Vergabeentscheid

Zuschlag erteilt

Auftragsgewinner: Würzburger Institut für Verkehrswissenschaften GmbH

Auftragswert

€252k

TED·497499-2026

Forschungsprojekt zum Verhalten von Radfahrenden in komplexen Interaktionen auf Landstraßen

Nordrhein-Westfalen
Bergisch Gladbach, Germany·Veröffentlicht 17. Juli 2026
Forschung und EntwicklungVerkehrswesenÖffentliche VerwaltungForschung und EntwicklungForschung Und EntwicklungVerkehrssicherheitRadverkehrSimulationOeffentliche Forschung
Auftragswert
€252k
Veröffentlichter Wert
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) schreibt ein Forschungsvorhaben zur Analyse von Interaktionen zwischen Rad- und Kfz-Fahrenden an Knotenpunkten auf Landstraßen aus. Ziel ist die Durchführung einer kombinierten Simulatorstudie, um Unfallursachen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für nationale Regelwerke abzuleiten. Das Projekt dient der Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Unterstützung des Verkehrssicherheitsprogramms des Bundes.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Ausgangslage: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 445 Radfahrende im Straßenverkehr getötet – Tendenz steigend. Rund 40 Prozent dieser tödlichen Unfälle ereigneten sich auf Landstraßen. Vorangegangene Studien zeigen, dass insbesondere Abbiege- sowie Einbiege-/Kreuzen-Unfälle außerorts häufig auftreten und eine hohe Schwere aufweisen. Ebenso steigt die Anzahl schwerer Unfälle mit Pedelecs. Darüber hinaus wird die Anzahl und Länge von Radschnellwegen im Außerortsbereich zukünftig weiter ansteigen und zu einer höheren Verkehrsleistung im Radverkehr führen. Diese darf nicht vermehrt mit Konflikten an Knotenpunkten einhergehen. Bisher ist unzureichend untersucht, welche fehlerhaften Verhaltensweisen im Zusammenspiel mit der Infrastruktur zu diesen Unfällen führen. Ziel und Nutzen: Ziel des Forschungsvorhabens ist es, vertiefende Informationen zu Interaktionen in unfallträchtigen Situationen an Knotenpunkten und beim Queren der Fahrbahn durch Radfahrende außerorts zu gewinnen. Auf dieser Basis sollen konkrete Handlungsempfehlungen zur Reduktion von Unfallzahlen entwickelt und in nationale Regelwerke integriert werden. Im Projekt wird eine kombinierte Kfz- und Fahrradsimulatorstudie durchgeführt, um mikroanalytisch das Erleben und Verhalten beider Verkehrsteilnehmendengruppen in kritischen Interaktionen zu untersuchen. Hierzu werden der Fahr- und Fahrradsimulator der BASt zu einem Multi-Mode-Simulator vernetzt. Neben verkehrstechnischen Aspekten werden individuelle Einflussfaktoren wie Persönlichkeit, Einstellungen und soziodemografische Merkmale berücksichtigt. Die gewonnenen Daten schaffen eine belastbare Basis zur Modellierung kritischer Interaktionsmuster zwischen Rad- und Kfz-Fahrenden auf Landstraßen. Durch gezielte Variation in der Simulation können konkrete Empfehlungen zur Gestaltung von Knotenpunkten oder Überleitungsstellen abgeleitet werden, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Bevorrechtigung des Radverkehrs in den Regelwerken. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs auf Landstraßen und unterstützt die Ziele des Verkehrssicherheitsprogramms des Bundes.

VergabeHero-Einschätzung

Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sucht einen Forschungspartner für eine wissenschaftliche Studie zur Sicherheit von Radfahrern auf Landstraßen. Da die Unfallzahlen außerorts steigen, soll mithilfe von Fahr- und Fahrradsimulatoren untersucht werden, wie kritische Situationen an Kreuzungen entstehen und wie diese durch bessere Infrastruktur vermieden werden können. Die Ergebnisse sollen direkt in offizielle deutsche Verkehrsregeln einfließen, um das Radfahren sicherer zu machen. Es handelt sich um ein spezialisiertes Forschungsprojekt, das verkehrstechnische Analysen mit psychologischen Faktoren verknüpft.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0000Verhalten von Radfahrenden in komplexen Interaktionen auf Landstraßen
€252k

Ausgangslage: Im Jahr 2024 wurden in Deutschland 445 Radfahrende im Straßenverkehr getötet – Tendenz steigend. Rund 40 Prozent dieser tödlichen Unfälle ereigneten sich auf Landstraßen. Vorangegangene Studien zeigen, dass insbesondere Abbiege- sowie Einbiege-/Kreuzen-Unfälle außerorts häufig auftreten und eine hohe Schwere aufweisen. Ebenso steigt die Anzahl schwerer Unfälle mit Pedelecs. Darüber hinaus wird die Anzahl und Länge von Radschnellwegen im Außerortsbereich zukünftig weiter ansteigen und zu einer höheren Verkehrsleistung im Radverkehr führen. Diese darf nicht vermehrt mit Konflikten an Knotenpunkten einhergehen. Bisher ist unzureichend untersucht, welche fehlerhaften Verhaltensweisen im Zusammenspiel mit der Infrastruktur zu diesen Unfällen führen. Ziel und Nutzen: Ziel des Forschungsvorhabens ist es, vertiefende Informationen zu Interaktionen in unfallträchtigen Situationen an Knotenpunkten und beim Queren der Fahrbahn durch Radfahrende außerorts zu gewinnen. Auf dieser Basis sollen konkrete Handlungsempfehlungen zur Reduktion von Unfallzahlen entwickelt und in nationale Regelwerke integriert werden. Im Projekt wird eine kombinierte Kfz- und Fahrradsimulatorstudie durchgeführt, um mikroanalytisch das Erleben und Verhalten beider Verkehrsteilnehmendengruppen in kritischen Interaktionen zu untersuchen. Hierzu werden der Fahr- und Fahrradsimulator der BASt zu einem Multi-Mode-Simulator vernetzt. Neben verkehrstechnischen Aspekten werden individuelle Einflussfaktoren wie Persönlichkeit, Einstellungen und soziodemografische Merkmale berücksichtigt. Die gewonnenen Daten schaffen eine belastbare Basis zur Modellierung kritischer Interaktionsmuster zwischen Rad- und Kfz-Fahrenden auf Landstraßen. Durch gezielte Variation in der Simulation können konkrete Empfehlungen zur Gestaltung von Knotenpunkten oder Überleitungsstellen abgeleitet werden, insbesondere im Hinblick auf eine mögliche Bevorrechtigung des Radverkehrs in den Regelwerken. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit und Attraktivität des Radverkehrs auf Landstraßen und unterstützt die Ziele des Verkehrssicherheitsprogramms des Bundes.

CPV 73000000
Bewertung

Zuschlagskriterien

1 Kriterien
  • price

    50

Zeitleiste

Zeitplan

  1. 17. Juli 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert

Alle Angaben ohne Gewähr. Ausschreibungen können sich jederzeit ändern – wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier dargestellten Daten. Maßgeblich ist stets die Originalbekanntmachung des Auftraggebers.

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