Vergabeentscheid

Zuschlag erteilt

Auftragsgewinner: unbekannt

Auftragswert

unbekannt

TED·421687-2026

Ermittlung des ökologischen Mindestwasserabflusses an der Legnitzka und dem Buchholzer Wasser

Sachsen
Dresden, Germany·Veröffentlicht 19. Juni 2026
UmweltdienstleistungenWissenschaftliche DienstleistungenÖffentliche VerwaltungUmweltschutzUmweltgutachtenGewaesseroekologieHydrologieOeffentliche AuftraggeberWasserwirtschaft
Auftragswert
~€60k
Geschätzt · Konfidenz low
Einreichungsfrist
Leistungsbeschreibung

Was wird ausgeschrieben

Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie schreibt die gutachterliche Ermittlung ökologischer Mindestwasserabflüsse für zwei Gewässer in Sachsen aus. Ziel ist die Bestimmung notwendiger Durchflussmengen zur Sicherung der Biozönose gemäß gesetzlicher Vorgaben wie der Wasserrahmenrichtlinie. Die Leistung umfasst Messungen an verschiedenen Standorten sowie die Anwendung fachspezifischer Biotop-Abfluss-Ansätze.

Vollständige Beschreibung anzeigen

Ermittlung des ökologischen Mindestwasserabflusses an der Legnitzka und dem Buchholzer Wasser

VergabeHero-Einschätzung

Das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie in Sachsen sucht einen Dienstleister, der wissenschaftlich ermittelt, wie viel Wasser in der Legnitzka und dem Buchholzer Wasser mindestens fließen muss, um die dortige Tier- und Pflanzenwelt zu erhalten. Dabei müssen gesetzliche Vorgaben, wie die europäische Wasserrahmenrichtlinie, eingehalten und durch Messungen vor Ort belegt werden. Der Auftrag richtet sich an Fachbüros aus dem Bereich der Gewässerökologie oder Hydrologie, die Erfahrung mit derartigen Biotop-Abfluss-Analysen haben. Die Vergabe erfolgt auf Basis eines Konzepts, des Projektmanagements und des Preises.

Lose

Aufteilung in Lose

1 Lot
LOT-0000Ermittlung des ökologischen Mindestwasserabflusses an der Legnitzka und dem Buchholzer Wasser

Zielstellung Die ökologischen Mindestwassermengen der Legnitzka sowie des Buchholzer Wassers sind unter Beachtung der gesetzlichen Grundlagen (WHG, OGewV, WWRL) sowie der o.g. LAWA-Empfehlung, des darin beschriebenen Biotop-Abfluss-Ansatzes bzw. eines ggf. vereinfachten Verfahrens zu ermitteln. Die für die Biozönose notwendigen Mindestanforderungen bezüglich der Wassertiefe und Fließgeschwindigkeit und des sich daraus abzuleitenden Durchflusses sind durch Messungen an verschiedenen Standorten des Gewässerverlaufs zu identifizieren. Der daraus abgeleitete ökologische Mindestwasserabfluss soll anschließend hinsichtlich des Durchflussregimes eingeordnet werden (je nach vorhandener Datenlage im Bezug zu (quasi)natürlichem und/oder tatsächlichem Abfluss). Das angewendete Verfahren zur Bestimmung des ökologischen Mindestwasserabflusses soll im Nachgang hinsichtlich der Praktikabilität an den Fließgewässern analysiert und bewertet werden, wobei auf bereits erarbeitete Empfehlungen einer anderen Studie aufgebaut werden kann. Dabei sind u.a. die Notwendigkeit der Verfahrensschritte, Möglichkeiten zur Vereinfachung des Verfahrens oder auch die Nutzung oder Erhebung weiterer Daten zu diskutieren und anschließend praxistaugliche Empfehlungen zur Überwachung und Einhaltung von Mindestwasserabflüssen an den Gewässern abzuleiten bzw. die bereits erarbeiteten Empfehlungen zu validieren. Zudem sind, aufbauend auf den Erkenntnissen aus den Begehungen und Messungen, mögliche Maßnahmen an den Beispielgewässern aufzuzeigen, die dazu führen könnten, den ökologisch erforderlichen Mindestwasserabfluss zu verringern. Z. B. können bei unnatürlich breit ausgebauten Gewässerprofilen (u. a. zur Ableitung von Sümpfungswasser in Bergbau-beeinflussten Gewässern) Maßnahmen zur naturnäheren Gestaltung des Gewässerlaufs mit Strukturelementen bewirken, dass auch geringere Durchflussmengen ausreichen, um die gewässertypspezifische Fauna und Flora anzusiedeln und zu erhalten. Es sind weiterhin die spezifischen Belastungen und Defizite der Gewässer zu recherchieren und zusammenzutragen, die zur Verfehlung des ökologisch guten Zustands bzw. Potentials führen (z. B. nicht eingehaltene physikalisch-chemische Parameter, ein zu hoher Klarwasseranteil der Kläranlagen im Gewässer, eingeschränkte Durchgängigkeit). Dazu sollen u. a. die vorhandenen Messdaten mit zu recherchierenden Grenz- bzw. Schwellenwerten hinsichtlich der Verträglichkeit mit der Biozönose verglichen und eingeordnet werden. Anschließend soll eine Aussage dazu getroffen werden, welchen Stellenwert die Einhaltung des ökologischen Mindestwasserabflusses bei der Zielerreichung des ökologisch guten Zustands bzw. Potentials hat.

CPV 90000000
Bewertung

Zuschlagskriterien

3 Kriterien
  • quality

    Qualität der Projektskizze

    51%
  • quality

    Projektmanagement

    15%
  • price

    Preis

    34%
Zeitleiste

Zeitplan

  1. 19. Juni 2026
    Bekanntmachung veröffentlicht
    Auf TED publiziert

Alle Angaben ohne Gewähr. Ausschreibungen können sich jederzeit ändern – wir übernehmen keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit der hier dargestellten Daten. Maßgeblich ist stets die Originalbekanntmachung des Auftraggebers.

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