TED·411365-2026

Forschungsvorhaben zur Optimierung des Schüttel-Abriebverfahrens für Gesteinskörnungen in Asphalt

Nordrhein-Westfalen
Bergisch Gladbach, Germany·Veröffentlicht 16. Juni 2026
Forschung & EntwicklungIngenieurdienstleistungenÖffentliche VerwaltungVerkehrsinfrastrukturForschung Und EntwicklungStrassenbauBaustoffpruefungOeffentliche VerwaltungWissenschaftliche Dienstleistungen
Auftragswert
€252k
Veröffentlichter Wert
Einreichungsfrist
20. Juli 2026
-14 Tage verbleibend
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Bundesanstalt für Straßenwesen schreibt ein Forschungsvorhaben zur wissenschaftlichen Untermauerung und Optimierung des Schüttel-Abriebverfahrens nach TP Gestein-StB aus. Ziel ist die Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für die Wasserempfindlichkeit von Gesteinskörnungen, um die Dauerhaftigkeit von Asphaltbauweisen zu verbessern. Das Projekt umfasst sieben Arbeitspakete, von der Literaturstudie bis zur Erstellung von Empfehlungen für das technische Regelwerk.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die Wasserempfindlichkeit von Fremdfüller sowie des Eigenfüllers der feinen Gesteinskörnung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Mörteleigenschaften von Asphalt, welche wiederum in direktem Zusammenhang mit dem Gebrauchsverhalten des Baustoffs stehen. In der aktuellen Norm DIN EN 13043 „Gesteinskörnungen für Asphalt und Oberflächenbehandlungen für Straßen, Flugplätze und andere Verkehrsflächen" ist die Wasserempfindlichkeit von Fremdfüller und Eigenfüller bereits als wesentliches Merkmal verankert. Forschungsarbeiten haben die Eignung und die Vorzüge des Schüttel-Abriebverfahrens zur Bestimmung dieser Wasserempfindlichkeit bei feinen Gesteinskörnungen nachgewiesen. Aufgrund dieser Erkenntnisse haben die D-A-CH-Länder beschlossen, die Wasserempfindlichkeit, geprüft mittels des Schüttelabrieb-Verfahrens, als wesentliches Merkmal für die feine Gesteinskörnung in den laufenden CPR-Acquis-Prozess einzubringen. Ein zentrales Problem bei der Ableitung eines Bewertungshintergrundes direkt aus Versuchstrecken ist jedoch die dafür erforderliche lange Liegedauer, was den Prozess erschwert. Es besteht weiterhin Bedarf an einer fundierten wissenschaftlichen Untermauerung und Optimierung des Verfahrens. Das übergeordnete Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3. Der spezifische Nutzen des FE-Vorhabens liegt darin, dass die Forschungsergebnisse unmittelbar in das Technische Regelwerk (TP Gestein-StB, TL Gestein-StB) einfließen sollen. Durch eine konkretisierte Prüfvorschrift für das Schüttel-Abriebverfahren entsteht die Möglichkeit, gezielt qualitativ hochwertige feine Gesteinskörnungen herzustellen, was langfristig zu einer deutlichen Erhöhung der Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit von Asphaltbauweisen führt. Für die Konzeption der Bearbeitung können insbesondere folgende Vorüberlegungen berücksichtigt werden: AP 1 - Literaturstudie AP 2 - Expertenbefragung AP 3 - Optimierung des Prüfverfahrens AP 4 - Evaluierung der Optimierung AP 5 - Stichprobencharakterisierung AP 6 - Erstellung eines Bewertungshintergrundes AP 7 – Auswertung und Empfehlungen

VergabeHero-Einschätzung

Die Bundesanstalt für Straßenwesen sucht einen wissenschaftlichen Partner für ein Forschungsprojekt zur Verbesserung der Qualitätsprüfung von Gesteinskörnungen im Straßenbau. Dabei geht es konkret um das sogenannte Schüttel-Abriebverfahren, mit dem die Wasserempfindlichkeit von Materialien bestimmt wird, die für Asphalt verwendet werden. Ziel ist es, das Prüfverfahren wissenschaftlich zu optimieren und einen neuen Bewertungsstandard zu schaffen, der direkt in die technischen Regelwerke für den Straßenbau einfließen soll. Das Projekt ist in sieben Arbeitsschritte unterteilt, die von der Analyse bestehender Literatur über Expertenbefragungen bis hin zur praktischen Evaluierung und finalen Empfehlungen reichen.

Eignung

Zentrale Anforderungen

3 Punkte
  • Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB
  • Nichtvorliegen von Ausschlussgründen gemäß § 124 GWB
  • Eigenerklärung zur Eignung gemäß Vergabeunterlage Nr. 4

KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.

Eignungskriterien (Volltext)

Es gelten die in § 123 GWB und § 124 GWB genannten Ausschlussgründe. Nichtvorliegen der genannten Ausschlussgründe sind nachzuweisen durch Eigenerklärung, siehe Vergabeunterlage Nr. 4 (vgl. Teilnahmebedingungen Nr. 4.4). siehe § 56 VgV

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0000FE 06.0127/2026/BGB - Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3
€252k

Die Wasserempfindlichkeit von Fremdfüller sowie des Eigenfüllers der feinen Gesteinskörnung hat einen entscheidenden Einfluss auf die Mörteleigenschaften von Asphalt, welche wiederum in direktem Zusammenhang mit dem Gebrauchsverhalten des Baustoffs stehen. In der aktuellen Norm DIN EN 13043 „Gesteinskörnungen für Asphalt und Oberflächenbehandlungen für Straßen, Flugplätze und andere Verkehrsflächen" ist die Wasserempfindlichkeit von Fremdfüller und Eigenfüller bereits als wesentliches Merkmal verankert. Forschungsarbeiten haben die Eignung und die Vorzüge des Schüttel-Abriebverfahrens zur Bestimmung dieser Wasserempfindlichkeit bei feinen Gesteinskörnungen nachgewiesen. Aufgrund dieser Erkenntnisse haben die D-A-CH-Länder beschlossen, die Wasserempfindlichkeit, geprüft mittels des Schüttelabrieb-Verfahrens, als wesentliches Merkmal für die feine Gesteinskörnung in den laufenden CPR-Acquis-Prozess einzubringen. Ein zentrales Problem bei der Ableitung eines Bewertungshintergrundes direkt aus Versuchstrecken ist jedoch die dafür erforderliche lange Liegedauer, was den Prozess erschwert. Es besteht weiterhin Bedarf an einer fundierten wissenschaftlichen Untermauerung und Optimierung des Verfahrens. Das übergeordnete Ziel dieses Forschungsvorhabens ist die Schaffung eines performancebasierten Bewertungshintergrundes für das Schüttel-Abriebverfahren nach TP Gestein-StB, Teil 6.6.3. Der spezifische Nutzen des FE-Vorhabens liegt darin, dass die Forschungsergebnisse unmittelbar in das Technische Regelwerk (TP Gestein-StB, TL Gestein-StB) einfließen sollen. Durch eine konkretisierte Prüfvorschrift für das Schüttel-Abriebverfahren entsteht die Möglichkeit, gezielt qualitativ hochwertige feine Gesteinskörnungen herzustellen, was langfristig zu einer deutlichen Erhöhung der Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit von Asphaltbauweisen führt. Für die Konzeption der Bearbeitung können insbesondere folgende Vorüberlegungen berücksichtigt werden: AP 1 - Literaturstudie AP 2 - Expertenbefragung AP 3 - Optimierung des Prüfverfahrens AP 4 - Evaluierung der Optimierung AP 5 - Stichprobencharakterisierung AP 6 - Erstellung eines Bewertungshintergrundes AP 7 – Auswertung und Empfehlungen

CPV 73000000Frist 20. Juli 2026
Bewertung

Zuschlagskriterien

2 Kriterien
  • quality

    Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Zuschlagskriterien, Zuschlagsbedingungen, Bewertungs- und Auswahlmethode: siehe Teilnahmebedingungen, Nr. 8.

    50%
  • price

    Der Zuschlag wird auf das wirtschaftlichste Angebot erteilt. Zuschlagskriterien, Zuschlagsbedingungen, Bewertungs- und Auswahlmethode: siehe Teilnahmebedingungen, Nr. 8.

    50%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 16. Juni 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert
  2. 20. Juli 2026
    Einreichungsfrist
    Elektronische Einreichung

Alle Angaben ohne Gewähr. Ausschreibungen können sich jederzeit ändern – wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier dargestellten Daten. Maßgeblich ist stets die Originalbekanntmachung des Auftraggebers.

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