Fachplanungsleistung Tragwerksplanung für Neubau EUREGIO Geschäftsstelle
Was wird ausgeschrieben
Die Stadt Gronau (Westfalen) vergibt die Fachplanungsleistung Tragwerksplanung gemäß § 52 HOAI für den Neubau der EUREGIO-Geschäftsstelle. Das Projekt umfasst einen dreigeschossigen Baukörper als markanten Auftakt eines neuen Campus-Ensembles am deutsch-niederländischen Grenzübergang. Die Tragwerksplanung erfolgt im Anschluss an einen erfolgreichen hochbaulichen Realisierungswettbewerb. Die Vertragslaufzeit beträgt 1440 Tage (ca. 4 Jahre).
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Fachplanungsleistung Tragwerksplanung § 52 HOAI für den "Neubau EUREGIO Geschäftsstelle" in Gronau
Die Stadt Gronau (Westfalen) benötigt einen Tragwerksplaner für den Neubau der EUREGIO-Geschäftsstelle direkt an der deutsch-niederländischen Grenze. Das Projekt ist architektonisch und konstruktiv anspruchsvoll – es handelt sich um einen dreigeschossigen Baukörper, der den Auftakt eines neuen Gebäudensembles um einen Euregio-Platz bildet. Die Tragwerksplanung muss nach § 52 HOAI erfolgen und ist Teil eines größeren städtebaulichen Vorhabens. Die Bearbeitungszeit beträgt rund vier Jahre. Bewerber sollten Erfahrung mit vergleichbaren anspruchsvollen Hochbauprojekten im öffentlichen Bereich mitbringen.
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Tragwerksplanung gemäß § 52 HOAI
- Erfahrung mit anspruchsvollen Hochbauprojekten
- Referenzen für vergleichbare öffentliche Bauprojekte
- Eignung nach VOB/A bzw. Vergaberecht
- Fachplanungsleistungen für dreigeschossige Gebäude
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Die Auftraggeberin behält sich vor, fehlende Unterlagen unter Setzung einer angemessenen Frist von sechs Kalendertagen nachzufordern.
Aufteilung in Lose
1 LotIm Anschluss an einen erfolgreichen hochbaulichen Realisierungswettbewerb soll mit dem Neubau der Euregio-Geschäftsstelle ein architektonisch und konstruktiv anspruchsvolles Projekt am deutsch-niederländischen Grenzübergang in Gronau realisiert werden. Die städtebauliche Neuordnung des Standorts sieht ein Ensemble aus mehreren Gebäuden vor, die sich um einen neu entstehenden Euregio-Platz gruppieren. Die neue Geschäftsstelle bildet als dreigeschossiger Baukörper den markanten Auftakt des Campus und steht in unmittelbarer Nachbarschaft zum Euregio-Tagungszentrum. Der Siegerentwurf sieht eine Hybridkonstruktion aus Massiv- und Holzbauweise vor, die sowohl gestalterisch als auch bauphysikalisch und ökologisch überzeugt: Massive Gebäudekerne aus Sichtbeton übernehmen die Aussteifung und stellen gleichzeitig Speichermassen für das thermische Konzept zur Verfügung. Diese Kerne beinhalten vertikale Erschließung, Sanitärbereiche sowie Technik- und Nebenräume. Die angrenzenden Bürobereiche sind in einer weitgehend stützenfreien Holzkonstruktion mit hohen Vorfertigungsgrad konzipiert. Die Decken spannen von den massiven Kernen bis zur tragenden Außenwand, sodass eine hohe Flexibilität in der Nutzung gewährleistet ist. Die Außenwände bestehen aus einer tragenden Holzkonstruktion, an die eine vorgehängte, selbsttragende Klinkerschale rückverankert wird. Diese Klinkerfassade aus teilweise wiederverwendeten Ziegeln leistet zugleich einen Beitrag zur Nachhaltigkeit und zur regionalen Identität. Auf ein Untergeschoss wird verzichtet. Die Gründung und Tragstruktur sind daher für oberirdische Lastabtragung und eine wirtschaftliche Bauweise zu konzipieren. Im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wurde besonderer Wert auf eine kompakte Bauform, eine hochqualitative thermische Hülle, Bauteilaktivierung und natürliche Lüftungskonzepte gelegt. Die massive Bauweise der Kerne dient hierbei als thermischer Puffer, während die Leichtbauweise der Holzbauelemente zu einer ressourcenschonenden Gesamtstruktur beiträgt. (Die obige Beschreibung basiert auf dem Erläuterungstext des Wettbewerbsbeitrags des Büros Romina Streffing GmbH, Berlin. Anlage 04) Das vorliegende Verfahren bezieht sich auf die Vergabe der Planungsleistungen für die Tragwerksplanung gem. § 51 HOAI und richtet sich an Ingenieure/innen bzw. Beratende Ingenieure/innen. Es ist geplant, die Leistungsphasen 1 bis 6 (Tragwerksplanung § 51 HOAI) stufenweise zu vergeben. Stufe 1: 1 bis 4 Stufe 2: 5 bis 6 Die Planung ist eng mit der Objektplanerin (Architekturbüro des Siegerentwurfs) und den weiteren Fachplaner*innen (TA, Bauphysik, etc.) abzustimmen. Das konkrete Leistungsbild wird den ausgewählten Bietenden mit den Vertragsunterlagen im Rahmen der Angebotsaufforderung zur Verfügung gestellt.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- price30%
Honorarrahmen (Grundleistungen, Besondere Leistungen, Nebenkosten, Zu-/Abschlag, Stundensätze)
- quality40%
Das Kriterium wird anhand einer Punkteskala von 0 bis 4 bewertet: klare, projektspezifische Vorgehensweise mit nachvollziehbaren Arbeitsschritten - 4 Punkte überwiegend projektspezifische Darstellung - 3 Punkte teilweise projektspezifisch, teilweise allgemein - 2 Punkte überwiegend allgemeine Bürobeschreibung - 1 Punkt keine projektspezifische Darstellung - 0 Punkte Gefordert wird eine projektspezifische Darstellung anhand der Rahmenbedingungen der Ausschreibung. Allgemeine Bürostandards ohne Projektbezug werden geringer bewertet.
- quality30%
Insgesamt werden bis zu 4 Punkte vergeben. Unterkriterien und Gewichtung gemäß Zuschlagsmatrix.
Zeitplan
- 6. Mai 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 5. Juni 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung