Grundüberholung der Antriebsturbine des DLR-Hubschraubers Bo 105

Was wird ausgeschrieben
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) beauftragt die Erweiterung einer laufenden Wartung an einem Triebwerk des Hubschraubers Bo 105 zu einer vollständigen Grundüberholung. Aufgrund einer Diskrepanz in den Betriebsdaten wurde festgestellt, dass die Schwelle für eine obligatorische Überholung fast erreicht ist. Die Arbeiten werden direkt durch den bestehenden Dienstleister fortgesetzt, um luftrechtliche Zertifizierungen und die lückenlose Dokumentation zu gewährleisten.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die Rolls-Royce-Triebwerke des DLR-Hubschraubers Bo 105 (D-HDDP) unterliegen nach Herstellerangaben und EASA-Vorschriften regelmäßiger Wartung. Nach 1.750 Betriebsstunden ist eine „Heavy Maintenance Inspection“ (HMI) vorgeschrieben, nach 3.500 Betriebsstunden eine vollständige Grundüberholung („Overhaul“). Die Planung erfolgt über die FX-CAMO auf Basis der elektronisch erfassten Betriebszeiten und Lebenslaufdaten der Triebwerke. Die im Januar 2026 begonnene HMI des linken Triebwerks wurde aufgrund der Vorgaben von Rolls-Royce und luftrechtlicher Anforderungen an ein zertifiziertes Service-Center durchgeführt. Die AC Avionic-Concept GmbH, als einziger Bieter mit entsprechender Eignung und Rolls-Royce-Akkreditierung, wurde beauftragt. Die Arbeiten werden vor Ort in Kanada durch Rolls-Royce durchgeführt. Bei der HMI wurde das Triebwerk nicht vollständig zerlegt, sondern lediglich das Turbinenmodul ausgetauscht und der Rest im zusammengebauten Zustand inspiziert. Im Rahmen der umfangreichen Zerlegung und Prüfung wurde jedoch eine kritische Diskrepanz festgestellt: Die tatsächliche Betriebszeit des linken Triebwerks lag bei 3.408 Stunden – nur noch 92 Stunden unter der 3.500-Stunden-Grenze für die obligatorische Grundüberholung. Diese Erkenntnis war zum Zeitpunkt der Ausschreibung nicht vorhersehbar. Ursache ist eine unvollständige Datenübertragung aus der alten Wartungssoftware (2015–2017), die zu fehlerhaften elektronischen Lebenslaufdaten führte. Obwohl die Datenformal korrekt erschienen, fehlten entscheidende Vorlaufzeiten, die nur in der papierbasierten Lebenslaufakte enthalten waren. Ein Wechsel des Auftragnehmers ist technisch nahezu unmöglich und luftrechtlich mit hohem Risiko verbunden: Die bestehende, lückenlose „Traceability-Kette“ – entscheidend für die EASA- und FAA-Zertifizierung (Form 1/8130-3) – würde unterbrochen. Ein Neubeginn sämtlicher Arbeiten (Rücktransport, Demontage, Prüfung, Zertifizierung) würde den Aufwand mehr als verdoppeln und Zusatzkosten von ca. 131.000 Euro verursachen. Zudem drohen erhebliche Verzögerungen wissenschaftlicher Projekte. Daher ist die Fortsetzung der HMI durch die AC Avionic-Concept GmbH und Rolls-Royce die einzig sachgerechte, technisch notwendige, luftrechtlich zwingende und wirtschaftlich optimale Lösung. Die Beauftragung ist somit nicht nur gerechtfertigt, sondern zwingend erforderlich, um die Sicherheit und Betriebssicherheit des DLR-Hubschraubers Bo 105 (D-HDDP) zu gewährleisten.
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) lässt die Wartung eines Triebwerks an seinem Hubschrauber vom Typ Bo 105 erweitern. Während einer bereits laufenden Inspektion stellte sich heraus, dass das Triebwerk kurz vor der Grenze für eine vollständige Grundüberholung steht, was eine sofortige Ausweitung der Arbeiten notwendig macht. Ein Wechsel des Dienstleisters ist nicht möglich, da dies die lückenlose Dokumentation der Wartungshistorie unterbrechen und die luftrechtliche Zulassung gefährden würde. Die Arbeiten werden daher direkt durch den bereits beauftragten Spezialisten fortgeführt, um die Sicherheit des Fluggeräts zu gewährleisten und hohe Zusatzkosten durch einen Abbruch zu vermeiden.
Aufteilung in Lose
1 LotDie Rolls-Royce-Triebwerke des DLR-Hubschraubers Bo 105 (D-HDDP) unterliegen nach Herstellerangaben und EASA-Vorschriften regelmäßiger Wartung. Nach 1.750 Betriebsstunden ist eine „Heavy Maintenance Inspection“ (HMI) vorgeschrieben, nach 3.500 Betriebsstunden eine vollständige Grundüberholung („Overhaul“). Die Planung erfolgt über die FX-CAMO auf Basis der elektronisch erfassten Betriebszeiten und Lebenslaufdaten der Triebwerke. Die im Januar 2026 begonnene HMI des linken Triebwerks wurde aufgrund der Vorgaben von Rolls-Royce und luftrechtlicher Anforderungen an ein zertifiziertes Service-Center durchgeführt. Die AC Avionic-Concept GmbH, als einziger Bieter mit entsprechender Eignung und Rolls-Royce-Akkreditierung, wurde beauftragt. Die Arbeiten werden vor Ort in Kanada durch Rolls-Royce durchgeführt. Bei der HMI wurde das Triebwerk nicht vollständig zerlegt, sondern lediglich das Turbinenmodul ausgetauscht und der Rest im zusammengebauten Zustand inspiziert. Im Rahmen der umfangreichen Zerlegung und Prüfung wurde jedoch eine kritische Diskrepanz festgestellt: Die tatsächliche Betriebszeit des linken Triebwerks lag bei 3.408 Stunden – nur noch 92 Stunden unter der 3.500-Stunden-Grenze für die obligatorische Grundüberholung. Diese Erkenntnis war zum Zeitpunkt der Ausschreibung nicht vorhersehbar. Ursache ist eine unvollständige Datenübertragung aus der alten Wartungssoftware (2015–2017), die zu fehlerhaften elektronischen Lebenslaufdaten führte. Obwohl die Datenformal korrekt erschienen, fehlten entscheidende Vorlaufzeiten, die nur in der papierbasierten Lebenslaufakte enthalten waren. Ein Wechsel des Auftragnehmers ist technisch nahezu unmöglich und luftrechtlich mit hohem Risiko verbunden: Die bestehende, lückenlose „Traceability-Kette“ – entscheidend für die EASA- und FAA-Zertifizierung (Form 1/8130-3) – würde unterbrochen. Ein Neubeginn sämtlicher Arbeiten (Rücktransport, Demontage, Prüfung, Zertifizierung) würde den Aufwand mehr als verdoppeln und Zusatzkosten von ca. 131.000 Euro verursachen. Zudem drohen erhebliche Verzögerungen wissenschaftlicher Projekte. Daher ist die Fortsetzung der HMI durch die AC Avionic-Concept GmbH und Rolls-Royce die einzig sachgerechte, technisch notwendige, luftrechtlich zwingende und wirtschaftlich optimale Lösung. Die Beauftragung ist somit nicht nur gerechtfertigt, sondern zwingend erforderlich, um die Sicherheit und Betriebssicherheit des DLR-Hubschraubers Bo 105 (D-HDDP) zu gewährleisten.
Zuschlagskriterien
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Zeitplan
- 17. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert