Forschungsprojekt zur subjektiven Sicherheit an kleinen Bahnhöfen

Was wird ausgeschrieben
Das Eisenbahn-Bundesamt schreibt ein Forschungsprojekt zur empirischen Modellierung der subjektiven Sicherheit an kleinen Bahnhöfen aus. Ziel ist die Entwicklung eines evidenzbasierten Modells sowie die Ableitung von Maßnahmen zur Verbesserung des Sicherheitsgefühls der Reisenden. Der Auftrag hat eine Laufzeit von 900 Tagen und umfasst Datenerhebungen sowie experimentelle Untersuchungen.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Das Forschungsprojekt zielt darauf ab, fundiertes Wissen über Einflussfaktoren auf subjektive Sicherheit an kleinen Bahnhöfen zu erlangen. Zu diesem Zweck werden objektive und subjektive Daten sowie Untersuchungen unter realen und experimentellen Bedingungen durchgeführt. Aus kombinierenden Analysen ergeben sich so evidenzbasierte Priorisierungen von Maßnahmen mit größtmöglicher Wirkung auf das Sicherheitsgefühl der Menschen. In dem Projekt wird dadurch ein evidenzbasiertes Modells zur Erklärung subjektiver Sicherheit an kleinen Bahnhöfen entwickelt. Für solch kleine Bahnhöfe liegen bislang wenig Daten vor. Gleichzeitig sind dort zunehmende Vermeidungstendenzen zu beobachten. Die Beschäftigung mit subjektiver Sicherheit ist relevant, da (1) das Risiko an Bahnhöfen Opfer einer Straftat zu werden gering ist, das Sicherheitsgefühl aber trotzdem schlecht ist und (2) sich Maßnahmen die auf eine höhere objektive Sicherheit abzielen substanziell von solchen zur Verbesserung der subjektiven Sicherheit unterscheiden können - es handelt sich um zwei weitgehend unabhängige und eigenständige Aspekte. Beispielsweise können mehr Überwachung und Polizeipräsenz Delikte reduzieren und somit die objektive Sicherheit erhöhen, gleichzeitig aber auch das Unsicherheitsgefühl verstärken, weil sie Gefahr signalisieren. Grundlage des Projektes bildet eine theoriegeleitete, umfassende Datenerhebung mit großen, heterogenen Stichproben, kombiniert mit objektiven Kontextfaktoren und experimentellen Untersuchungen. Besonderes Augenmerk liegt auf Wechselwirkungen zwischen Einflussfaktoren sowie Unterschieden zwischen sozialen Gruppen. Auf dieser Basis sollen evidenzbasierte Maßnahmen zur gezielten Verbesserung des Sicherheitsgefühls priorisiert und öffentlichkeitswirksam präsentiert werden.
Das Eisenbahn-Bundesamt sucht einen Forschungspartner, um zu untersuchen, warum sich Menschen an kleinen Bahnhöfen oft unsicher fühlen, obwohl das tatsächliche Risiko für Straftaten gering ist. Das Projekt soll wissenschaftlich fundierte Modelle entwickeln, die erklären, welche Faktoren das Sicherheitsgefühl beeinflussen und wie man dieses durch gezielte Maßnahmen verbessern kann. Dabei werden sowohl objektive Daten als auch subjektive Befragungen und experimentelle Studien kombiniert. Der Auftrag läuft über einen Zeitraum von 900 Tagen und richtet sich an Forschungseinrichtungen oder spezialisierte Beratungsunternehmen mit Expertise in empirischer Sozialforschung.
Zentrale Anforderungen
3 Punkte- Einhaltung der Ausschlussgründe gemäß § 123 GWB
- Einhaltung der Ausschlussgründe gemäß § 124 GWB
- Vollständige und fristgerechte Einreichung der Angebotsunterlagen
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen.
Eignungskriterien (Volltext)
Sinngemäße Anwendung von § 123 / 124 GWB Die Angebotsunterlagen sind vollständig und fristgerecht einzureichen. Sollten weitere Angaben vom Auftraggeber gewünscht sei, so kann dieser selbige nachfordern bzw. dem Bieter ermöglichen, im Zuge von Angebotsaufklärungen Korrekturen an den abgegebenen Unterlagen vorzunehmen. Im Übrigen gelten die Bestimmungen des §56 VgV
Aufteilung in Lose
1 LotDas Forschungsprojekt zielt darauf ab, fundiertes Wissen über Einflussfaktoren auf subjektive Sicherheit an kleinen Bahnhöfen zu erlangen. Zu diesem Zweck werden objektive und subjektive Daten sowie Untersuchungen unter realen und experimentellen Bedingungen durchgeführt. Aus kombinierenden Analysen ergeben sich so evidenzbasierte Priorisierungen von Maßnahmen mit größtmöglicher Wirkung auf das Sicherheitsgefühl der Menschen. In dem Projekt wird dadurch ein evidenzbasiertes Modells zur Erklärung subjektiver Sicherheit an kleinen Bahnhöfen entwickelt. Für solch kleine Bahnhöfe liegen bislang wenig Daten vor. Gleichzeitig sind dort zunehmende Vermeidungstendenzen zu beobachten. Die Beschäftigung mit subjektiver Sicherheit ist relevant, da (1) das Risiko an Bahnhöfen Opfer einer Straftat zu werden gering ist, das Sicherheitsgefühl aber trotzdem schlecht ist und (2) sich Maßnahmen die auf eine höhere objektive Sicherheit abzielen substanziell von solchen zur Verbesserung der subjektiven Sicherheit unterscheiden können - es handelt sich um zwei weitgehend unabhängige und eigenständige Aspekte. Beispielsweise können mehr Überwachung und Polizeipräsenz Delikte reduzieren und somit die objektive Sicherheit erhöhen, gleichzeitig aber auch das Unsicherheitsgefühl verstärken, weil sie Gefahr signalisieren. Grundlage des Projektes bildet eine theoriegeleitete, umfassende Datenerhebung mit großen, heterogenen Stichproben, kombiniert mit objektiven Kontextfaktoren und experimentellen Untersuchungen. Besonderes Augenmerk liegt auf Wechselwirkungen zwischen Einflussfaktoren sowie Unterschieden zwischen sozialen Gruppen. Auf dieser Basis sollen evidenzbasierte Maßnahmen zur gezielten Verbesserung des Sicherheitsgefühls priorisiert und öffentlichkeitswirksam präsentiert werden.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- quality70%
Gewichtung der Qualität 70%
- price30%
Gewichtung des Preises 30%
Zeitplan
- 24. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 15. Okt. 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung