Gebietsbeauftragung für das Fördergebiet Potsdamer Straße
Was wird ausgeschrieben
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen in Berlin schreibt die Gebietsbeauftragung für das Fördergebiet Potsdamer Straße im Rahmen des Programms Lebendige Zentren aus. Der Auftrag umfasst 2.600 Jahresarbeitsstunden, inklusive Geschäftsstraßenmanagement, über eine Laufzeit von drei Jahren und drei Monaten. Die Vergabe erfolgt als Verhandlungsverfahren mit einem geschätzten Auftragswert von rund 772.654 EUR.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Für das neue Berliner Fördergebiet Potsdamer Straße des Bund-Länderprogramms Lebendige Zentren wird die Gebietsbeauftragung ausgeschrieben. Der Auftrag umfasst auch Teilleistungen eines Geschäftsstraßenmanagements. Das Förderprogramm Lebendige Zentren legt den Fokus auf die Anpassung, Revitalisierung und Stärkung von Zentren mit ihren angrenzenden Quartieren. Es werden Maßnahmen finanziert, die zur Aufwertung und Profilierung sowie zur Förderung der Nutzungsvielfalt beitragen. Das Programm fördert die Gestaltung multifunktionaler und attraktiver öffentlicher Räume sowie die Qualifizierung von Sozial-, Kultur- und Bildungseinrichtungen. Die Realisierung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen sind Fördervoraussetzung. Darüber hinaus werden private Akteure im Rahmen von Kooperations- und Gebietsfondsprojekten für ihr Engagement im Gebiet unterstützt. Es sollen 2.600 Jahresarbeitsstunden inkl. des Anteils für das Geschäftsstraßenmanagement (500 Jahresarbeitsstunden) beauftragt werden. Der Vertrag soll für drei Jahre und drei Monate mit anschließender jährlicher Verlängerungsoption im Förderzeitraum geschlossen werden.
Die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sucht einen Gebietsbeauftragten für das Fördergebiet Potsdamer Straße. Ziel ist es, das Quartier durch das Bund-Länder-Programm Lebendige Zentren aufzuwerten, zu revitalisieren und die Nutzungsvielfalt zu stärken. Der Auftrag beinhaltet auch Aufgaben des Geschäftsstraßenmanagements, also die Betreuung und Vernetzung lokaler Gewerbetreibender. Insgesamt sind 2.600 Arbeitsstunden pro Jahr vorgesehen, wobei der Vertrag zunächst für drei Jahre und drei Monate läuft, mit einer Option auf jährliche Verlängerung. Bewerber müssen ihre Eignung elektronisch über die Berliner Vergabeplattform nachweisen.
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Registrierung auf der Vergabeplattform Berlin/iTWOtender zwingend erforderlich
- Einreichung des Vordrucks Wirt124 (Erklärung zu Ausschlussgründen)
- Nachweis über Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gem. §§ 123, 124 GWB
- Beachtung der Hinweise zu restriktiven Maßnahmen gegenüber Russland (Vordruck Wirt124.1)
- Einreichung aller Unterlagen in deutscher Sprache
- Elektronische Angebotsabgabe in Textform
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Verstoß gegen die in den rein innerstaatlichen Ausschlussgründen verankerten Verpflichtungen: Angebote können ausschließlich von registrierten Bewerbenden über die Vergabeplattform www.berlin.de/vergabeplattform/ bzw. iTWOtender elektronisch in Textform eingereicht werden. Schriftlich eingereichte Angebote werden ausgeschlossen. Die geforderten Erklärungen/Nachweise sind von den Bietenden bzw. jedem Mitglied der Bietergemeinschaft einzureichen. Der Bieter hat mit Vordruck Wirt124 EU (Erklärung zu Ausschlussgründen und Angaben zum Unternehmen) anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen und ob er selbst bzw. ein nach Satzung oder Gesetz für den Bieter vertretungsberechtigter in den letzten zwei Jahren gem. § 21 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz oder gem. § 21 Arbeitnehmerentsendegesetz oder gem. § 19 Mindestlohngesetz mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2.500 Euro belegt worden ist. Ab einem geschätzten Auftragswert von 30.000 Euro (ohne Umsatzsteuer) ist ein öffentlicher Auftraggeber gemäß § 6 Absatz 1 Wettbewerbsregistergesetz (WRegG) verpflichtet, vor Erteilung des Zuschlags bei der Registerbehörde abzufragen, ob im Wettbewerbsregister Eintragungen zu demjenigen Bieter, an den er den Auftrag zu vergeben beabsichtigt, gespeichert sind. Der Bieter hat den Vordruck Wirt124.1 (Hinweise restriktiver Maßnahmen ggü. Russland) im Vergabeverfahren zu beachten. Diese Hinweise gelten auch für Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Eignungsverleiher, sofern zutreffend. Alle einzureichenden Unterlagen müssen in deutscher Sprache gestellt werden. Gleichwertige Nachweise/Erklärungen anderer Herkunftsländer sind in beglaubigter deutscher Übersetzung zwingend beizulegen. Die Abgabe von mehr als einem Hauptangebot ist nicht zugelassen. Die Kommunikation (Fragen, Auskünfte) erfolgt ausschließlich über die Vergabeplattform. Nachforderungen in der Teilnahmeantragsphase sind möglich. In der Angebotsphase werden Nachforderungen ausgeschlossen.
Aufteilung in Lose
1 LotFür das neue Berliner Fördergebiet Potsdamer Straße des Bund-Länderprogramms Lebendige Zentren wird die Gebietsbeauftragung ausgeschrieben. Der Auftrag umfasst auch Teilleistungen eines Geschäftsstraßenmanagements. Das Förderprogramm Lebendige Zentren legt den Fokus auf die Anpassung, Revitalisierung und Stärkung von Zentren mit ihren angrenzenden Quartieren. Es werden Maßnahmen finanziert, die zur Aufwertung und Profilierung sowie zur Förderung der Nutzungsvielfalt beitragen. Das Programm fördert die Gestaltung multifunktionaler und attraktiver öffentlicher Räume sowie die Qualifizierung von Sozial-, Kultur- und Bildungseinrichtungen. Die Realisierung von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen sind Fördervoraussetzung. Darüber hinaus werden private Akteure im Rahmen von Kooperations- und Gebietsfondsprojekten für ihr Engagement im Gebiet unterstützt. Es sollen 2.600 Jahresarbeitsstunden inkl. des Anteils für das Geschäftsstraßenmanagement (500 Jahresarbeitsstunden) beauftragt werden. Der Vertrag soll für drei Jahre und drei Monate mit anschließender jährlicher Verlängerungsoption im Förderzeitraum geschlossen werden.
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- quality30%
Dem Angebot soll eine schriftliche Ausarbeitung auf maximal vier DIN-A-4-Seiten beiliegen (überzählige Seiten werden nicht bewertet), in der das bietende Büro sein Verständnis der Aufgabe und die wesentlich zu setzenden Schwerpunkte darstellen soll. Eine eigenständige Form ist zu wählen (kein Formblatt des Auftraggebers vorhanden). Weiterhin soll eine Aufstellung der Arbeitsstundenverteilung nach Personal sowie nach Leistungsbausteinen mit entsprechendem Personaleinsatz für alle Projektteammitglieder vorgenommen werden. Dies hat für die Jahre 2026 und 2027 zu erfolgen. Auszufüllen ist hierfür das den Vergabeunterlagen beigefügte Leistungsverzeichnis (Bereich 1. Personaleinsatz, Bereich 3. Stundenverteilung nach Leistungsbausteinen (LB1-LB6)). Dabei ist Folgendes zu beachten: Das Projektteam soll aus mind. zwei bis maximal drei Personen bestehen. Die Projektleitung ist mit mindestens 30 % der Jahresarbeitsstunden zu berücksichtigen. Die Projekthauptbearbeitung ist mit mindestens 30 % der Jahresarbeitsstunden zu berücksichtigen. Sofern eine dritte Person als Projektmitarbeit eingeplant wird, soll diese mit mindestens 15% der Jahresarbeitsstunden berücksichtigt werden. Es wird die methodische und konzeptionelle Herangehensweise der schriftlichen Ausarbeitung und der Stundenverteilung bewertet. Die Wertung erfolgt mittels Bewertungsstufen von 5-0. Es können auch Zwischennoten vergeben werden. In der Zuschlagsbewertung müssen als Mindesteignungsanforderung im Zuschlagskriterium Qualität des Angebots mind. 50 % der möglichen Punkte erreicht werden. Die Wertung der eingegangenen Erstangebote (und ggf. Folgeangebote) erfolgt durch Mitarbeitende bei SenStadt IV C sowie der entsprechenden Bezirke. Zusätzlich sind Angaben zur Verfügbarkeit und Erreichbarkeit des bietenden Büros für den Auftraggeber zu machen, sofern der Bürostandort nicht Berlin ist (auf max. einer Seiten DIN-A-4 zusätzlich). Diese fließen nicht mit in die Wertung ein.
- price30%
Hierfür ist im Leistungsverzeichnis der Bereich 2. Preisangebot auszufüllen. Gewertet wird der „Angebotsstundensatz 2026/2027 in € brutto“. Der bezifferte Angebotsstundensatz ist im Dokument Wirt-213e Angebotsschreiben zusätzlich einzutragen. Ab 2028 und in den weiteren Auftragsjahren wird dieser Angebotsstundensatz 2026/2027 unter Berücksichtigung der Inflationsrate fortgeschrieben (vgl. Vertragsmuster, § 7, Abs. 9). Die Bewertung des Angebotsstundensatzes erfolgt, indem ein Angebot von 72,25 € brutto (Unterwert) 5 Punkte erhält. Ein Angebot von 97,75 € brutto (Oberwert) erhält 0 Punkte. Dazwischen liegende Werte werden mittels linearer Interpolation ermittelt, wobei auf eine Nachkommastelle gerundet wird. Die Wertung der eingegangenen Erstangebote (und ggf. Folgeangebote) erfolgt durch Mitarbeitende bei SenStadt IV C sowie der entsprechenden Bezirke.
- quality15%
Angegeben werden soll neben den erlangten aufgabespezifischen Qualifikationen, Kenntnisse und Erfahrungen in wie weit und in welcher Funktion (Leitung oder Mitarbeit) das nominierte Projektteam in ausgewählten persönlichen Referenzprojekten mitgewirkt hat. Es sind mind. eine und maximal drei persönliche Referenzen je Mitglied des Projektteams anzugeben. Auszufüllen ist hierfür der den Vergabeunterlagen beigefügten Bewerberbogen Projektteam Teil 2 (Fortschreibung Teil 1). Bewertet werden die aufgabespezifischen Qualifikationen, Kenntnisse und Erfahrungen. Das Projektteam soll über einschlägige Erfahrungen und Fachkenntnisse in den Bereichen Durchführung und Abwicklung von Förderverfahren in Städtebaufördergebieten, gute Kenntnisse in den Bereichen Städtebau, Verfahrens-, Projektmanagement sowie Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen, Moderation und Steuerung von Kommunikations- und Abstimmungsprozessen mit komplexen Akteurskonstellationen etc. verfügen. Weiterhin sind Erfahrungen und der Umgang insbesondere mit Anwohnerschaft, Gewerbetreibenden und Eigentümern, verschiedenen lokalen Akteuren, Initiativen, der Stadtgesellschaft, Fachämtern und weiteren öffentlichen und amtlichen Institutionen oder politischen Gremien wünschenswert. Die Wertung erfolgt mittels Bewertungsstufen von 5-0. Es können auch Zwischennoten vergeben werden. In der Zuschlagsbewertung müssen als Mindesteignungsanforderung im Zuschlagskriterium 3 mind. 50 % der möglichen Punkte erreicht werden. Je umfangreicher und passgenauer die Qualifikationen, Kenntnisse und Erfahrungen den Auftragsgegenstand treffen, desto besser wird die Bewertung ausfallen. Die Wertung der eingegangenen Erstangebote (und ggf. Folgeangebote) erfolgt durch Mitarbeitende bei SenStadt IV C sowie der entsprechenden Bezirke.
- quality15%
Informationen zu den Projektteammitgliedern und über bis zu zwei für die Aufgabenbewältigung relevante Referenzprojekte sollen im Rahmen der Präsentation durch das nominierte Projektteam vorgestellt werden. Zusätzlich ist eine Zusammenfassung derselben Inhalte auf höchstens einer Seite DIN-A-4 an die Bewertenden und Beisitzenden auszuhändigen. Dafür sind sechs Exemplare bereit zu halten. Es werden der Aufbau und die Schlüssigkeit der Präsentation, die Nachvollziehbarkeit der Teamzusammensetzung und Rollenverteilung sowie die Vermittlung der Relevanz der Referenzprojekte im Hinblick auf die geforderten Leistungen bewertet. Die Wertung erfolgt mittels Bewertungsstufen von 5-0. Es können auch Zwischennoten vergeben werden. In der Zuschlagsbewertung müssen als Mindesteignungsanforderung mind. 50 % der möglichen Punkte erreicht werden. Die Wertung der Präsentation erfolgt durch Mitarbeitende bei SenStadt IV C sowie der entsprechenden Bezirke.
- quality10%
Es wird eine Aufgabenstellung (Stegreifaufgabe) an das nominierte Projektteam gestellt, die innerhalb einer kurzen Zeitspanne von jeweils fünf Minuten bearbeitet und präsentiert werden soll. Die Aufgabenstellung wird eine bestimmte, für die Aufgabenerledigung typische Situation skizzieren. Es werden die Souveränität, die Analyse- und Organisationsfähigkeiten bei der Aufgabenbesprechung und Ergebnisvorstellung bewertet. Die Wertung erfolgt mittels Bewertungsstufen von 5-0. Es können auch Zwischennoten vergeben werden. In der Zuschlagsbewertung müssen als Mindesteignungsanforderung mind. 50 % der möglichen Punkte erreicht werden. Die Wertung der Stegreifaufgabe erfolgt durch Mitarbeitende bei SenStadt IV C sowie der entsprechenden Bezirke.
Zeitplan
- 15. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 15. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung