Erneuerung und Erweiterung Wasserwerk Halle-Beesen als Generalunternehmerleistung
Was wird ausgeschrieben
Die WWB Wasserwerk Besitz- und Betriebsgesellschaft mbH vergibt im Rahmen eines EU-weiten Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb die Generalunternehmerleistungen für die Modernisierung und Reaktivierung des Wasserwerks Halle-Beesen als Spitzenlastwasserwerk. Der Auftragnehmer übernimmt die Gesamtverantwortung für Planung, Beschaffung, Bauausführung und Inbetriebnahme aller baulichen, verfahrenstechnischen, elektrotechnischen und leittechnischen Anlagenteile. Die geplante Reinwasserproduktion beträgt bis zu 20.000 m³ pro Tag, wobei die Aufbereitung nach dem Mehrbarrierenprinzip unter Einsatz moderner Membrantechnologie erfolgt. Die Ausschreibung steht unter dem Vorbehalt der Gewährung von EU-Fördermitteln.
Vollständige Beschreibung anzeigen
Die WWB Wasserwerk Besitz- und Betriebsgesellschaft mbH (Die WWB Wasserwerk Besitz- und Betriebsgesellschaft mbH (nachfolgend "WWB" oder "Auftraggeberin") wurde am 23. Februar 2023 als gemeinsame Initiative der Halleschen Wasser und Stadtwirtschaft GmbH (HWS) und der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH (FEO) gegründet und am 11. April 2023 im Handelsregister eingetragen. Gegenstand der Gesellschaft ist die Ertüchtigung, der Besitz und der Betrieb des Wasserwerks Halle-Beesen sowie weiterer wasserwirtschaftlicher Anlagen. Die WWB verfolgt das Ziel, das seit Dezember 2007 als Reserve befindliche Wasserwerk Halle-Beesen als Spitzenlastwasserwerk zu reaktivieren und damit die Trinkwasserversorgung für Halle (Saale) und angrenzende Versorgungsgebiete langfristig zu sichern und zu stärken. Das Wasserwerk Halle-Beesen wurde zwischen 1987 und 1993 errichtet und war bis zur Stilllegung in das Versorgungssystem der Region eingebunden. Die Reaktivierung als Spitzenlastwasserwerk ist Teil eines umfassenden wasserwirtschaftlichen Zukunftskonzepts für Sachsen-Anhalt und dient insbesondere der Absicherung industrieller Mehrbedarfe sowie der Bewältigung von Versorgungsspitzen in Trocken- und Hitzeperioden. Das aufbereitete Wasser wird nach Fertigstellung über das Netz der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH bereitgestellt und kommt damit weiten Teilen des Versorgungsgebiets in Sachsen-Anhalt zugute. Die geplante Reinwasserproduktion beträgt bis zu 20.000 m³ pro Tag. Rohwassergrundlage ist Uferfiltrat der Saale und der Weißen Elster; die Aufbereitung erfolgt nach dem Mehrbarrierenprinzip unter Einsatz moderner Membrantechnologie. Die baulichen und anlagentechnischen Voraussetzungen für die nunmehr ausgeschriebenen Hauptmaßnahmen wurden im Rahmen von vorbereitenden Maßnahmen, die die Auftraggeberin in einem gesonderten, im offenen Verfahren nach § 3a EU VOB/A durchgeführten Vergabeverfahren ausgeschrieben hat und die parallel zur Vorbereitung der vorliegenden Ausschreibung begonnen wurden bzw. werden. Diese vorbereitenden Maßnahmen umfassen drei Lose: Los 1 (Demontage- und Abbrucharbeiten in Bestandsgebäuden und Außenanlagen), Los 2 (Umbau des ehemaligen Werkstattgebäudes zum Umkehrosmosegebäude einschließlich Abbruch-, Demontage- und Rohbauarbeiten) sowie Los 3 (Errichtung der neuen primären Stromverteilung als Ersatz für die im Zuge von Los 1 rückzubauende Trafostation). Die vorbereitenden Maßnahmen schaffen die baulichen, anlagentechnischen und energieversorgungsseitigen Grundlagen für die Ausführung der nunmehr ausgeschriebenen Generalunternehmerleistungen. Im Rahmen der Modernisierung und Reaktivierung des Wasserwerks Halle-Beesen führt die Auftraggeberin ein EU-weites Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb gemäß § 3a EU Abs. 2 VOB/A zur Vergabe von Bauleistungen durch. Gegenstand der Ausschreibung ist die Erbringung sämtlicher Leistungen der Modernisierung und Reaktivierung des Wasserwerks Halle-Beesen in der Funktion als Generalunternehmer, einschließlich Planung, Beschaffung, Errichtung und Inbetriebnahme aller erforderlichen baulichen, verfahrenstechnischen, elektrotechnischen und leittechnischen Anlagenteile. Die Ausschreibung erfolgt unter dem Vorbehalt der Gewährung von Fördermitteln. Da der Fördermittelbescheid zum Zeitpunkt der Ausschreibung noch nicht vorliegt, behält sich die Auftraggeberin das Recht vor, die Ausschreibung aufzuheben, sofern die erforderlichen Fördermittel nicht bewilligt werden oder aus sonstigen wirtschaftlichen Gründen von einer Vergabe abgesehen werden muss. Ein Anspruch auf Aufwandserstattung besteht in diesem Fall nicht. Die detaillierten Anforderungen und Leistungsbeschreibungen sind den jeweiligen Vergabeunterlagen zu entnehmen.
Die WWB Wasserwerk Besitz- und Betriebsgesellschaft mbH in Halle (Saale) vergibt die Generalunternehmerleistungen für die komplette Modernisierung und Reaktivierung des Wasserwerks Halle-Beesen. Das seit 2007 als Reservewasserwerk stillgelegte Werk soll als Spitzenlastwasserwerk wieder in Betrieb gehen und täglich bis zu 20.000 Kubikmeter Trinkwasser aufbereiten — dabei kommt modernes Uferfiltrat aus Saale und Weißer Elster zum Einsatz, aufbereitet nach dem Mehrbarrierenprinzip mit Membrantechnik. Der Generalunternehmer trägt die Verantwortung für sämtliche Leistungen: von der Planung über die Beschaffung und den Bau bis zur Inbetriebnahme der verfahrenstechnischen, elektrotechnischen und leittechnischen Anlagen. Die Vergabe erfolgt unter Vorbehalt der EU-Fördermittel, der Förderbescheid liegt noch nicht vor. (interne Bezeichnung des Auftraggebers: WWB, gegründet 2023 von HWS und FEO)
Zentrale Anforderungen
5 Punkte- Nachweis vergleichbarer Referenzen im Wasserwerksbau oder industriellen Hochbau
- Eignung gemäß §§ 123 und 124 GWB (Ausschlussgründe)
- Fähigkeit zur Gesamtverantwortung als Generalunternehmer für Planung, Beschaffung, Bau und Inbetriebnahme
- Erfahrung mit verfahrenstechnischen Anlagen der Trinkwasseraufbereitung
- Nachweis der fachlichen, personellen und finanziellen Leistungsfähigkeit
KI-zusammengefasst aus den offiziellen Eignungsanforderungen. Verbindlich ist der Originaltext unten.
Eignungskriterien (Volltext)
Die Auftraggeberin weist darauf hin, dass Unternehmen nach den gesetzlichen Bestimmungen von der Teilnahme am Vergabeverfahren ausgeschlossen werden können oder müssen, sofern die Voraussetzungen der §§ 123 und 124 GWB vorliegen. Die Einzelheiten zu den zwingenden und fakultativen Ausschlussgründen entnehmen Sie bitte den folgenden Rechtsquellen: https://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__123.html https://www.gesetze-im-internet.de/gwb/__124.html Der Teilnahmeantrag muss vollständig sein; die Möglichkeit zu einer Nachforderung von Unterlagen bleibt unberührt.
Aufteilung in Lose
1 LotGegenstand des Auftrags ist die Erbringung sämtlicher Leistungen und Arbeiten für die Modernisierung, Sanierung und Reaktivierung des Wasserwerks Halle-Beesen als Spitzenlastwasserwerk, einschließlich der Ergänzung um eine Enthärtungsanlage auf Basis von Umkehrosmose, als Generalunternehmer. Der Auftragnehmer trägt die Gesamtverantwortung für Planung, Beschaffung, Bauausführung und Inbetriebnahme und schuldet die gebrauchsfertige Gesamtleistung. Die Maßnahme umfasst die Wiederinbetriebnahme des seit November 2007 stillgelegten Wasserwerks durch Umnutzung bestehender Gebäude, den Neubau eines Reinwasserbehälters sowie die Installation vollständig neuer Anlagentechnik in den Bauwerken Rohwasserpumpwerk, Sandfiltration, UF/AK/CaCO3, Umkehrosmosegebäude, Reinwasserbehälter, Spülwasserbehandlung und Abwasserpumpwerk. Der Leistungsumfang umfasst unter anderem: - Planung und Engineering: Ausführungsplanung auf Basis der vorliegenden Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie Werk-, Montage- und Detailplanung für alle Anlagenteile und Gewerke, einschließlich der für die Programmierung durch den Anlagenbauer erforderlichen Steuerungsbeschreibungen und Prozessdokumentationen. - Verfahrenstechnische Ausrüstung: Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der vollständigen Anlagentechnik, einschließlich Ultrafiltrationsstufe, Aktivkohlestufe, Calciumcarbonat-Stufe, Umkehrosmoseanlage, Spülwasserbehandlung und Rohwasserpumpwerk, jeweils einschließlich der zugehörigen Behälter, Pumpen, Armaturen und Dosierkomponenten. - Rohrleitungsbau und Leitungstiefbau: Sämtliche Rohrleitungsarbeiten innerhalb der Gebäude, Druckrohrleitungen zwischen den Gebäuden, Entwässerungskanalarbeiten, Schmutzwasserpumpwerk sowie Kabelverlegung und Leerrohrtrassen im Außenbereich. - Elektro-, EMSR- und Leittechnik einschließlich IT-Sicherheit: Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der gesamten Elektro-, EMSR- und Leittechnik, einschließlich Mittel- und Niederspannungsversorgung, Notstromversorgung (Netzersatzanlage als Containerlösung), unterbrechungsfreier Stromversorgung für verfahrenskritische Verbraucher, Automatisierung, SPS-Struktur, HMI sowie redundanter Fernwirk- und Leittechnikanbindung. Die Anforderungen nach BSI-IT-Grundschutz, IEC 62443, EU-NIS2 sowie B3S Wasser sind einzuhalten. - Heizung, Lüftung und Sanitär: Lieferung, Montage und Inbetriebnahme der HLS- und RLT-Anlagen in allen betroffenen Bauwerken. - Metallbau und Stahlbau: Lieferung, Fertigung und Montage von Gitterrostpodesten, Treppen, Geländern, Leitern, Kranbahnen, Stützkonstruktionen sowie Tragwerken für Rohrleitungen und Anlagenteile. - Ausbaugewerke: Dach- und Fassadenarbeiten, Blitzschutz, Photovoltaik, Türen und Fenster (einschließlich Brand- und Rauchschutztüren), Putz-, Maler-, Estrich- und Bodenbelagsarbeiten in allen betroffenen Bauwerken. - Außenanlagen: Rückbau- und Demontageleistungen, Erdarbeiten, Entwässerung sowie Einfriedungsarbeiten einschließlich Tore und Zaunanlage. - Inbetriebnahme und Probebetrieb: Hygienische Erstinbetriebnahme nach DVGW W 291 einschließlich Desinfektionskonzept und bakteriologischer Untersuchungen, Durchführung des Probebetriebs sowie Koordination der behördlichen Abnahmen durch Gesundheitsamt und Wasserbehörde. - Standortspezifische Anforderungen: Einhaltung aller Auflagen aufgrund der Lage des Vorhabens in der Trinkwasserschutzzone III, einschließlich der Benennung eines verantwortlichen, weisungsbefugten Ansprechpartners für wasserwirtschaftliche Belange und der Einhaltung der einschlägigen Anforderungen der AwSV. Die vorstehende zusammenfassende Darstellung ist nicht abschließend. Nebenleistungen sind grundsätzlich mit umfasst. Maßgeblich für den Leistungsumfang sind die Leistungsbeschreibungen und die sonstigen Vergabeunterlagen in ihrer jeweils geltenden Fassung.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- price70%
Grundlage der Preisbewertung ist die Angebotssumme (netto) des vollständig bepreisten Leistungsverzeichnisses. Die Preise sind netto in Euro anzugeben. Das Angebot mit dem niedrigsten Angebotspreis erhält die volle Punktzahl von 100 Punkten. Die Bewertung der übrigen Angebote erfolgt nach folgender Formel: Punkte = ((niedrigster Angebotspreis)/(Angebotspreis des Bieters)) x 100
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Konzept zur Leistungserbringung (100 Punkte) Der Bieter hat mit dem Angebot ein Konzept zur Leistungserbringung vorzulegen (Formblatt 2.3). Das mit dem Angebot eingereichte Konzept zur Leistungserbringung wird im Zuschlagsfall Bestandteil des Vertrages. Die darin enthaltenen Angaben zur Baustellenorganisation, zum Bauablauf, zur Projektorganisation und zur Leistungserbringung im Übrigen sind für den Auftragnehmer verbindlich und begründen eigenständige vertragliche Leistungspflichten. Weicht die tatsächliche Leistungserbringung von den im Konzept gemachten Angaben ab, berechtigt dies die Auftraggeberin zur Geltendmachung der ihr nach Vertrag und Gesetz zustehenden Rechte. Änderungen gegenüber dem eingereichten Konzept bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Auftraggeberin. Das Konzept ist in vier Unterkriterien zu gliedern. Ablaufpläne (Balkenplan), Organigramme sowie Schnittstellenübersichten sind als Anlagen beizufügen. Diese Anlagen zählen nicht zum maximalen Seitenumfang von insgesamt 20 DIN-A4-Seiten. Anlagen sind eindeutig zu kennzeichnen und im Konzept klar zu referenzieren. Konzeptteile, die den vorgegebenen Seitenumfang überschreiten, werden bei der Wertung nicht berücksichtigt.
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Der Bieter hat mit dem Angebot für die nachfolgend genannten Schlüsselpersonen den Personalbogen (Formblatt 3.03) vollständig ausgefüllt einzureichen. Die benannten Personen sind im Auftragsfall verbindlich einzusetzen; ein Austausch bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Auftraggeberin und setzt voraus, dass die Ersatzperson die Anforderungen dieses Kriteriums mindestens in gleicher Weise erfüllt. Angaben, die nicht durch den Personalfragebogen belegt sind, bleiben bei der Bewertung unberücksichtigt.
Zeitplan
- 27. Apr. 2026Bekanntmachung veröffentlichtAuf TED publiziert
- 25. Mai 2026EinreichungsfristElektronische Einreichung