Erweiterung und denkmalgerechte Sanierung Brücke-Museum Berlin-Dahlem
Was wird ausgeschrieben
Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen Berlin führt einen offenen, zweiphasigen Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 mit nachgeschaltetem Verhandlungsverfahren zur Vergabe von Generalplanungsleistungen durch. Gegenstand ist die Erweiterung und denkmalgerechte Sanierung des landeseigenen Brücke-Museums in Berlin-Dahlem. Der Kostenrahmen für die Bauwerkskosten (KG 200–600) beträgt 20.115.000 € brutto. In Phase 1 können Architekt:innen teilnehmen, max. 20 Teilnehmer:innen werden in Phase 2 gewählt, die sich durch Landschaftsarchitekt:innen verstärken müssen.
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***ÄNDERUNGSBEKANNTMACHUNG ZU ANGEPASSTEN ABGABEFRISTEN DER PHASE 1*** Der Wettbewerb wird als offener, zweiphasiger Realisierungswettbewerb nach RPW 2013 und nachgeschaltetem Verhandlungsverfahren nach §§ 14 Abs. 4 Ziff. 8, 80 der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV) durchgeführt, wobei Gegenstand des sich an den Wettbewerb anschließenden Verhandlungsverfahrens die Vergabe von Generalplanungsleistungen ist. Die 1. Phase ist offen für Architekt:innen. Weitere Fachplanungen der 1. Phase sind als Berater:innen / Sonderfachleute möglich. Das Preisgericht wählt aus der 1. Phase max. 20 Teilnehmer:innen in die 2. Phase aus, die sich in der 2. Phase durch Landschaftsarchitekt:innen verstärken müssen. Die Architektenkammer Berlin wirkte entsprechend der RPW 2013 vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit. Mit der Erteilung der Registriernummer AKB-2026-07 der Architektenkammer Berlin wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen der RPW 2013 entsprechen. Die Termine des Wettbewerbsverfahrens sind den Auslobungsunterlagen unter https://ovf.wettbewerbe-aktuell.de/de/wettbewerb-56688 zu entnehmen.
Das Land Berlin lässt das Brücke-Museum in Berlin-Dahlem erweitern und denkmalgerecht sanieren. Es handelt sich um einen zweiphasigen Architektenwettbewerb (Realisierungswettbewerb nach RPW 2013), bei dem zunächst Architekt:innen Entwürfe einreichen können und maximal 20 Teilnehmer:innen in die zweite Phase kommen, wo dann auch Landschaftsarchitekt:innen hinzustoßen müssen. Der Kostenrahmen ist klar vorgegeben: 20,115 Millionen Euro brutto für die Bauwerkskosten (KG 200 bis 600). Nach dem Wettbewerb folgt ein Verhandlungsverfahren zur Vergabe der Generalplanungsleistungen. Bewerber müssen Architekt:innen sein und die Auslobungsbedingungen der RPW 2013 erfüllen.
Zentrale Anforderungen
6 Punkte- Architekt:in (Kammerfähigkeit in Deutschland erforderlich)
- Zweiphasiger Realisierungswettbewerb nach RPW 2013
- Eignung nach VgV für Generalplanungsleistungen
- Referenzen für vergleichbare öffentliche Hochbauprojekte
- Mitwirkung in Phase 2: Landschaftsarchitekt:in erforderlich
- Registriernummer der Architektenkammer Berlin (AKB-2026-07)
Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Wettbewerbsaufgabe umfasst die Planung einer baulichen Erweiterung sowie die denkmalgerechte Sanierung des landeseigenen Brücke-Museums in Berlin-Dahlem. Wettbewerbsgrundlage ist das geprüfte Bedarfsprogramm vom 21.06.2022 (Q I /2022), dessen Vorgaben als Planungsziele einzuhalten sind, insbesondere die Vorgabe hinsichtlich der Kosten (Bauwerkskosten KG 200 – KG 600 in Höhe von 20.115.000,00 € brutto). Hierzu gehören der architektonische Entwurf, die räumliche Neuorganisation sowie die Weiterentwicklung der räumlich-funktionalen Beziehungen zwischen Alt- und Neubau. Die Planung soll sicherstellen, dass der Bestandsbau im Zusammenspiel mit dem Erweiterungsbau funktional und räumlich neu geordnet und zu einer einheitlich funktionierenden Gesamtanlage weiterentwickelt wird. Diese Leistungen bilden zugleich die Grundlage für das spätere Auftragsversprechen. Denkmalfachliche Anforderungen sollen mit den von dem Nutzer definierten Funktionszusammenhängen so weit wie möglich in Einklang gebracht werden. Von den teilnehmenden Planer:innen ist Expertise im Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz sowie im Museumsbau erforderlich. Aufgrund der besonderen Bedeutung der Freiraumgestaltung rund um das Brücke-Museum wird die Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekt*innen ab Phase 1 empfohlen; ab Phase 2 ist sie verpflichtend. Der Wettbewerb richtet sich also in der 1. Phase an Architekt:innen, in der 2. Phase an Bietergemeinschaften aus den in der 1. Phase ausgewählten Architekt:innen sowie Landschaftsarchitekt:innen. Die Nennung des Landschaftsarchitekturbüros als Mitglied der Bietergemeinschaft muss mit der Verfassererklärung der 2. Wettbewerbsphase mitgeteilt werden. Von dem Planungsteam, wird in der zweiten Wettbewerbsphase Folgendes erwartet: Entwicklung eines architektonisch und funktional schlüssigen Konzeptes für die Erweiterung und denkmalgerechte Sanierung, ein sensibler Umgang mit dem denkmalgeschützten Freiraum sowie ein überzeugendes landschaftsarchitektonisches Konzept zur Einbindung von Bestand und Neubau, ein vertiefter Entwurf der Außenanlagen ist als Abgabeleistung vorgesehen, ein integriertes Ausstellungskonzept, welches Raumfolgen, Besucherführung, Belichtung, räumliche Inszenierung, Barrierefreiheit, Sicherheit umfasst, die Berücksichtigung der besonderen Anforderungen eines zeitgemäßen Museumsbaus in der Planung (Klima, Lichtschutz, Erschließung, Flucht- und Rettungswege in Abstimmung mit Brandschutz und TGA), die Integrierung nachhaltiger und progressiver Prinzipien in Architektur, Haus- und Museumstechnik sowie in die Museums- und Ausstellungskonzeption. Hinsichtlich der Leistungen der Landschaftsplanung bleibt das später beauftragte Büro an die im Wettbewerb gebildete Bietergemeinschaft gebunden. Der Auftraggeber verhandelt unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts mit den drei Preisträger:innen über die Vergabe von Generalplanungsleistungen auf der Grundlage eines Verhandlungsverfahrens gemäß § 80 VgV. Weitere Fachplaner:innen werden im Verhandlungsverfahren in das Generalplanungsteam integriert und sind mit der Aufforderung zur Teilnahme am Verhandlungsverfahren zu benennen. Zur Teilnahme am Verhandlungsverfahren ist die Anmeldung auf der Vergabeplattform des Landes Berlin https://www.berlin.de/vergabeplattform/registrierung erforderlich. Vor der Verhandlung prüft der Auftraggeber das Vorliegen der Eignung anhand der unter Punkt 5.1.9 bekanntgegebenen Eignungskriterien. Die Preisträger:innen müssen daher nach Aufforderung durch den Auftraggeber die unter Punkt 5.1.9 geforderte Eignung anhand der benannten Eignungsnachweise belegen. Eignungsleihe nach § 47 VgV ist möglich. Die Wertung der Angebote erfolgt anhand der in Ziffer 5.1.10 bekanntgemachten Zuschlagskriterien. Der Auftraggeber behält sich darüber hinaus vor, den Auftrag auf Grundlage der Erstangebote zu vergeben, ohne in Verhandlung einzutreten (vgl. § 17 Abs. 11 VgV). Die Beauftragung der Generalplanungsleistungen erfolgt gemäß ABau Berlin in Leistungsstufen, die jeweils eine oder mehrere Leistungsphasen der einzelnen Leistungsbilder – sowie in Abhängigkeit von den Ergebnissen des Wettbewerbs – Besondere Leistungen umfassen. Die Auftraggeberin beabsichtigt, mit Vertragsabschluss zunächst die Leistungsstufe 1 (Vorplanung) entsprechend der Leistungsphase 2 folgender Leistungsbilder zu beauftragen, wobei – wie ausgeführt – der konkrete Leistungsumfang von den Ergebnissen des Wettbewerbs abhängt und daher derzeit nicht abschließend beschrieben werden kann. Voraussichtlich sind folgende Leistungen (einschließlich Besonderer Leistungen) Gegenstand der Planungsaufgabe: Objektplanung Gebäude gemäß § 34 HOAI 2021, Objektplanung Freianlagen gemäß § 39 HOAI 2021, Objektplanung für Ingenieurbauwerke gemäß § 43 HOAI 2021, sofern der Entwurf die Leistungen erfordert, Fachplanung Technische Ausrüstung gemäß § 55 HOAI 2021; Anlagengruppen 1-8 HOAI, Fachplanung Tragwerksplanung gemäß § 51 HOAI 2021, Fachplanung Lichtplanung, Fachplanung Bauphysik gemäß Anlage 1 zur § 3 Abs. 1 HOAI 2021, Ziff. 1.2, Fachplanung Geotechnik gemäß Anlage 1 zu § 3 Abs. 1 HOAI 2021, Ziff. 1.3, Fachplanung bauordnungsrechtlicher Brandschutz.
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- quality20%
Organisation, Qualifikation und Erfahrung des mit der Ausführung des Auftrags betrauten Personals (Projektteam). Unterkriterien: Qualifikation und Erfahrung der Projektleitung Objektplanung Gebäude (6 Punkte); Qualifikation und Erfahrung der Projektleitung Planung Freianlagen (2 Punkte); Qualifikation und Erfahrung der Projektleitung Planung technische Gebäudeausrüstung (3 Punkte); Qualifikation und Erfahrung der Projektleitung Planung Tragwerk (3 Punkte); Qualifikation und Erfahrung der Projektleitung Lichtplanung (1 Punkt); Erfahrung mit Zusammenarbeit des Projektteams (5 Punkte).
- quality10%
Qualität der projektbezogenen Umsetzungskonzepte. Unterkriterien: Qualität und Plausibilität des projektspezifischen Grobterminplans mit Kapazitätsplanung zur Erreichung der vorgegebenen Meilensteine, des Personaleinsatzplans (einschließlich Nachunternehmen) sowie des Personalorganigramms (einschließlich Nachunternehmen) (5 Punkte); Qualität und Plausibilität des Konzeptes zu den erwartbaren Projektrisiken, deren Identifikation und Bewertung und dem Vorstellen von Lösungsansätzen (5 Punkte)
- price20%
Wirtschaftlichkeit des Honorarangebots. Bewertung: Der günstigste Bieter erhält die maximale Punktzahl (20), der teuerste Bieter erhält im Verhältnis zum günstigsten einen abgestuften Punktsatz. Formel: Punkte für Angebot Y = (Preis des Angebots X / Preis des Angebots Y) * maximale Punktzahl. Dabei ist Angebot Y das Angebot, welches bewertet wird. Angebot X ist das günstigste Angebot. Bei der Berechnung der Preispunkte wird kaufmännisch auf zwei Nachkommastellen gerundet.
- quality50%
Wettbewerbsergebnis: 1. Preis: 50 Punkte / 2. Preis: 35 Punkte / 3. Preis: 20 Punkte
Zeitplan
- 16. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 11. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung