Objektplanung für den Ersatzneubau eines Multifunktionsgebäudes im Sportforum Leipzig
Was wird ausgeschrieben
Die LESG Leipzig schreibt die Objektplanung für den Ersatzneubau eines Multifunktionsgebäudes im Sportforum Nordanlage aus. Der Auftrag umfasst die Leistungsphasen 1 bis 9 für Gebäude und Innenräume. Das Projekt ist Teil des Sportprogramms 2024 zur Förderung des Hochleistungs- und Nachwuchssports.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Objektplanung Gebäude und Innenräume LPH 1-9
Die LESG Gesellschaft der Stadt Leipzig sucht ein Planungsbüro für den Neubau eines Multifunktionsgebäudes im Sportforum Nordanlage. Das Gebäude soll als Trainingsstätte für Leichtathletik und Judo dienen und ersetzt eine nicht mehr funktionstüchtige Laufhalle. Der Auftrag umfasst die vollständige Objektplanung für Gebäude und Innenräume über alle Leistungsphasen von der Grundlagenermittlung bis zur Objektbetreuung. Bewerber müssen ihre Eignung durch Referenzprojekte im Sport- oder öffentlichen Bauwesen nachweisen, wobei ein Projekt ein Mindestvolumen von 4 Millionen Euro bei den Baukosten aufweisen muss.
Zentrale Anforderungen
7 Punkte- Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung (2 Mio. EUR für Personen- sowie Sach-/Vermögensschäden)
- Qualifikation als Architekt oder Ingenieur mit Bauvorlageberechtigung für den Projektleiter
- Mindestens fünfjährige Berufserfahrung nach Studienabschluss für das Schlüsselpersonal
- Mindestens 2 fest angestellte Architekten/Ingenieure im Zeitraum 2023-2025
- Referenz 1: Neubau Sportstätte/Funktionsgebäude mit Baukosten (KG 300+400) von mind. 4 Mio. EUR netto
- Referenz 2: Neubau Sportbau/Gewerbebau/Öffentliches Gebäude
- Erklärung zu Ausschlussgründen nach § 123 und § 124 GWB
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Der Bewerber muss den Nachweis führen, dass er selbst und sein Personal über die notwendige berufliche Qualifikation verfügt. Für den Nachweis genügt beispielsweise die Kopie der Diplomurkunde oder einer anderen Urkunde des Studienabschlusses oder der Nachweis der Mitgliedschaft in einer Architekten- oder Ingenieurkammer durch Kopie des Mitgliedsnachweises mit der Mitgliedsnummer. Weitere zusätzliche Qualifikationsnachweise sind nicht erwünscht! Der/die Gesamtprojektleiter(in) muss über die Qualifikation "Architekt" oder "Ingenieur mit Bauvorlageberechtigung" verfügen. Alle vorgenannten Personen müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung mindestens über eine fünfjährige Berufserfahrung nach dem Studienabschluss verfügen. Formblatt Eignung inkl. Mindestanforderung zur Eignung sowie siehe Auslobung Der Bewerber muss den Nachweis des Bestehens einer Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von je 2 Mio. € für Personenschäden und 2 Mio € für Sach- und Vermögensschäden führen (z.B. durch Vorlage der Kopie der Versicherungsurkunde). Bei Bietergemeinschaften ist das für jedes Mitglied erforderlich. Besteht momentan eine Berufshaftpflicht mit einer geringeren Deckungssumme, muss eine Bereitschaftserklärung beigefügt werden, dass im Auftragsfall die Deckungssummen wie gefordert angepasst werden. Der Bewerber muss eine Eigenerklärung abgeben, dass Ausschlussgründe nach § 123 GWB und § 124 GWB nicht vorliegen. Bei Bietergemeinschaften kann die Eigenerklärung vom bevollmächtigten Vertreter für die gesamte Bewerbergemeinschaft abgegeben werden. Der Auftraggeber wird im weiteren Verlauf des Verfahrens eine Abfrage beim Wettbewerbsregister für eine entsprechende Auskunft tätigen. Für Nachunternehmer sind keine Eigenerklärungen erforderlich. Eine Bietergemeinschaft muss eine Bietergemeinschaftserklärung mit Benennung des bevollmächtigten Vertreters vorlegen. Bewerber- bzw. Bietergemeinschaften müssen zwar keine spezielle Rechtsform aufweisen. Sie muss sich jedoch im Fall einer Zuschlagserteilung als gesamtschuldnerisch haftende Gesellschaft bürgerlichen Rechts mit bevollmächtigtem Vertreter organisieren. Eigenerklärung, ob und auf welche Weise der Bewerber wirtschaftlich mit anderen Unternehmen verknüpft ist. Es sind Angaben zur Gesellschaftsstruktur und zu gesellschaftlichen Verflechtungen und Beteiligungen zu machen. Das gilt bei Bietergemeinschaften nur für den bevollmächtigten Vertreter. Für Nachunternehmer ist kein Nachweis erforderlich. Der Auftraggeber behält sich vor, bis zum Bietergespräch entsprechende Erklärungen nachzufordern Anzahl des fest angestellten Personals (incl. Büroinhaber) in allen Jahren 2023 bis 2025 mindestens 2 Architekten/ Ingenieure Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: Mindestanforderung an zwei einzureichende Referenzen: Benennung von 2 Referenzobjekten, welche fertiggestellt und in Betrieb genommen wurden ab 01.01.2016. Mindestanforderung an die erste Referenz, welche folgende Merkmale kummulativ beinhalten muss: Ref. 1 - Neubau einer Sporthalle / Sportstätte / Funktionsgebäude - Baukosten KG 300 und KG 400 mindestens 4,0 Mio € netto - Objektplanung Gebäude und Innenräume - LPH 2-8 erbracht Ref. 2 - Bereich Neubau Sportbau/ Gewerbebau/ Öffentliches Gebäude - Objektplanung Gebäude und Innenräume erbracht Eingereichte Referenzen, welche nur einen Planstand aufweisen, werden nicht gewertet.
Aufteilung in Lose
1 LotErsatzneubau Multifunktionsgebäude Nordanlage Sportforum Leipzig Objektplanung Gebäude und Innenräume LPH 1-9 Anlass: Mit dem Abriss der nicht mehr funktionstüchtigen Laufhalle und dem Bau einer Multifunktionshalle auf der Nordanlage des Sportforums wird ein bedeutendes Vorhaben aus dem "Sportprogramm 2024" (VI-DS-02503-NF-06) umgesetzt. Der Standort Nordanlage dient dem Hochleistungs- und Nachwuchsleistungssport in den Sportarten Leichtathletik und Judo als Trainingsstätte. Die Projektverwirklichung stellt den Abschluss der mehrjährigen Entwicklung der Nordanlage des Sportforums zu einer Leichtathletik-Trainingsstätte für den Leistungssport und zu einer Leichtathletik-Wettkampfstätte für den Nachwuchsleistungssport dar. Der Auf- und Ausbau der Leichtathletikanlage auf der Nordanlage wurde eingeleitet mit dem Beschluss, das ehemalige Zentralstadion in eine Fußball-Arena umzubauen und die enthaltenen Leichtathletikanlagen auszulagern (1999). Seit 2007 besitzt Leipzig die Anerkennung als Bundesstützpunkt Leichtathletik. Um diesen nachhaltig in Leipzig zu sichern, ist der Forderung des Deutschen Leichtathletik-Verbandes nach Errichtung einer anforderungsgerechten, modernen Multifunktionshalle zu entsprechen Maßnahmebeschreibung: Der Hallenkörper des neuen Multifunktionsgebäudes sollte rechtwinklig zur alten Laufhalle an der Südseite des Leichtathletik-Stadions entstehen. Diese Fläche ist momentan nur mit Containern für das Personal und die Pflegegeräte des Amtes für Sport bebaut. Die alte Laufhalle wird zum Großteil abgerissen, der Boden teilentsiegelt. Beide Kopfbauten an den jeweiligen Gebäudeenden sollen eingeschossig errichtet werden. Des Weiteren sieht die Studie für den eingeschossigen Mittelteil der Halle ein vorgezogenes Dach im Außenbereich vor. Dieser langgestreckte Baukörper ist für den Lauf- und Sprungbereich vorgesehen. Die lichte Höhe des Laufbereiches soll mit 4 m angenommen werden. In der neuen Multifunktionshalle sollen neben den Sprintbahnen und Sprungteststrecke Funktionsbereiche in den Kopfbauten entstehen, z. B. Umkleide- und Sanitärbereiche, Geräteraum, Lager, Garagen für Traktoren und Kleintransporter, Technikraum, Trainerbüro/ Mehrzweckraum sowie ein Foyer. (siehe Raumprogramm in der Anlage) Mit dem Offenen Verfahren wird ein Büro oder Bietergemeinschaft gesucht, für die Objektplanungsleistungen LPH 1-9. Die bauliche Umsetzung der Maßnahme ist voraussichtlich in Einzellosvergabe vorgesehen. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, zunächst nur für die Leistungsphasen 1-4 nach HOAI. Die Beauftragung der Planungsleistungen besteht aus möglichen 2 Stufen. Stufe 1 LPH 1-4 Stufe 2 LPH 5-9 Die Weiterbeauftragung der Stufe 2 (LPH 5-9) ist als Option zu sehen, ein Anspruch auf Weiterbeauftragung über die Leistungsphase 2 HOAI hinaus besteht nicht. Mit Veröffentlichung dieser Ausschreibung auf evergabe, sind die Unterlagen zum Download bereitgestellt. Mit dem Angebot sind beigefügte Formblätter auszufüllen und beizufügen. Des Weiteren wird erwartet, dass ein Gestaltungsvorschlag Fassade einzureichen ist. Die Form der Einreichung entnehmen Sie der Auslobung. Das Formblatt Eignung ist zwingend auszufüllen. Es gelten Mindestbedingungen zu Eignung. Zuschlagskriterien: siehe Auslobung Honorarangebot Gewichtung 40% Gestaltung Gewichtung 40% Qualität Gewichtung 20%
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality40%
Gestaltungsvorschlag
- quality20%
Personaleinsatzkonzept
- price40%
Honorarangebot
Zeitplan
- 25. Juni 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 17. Juli 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung