Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: Friedmann Elektrotechnik GmbH
Auftragswert
€199k
Zuschlag am
29. Juni 2026
Gebäudeautomation für die Sanierung des Windeck-Gymnasiums in Bühl

Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Bühl schreibt die Gebäudeautomation für die Sanierung des Bauteils II des Windeck-Gymnasiums aus. Der Auftrag umfasst die Lieferung und Installation von KNX-Feldgeräten, Einzelraumregelungen sowie BACnet-Automationseinrichtungen inklusive Schaltschrankbau und Anbindung an das Gebäudeleitsystem. Das Projekt ist Teil einer umfassenden energetischen Sanierung nach KfW55-Standard.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Stadt Bühl plant in der Humboldtstraße 3, am bestehenden Windeck-Gymnasium, die Sanierung des Bauteils II. von 1970, mit Erweiterung eines dreiseitig umlaufenden Fluchtbalkons und die Errichtung eines Technikgebäudes. Die offene zweigeschossige Eingangshalle verknüpft räumlich die Nutzungsbereiche und Bauteile miteinander, stellt den zentralen Bereich der gesamten Schule dar und unterstützt Schüler und Besucher in der Orientierung im Gebäude. Durch eine großzügige Sitzstufenanlage kann die Eingangshalle als Aula für Veranstaltungen, Pausen, Vesper, etc. genutzt werden. Sie verknüpft das Erdgeschoss mit dem Obergeschoss, den Eingangsbereich mit dem Schülercafé. Die Dachfläche über der Aula wird als weitgespannte Holzkonstruktion in Form eines Trägerrostes ausgeführt, in dessen Kassettenfelder Oberlichter Tageslicht einbringen und im Brandfall Rauch abführen. Die anschließenden Flurbereiche erhalten eine hohe Aufenthaltsqualität mit Sitznischen und natürlicher Belichtung durch den neuen ebenfalls zentral angeordneten Innenhof, zu dessen Gunsten die beiden kleineren, bestehenden, flankierenden Innenhöfe zu einem großen, zentralen Innenhof zusammengefasst werden. Die Konzeption der Eingangshalle und des zentralen Innenhofs hat umfangreiche Abbruch- und Neubaumaßnahmen im Bestand zur Folge, welche sensible Abstütz- und Unterfangungsmaßnahmen erfordern. In Achse 13, als Grenze des Sanierungsbereichs, ist eine Brandwand gegenüber dem Bestand, Bauteil I., zu erstellen. Die hohe Flexibilität in der Aula und den Flurbereichen wird durch die Anordnung der neuen, außenliegenden, dreiseitig umlaufenden Fluchtbalkone als Stahlkonstruktion erreicht, welche den 1. Rettungsweg darstellen. Das Gebäude wird mit einer senkrechten, gelochten Trapezblech- und Pfosten-Riegel-Fassade geplant. Im Obergeschoss befinden sich vorwiegend Unterrichtsräume und das Schülercafé. Im Erdgeschoss befinden sich ebenfalls vorwiegend Unterrichtsräume, aber auch Nebenräume unter der Freitreppe und Elternbesprechung sowie 1.Hilfe, in direkter Nähe des Haupteingangs. Das Gebäude wird mit einer senkrechten, gelochten Trapezblech- und Pfosten-Riegel-Fassade erstellt. Die Glas-Fassade besteht aus einer 3-fach-Verglasung mit Alurahmen und Öffnungsflügel als Fluchttüren als 1. Rettungsweg. Das Innere des Sanierungsbereichs wird im Wesentlichen von drei Materialien bestimmt: Holz, Glas und Beton. Das Gebäude ist eine Massivbauweise aus Beton. Das bedeutet, dass alle statisch relevanten Elemente aus Stahlbeton bestehen: Die innenliegenden Wände zur Aussteifung, die innenliegenden Stützen zur Lastabtragung und die Decken/Bodenplatte/Dach zum Überspannen der Abstände. Das statische Konzept wird in den meisten Bereichen nicht versteckt, sondern in den öffentlichen Bereichen und Fluren als Sichtbeton ausgeführt. Somit trägt der Baustoff zum einen zur Statik bei, zum andern auch zum Erscheinungsbild innerhalb des Gebäudes bei. Das Glas dient zur natürlichen Belichtung des Gebäudes. Alle Räume an der außenliegenden Spange sowie am Innenhof angeschlossen, haben eine in der Fassade liegende Verglasung. Zusätzlich wird in besonderen Bereichen wie der Aula und einem innenliegenden Flur über Oberlichter im Dach natürliches Licht ins Gebäude gebracht. Das Dach wird als flachgeneigtes Dach mit 2% Gefälledämmung ausgeführt. Es wird mit Bitumen abgedichtet und zur Reduzierung des Regenabflusswertes extensiv begrünt und durch eine PV-Anlage ergänzt. Das Gebäude wird mit dem Energiestandard KFW55 errichtet. Nutzfläche: ca. 3.395 m², Bruttorauminhalt: ca. 24.735 m³
Die Stadt Bühl modernisiert das Windeck-Gymnasium und sucht hierfür einen Fachbetrieb für die Gebäudeautomation. Dabei geht es um die technische Steuerung der Räume, etwa für Heizung, Lüftung und Beleuchtung, basierend auf modernen Standards wie KNX und BACnet. Konkret müssen unter anderem rund 174 Raumautomationsgeräte, Einzelraumregelungen und die Anbindung an ein zentrales Gebäudeleitsystem installiert werden. Dies ist ein wichtiger Teil der umfassenden Sanierung des Schulgebäudes, das nach dem energieeffizienten KfW55-Standard umgebaut wird.
Aufteilung in Lose
1 Lotca. 174 Stck KNX-Feldgeräte Raumautomation ca. 48 Stck Einzelraumregelungen mit KNX-Kommunikation ca. 750 Stck KNX-Datenpunkte ca. 50 Stck MSR-Feldgeräte ASP ca. 3 Stck BACnet-Automationseinrichtung ASP einschließlich Schaltschrank ca. 412 Stck ASP-Datenpunkte einschließlich Modbus RTU ca. 1 Stck Anbindung an das Gebäudeleitsystem
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price100%
100% Preis
Zeitplan
- 13. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 29. Juni 2026Zuschlag erteiltZuschlag an Friedmann Elektrotechnik GmbH · €199k