversorgung in Schweinfurt
- Gesamthonorarsumme (brutto) erste Beauftragungsstufe (12 %) Gesamthonorarsumme (brutto) zweite Beauftragungsstufe (10 %) Gesamthonorarsumme (brutto) dritte Beauftragungsstufe (10 %) Gemittelter Stundensatz für zusätzliche/ Besondere Leistungen (3 %) Erläuterungen der Zuschlagskriterien und Unterkriterien finden sich in den Vergabeunterlagen (insb. Anlagen G und F)
- 35 %
- Projektbearbeitungskonzept (19,5 %) Personalkonzept (13 %) Darlegung der methodischen Vorgehensweise (9,75 %) Rahmenterminplan und Termincontrolling (7,75 %) Kostencontrolling (10,5 %) Qualitätssicherung (4,5 %) Erläuterungen der Zuschlagskriterien und Unterkriterien finden sich in den Vergabeunterlagen (insb. Anlagen G und F)
- 65 %
Vergabeunterlagen
Das Ursprungsportal gibt die Unterlagen nur mit einem Bieterkonto frei.
Zum UrsprungsportalAnforderungen
Zum Beleg des Nichtvorliegens von Ausschlussgründen hat jedes Unternehmen, das als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder eignungsverleihender Unterauftragnehmer an der Bewerbung teilnimmt, mit dem Teilnahmeantrag Eigenerklärungen darüber einzureichen, dass Aus-schlussgründe nach den §§ 123, 124 GWB sowie § 21 des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes, § 98c des Aufenthaltsgesetzes, § 19 des Mindestlohngesetzes, § 21 des Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetzes, § 22 des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und § 14 des Bundestariftreuegesetzes nicht vorliegen. Das Formblatt Eigenerklärung zum Nichtvorliegen von Ausschlussgründen (Anlage A1) ist von Bewerbern und Mitgliedern von Bewerbergemeinschaften, das Formblatt Verpflichtungserklärung (Eignungsleihe) (Anlage A4) von eignungsverleihenden Unterauftragnehmern zu verwenden. Die Nachforderung von Unterlagen richtet sich nach § 51 SektVO.
Änderungen und Bieterfragen
1 Eintrag- 23.09.2026Berichtigung 11. Änderung der Referenzanforderung in Bezug auf die Referenzkategorie 5 (vgl. Ziff. 5.1.9): Referenzkategorie 5: Vom Bewerber erbrachte Planungsleistungen im Leistungsbild Tragwerksplanung (§§ 49 ff. HOAI) mind. der Honorarzone III. Die erbrachten Leistungen müssen in Anlehnung an die HOAI den Grundleistungen der Leistungsphasen 1 bis 6 des Leistungsbildes Tragwerksplanung entsprechen. Die Gesamtprojektbauwerkskosten nach DIN 276 der Kostengruppen 200 - 700 des Referenzprojekts (Kostenberechnung nach dem Ergebnis der Entwurfsplanung) müssen mindestens 10 Mio. Euro netto betragen haben. Die Referenz ist beendet, wenn die Leistungen vom Auftraggeber abgenommen worden sind. 2. Konkretisierung des Beendigungszeitpunkts der Referenzen der Referenzkategorie 1 (vgl. Ziff. 5.1.9): Referenzkategorie 1: Vom Bewerber erbrachte Planungsleistungen in den Leistungsbildern Ingenieurbauwerke (§§ 41 ff. HOAI) und Technische Ausrüstung (§§ 53 ff. HOAI) in Bezug auf die Errichtung/Neubau eines Kraftwerks (Energieerzeugung durch Erneuerbare gemäß Planungsaufgabe) oder alternativ eine Umrüstung/ einen Umbau eines bereits bestehenden Kohlekraftwerks auf die Energieerzeugung durch Erneuerbare gemäß Planungsaufgabe. Die erbrachten Leistungen müssen in Anlehnung an die HOAI den Grundleistungen der Leistungsphasen 1 und 2 der Leistungsbilder Ingenieurbauwerke und Technische Ausrüstung entsprechen. Die Gesamtprojektbauwerkskosten nach DIN 276 der Kostengruppen 200 - 700 des Referenzprojekts (Kostenschätzung nach dem Ergebnis der Vorplanung) müssen mindestens 10 Mio. Euro netto betragen haben. Die Referenz ist beendet, wenn die Leistungen vom Auftraggeber abgenommen worden sind. 3. Verlängerung der Teilnahmefrist: Die Teilnahmefrist wird auf den 08.10.2026, 12 Uhr verlängert.
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