Fachplanerleistungen Technische Ausrüstung (HLS) für Neubau Bürgerhaus Manolzweiler
Was wird ausgeschrieben
Die Gemeinde Winterbach schreibt Fachplanerleistungen für die technische Gebäudeausrüstung (HLS) für den Neubau eines Bürgerhauses aus. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 1-3 sowie 5-8 gemäß HOAI für die Anlagengruppen 1 bis 3. Das Projekt soll bis Ende 2027 fertiggestellt sein.
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Das seither bestehende sog. "Alte Schulhaus", Kaiserstr. 18 in Winterbach-Manolzweiler wird bis Ende Mai 2026 abgebrochen sein. Alle in diesem Bestandsgebäude seither vorhandenen Nutzungen sollen im geplanten Neubau des Bürgerhauses auch wieder unterkommen. Diese sind: (1) Feuerwehrgerätehaus mit 1 Fahrzeugbox mit den dazugehörigen Umkleidebereichen im EG. und den dazugehörigen Abstellräumen im OG. (2) Bürgersaal (Grundfläche 83,5 m2 für 48 Personen bei Tischbestuhlung) mit dazugehöriger Teeküche für Ortsteilversammlungen, Infoveranstaltungen, Gottesdienste, Gymnastikkurse, etc. und auch mietbar zur privaten Nutzung für Familien- und Geburtstagsfeiern. (3) Kursraum (Grundfläche 26 m2) z.B. für Malkurse und als Besprechungsraum, auch für die Feuerwehr. (4) Öffentliches Bücherregal. (5) Im Außenbereich des Gebäudes soll zusammen mit den Außenanlagen (Kfz-Stellplätze, Fahrradabstellanlage etc.) wieder ein öffentlicher Kinderspielplatz angelegt werden. Die Baugenehmigung für den Neubau des Bürgerhauses Manolzweiler wurde vom Land-ratsamt Rems-Murr-Kreis am 02.12.2025 erteilt. Dieser Baugenehmigung liegt die Planung des Arch.Büros archifaktur Julian Bärlin, Winterbach, zugrunde. Der Gemeinderat der Gemeinde Winterbach hat in seiner Sitzung vom 04.11.2025 den Baubeschluss für den Neubau des Bürgerhauses gefasst und die Kostenberechnung von Brutto 2.768.300 EUR genehmigt. Gegenstand dieses Vergabeverfahrens ist die Vergabe von - Fachplanerleistungen der Technischen Ausrüstung der Anlagengruppen 1 bis 3 (Abwasser- und Gasanlagen, Wärmeversorgungsanlagen, Lufttechnische Anlagen) nach § 55 HOAI i. V. m. Anlage 15 für die Leistungsphasen 1 bis 3 und 5 bis 8 (Los 4). Die Planungsleistungen sollen gleich im Anschluss an die Beauftragung erfolgen. Der Gemeinderat wird in seiner Sitzung im April 2026 gemäß der Hauptsatzung über die Vergabeentscheidung entscheiden. Somit erfolgt die Beauftragung voraussichtlich Ende April/Anfang Mai 2026. Die Vergabe der Bauleistungen erfolgt im Anschluss an die Durchführung der Planungsleistungen in Einzelgewerken. Der Beginn der baulichen Umsetzung wird schnellstmöglich (Sommer/Herbst 2026) angestrebt, damit das Bürgerhaus Ende 2027 bezugsfertig ist. Die Gemeinde Winterbach geht nach derzeitiger Planung von anrechenbaren Herstellkosten von insgesamt rund EUR 2,76 Mio. brutto (KG 200 bis 700 nach DIN 276-1:2018-12) aus. Für die Technische Gebäudeausrüstung HLS werden bislang anrechenbare Herstellkosten von ca. 291.500,00 EUR brutto angenommen. Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die kostenbewusste, funktionale und wirtschaftliche Realisierung des Bauvorhabens unter Beachtung des vom Gemeinderat beschlossenen Kostenrahmens. Für die Maßnahme stehen der Gemeinde Winterbach Fördergelder zur Verfügung. Aus diesem Grund ist die Sicherstellung einer fristgerechten Fertigstellung sowohl der Planungsleistungen als auch der Bauausführung zu gewährleisten.
Die Gemeinde Winterbach plant den Neubau eines Bürgerhauses in Manolzweiler, das unter anderem ein Feuerwehrgerätehaus, einen Bürgersaal und einen Kursraum beherbergen soll. Für dieses Vorhaben werden Fachplaner für die technische Gebäudeausrüstung (HLS) gesucht, konkret für Abwasser-, Gas-, Wärme- und Lüftungsanlagen. Die Beauftragung umfasst die Planungsphasen von der Grundlagenermittlung bis zur Objektüberwachung. Da für das Projekt Fördergelder genutzt werden, ist eine fristgerechte Umsetzung bis Ende 2027 entscheidend. Die anrechenbaren Kosten für die technische Gebäudeausrüstung liegen bei etwa 291.500 Euro.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand dieses Vergabeverfahrens ist die Vergabe von - Fachplanerleistungen der Technischen Ausrüstung der Anlagengruppen 1 bis 3 (Abwasser- und Gasanlagen, Wärmeversorgungsanlagen, Lufttechnische Anla-gen) nach § 55 HOAI i. V. m. Anlage 15 für die Leistungsphasen 1 bis 3 und 5 bis 8 (Los 4). Es ist eine stufenweise Beauftragung beabsichtigt, ein Anspruch auf Weiterbeauftragung besteht nicht. Die Gemeinde Winterbach wird in weiteren - separaten und zeitgleichen - Vergabeverfahren zudem folgende weitere Planungsdisziplien europaweit ausschreiben: - Objektplanungsleistungen Gebäude und Innenräume gem. §§ 33 ff. HOAI i.V.m. Anlage 10.1 für die Leistungsphasen 5 bis 8, optional auch Leistungsphase 9 (Los 1). - Fachplanerleistungen Tragwerksplanung nach § 51 HOAI i.V.m. Anlage 14 für die Leistungsphasen 1 bis 6 (Los 2). - Fachplanerleistungen der Technischen Ausrüstung der Anlagengruppen 4, 5 und 8 (Elektro) (Starkstromanlagen, Fernmelde- und informationstechische Anlage) nach § 55 HOAI i. V. m. Anlage 15.1 für die Leistungsphasen 2 bis 3 und 5 bis 9 (Los 3).
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- price20%
Die Bewertung erfolgt anhand des Angebotspreises, welcher sich aus dem Angebotsformular ergibt. Der Bieter mit dem niedrigsten Angebotspreis erhält die höchste Punktzahl. Die übrigen Angebote werden entsprechend ihrem prozentualen Abstand im Verhältnis zum Angebot des günstigsten Bieters linear prozentual schlechter bewertet.
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Das Konzept zur Herangehensweise an die Projektabwicklung soll aufzeigen, wie der Bieter die Anforderungen des Projekts Neubau Bürgerhaus Kaiserstraße 18 in Winterbach-Manolzweiler im Rahmen der beauftragten Fachplanerleistungen der Technischen Ausrüstung gemäß §§ 55 ff. HOAI i.V.m. Anlage 15 für die Anlagengruppen 1-3 (Abwasser- und Gasanlagen, Wärmeversorgung, lüftungstechnische Anlagen) für die Leistungsphasen 1 bis 3 sowie 5 bis 8 plant und umsetzt. Gefordert ist eine konzeptionelle Darstellung der beabsichtigten Vorgehensweise anhand eines vergleichbaren Projekts zur Sicherstellung des Projektziels in Bezug auf eine funktionale, wirtschaftliche und sichere Planung der haustechnischen Anlagen sowie eine kosten- und termingerechte Umsetzung. Besonderes Augenmerk wird auf die Integration der Anlagentechnik in die unter-schiedlichen Nutzungen (Feuerwehr, Bürgersaal, Kursräume, öffentliche Bereiche, Außenanlagen) sowie auf die enge Abstimmung mit der Objekt-, Tragwerks- und weiteren Fachplanung gelegt. Dabei waren folgende Kriterien maßgeblich: - Projektstruktur und Meilensteine Der Bieter hat eine klare und nachvollziehbare Projektstruktur für die Fachplanung der Anlagengruppen 1-3 darzustellen. Diese umfasst insbesondere die beauftragten Leistungsphasen der Grundlagenermittlung, Vorplanung und Entwurfsplanung (LPH1-3), die Ausführungsplanung, die Mitwirkung bei der Vergabe, die Fachbauüberwachung bis zur Fertigstellung sowie - sofern beauftragt - die Objektbetreuung im Rahmen der Leistungsphase 8. Es ist ein realistischer Terminplan vorzulegen, der den Abbruch des Bestandsgebäudes bis Ende Mai 2026 sowie die anschließende Neubauphase berücksichtigt. Der Terminplan soll die wesentlichen Meilensteine der haustechnischen Planung (z. B. Abstimmung Vorplanung, Freigabe Ausführungsplanung, Inbetriebnahmen, Abnahmen) enthalten und angemessene zeitliche Puffer für Koordinations-, Genehmigungs- und Bauprozesse aufweisen. - Funktionale und nutzungsspezifische Anforderungen: Ein zentrales Bewertungskriterium ist der Umgang des Bieters mit den funktionalen und betrieblichen Anforderungen der technischen Anlagen. Der Bieter soll darlegen, wie die Anforderungen der unterschiedlichen Nutzungen - insbesondere Feuerwehrgerätehaus (z. B. Notfallversorgung, Hydranten, Wärmeversorgung), Bürgersaal(Raumklimatisierung, Heizung, Lüftung), Kursräume, öffentliche Bereiche und Außenanlagen - funktional, sicherheitstechnisch und wirtschaftlich umgesetzt werden. Besondere Anforderungen an Energieeffizienz, Betriebssicherheit, Hygiene, Brandschutz, Barrierefreiheit sowie an Mehrfachnutzung und flexible Raumfunktionen sind nachvollziehbar zu berücksichtigen. - Koordination und Kommunikation Der Bieter hat ein schlüssiges Konzept zur Koordination und Kommunikation im Rahmen der Fachplanung vorzulegen. Hierzu zählen insbesondere die Abstimmung mit Auftraggeber, Objekt- und Tragwerksplanung, weiteren Fachplanern, Behörden sowie den ausführenden Unternehmen. Bewertet werden eine klare Kommunikationsstruktur, definierte Abstimmungsformate, transparente Entscheidungswege sowie ein aktives Schnittstellenmanagementzwischen Planung, Vergabe und Ausführung, insbesondere zur Sicherstellung der Integration der haustechnischen Anlagen in das Gesamtbauwerk. - Qualitäts- und Risikomanagement Der Bieter soll ein Konzept zur Qualitätssicherung und zum Risikomanagement für die Anlagengruppen 1-3 darstellen. Dieses umfasst präventive Maßnahmen zur Sicherstellung der Planungs- und Ausführungsqualität, die frühzeitige Identifikation projektspezifischer Risiken (z. B. Terminverzug, Koordinationskonflikte, technische Änderungen) sowie geeignete Maßnahmen zu deren Minimierung. Besonders berücksichtigt wird die Nachvollziehbarkeit der beschriebenen Prozesse sowie deren praktische Umsetzbarkeit während der Bauausführung und Inbetriebnahme. - Berücksichtigung der Zeit- und Kostenrahmen Der Bieter hat darzulegen, wie die Einhaltung des vorgegebenen Zeit- und Kostenrahmens aus Sicht der Fachplanung der Anlagengruppen 1-3 sichergestellt wird. Hierzu zählen insbesondere eine wirtschaftliche Systemauswahl, eine kostenbewusste Planung über alle beauftragten Leistungsphasen hinweg sowie ein aktives Termin- und Kostencontrolling. Der Auftraggeber legt zudem besonderen Wert auf eine ausreichende Präsenz der Schlüsselpersonen während der Bauphase sowie auf eine kontinuierliche Begleitung des Projekts bis zur Fertigstellung und Inbetriebnahme.
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Das Personalkonzept des Bieters wird dahingehend bewertet, wie geeignet die personelle Ausstattung und die Qualifikation der vorgesehenen Mitarbeiter für die Erbringung der Fachplanerleistungen der Anlagengruppen 1-3 sind. Das Konzept soll auf-zeigen, wie die erforderlichen Fachkompetenzen und personellen Ressourcen bereit-gestellt werden, um die Projektanforderungen erfolgreich umzusetzen. Dabei waren folgende Kriterien maßgeblich: - Zusammensetzung des Projektteams und Rollenverteilung Der Bieter hat die für das Projekt vorgesehenen Schlüsselpersonen der Fachplanung zu benennen und deren Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten darzustellen. Hierzu zählen insbesondere die Projektleitung Technische Ausrüstung, eine stellvertretende Projektleitung sowie die für die Fachbauüberwachung verantwortlichen Personen. Bewertet wird eine klare und nachvollziehbare Projektorganisation mit eindeutig geregelten Zuständigkeiten und Kommunikationswegen innerhalb des Teams. - Fachliche Qualifikation der Schlüsselpersonen Der Bieter hat die fachliche Qualifikation der vorgesehenen Schlüsselpersonen dar-zustellen. Hierzu zählen insbesondere Ausbildung, Berufserfahrung sowie besondere Kenntnisse im Bereich der Technischen Ausrüstung (Sanitär, Gas, Wärmeversorgung, Lüftung) gemäß §§ 55 ff. HOAI i.V.m. Anlage 15. Besonders berücksichtigt wird die Eignung der Schlüsselpersonen für die Erbringung der beauftragten Leistungsphasen 1-3 sowie 5-8 und Erfahrung in Planung, Ausschreibung, Bauüberwachung und Inbetriebnahme vergleichbarer öffentlicher Bau-vorhaben. Personen in Schlüsselfunktionen sind namentlich zu benennen. Erfahrung mit vergleichbaren Projekten Ein weiteres zentrales Bewertungskriterium ist die Erfahrung des Projektteams mit vergleichbaren Bauvorhaben. Als vergleichbar gelten Neubauten oder multifunktionalgenutzte öffentliche Gebäude mit komplexen haustechnischen Anlagen (Abwasser, Gas, Wärmeversorgung, Lüftung). Der Bieter hat darzustellen, welche Rolle die benannten Schlüsselpersonen in den jeweiligen Referenzprojekten übernommen haben. Bewertet werden insbesondere die Komplexität der technischen Anlagen, der Umfang der erbrachten Leistungen so-wie die Vergleichbarkeit mit dem vorliegenden Bauvorhaben. - Personalkonzept und Verfügbarkeit Der Bieter hat ein schlüssiges Personalkonzept vorzulegen, aus dem hervorgeht, wieder Personaleinsatz über die gesamte Projektlaufzeit organisiert ist. Dabei ist insbesondere auf die Auslastung und Verfügbarkeit des Teams während der Leistungsphasen 1-3 sowie 5-8 einzugehen, einschließlich Vertretungsregelungen bei Urlaubs-,Krankheits- oder Dienstausfall. Bewertet wird, inwieweit eine kontinuierliche Betreuung des Projekts sichergestellt ist und qualifizierte Vertretungen vorgesehen sind. - Interne Qualitätssicherung und Kontinuität Der Bieter soll darstellen, welche internen Maßnahmen zur Qualitätssicherung inner-halb des elektrotechnischen Planungsteams vorgesehen sind. Hierzu zählen insbesondere interne Prüfprozesse, Abstimmungsroutinen sowie Maßnahmen zur Sicherstellung einer gleichbleibend hohen Planungs- und Ausführungsqualität. Darüber hinaus wird bewertet, inwieweit die personelle Kontinuität über die gesamte Projektlaufzeit gewährleistet ist und wie der Wissenstransfer innerhalb des Projektteams organisiert wird.
Zeitplan
- 2. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert