TED·263928-2026

Objektplanung Gebäude für Erweiterungsbau der Grundschule Neufahrn

Gemeinde NeufahrnNeufahrn, GermanyVeröffentlicht 17. Apr. 2026
Auftragswert
~€400k
Geschätzt · Konfidenz medium
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Die Gemeinde Neufahrn bei Freising vergibt die architektonische Gesamtplanung (Leistungsphasen 1 bis 9 nach HOAI) für einen zweigeschossigen Erweiterungsbau der Grundschule I am Jahnweg. Der Neubau umfasst eine Mensa, eine Lernküche und Aufenthaltsräume sowie die barrierefreie Anbindung an das Bestandsgebäude. Die Planung beginnt im zweiten Quartal 2026, die Bauausführung ist für Ende 2027 bis Anfang 2028 geplant. Der geschätzte Baukostenrahmen liegt bei rund 4,33 Millionen Euro.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Die Grundschule I am Jahnweg in Neufahrn i. Freising, oft auch nur "Jahnschule" genannt, besteht seit 1972. In den ersten Jahren waren hier Grund- und Hauptschulklassen untergebracht, mit Beginn des Schuljahres 1978/79 wurde das Gebäude ausschließlich als Grundschule genutzt. Ende der 60iger / Anfang der 70iger Jahre wurde die Grundschule I durch einen Zubau um vier Klassenräume erweitert. 2007/2008 erfolgte die Generalsanierung und Erweiterung für die Umnutzung zu einer Mittagsbetreuung für die Grundschüler/innen des Zubaus, fortan genannt „Satellit“. Von 2005 bis 2007 wurde das Hauptgebäude aufgestockt und generalsaniert.2022 wurde die Grundschule um einen Containerbau im Norden des Hauptgebäudes erweitert.Neben der Grundschule I befindet sich die Grundschule II am Fürholzer Weg auf demselben Flurstück. In den beiden benachbarten Grundschulen werden insgesamt 32 Klassen, davon derzeit neun Klassen als gebundene Ganztagsgruppe, unterrichtet und betreut.Stetig steigende Schüler- und Klassenzahlen, die Ausweisung neuer Baugebiete, die Nachverdichtung bestehender Wohngebiete sowie der zukünftige Rechtsanspruch auf einen Ganztagsbetreuungsplatz in der Grundschule erfordern in der Gemeinde Neufahrn bei Freising nicht nur den Bau einer dritten Grundschule (geplante Fertigstellung 2030) sondern auch die Erweiterung der Grundschule I.Das Schulgebäude der Grundschule I soll um einen Erweiterungsbau mit Speisesaal, Küche (Mensa-/Aufwärmküche), Lernküche und Aufenthaltsräumen ergänzt werden. Die Lernküche soll auch Schülern und Schülerinnen der benachbarten Grundschule II zur Verfügung stehen. Geplant ist ein zweigeschossiger Erweiterungsbau im Südosten der Grundschule I mit einer Teilunterkellerung (Technikbereiche). Vorgesehen werden soll eine barrierefreie Anbindung an das Bestandsgebäude im Erdgeschoss, in beiden Obergeschossen, dem Untergeschoss sowie den Außenanlagen. Über einen Aufzug ist die barrierefreie Erschließung für den Bestands- und Erweiterungsbau über alle Ebenen vorzusehen. Gewünscht ist ein Anschluss des Erweiterungsbaus an die Gebäudezentrale im Bestand (Fernwärme, ELT, BA, ELA). Die Kapazitätsprüfung ist Bestandteil der Planung. Weiterhin muss das gesamte Rettungswegekonzept für Haupt- und Nebengebäude überarbeitet werden.Es ist davon auszugehen, dass der Bestand eine Schadstoffbelastung aufweisen könnte. Hiermit ist im Planungsverlauf umzugehen. Weiterhin ist auf dem Grundstück von einem relativ hohen Grundwasserspiegel auszugehen, eine genaue Information wird bis Planungsbeginn generiert. Das Baufeld liegt darüber hinaus in einer beengen Grundstückssituation mit engen Zufahrtsmöglichkeiten. Da der Anbau unter laufendem Schulbetrieb errichtet werden soll, legt die Auftraggeberin Wert auf eine hohe Rate an Präfabrikation – durch kurze Bauzeiten sollen Bauzeitenfenster in Schulferien genutzt werden.Grundsätzlich wird begrüßt, trotz des Anbaus so viel Fläche des derzeitigen Schulhofs zu erhalten wie möglich.Auch legt die Auftraggeberin besonderen Wert auf die Wirtschaftlichkeit des Projekts. Ziel ist eine kostenoptimierte Bauweise mit rationellen und wirtschaftlichen Grundrissen. Das Bauwerk soll durch Konstruktion und Materialwahl wirtschaftlich vertretbare Erstellungskosten erwarten lassen und langfristig insbesondere durch den Einsatz von dauerhaft wertigen und wenig pflegeintensiven Materialien, einer robusten Haustechnik sowie durch einen sparsamen Energiebedarf einen geringen Bauunterhalt sichern. Daneben soll ein besonderes Augenmerk auf der Planung eines nachhaltigen Gebäudes liegen: Es werden zukunftsweisende Entwurfskonzepte erwartet, die mit einem möglichst geringen Einsatz von Energie und Ressourcen die höchstmögliche Gesamtwirtschaftlichkeit, Behaglichkeit und Architekturqualität erzielen. Ziel ist eine Bauweise, die mit Rohstoffen und Energie sparsam umgeht und die Umweltbelastung auf ein möglichst geringes Maß vermindert. Energetisch wird von der Auftraggeberin ein Gesamtkonzept aus Architektur und Energieeffizienz angestrebt, welches vor dem Einsatz aktiver Maßnahmen zuerst die Ausschöpfung passiver Maßnahmen (LowTech Prinzipien) prüft. Generell wird der Einsatz lokaler, regenerativer Energien angestrebt.Nach dem derzeitigen Kenntnisstand geht die Gemeinde Neufahrn von Erstellungskosten von ca. 4,33 Mio. € (Kostengruppe 300 + 400, netto) aus (Erweiterungsbau und Anschluss an den Bestand). Nach Abschluss der Leistungsphase 3 und Vorlage der Kostenberechnung wird eine verbindliche Kostenobergrenze festgelegt.Die Maßnahme wird öffentlich gefördert (Erfordernis eines Verwendungsnachweises)._____ Der Planungsbeginn der Erweiterung soll unmittelbar nach der Auftragserteilung zu Beginn des 2. Quartals 2026 erfolgen. Mit der Durchführung der Baumaßnahme soll Ende 2027 / Anfang 2028 begonnen werden. Die Fertigstellung der Baumaßnahme und Inbetriebnahme ist für Ende 2028 geplant. _____ Es werden parallel werden die Vergabeverfahren der Objektplanung Gebäude, der Fachplanungen der Technischen Ausrüstung sowie der Tragwerksplanung durchgeführt.

VergabeHero-Einschätzung

Die Gemeinde Neufahrn bei Freising sucht ein Architekturbüro für die komplette Planung eines Schulgebäude-Erweiterungsbaus. Das Projekt sieht einen zweigeschossigen Anbau mit Speisesaal, Küche und Lernräumen vor, der nahtlos an die bestehende Grundschule angebunden wird. Die Planung umfasst alle Phasen von der ersten Idee bis zur Baubegleitung und soll ab dem zweiten Quartal 2026 starten, wobei die Bauarbeiten in den Ferien stattfinden sollen, um den Schulbetrieb nicht zu stören. Besonders wichtig sind der sparsame Energieverbrauch, der Einsatz langlebiger Materialien und die Einhaltung der Vorgaben für öffentliche Fördermittel.

Architektur- und PlanungsleistungenSchulbauKommunale InfrastrukturBildungswesenÖffentliche VerwaltungKommunalverwaltungSchulbauObjektplanungGebäudeerweiterungNachhaltiges BauenHoai PlanungKommunale Infrastruktur
Eignung

Zentrale Anforderungen

6 Punkte
  • Nachweis der Planungserfahrung im Schulbau
  • Qualifikation als Architekturbüro nach HOAI
  • Erfahrung mit öffentlich geförderten Bauprojekten
  • Nachweis von Referenzprojekten für Schulgebäudeerweiterungen
  • Kenntnisse der HOAI-Leistungsphasen 1 bis 9
  • Nachweis eines qualifizierten Projektteams

Eignungskriterien von KI ermittelt, keine offiziellen Angaben vom Auftraggeber vorhanden.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0001Erweiterung Grundschule I am Jahnweg, Neufahrn b. Freising_Objektplanung Gebäude

Gegenstand des Auftrags sind die Leistungen der Objektplanung Gebäude entsprechend HOAI Teil 3, Abschnitt 1, Leistungsphasen 1-9 für den Erweiterungsbau und die Umstrukturierung der angrenzenden Bestandsbereiche. Die mit zu beauftragenden besonderen Leistungen sind dem den Vergabeunterlagen beiliegenden Vertragsentwurf zu entnehmen._____ Die Beauftragung erfolgt nach § 33 HOAI stufenweise. Im Auftragsfall wird als erste Stufe die Leistungsphase 1 und 2 beauftragt. Über eine jeweils weitere Beauftragung der Leistungsstufen entscheidet die Auftraggeberin im weiteren Verfahrensverlauf. Aus der stufenweisen Beauftragung können keine Forderungen auf die Übertragung weiterer Leistungsstufen oder weiterer Leistungen abgeleitet werden. _____Die Objektplanung Gebäude wird nach derzeitigem Kenntnisstand entsprechend HOAI Anlage 10 „Objektliste Gebäude“ in die Honorarzone III eingestuft. Nach derzeitigem Kenntnisstand geht die Auftraggeberin von folgenden Kostenansätzen (netto) aus: KGr 300 ca. 3.380.000 EUR / KGr 400 ca. 950.000 EUR.

CPV 71221000, 71200000
Bewertung

Zuschlagskriterien

3 Kriterien
  • quality

    Projektteam - Qualifikation und Erfahrung, Präsenz vor Ort _____ Die Qualität ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind in den Vergabeunterlagen (Zuschlagsmatrix) aufgeführt: https://www.staatsanzeiger-eservices.de/aJs/EFormsBekVuUrl?z_param=317224

  • quality

    Auftragsbezogene Qualitätssicherung _____ Die Qualität ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind in den Vergabeunterlagen (Zuschlagsmatrix) aufgeführt: https://www.staatsanzeiger-eservices.de/aJs/EFormsBekVuUrl?z_param=317224 _____ Das Verfahren ist ausgeschrieben als Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb ohne Ausarbeitung eines Lösungsvorschlags. Lösungsvorschläge sind nicht verlangt und werden nicht bewertet.

  • price

    Honorarangebot _____ Der Preis ist nicht das einzige Zuschlagskriterium; alle Kriterien sind in den Vergabeunterlagen (Zuschlagsmatrix) aufgeführt: https://www.staatsanzeiger-eservices.de/aJs/EFormsBekVuUrl?z_param=317224

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  1. 17. Apr. 2026
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    Auf TED publiziert