Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: Ingenieurgesellschaft für Verkehrs- und Eisenbahnwesen mbH
Auftragswert
€219k
Zuschlag am
7. Juli 2026
Forschungsprojekt zum Notfall- und Störungsmanagement bei automatisiertem Bahnbetrieb (GoA3/GoA4)

Was wird ausgeschrieben
Das Eisenbahn-Bundesamt schreibt ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von Notfall- und Sicherheitskonzepten für den automatisierten Schienenverkehr (GoA3 und GoA4) aus. Ziel ist die Identifikation von Anforderungen an Technik und Kommunikation sowie die Erstellung von Handlungsempfehlungen für Störungsmanagement. Die Projektlaufzeit beträgt 720 Tage.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Aufgaben des Triebfahrzeugführers (Tf) beschränken sich im Betrieb nicht nur auf den reinen Fahrvorgang. Der Tf übernimmt dabei auch Sicherheitsfunktionen, gerade an der Schnittstelle innerhalb des Zuges zur Außenwelt. Wenn kein Mensch mehr den Führerstand eines Triebfahrzeuges besetzt, werden andere Schnittstellen benötigt. Daher muss speziell für die Automatisierungsgrade GoA3 und GoA4 untersucht werden, wie diese Funktionalität, trotz des Wegfalls einer zentralen Schnittstelle, sichergestellt werden kann. Im Not- und Störungsfall stehen Eisenbahninfrastrukturunternehmen mit ihren Fahrdienstleitern (Fdl) und Eisenbahnverkehrsunternehmen ggf. mit Tf oder vollautomatisierten Zügen im Informationsaustausch zueinander. Um geeignete Maßnahmen zur Rettung oder zur zügigen Wiederherstellung des Betriebs unter ATO zu identifizieren, sind Anforderungen in Bezug auf Technik und Kommunikation gegenüber heutigen Anforderungen zu vergleichen und die Maßnahmen auf das Fahren mit dem System ATO zu adaptieren. Es sollen auch standardisierte Entscheidungsvorlagen sowie Notfall- und Sicherheitskonzepte zur Unterstützung aller beteiligten Rollen und Akteure ( z. B. Disponenten, Instandhaltern / Entstörern, Notfallmanagern,Rettungsdienste) entwickelt und im Rahmen dessen ein angepasstes Notall-und Störungsmanagement mit Handlungsempfehlungen vorgelegt werden.
Das Eisenbahn-Bundesamt sucht einen Forschungspartner, um Sicherheitskonzepte für vollautomatisierte Züge zu entwickeln. Da bei automatisierten Systemen (GoA3 und GoA4) kein Triebfahrzeugführer mehr im Führerstand sitzt, müssen neue Wege gefunden werden, wie bei Notfällen oder Störungen sicher kommuniziert und gehandelt werden kann. Der Auftragnehmer soll bestehende Regeln analysieren, Risiken bewerten und konkrete Handlungsempfehlungen für alle Beteiligten, wie etwa Rettungsdienste oder Disponenten, erarbeiten. Das Projekt läuft über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren.
Aufteilung in Lose
1 LotAufgaben: 1: Bestandsaufnahme von Regelwerken, die im Zusammenhang zum Notfall- und Störungsmanagement im Schienenpersonennahverkehr bestehen. 2: Durchführung einer Risikobewertung zu betrieblichen, technischen und organisatorischen Prozessen. 3: Darstellung der für das ATO-System relevanten Anforderungen. 4: Entwicklung von Übungskonzepten und Validierung der in TL 1 bis TL 3 erarbeiteten Ergebnisse. 5: Aufbereitung der Ergebnisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen.
Zuschlagskriterien
2 Kriterien- quality70%
Gewichtung der Qualität: 70%
- price30%
Gewichtung des Preises: 30%
Zeitplan
- 9. Juli 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 7. Juli 2026Zuschlag erteiltZuschlag an Ingenieurgesellschaft für Verkehrs- und Eisenbahnwesen mbH · €219k